Es begann alles mit einem Furz. Und dann wurde aus einem scheinbar kleinen lustigen Windstoß plötzlich eine ernste Botschaft mit klarer Stellungnahme zur aktuellen Lage der Weltpolitik.
Ein schönes Zeichen und eine erneute Erinnerung an alle daran, dass es an der Zeit ist, nicht mehr nur lustige Sprüche (sei es nun im Fernsehen oder im Internet) rauszukloppen, sondern seinen Arsch endlich mal zu erheben und wirklich was zu tun. Und zwar von Friedrich "Der Architekt der Matrix des Fernsehens" Liechtenstein. Ein konkrete Lösung ist das natürlich auch nicht, war mir aber lieber als der 10000. Joke über Trump's mikroskopisch kleine Hände.
Tele5 dürften die meisten nur als Sender der schlechtesten Filme aller Zeiten kennen, der uns immer wieder mit Trashperlen, Sharknados und Oliver Kalkofe beglückt. Es gibt dort aber auch noch einen Aurel Mertz (Sie kennen ihn vielleicht aus Filmen wie "The Rocketbeans" oder "Die Frank-Elstner-Masterclass"), der eine kleine, aber feine Late-Night-Show zu bieten hat. Boomarama heißt sie, hat jetzt eine megacoole 3000 im Namen und die 3. Staffel startet morgen, um 22 Uhr. Und weil Tele5 auch dieses Internet hat, könnt ihr die erste Folge sogar schon heute sehen bzw. immer 1 Tag früher.
Ist vielleicht kein HalliGalli-Ersatz, aber kann man auf jeden Fall mal machen. Und das sag' ich nicht nur, weil der gute Aurel bei mir zuhause war, wir ein bisschen geschnackt und er mir fantastische "Dinge" mitgebracht hat. Obwohl ich zugeben muss, dass es mir vermutlich schwer gefallen wär, eine Sendung schlecht zu finden, die mir Beef-Jerky, Play-Doh und das Führer-Quartett schenkt.
Ich find' sie aber tatsächlich nicht schlecht (auch wenn da auf jeden Fall noch mehr geht). Und so kann ich auch ruhigen Gewissens in mein Trockenfleisch beißen, mir die Romanze zwischen Aurel und Trixie anschauen und mich auf die Folgen mit Christopher Lauer, Luna Love (genau, die mit dem DagiBee-Porn) und Manuel Möglich freuen.
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Alternative Farts against Trump - symbolisch für den Wind of Change. Na dann. Hab' ich (und mein Allerwerterster) nächste Woche Dienstag um 23:05 Uhr wohl einen Termin. Vielleicht guck' ich mir vorher aber nochmal die South-Park-Folge mit dem braunen Ton an. So ein Protest-Furz muss ja schließlich auch gut klingen. Ich dachte da an sowas hier:
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Joko & Klaas haben sich als PR-Agentur ausgegeben, die einen Ryan Gosling zufällig in der Stadt hat und ihn als Werbefigur für die goldene Kamera angeboten. Allerdings nur, wenn Gosling, für den eigentlich kein Preis geplant war, nun einen Preis bekäme. Klappte erst nicht. Klappte aber dann doch. Und schon gab's eine neue Kategorie.
Jetzt noch den Fake-Ryan reingemogelt, ihn den Preis ablehnen lassen und ihn Joko & Klaas widmen. Und fertig ist der kleine VeraKamera-Fake.
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Böhmermann & Schulz talken ab Sonntag wieder einmal die Woche in ihrer verrauchten Dunkelkammer auf ZDFneo. Optisch haben sich die Zwei zwar ein bisschen verändert (hier der Ursprung des Gags), das Konzept ist aber noch das gleiche. Und Sybille Berg ist auch wieder dabei.
Der bereits 6. Teil der mehrstündigen Doku "Achtung, Aufnahme! In den Schmieden des Pop", der für mich am interessantesten von allen ist. Die letzte Episode der Reihe dreht sich nämlich ums Samplen, was bedeutet, dass es genretechnisch hauptsächlich um Oldschool-Hip-Hop und neuen Electro geht. Und das ist ja so ziemlich genau meins. Die Folgen 1-5 findet ihr hier in der Mediathek.
