Die ARD ist endlich im Jahr 2020 angekommen und hat es nach 15 Jahren YouTube nun auch mal hinbekommen, dass man ihre Videos aus der Mediathek auf anderen Webseiten einbetten kann. Schön, dass man es inzwischen dann auch mal zulässt, dass sich die Inhalte verbreiten und so Leute wie ich mir nun z.B. die komplette erste und zweite Staffel Babylon Berlin ins Blog kleben können, um sich auf die dritte Season am 24. Januar vorzubereiten (noch schöner, dass sie diesmal auch ein halbes Jahr drin bleiben). Und, ja - mit Netflix kann das Ding vielleicht noch nicht mithalten, aber für mich geht das in die richtige Richtung. Gut angelegte GEZ-Gebühren. ;o)
...weiterlesen "Babylon Berlin | Alle Folgen in der neuen ARD-Mediathek"


Die ARD bewirbt ihre neue & endlich einbettbare Mediathek derzeit mit kleinen süßen Mini-Clips. Und diesen  weltuntergangsromantischen Spot finde ich ganz besonders schön (gruselig). Die tatsächlich sehenswerte Rabiat-Klimawandel-Doku inklusive genauso hörenswertem Soundtrack hatte ich hier übrigens auch schon verbloggst.

...weiterlesen "Jetzt & hier war es bereits zu spät"

Falls ihr Bock auf eine kleine Rave-Tour durch die 90er-Jahre mit zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven aus zwei sehr unterschiedlichen deutschen Filmen habt: Als wir träumten, das Clubdrama der auf  den Trümmern tanzenden Nachwendezeit und Magical Mystery, der Techno-Roadmovie durch D-Land, sind gerade in der ARD-Mediathek.



via & via


Der aktuelle D-Movie aus der Tele5-Mediathek: Fikkefuchs. Der neueste Film von und mit Jan Henrik Stahlberg (Muxmäuschenstill) und Franz Rogowski erzählt eine etwas andere Vater-Sohn-Geschichte über das männliche Geschlecht - und die #Metoo-Debatte aus der Satire-Sicht von zwei sexistischen Schweinen. Inklusive SXTN und MC Bomber als Soundtrack. Zynismus-Porn aus Deutschland über das notgeile Geschlecht.

Dieser Film ist von extremistischer Komik. Und er behandelt ein vergiftetes Thema: Sex. Die Koproduktion aus Berliner Armut und Schwabinger Schule wird viele Menschen erheitern und verstören. (Quelle)

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Die Geschichte von der Mieze mit den weichen Samtpfötchen und der Raubkatze mit den scharfen Krallen. Tiger Girl. Der sich um eine angehende Polizistin und eine Gangstabraut drehende Film von Jakob Lass erweckt den Tiger in ihr - und in der ARD-Mediathek. Mit einer großartig spielenden Ella Rumpf, einem fantastischem Soundtrack, improvisierten Dialogen, einem vagen Drehbuch und zwischendurch recht stylisch inszenierten Ninja-Kicks (deutsche Kill Bill). Durchaus empfehlenswertes Ding.

„Höflichkeit ist auch eine Art Gewalt - Gewalt gegen dich selbst.“


via Mediaraubkatzen


Es kommt nur alle Jubeljahre vor, dass an einem Abend gleich zwei Filme auf einem deutschen Sender laufen. Heute ist aber einer dieser wenigen glücklichen Tage in Fernsehdeutschland. Und zwar auf 3Sat:

20:15 Uhr - Victoria (Deutschland/Sebastian Schipper/2015) - Mediathek-Link
22:25 Uhr - Ich seh, Ich seh (Österreich/Veronika Franz & Severin Fiala/2014) - Mediathek-Link


Der vermutlich und vielleicht auch hoffentlich letzte Teil der erfolgreichen Müll-Film-Reihe rundum den Blödel-(T)Haifun, der im Finale u.a. Bela B., Dinosaurier und Zeitmaschinen als Sci-Fi-Western-Trash-Szenario aufwirbelt. Und er stürmte gestern auch wieder über den Sender für die Perlen des schlechten Geschmacks aka Tele 5.
Wer die Gelegenheit sich visuell Schmerzen zuzufügen verpasst und sich das trotzdem noch aus irgendeinem Grund antun möchte: Hier der Link zum Mediathek-Stream.

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Eine ehrgeizige Unternehmensberaterin im Business-Dress und Dauerstress - und ihr immer zu schlechten Scherzen aufgelegter Vater, der seiner Tochter mit einer zotteligen Perücke und einem Faschingsgebiss wieder näher kommen möchte. Der Oscar-nominierte Toni Erdmann steht nicht nur sinnbildlich zwischen den Generationen, sondern gerade auch in der arte-Mediathek - und sogar auf YouTube.
Ein oft komischer, noch öfter unangenehmer und immer wahnsinnig gut gespielter Film über die Zeiten kapitalistischer Selbstoptimierung, Selbstausbeutung und Selbstzerstörung - und das nicht aus den Augen verlieren des eigenen Ichs.

