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Einer meiner bisherigen Internet-Highlights dieses Jahr waren ja die vier Tage, an denen das ganze Internet ganz reddit gemeinsam ein Bild gezeichnet hat aka r/place 2. Und zwar eines, was alle paar Minuten immer wieder kaputt gemacht und neu aufgebaut wurde.
Das war nämlich einer dieser selten gewordenen Momente, in denen man mal wieder erleben konnte, was für großartige Dinge das Internet doch schaffen kann, wenn es seine Kräfte gut koordiniert vereint. Und vielleicht noch toller in diesen Zeiten war, wie friedlich und herzlich ein Kampf um Pixelterritorien ablaufen kann, der im gleichen Inernet stattfindet, in dem wir seit Jahren gegen Hassnachrichten vorgehen und aktuell nur durch Kriegsbilder scrollen.
Was daran jetzt aber wirklich alles so faszinierend ist, erfahrt ihr in dieser kleinen "Doku" (und diesem Thread), die euch einen Insider-Look gibt und u.a. diesen sehr sehr deutschen Satz beinhaltet:

"Wir übermalen die Herzen, die sind nicht genehmigt."


...weiterlesen "Youtube-Doku über r/place: Das ganze Internet baut & zerstört zusammen ein Bild"


Auf Arte läuft mit La Haine einer meiner Top10-Filme aller Zeiten, der die Geschichte von einer Gesellschaft erzählt, die fällt und nicht zu altern scheint, obwohl sie jetzt auch schon 26 Jahre auf dem Buckel hat. In Sounds Of Germany macht Olli Schulz eine musikalische Reise quer durch D-Land und landet am Ende selbst im Fernsehgarten. Dichtung & Wahrheit dokumentiert nochmal, wie HipHop nach Deutschland kam und wird grad von allen Rapheadz empfohlen.
Aurel Mertz hat endlich (wieder) eine eigene Show im Fernsehen und nimmt satrisch jede Woche etwas außeinander, was hierzulande nicht so doll bis sehr beschissen läuft. Paradox aka ein Ex-BerlinKidz-Member beweist, dass Genie und Wahnsinn oft nah beeinander liegen. Und in der Arte-Doku Die Erdzerstörer erfahrt ihr, warum ich Autos so scheiße finde und wie "gut" die Menschheit mit ihrem Zuhause umgeht.



...weiterlesen "Gemediathekt: Hass, Sounds of Germany, Dichtung & Wahrheit, Aurel Original, Paradox Graffiti, die Erdzerstörer"


Die Netflix-Doku über die bösen Sozialen Medien, die uns angeblich alle zu hochemotionalen Dopamin-Junkies werden lassen, gibt's jetzt auch auf einer Social-Media-Plattform. Passend dazu läuft in der ARD-Mediathek gerade die preisgekrönte norwegische Serie "Nudes", in der es um Cybermobbing auf u.a. jenen sozialen Medien geht. Und wenn euch das alle zu viel wird, könnt ihr auf SpiegelTV mit einer oldschooligen Hamburg-Doku in eine Welt ohne Facebook & Co. zurückreisen (genauer: ins Jahr 2006).

Wir brauchen Utopien und große Entwürfe. Nicht als konkretes Ziel, sondern als Regenbogen, auf den wir zugehen können, den wir aber nie erreichen werden. Aber was wäre die Welt ohne Regenbögen?
- Volker Strübing (Autor der Doku)

Eine in die Welt von überübermorgen blickende Doku-Perle aus der 3Sat-Mediathek, die sich mal genauer anschaut, wie das mit der Zukunft eigentlich so aussieht. Und es ist ein bisschen, wie die weitergedachte Version einer "futuristischen" ZDF-Doku aus dem Jahr 1972, die in das Jahr 2000 reist - nur halt diesmal ein paar Jahrzehnte später. Mit einem bereits in der Gegenwart existierenden Space-Auto auf dem Mars - statt einem langweiligen Flugtaxi auf der Erde. Was kann das also noch kommen? Eine von vermutlich sehr vielen Antworten darauf bekommt ihr im weit nach vorne schauenden Film von Volker Stübing, den ich letztes Jahr schon mal mit einer ebenfalls sehr sympathischen Digital-DDR-Doku hier verbloggst hab.

Früher war fast gar nichts besser. Bis auf die Zukunft. Visionen von Weltraumstädten und fliegenden Autos statt der heute verbreiteten Untergangsstimmung. Die Dokumentation sucht neue Utopien.


Eigentlich mag ich gut inszenierte True-Crime-Stories ja gar nicht so, weil Hypes von echten Serien-Killern zu generieren, schon sehr fragwürdig ist, aber wenn in dem Fall das Internet die Spurensuche übernimmt und in die Detective-Rolle schlüpft, bin sogar ich angefixt. Schließlich sind auch die Stars des WorldWidWebs dabei: kleine süße Kätzchen. Und es ist sowohl beeindruckend als auch ein bisschen gruselig, was das Netz mit vereinten Kräften und Stalking-Skills alles leisten kann, um jemanden erfolgreich zu jagen.
Am Ende bleibt der schlechte Hannibal-Lecter-Klon, der alles dafür getan hat, um ein großer Star zu werden und dann seine eigene Netflix-Doku bekommen hat, aber genau der Grund, weshalb ich mich beim schauen solcher Geschichten immer etwas unwohl bzw. selbst ertappt fühl.