Es war eine der revolutionärsten Neuerungen der letzten 40 Jahre: das Sampling. Dabei werden Teile bereits bestehender Stücke herausgeschnitten und – oft als Loop – in neue Songs integriert. Diese Technik kommt eigentlich aus dem jamaikanischen Dub, dem Funk à la James Brown und der Discobewegung. Das Genre mit den meisten Samples ist aber eindeutig der Hip-Hop. Afrika Bambaataa, Darryl McDaniels von RUN–D.M.C., Chuck D von Public Enemy, Adam Horovitz von den Beastie Boys, RZA vom Wu-Tang Clan und der französische Rapper Akhenaton sind Meister dieser Kunst. Sie kommen in der Sendung selbst zu Wort und verteidigen das, was die Musikindustrie als Plagiat bezeichnet. In der Vergangenheit kam es bereits zu zahlreichen Gerichtsverfahren. Heute ist es kaum noch möglich, Samples zu verwenden – sehr zum Leidwesen von Rappern und Produzenten, die wehmütig an alte Zeiten zurückdenken. Neben dem Hip-Hop werden aber auch andere Genres unter die Lupe genommen. Für die Musik von Jean Michel Jarre und Moby sind Samples ebenso unverzichtbar.
Der olle Olli Schulz hat Yolo & Klaus einen womöglich letzten Besuch in ihrer Sendung abgestattet und mit ihnen nochmal einen Buddytag unternommen. Wie in den guten alten Zeiten. Ihr wisst schon. Rumhängen, kiffen, das Schulklo taggen und so. Und wenn ich das so sehe, ist es ja doch ein bisschen schade, dass die Jungs aufhören.
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Tom Schilling, Wilson Gonzales Ochsenknecht (und Frederick Lau als schwuler Nazi) als sich vom Hippietum abgrenzende Möchtegern-Punks im Berliner Untergrund der 80er-Jahre. Eine Satire von Oskar Roehler über Drogen, Spermascheiben und die damalige Anarchie im westlichen Teil der deutschen Hauptstadt. Und er läuft gerade in der arte-Mediathek (allerdings nur noch 3 Tage). Hier der Link.
"Deutschland, Anfang der 1980er Jahre: Auch in der westdeutschen Provinz sind die Hippies an der Macht. Robert muss da raus. Es gibt für ihn nur eine Stadt, die Sex, Drogen und Punk verspricht: West-Berlin! Sein alter Kumpel Schwarz nimmt ihn dort mit offenen Armen auf. Schwarz braucht in seiner Peepshow ein Mädchen für alles, und das wird Robert. Wichskabinen schrubben und die Verpflegung der Mädchen organisieren sind seine Hauptaufgaben.
Dabei lernt er Sanja kennen, auch eine in der anarchischen Subkultur gestrandete Seele auf der Suche nach einem Sinn im Leben. Tag und Nacht verschwimmen, Robert lässt sich treiben, seine Nächte verbringt er im legendären „Risiko“. Der Ort, an dem Zeit nicht existiert und sich Ikonen wie Blixa Bargeld und Nick Cave herumtreiben.
Dort wo alles möglich ist, alles sein kann und nichts sein muss. Kunst kommt nicht von Können, sie kommt vom Leben. Dank üppiger Berlin-Zulage und eines kleinen Überfalls zusammen mit Schwarz hat Robert eine ganz neue Einkommensquelle und plant mit Sanja die nicht ganz typische Lösung familiärer Probleme … Oskar Roehler inszenierte nach eigenem Drehbuch ein authentisches, radikales und ironisches Zeitdokument über die Anarchie einer Stadt, in der nichts mehr Gültigkeit hatte und auf nichts mehr Verlass war.
Er erzählt von denen, die aus der versnobten, konservativen Kleinstadt nach Berlin kamen, die keinen Plan hatten, politisch inkorrekt waren und deren Nichtstun eine Haltung war."