Da arte in der Mediathek einen Disclaimer als Klick-Hürde vor den Film geschoben hat, bekommt ihr die Inhaltszusammenfassung passenderweise von der FSK:

Tragikomödie über einen alternden Mann, der seine entfremdete Tochter besucht, eine in Bukarest lebende Karrierefrau. In einer grotesken Maskerade (mit falschen Zähnen und absurder Perücke) wirbelt er ihr streng geordnetes Leben durcheinander. Kinder ab 12 Jahren können der Geschichte problemlos folgen und werden auch von den teils absurden Situationen oder skurril-grotesken Verhaltensweisen nicht überfordert.
Es gibt eine leicht bizarre, betont emotionslose Sexszene, bei der es aber nicht zu Geschlechtsverkehr kommt: Der Liebhaber der erwachsenen Tochter masturbiert auf eine Praline, welche die Tochter dann isst. Diese Szene kann Zuschauer ab 12 kurzzeitig irritieren, von einer nachhaltigen Beeinträchtigung ist aber nicht auszugehen, da die Szene aus dem Gesamtkontext herausfällt und vom Rest des Films ausgeglichen wird.


Tele 5 geht zwei Buchstaben weiter im Alphabet und präsentiert neben B-Movies aktuell auch die D-Movies. Die besten deutschen Filme irgendwelcher Zeiten. Und gerade sind da wirklich ein paar Perlen in der Mediathek, die das Cineasten-Herz eines jeden Almans höher schlagen lassen.
Mit dabei das todsichere Kult-Ding aus'm Pott, die Jacobs-Krönung der bekifften Gourmet-Filme und Haneke's Psychospielchen mit Golfschlägern: BangBoomBang, Lammbock & Funny Games.



Gleich nach der ersten läuft nun auch die zweite Staffel von Babylon Berlin in der ARD an. Die erste Episode bzw. Folge 9/10 könnt ihr bereits jetzt in der Mediathek schauen (sogar schon in der neuen Open-Beta-Version). Auf Folge 10 müsst ihr vermutlich noch bis heute Abend warten, wenn die 2. Season um 20:15 Uhr im Fernsehen ausgestrahlt wird.

Inzwischen ist die komplette zweite Staffel online (und die erste wieder offline).

Hier nochmal alle Mediathek-Links zu den einzelnen Episoden:

Staffel 2:
Folge 9   Folge 10  Folge 11  Folge 12  Folge 13  Folge 14  Folge 15  Folge 16

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Derzeit in der arte-Mediathek: Die Doku über die Content-Moderatoren von Facebook, YouTube & Co, die die digitale Drecksarbeit des Internets übernehmen und sich täglich bis zu 25.000 Bilder von toten Kindern, Enthauptungen mit Küchenmessern und sehr, sehr, sehr vielen Penissen ansehen müssen. The Cleaners. Die dunkle, abgefuckte und asoziale Seite der sozialen Netzwerke.

Es gibt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Standort für Content-Moderation. Dort löschen Zehntausende Menschen im Auftrag der großen Silicon-Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos auf Facebook, YouTube, Twitter & Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden an die Content-Moderatoren abgegeben. Die Kriterien und Vorgaben, nach denen sie arbeiten, sind eines der am besten geschützten Geheimnisse des Silicon Valley.
Die Dauerbelastung dieser traumatisierenden Arbeit verändert die Wahrnehmung und Persönlichkeit der Content-Moderatoren, denen es verboten ist, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Parallel zu den Geschichten von fünf Content-Moderatoren zeigt der Dokumentarfilm die globalen Auswirkungen der Online-Zensur und wie Fake News und Hass durch die sozialen Netzwerke verbreitet und verstärkt werden.
Die Vision einer vernetzten globalen Internetgemeinde wird zum Alptraum, wenn hochrangige ehemalige Mitarbeiter der sozialen Netzwerke Einblicke in die Funktionsweisen und Mechanismen der Plattformen geben. Gezielte Verstärkung und Vervielfältigung jeglicher Art von Emotionen machen die Plattformen zu Brandbeschleunigern, die soziale, politische und gesellschaftliche Konflikte anheizen und die Spaltung der Gesellschaft vorantreiben.
Hans Block und Moritz Riesewieck erzählen in ihrem Debütfilm vom Platzen des utopischen Traums der sozialen Medien und stellen die drängende Frage nach den Grenzen des Einflusses von Facebook, YouTube, Twitter & Co. auf den Einzelnen und die Gesellschaft.


Tschick. Ein Sommerkino-Trip von Fatih Akin über zwei Außenseiter-Kids, die einen Lada klauen und sich eine gute Zeit machen. Und er liegt bis nächsten Dienstag in der ARD-Mediathek, falls ihr Lust auf einen schönen deutschen Road-Movie verspürt. Ich hab' ihn jedenfalls vor 2 Jahren mal in 'nem Open-Air-Kino in Berlin gesehen und kann den eigentlich nur empfehlen.

Während die Mutter in der Entzugsklinik und der Vater mit seiner Assistentin auf "Geschäftsreise" ist, verbringt der 14-jährige Außenseiter Maik Klingenberg die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa. Doch dann kreuzt Tschick auf. Die Geschichte eines Sommers, den wir alle einmal erleben wollen ... Der beste Sommer von allen eben!


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