Corona spreads Disease, Hip-Hop spreads Love und geht aktuell für Geflüchtete auf "Tour", sammelt Spenden fürs Krankenhauspersonal und hat eine Doku gedreht, die die seit einem Jahr leerstehenden Clubs vom endgültigen Untergang bewahren möchte. Letzteres startete mit einem Club-Track von Galv - und endete als Hilfe rufende und sehr schöne Kultur-Doku in der ARD-Mediathek. Culture-Support per Culture-Support. Damit es nicht irgendwann für immer still bleibt.

Nach einem Jahr ohne Live-Konzerte begibt sich der HipHop-Musiker Galv auf einen Roadtrip quer durch Deutschland. Dabei verschafft er sich einen Überblick über die Lage der Clubs und der Liveszene seiner Subkultur. Mit Samy Deluxe, Felix Lobrecht und vielen anderen Künstlern spricht er über persönliche Geschichten, den Wert und die Bedeutung der Clubs für die deutsche Kulturlandschaft.


Während die meisten einen Streamingdienst nach dem anderen buchen und dann jeden stundenlang durchscrollen, um doch nichts zu finden, gucke ich derzeit wieder viel aus der Mediathek, für die ich ja immer gerne GEZ-Cash abdrücke, wenn die Inhalte so gut sind wie in diesem Fall. Aktuelle Highlights sind eine schick bebilderte maiLab-Doku über den Klimawandel (Teil2), ein aufklärender, aber denkwürdiger Film über Hanau, ein Meme-lastiges NDR-Video über Fridays-For-Wolle und Alexander Gerst, der das All gegen die Antarktis eintauscht.



2020 war ein Jahr, das uns vermutlich alle - wie die Pandemie - noch ein Weilchen beschäftigen und sehr viel Platz in den Geschichtsbüchern einnehmen wird. Schließlich ist nicht gerade wenig in und mit der Welt passiert, wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt.
Nicht vergessen darf man dabei aber immer auch, dass im Corona-Jahr nicht nur Corona war und es neben vielen anderen furchtbaren Nachrichten ja auch einige positive Dinge im Leben vieler Menschen gab (auf nimmerwiedersehen, Donald). Das ganze Spektrum menschlicher Emotionen aus diesem denkwürdigen Jahr findet ihr im 2010er-Project-Remake: Life in a Day 2020.

„2020 war eines der außergewöhnlichsten Jahre unserer Geschichte — ein Jahr, in dem die Tage genau so von Angst, Sorge und Spaltung gezeichnet waren wie von Einheit, Widerstandsfähigkeit und Menschlichkeit. Life in a Day hat einen dieser Tage im Jahr 2020 festgehalten. Am 25. Juli 2020 haben wir über 300.000 Einreichungen aus 192 Ländern erhalten. Die historisch bedeutende Dokumentation Life in a Day, produziert von Ridley Scott und unter der Regie von Oscar®-Preisträger Kevin Macdonald, feiert ihre Premiere auf dem Sundance Film Festival 2021 und ist jetzt nur auf YouTube verfügbar.“


...weiterlesen "Dokumentarfilm auf YouTube: Life in a Day 2020"

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Bisher eine der schönsten Dokus, die ich dieses Jahr gesehen habe und von zwei Ehrenfrauen berichtet, die Online-Scammer jagen, nachdem sie selbst mit Fake-Profilen und Fake-Liebesbekundungen abgezogen wurden: Oma Helga und Tante Irmgard, die als zivilcouragierte DIY-Hacker-Girls mit mehreren Handys und einem Forum auf Rachefeldzug gegen Arschlöcher vorgehen. Wenn das Internet einen verarscht, muss man das Internet eben zurückverarschen.


In Zeiten, in denen man eigentlich nur noch fluchen könnte, veröffentlicht Netflix passenderweise eine Dokuserie über Schimpfwörter. Ich hab' noch nicht reingeschaut, aber die ersten 8 Sekunden des Trailers, in denen Nicolas Cage ziemlich punktgenau die Gesamtsituation zusammenfasst, haben mich schon mal überzeugt.

"I am Nicolas Cage. Let's get f*cked."

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Die gerade erst frisch erschienene Hulu-Doku über die "kleine" schwedische FridaysForFuture-Ikone, die das weltweit größte Movement zur Rettung unseres Planeten ins Leben gerufen hat, gibt's inzwischen auch schon in der ARD-Mediathek. Klimaaktivismus is great - but she is Greta.
...weiterlesen "Doku über Klimaaktivistin Thunberg nun in der ARD-Mediathek: I am Greta"