Springe zum Inhalt

4


Ein kleines Kurzfilmprogramm, um die Zeit, Lockdowns oder was auch immer zu überbrücken und wieder mal ein paar Dinge zu sehen, die keine schlechten Nachrichten oder ganz okaye Netflix-Serien sind. Mit dabei ist das ganze letzte Jahr aus der Perspektive derer, die seit März 2020 allein zuhause rumsitzen. Ein sympathischer Herr Hase berichtet über seinen Alltag aus einem Test-Labor und das ist schöner-, aber auch unschönerweise was fürs Auge. Für die aktuelle Weltuntergangsstimmung gibt's die wahre Geschichte vom Ende der Dinos. Und weil die Zeit gerade so langsam und so schnell gleichzeitig vergeht, kann man in Speed of Time nochmal die Geschwindigkeit anpassen lassen.



2021 fühlt sich bisher wie eine Wiederholung von 2020 an und deshalb tritt Daði Freyr (& Band) auch dieses Jahr wieder mit einem wunderschön weirden Musikvideo für den ESC an, den Island schon vergangenes Jahr als Sieger der Herzen verlassen hatte. Grand Soleil resetten mit drückenden Bässen die Erde und malen Nowadays Records mit hübschen BigBang-Animationen an. Und Engelwood beglücken euch mit Happy-Oldschool-Vibes aus der Feder von Ardhira Putra, einem Motion-Designer aus Singapur mit Hang zur Nostalgie.


via & via

Das Real-Life-Remake der Never-Ending-Story heißt anscheinend Corona und alle hassen es. Während wir zuhause rumsitzen müssen, macht der April schon wieder was er will, ohne dafür ein Bußgeld zu kassieren. Um der Wirtschaft zu helfen, darf man bald wahrscheinlich nur noch ausschließlich im Büro bzw. auf der Arbeit atmen. Und Deutschland wäre besser dran, wenn es in der Pandemie mehr auf einen Karl und weniger auf einen Armin hören würde. Twittwoch #14.

...weiterlesen "Twittwoch #14"

In Deutschland besteht die Werbung für die Corona-Schutzimpfung u.a. aus einer 25Mio€ teuren Kampagne mit Günther Jauch und Uschi Glas. In den USA sind es u.a. geschenkte Donuts - und in einem Drugstore in Michigan bekommt man zum Impf-Shot nun sogar einen Gratis-Joint dazu, was mich jetzt erhlich gesagt ein bisschen mehr anspricht als Günther und Uschi.
Aber ich muss zu einem kleinen Piks gegen ein tödliches Virus auch nicht erst überzeugt werden. Ein bisschen neidisch bin ich allerdings dennoch darauf, dass die Amis uns nicht nur beim Impfen, sondern auch beim Thema Cannabis scheinbar weit voraus sind. Apropos voraus. Dieses Mal waren es nicht die Simpsons, sondern South Park, die ein Pandemic Special als Sonderangebot beim Dealer schon vorrausgesagt haben.

