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Na toll, anscheinend will uns nicht nur die Erde von der Erde spülen, sondern bald auch noch der Mond (der offenbar das selbe macht wie Bässe in Dubstep-Songs: wobblen). Und ich hoffe ja, dass demnächst dann nicht auch noch das ganze Universum auf üns wütend wird, nur weil wir ab und zu einen Planeten kaputt machen. Bisher ist Wobble Moon allerdings das am schönsten klingende Apokalypse-Szenario, finde ich. Gefällt mir sogar noch besser als die Radioactive Hybrid Terror Pigs.

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Während der Lockdowns wurde ja nicht nur oft nostalgisch auf eine bessere Zeit ohne mutierte griechische Buchstaben und dafür mit Festivals & Co. zurückgeblickt. Einige, u.a. ich, haben auch ein hartes Verlangen nach endlich wieder gute Laune machender und vor allem lauter Musik entwickelt. Musik, die sich am besten schon weltweit so ins Hirn gebrannt hat, dass wirklich alle 8 Milliarden Menschen mitgröhlen, wenn der letzte Pandemie-Tag irgendwann auf einer gigantischen Party-Orgie im Jahr 2034 oder so doch noch richtig groß gefeiert wird (gerade aber besser nicht, stellt euch 8 Milliarden lauthals rumspuckende Mutanten-Wolken gleichzeitig vor, Corona würde wahrscheinlich instant zu Godzilla oder sowas mutieren).
Und weil die 90er ja fast alle Kriterien für exakt diesen Mood erfüllen und ich sowieso jemandem ein musikalisches Best-Of meiner Kindheit präsentieren wollte (hi Gina 👋), habe ich mal eine "kleine" Retro-Playliste zusammengedingst. Mit genau 99' Hits, die ich eben noch jeden Tag nach der Schule auf MTV gefeiert habe - und auf einmal alle über 20 Jahre alt sind (time passes by, get over it).
Eventuell würde ich ja auch dazu sagen, dass ich die ganze Liste natürlich nur ironisch höre wie so ein Vollblut-Hipster, aber dafür sind dann auch wieder zu viele wirklich gute Songs dabei, die das abseits einiger Trash-Hymnen eigentlich nicht verdient haben. Fast 90% meiner 90's-Hits stammen übrigens aus dem Jahr 1999, in dem ich anscheinend Musikvideos entdeckt und dann wohl nix anderes mehr gemacht habe außer mir wirklich jedes reinzuziehen. In dem Sinne: Jubel Trubel Discokugel, wie wenn's 1999 wär. ✨


PS: #freebritney

Die Welt brennt jetzt nicht mehr nur, sondern steht gleichzeitig auch noch unter Wasser und spült uns noch mehr Apokalypsen-Bilder in die Timelines. Die schlechten Nachrichten wiederholen sich schon wieder und die Pandemie-Zahlen steigen so konsequent an, wie sie verdrängt werden. Und währrenddessen machen Super-Reiche vom All aus wieder hübsche Touri-Fotos von der abkackenden Erde. Twittwoch #29.

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In den letzten Monaten habe ich durch die Klimakrise und Naturkatastrophen (und manchmal auch einfach nur durch sehr dumme Menschen) ja vor allem eins gesehen: abgesoffene Autos. Sehr, sehr viele abgesoffene Autos. Fast so, als würde die Erde die Verkehrswende vorantreiben wollen und die immer größer werdenden Blechkisten einfach wegspülen wollen.
Und mich würde es hierzulande ja eigentlich gar nicht wundern, wenn Autoland nun als Maßnahme gegen kommende Fluten ein riesiges Boot bauen würde, das bei Überschwämmungsgefahr allerdings keine Menschen, sondern nur Autos rettet (immerhin leitet Scheuer schon wieder irgendeine TaskForce, warum auch immer der noch im Amt ist).
Was mich aber sehr wundert, ist, dass wir Autofahrern über die Jahre offenbar so viel haben durchgehen lassen, dass sie inzwischen glauben, mit ihrer Karre wirklich alles machen zu können - sogar schwimmen. Heckspoiler-Alert: können sie nicht.

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Eigentlich könnte man an dieser Stelle wieder bewundern, wie eine Comedy-Serie mit gelben Menschen es ständig schafft, die Zukunft vorrauszusagen und darüber philosophieren, ob Lisa Simpson schon sowas wie die Greta Thunberg der 90er bzw. 2000er war.
Tatsächlich ist es aber einfach so, dass die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels eben keine unvorhersehbare Überraschung sind und das Problem selbst im Jahr 2009 schon Jahrzehnte lang bekannt war, wo auch dieser apokalyptische Lisa-Rant entstand. Für den Armin mag das Klima-Thema zwar jetzt ganz plötzlich ganz neu sein. die Wissenschaft hat das alles allerdings schon knapp 50 Jahre vorher vorrausgesagt, was sie für mich ja zu den noch viel krasseren Simpsons macht.
Und ich hoffe ja, dass wir nicht mehr allzu viele Wutreden zu dem Thema brauchen, bis wir wirklich mal das tun, was wir schon längst hätten tun sollen. Denn ich mag Wiederholungen und Weltuntergänge eigentlich nicht so gern. Zumindest nicht in der Realität.