1


Eine Frage: warum nochmal versucht Deutschland "mit" anstatt "ohne" einen Virus zu leben? Denn ich kapier einfach nicht, warum wir uns immer wieder neue komische Maßnahmen ausdenken, um mit Corona irgendwie so halb, aber eigentlich gar nicht klar zu kommen anstatt auch nur ein einziges Mal wenigstens zu versuchen, das Ding gemeinsam platt machen. Oder zumindest den Inzidenzswert so weit runterwuppen, wie's nur irgendwie geht.
Eigentlich wissen wir doch auch schon, dass "mit" einem tödlichen Virus leben wirklich für absolut alle, ja sogar für die ach so heilige Wirtschaft eine Qual ist und allen im Endeffekt viel mehr schadet als nutzt. Als ob alle gemütlich einkaufen gehen, während um sie herum lauter Menschen durch Mutanten-Viren sterben oder zu LongCovid-Patienten werden. Zumal tote Menschen meines Erachtens auch relativ selten mit Shopping-Touren die Wirtschaft ankurbeln. Und inzwischen belegt sogar eine Studie, dass eine NoCovid-Strategie gesundheitlich, menschlich, aber eben auch wirtschaftlich die klar bessere Taktik in der Pandemie ist. Aus jener Strategie ist übrigens auch diese Grafik, die nicht nur zeigt, wie absurd die deutsche Pandemiepolitik eigentlich ist, sondern auch Jacinda Arderns letzte Sieges-Rede zur 1-jährigen Corona-Vernichtung unterstreicht, für die sie der ganzen Bevölkerung Neuseelands dankbar ist - und vermutlich auch andersrum.
Und ja, Neuseeland ist eine Insel, aber woher zur Hölle wissen wir denn, dass das nur bei Inseln klappt (und was ist mit UK?), wenn wir es nicht mal probiert haben und was haben wir überhaupt zu verlieren, wenn alles andere offensichtlich schon gescheitert ist. Zumal Europa ja auch zumindest eine Halbinsel ist - und die EU in einer Krise ja auch mal zusammenarbeiten könnte (alle anderen Mythen könnt ihr euch hier widerlegen lassen)
Und dann ist da noch die Sache mit dem Wahlkampf, der hierzulande anscheinend die Maßnahmen blockiert, weil die Bevölkerung angeblich ständig Lockerungen in einer Pandemie will, was allerdings so gut wie nie der Fall war und besonders jetzt nicht so ist. Im Gegenteil. Dazu habe ich auch eine Verständnisfrage an unsere Politiker: Wenn man nur mit lockern statt knallhart lockzudownen Stimmen fängt, wieso ist Neuseelands Ministerpräsidentin dann so beliebt und hat letztes Jahr phänomenal gute Wahlergebnisse eingefahren? Nun, vielleicht weil Menschen eher wählen gehen, wenn sie nicht tot sind - oder weil sie jemanden bevorzugen, der nicht tausende von Menschenleben riskiert und nicht die Maßnahmen, sondern die Pandemie bekämpft. Denn das Absurde ist ja: es wäre gerade so easy, Bundeskanzler bzw. Bundeskanzlerin zu werden - man müsste nämlich nicht mal selbst nachdenken, man müsste einfach nur mal das machen, was die Wissenschaft seit fast einem halben Jahr beinahe täglich sagt. Oder inzwischen eigentlich fast alle sagen (außer den Covidioten und der AfDoof, die ja immer das Gegenteil von dem sagen, was richtig ist).
Am meisten verstört mich in diesem ganzen Corona-Chaos in Deutschland nämlich die Tatsache, dass eine komplette Regierung samt all ihren Beratern scheinbar nicht auf eine Lösung kommt, die schon seit über 3 Monaten für wirklich absolut jeden offensichtlich ist, der einmal die Woche ein Stündchen Podcast hört. Oder einfach mal das Wissenschaftsmagazin Quarks schaut:


Eigentlich warte ich mittlerweile schon auf die übernächste Serie von und mit Phoebe Waller-Bridge, in der sie zusammen mit Donald Glover in den Rosenkrieg ziehen wird. Fleabag war aber einer erfrischendsten Serien der letzten Jahre und ist gerade - sogar als Originalversion in englisch - in der ARD-Mediathek auffindbar.
Wenn ihr die britische Dramedy-Serie mit Hang zum Selbstgespräch und Vorliebe für die vierte Wand aus unerklärlichen Gründen noch nicht gesehen habt, solltet ihr die Gelegenheit nutzen und das dringend nachholen. Es lohnt sich, falls ihr in Zeiten wie diesen mal wieder herzhaft verzweifelt lachen wollt.

Die junge, chaotische, wütende, aber auch trauernde Fleabag (Phoebe Waller-Bridge) schaut gerne Pornos, schläft mit jedem Mann, der in ihre Nähe kommt und schnorrt sich durchs Leben. Dieser Lifestyle stößt sogar in London aber manchmal an Grenzen…

5


Joko & Klaas haben ihre gewonnene Sendezeit diesmal genutzt, um den kompletten Arbeitsalltag einer der aktuell härtesten Jobs in Deutschland, nämlich den einer Pflegekraft zu zeigen. Dafür haben die beiden ihre 15 Minuten diesmal allerdings so einige Überstunden machen lassen.
Alle nachfolgenden Sendungen wurden verschoben und stattdessen gab's 7(!) ungeschnittene Stunden lang gutes, experimentelles und sinnvolles Fernsehen aus der Egoperspektive - ohne eine einzige Werbeunterbrechnung (im Pflegenotstand hat man schließlich auch keine Pause).
Und ich ärgere mich seit langer langer Zeit mal wieder, dass ich was im Fernsehen verpasst habe, weil auf YouTube bisher nur ein halbstündiges Best-Of davon zu sehen ist (Update: brauch mich nicht mehr ärgern, die ganze Sendung gibt's inzwischen in voller Länge auf joyn). Insgesamt aber eine in jeglicher Hinsicht beeindruckende TV-Aktion, die es sogar hinbekommen hat, gleichzeitig von ARTE und(!) RTL hoch gelobt zu werden. Das ist auch #NichtSelbstverständlich.

Pflege ist ein Thema, das uns alle betrifft, mitten aus dem Leben, und dennoch zu oft ganz am Rand der allgemeinen Wahrnehmung. Viele Themen im Leben bekommen erst dann den Stellenwert, den sie verdient haben, wenn man als Mensch die Gelegenheit bekommt sich in ein Leben hineinzuversetzen, das nicht zwangsläufig das eigene ist.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Robin Keiner (@robinkeiner_)


Seit 82 Folgen bildet uns der Podcast von und mit Christian Drosten (& Sandra Cisek) alle zu Hobby-Virologen aus und führt uns wissenschaftlich durchs chaotische Pandemie-Labyrinth. Und auch ich höre das NDR Coronavirus-Update immer dann, wenn ich endgültig Klarheit haben will und nutze ihn als letzte Instanz, wenn ich mal wieder von allem verwirrt bin (also eigentlich jede Woche, wie knapp 1 Million andere Menschen übrigens auch). Schade, dass es keine Corona-Maßnahme gibt, die das auch verpflichtend für Ministerpräsidenten macht.
In der aktuellen Folge rechnet der mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete und weltweit renommierte Corona-Experte mit unserer Regierung Wissenschaftsleugnern ab und die Parallelen zum Klimawandel sind wirklich bitter, wenn man daran denkt, dass der ja noch viel komplexer und zudem noch viel gefährlicher ist als Corona. Die einzige gute Nachricht: Gegen die bisherigen Mutanten helfen wohl alle bisher zugelassenen Impfstoffe (zumindest gegen schwere Verläufe).


Da man nicht immer nur Netflix-Serien bingen kann, es im Jahr 2021 endlich einbettbare Mediatheken-Inhalte gibt (zumindest manchmal) und ich mir regelmäßig die doch noch guten, aber auch leider oft gut versteckten Fernseh-Inhalte raussuche, sammel ich hier ab jetzt mal alle Dokus, Shows, Filme oder was auch immer die letzten Tage so über meinen Bildschirm flimmerte in einer Rubrik. Ein unregelmäßiges TV-Best-Of quasi.
Los geht's mit der 1on1-Kurzstrecke von Pierre M. Krause, der eine sehr gut Gästeauswahl hat und u.a. mit Mai Thi Nguyen-Kim quatschend durch die Gegend schlendert. Karl Lauterbach hat es offenbar aus dem Lanz-Studio rausgeschafft und ist zur Kontaktperson vom Krömer geworden. Die 3Sat-Doku über Luisa Neubauer wurde gerade für den Grimme Preis nominiert und ist deshalb nochmal online. Die ARD-Doku über die unfassbar anstrengende Corona-Arbeit auf einer Intensivstation verdeutlicht nochmal, warum sowohl ein Lockdown als auch höhere Gehalter für Pflegekräfte dringend nötig sind. Der HR hat tatsächlich eine Schule in Deutschland gefunden, die komplett digitalisiert ist. Maja Göpel transformiert die philosophische Sternstunde in eine hübsche Utopie. Und Arte kifft sich mit einem grasgrünen Beitrag von Tracks durch die Popkultur.




...weiterlesen "Gemediathekt: MaiLab geht Krauses Kurzstrecke, Lauterbach bei Krömer, Luisa-Neubauer-Doku, Corona-Intensivstation-Doku, Homeschooling 2.0, Maja-Göpel-Philosophie, Cannabis & Popkultur"


Good News: Falls der Sommer 2021 gelockdownt ins Wasser fallen sollte, können wir uns nun immerhin über die 5. Staffel Rick & Morty freuen. Wobei ich zwischendurch ja schon selber das Gefühl hatte, in einer Folge dieser durchgeknallten Sci-Fi-Serie zu leben, bei all dem übertrieben weirden Shit, der in letzter Zeit passiert ist.
Vielleicht ist es aber trotzdem ganz gut, mal in ein anderes absurdes Paralleluniversum zu schauen, in dem einige Viren mit Krawatte gerade Öffnungsdiskussionsorgien führen während die Brille tragenden Menschologen unter ihnen vor noch gefährlicheren Mutanten-Menschen mit 3 Armen und 2 Köpfen warnen. Ob das in der neuen Staffel vorkommt, weiß ich nicht, in nicht mal 3 Monaten wissen wir aber auf jeden Fall mehr. Hoffen wir mal, dass Corona bis dahin auch einfach in irgendeinem intergalaktischen Portal verschwindet und in einem maximal weit entfernten Universum landet.

„Now you can start asking us about season 6. Rick and Morty return for season 5 on Sunday, June 20 at 11pm ET/PT on Adult Swim.“

Ein Schiff bekommt im Gegensatz zu unserer Regierung einen kurzen harten Shutdown für die Wirtschaft hin und lieferte uns zur Abwechslung zumindest mal ein paar neue Memes zu den immer gleich klingenden VirusVirusVirus-Nachrichten. Währenddessen wissen nach nun vier Monaten endlich nahezu alle, dass wir einen Lockdown brauchen und deswegen passiert sofort erstmal wie immer nichts.
Wenn wir in den Pandemie alle in einem Boot sitzen (was eigentlich nicht stimmt, weil manche auf einer Luftmatratze und andere auf einer Yacht sitzen), ist Deutschland anscheinend die neue EverGiven. Twittwoch #13.

...weiterlesen "Twittwoch #13"