"Oh, Ralph, how I envy your optimism. There is no Springfield 50 years in the future! With global warning trapping CO2 in our poisonous atmosphere, our superheated oceans will rise, drowning our lowlands, leveling what's left of humanity baking in deserts that once fed the world! And in the new Nineveh, darkness falls."

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Vielleicht ist das nur ein etwas lebensmüder und leicht ignoranter Typ, der auf einem aufblasbaren Einhorn durch die Flutwellen eines Jahrhunderthochwassers surft. Vielleicht ist genau diese "Scheiß auf Naturkatastrophe, ich mach' trotzdem weiter Party"-Attitüde aber auch ein bisschen schuld daran, dass wir die Klimakrise bisher nicht in den Griff kriegen und unser uns Planet immer wieder neue Apokalypse-Szenarien in den Weg wirft. Ich spüre jedenfalls sehr harte This-is-Fine-Meme-Vibes.

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Punk is maybe dead, aber HipHop lebt offenbar auch noch 4 Jahre nach der Parteigründung. Denn im Gegensatz zur Anarchistischen Pogo-Partei steht die Urbane - eine HipHop-Partei nun offiziell auf der Liste zur Bundestagswahl.
Und tatsächlich haben die ja nicht nur Wahlspots mit Turntables, sondern auch ein gar nicht mal so schlechtes Wahlprogramm. U.a. haben sie Pläne gegen Rassismus, gegen Überwachung, gegen Turbo-Kapitalismus, für eine gerechtere Verteilung, für ein BGE, für einen kostenlosen ÖPNV, für mehr Hilfe für Refugees, für eine Entkriminalisierung von Cannabis und für mehr Kunst & natürlich HipHop-Kultur.
Und neben dem Fakt, dass Sampling ein eigener Unterpunkt ist, mag ich am Programm auch, dass es durchaus ernst genommen werden will, um dann 60 Seiten später mit "having fun" zu enden.

Hi,

willkommen beim Parteiprogramm von Die Urbane. Eine HipHop Partei.

Wir wurden bisher oft gefragt, ob wir das eigentlich ernst meinen. Japp, meinen wir.

Es geht nicht darum, "Yo!" zu schreien und das Parteiprogramm zu taggen. [...]

[...] Wir wollen ultimativ einen Zustand globaler Community, Solidarität, Einigkeit in all unserer Unterschiedlichkeit und Verschiedenheit, globaler Harmonie mit unserer Umwelt und friedlichen Zusammenlebens erreichen. Diese Vision ist universell und nicht eine Hip Hop spezifische. Aber die HipHop Kultur hat trotzdem intuitiv die Vision aus sich heraus entworfen: peace, love, unity & having fun!


Nach den letzten 1 1/2 Jahren, in denen hauptsächlich Spaß verboten war, man aber trotzdem immer brav weiterarbeiten durfte, hoffe ich ja immer noch, dass wir das irgendwann mal 1 1/2 Jahre lang genau andersrum machen.
Ich hab gerade jedenfalls sehr viel Lust auf Spaß, nachdem ich eben wieder diesen vielleicht immer noch besten Meme-Remix aller Zeiten gehört habe, der als echter Internetklassiker inzwischen über 70 fukkin Millionen Klicks gesammelt hat. Nicht schlecht für einen kleinen Jungen und seine Kazoo, die anscheinend sowas wie eine übertrieben heftige Partydroge ist, die ich jetzt auch sehr gerne hätte. Funfunfunfunfact: die Internethymne von Mike Diva gibt's auch als Extended Fun Edition auf spotify.


Das Wetter scheint in letzter Zeit viel daran zu setzen, wie ein pompöser Hollywoodmovie-Lookalike aussehen zu wollen. In dem Fall war es ein gigantischer Stromschlag im Herzen Berlins, der als monströser Blitz ins höchste Wahrzeichen der Stadt einschlägt. Aber weil es dann eben doch die Realität und kein Film ist, explodierte danach dann doch nicht gleich die ganze Stadt. Immerhin.

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Warnsirenen, übergelaufene Talsperren, zu Flüssen mutierte Straßen, Evakuierungen mitten in der Nacht, zusammengebrochene Stromleitungen, volle Kanalisationen durch die duschen, waschen etc. ausfällt und - the most german thing in times of crisis - überall schwimmende Autos.
Das alles muss dann wohl dieser ominöse Wohlstand sein, der uns immer so viel wichtiger ist, als die Klimakrise zu bekämpfen, die uns wie man hier deutlich sieht, sehr viel mehr kostet, wenn wir nichts tun. Vielleicht ist das Hochwasser aber auch nur deswegen so "hoch", weil ja jetzt so oft gemessen wird und wir Schlafschafe verstehen einfach alle nicht, dass das alles nur ein etwas stärkerer Nieselregen ist. Ich tendiere dann allerdings doch eher zur Theorie von Claus Kleber bzw. der eigentlich kompletten Wissenschaft. Climate change is now.

...weiterlesen "Deutsche Waterworld"