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Im Gegensatz zu wahrscheinlich 99% aller Menschen lief's für Oliver Tree die letzten zwei Jahre eigentlich ziemlich gut und mittlerweile ist er vom singenden Scooterboy-Meme zum unfassbar erfolgreichen Mainstream-Künstler mutiert. Und ich mag ja diesen Mix aus Internet-Quatsch und ernstzunehmenden Lyrics auf schön produzierten Beats, weshalb ich mir gerade eines ersten schönen Dinge aus diesem Jahr anschaue: ein wundervoll weirdes Online-Konzi von Oli Baum.


Seit 2020 reist Julie Nolke alle paar Monate in die Zeit zurück, um ihrem Vergangenheits-Ich zu erzählen, wie die gerade so ungewisse Zukunft aussieht und hoffentlich irgendwann beruhigend sagen zu können, dass die Pandemie endlich vorbei und die Welt wieder in Ordung ist. Tja. Und das alles nur, um nach 2 fucking Jahren folgende Nachricht aus 2022 zu überbringen:

Everything's the same! It's the same. It's all the same, as from the beginning. And oh, right, one thing has changed: you're depressed now.


Jemand hat der Nostalgie-Hymne Resonance ein Meme-Vocal verpasst und jetzt könnt ihr euch dieses vielleicht etwas gewagte Koch-Rezept in einem wohl klingenden Vaporwave-Loop anhören. Und ich mag ja, dass dieses lyrische Meisterwerk in den Kommentaren bereits mit tiefgründigen Analogien aufs Leben analysiert wird. Übrigens auch eine gute Gelegenheit, nochmal ins ganze Odyssey-Album von Home reinzuhören, von dem dieser wundervolle Beat nämlich stammt.

Zutaten:
• some Chocolate
• some Lobster
• some Eggs
• some Pie

Zubereitung:
• Mix in your body
• Shit it all out

2022 scheint weiterhin das Jahr zu werden, in dem es darum ging, dass jemand nicht Tennis spielen konnte. Irgendwie ist gleichzeitig immer noch ganz doll und ganz wenig Pandemie. Und wir alle sind weiterhin damit beschäftigt, darauf zu warten, dass man draußen wieder irgendwas machen kann ohne fünflagig eingepackt zu sein.

...weiterlesen "Twittwoch #3"

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Falls es euch nach Gerechtigkeit im Leben dürstet und ihr einen trailernden Kurzfilm bestaunen wollt, in dem ein paar unsympathische Arschlöcher oscarreif aufs Maul bekommen, seid ihr hier genau richtig und könnt in Nobody lernen, wie Bob Odenkirk denn eigentlich so Bus fährt.


...weiterlesen "Mood(s) of 2022 bisher"

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Das Jahr 2022 hatte man sich früher ja irgendwie anders vorgestellt. Mit weniger Viren. Und dafür mit viel mehr Robotern, die uns entweder jegliche Arbeit abnehmen oder alle töten. Aber wann können die Dinger denn nun mal endlich all die coolen Sachen, die die sonst in Sci-Fi-Filmen immer können?
Nun, keine Ahnung. Aber abseits von Boston Dynamics sehen alle Roboter jetzt scheinbar aus wie in jedem Animationsfilm und wirken wie ein Mix aus Wall-E und Alexa. Und ich finde das ja schon ein bisschen cute, auch wenn manche von diesen niedlich guckenden Robosüßmäusen nicht viel mehr können als ein etwas upgegradetes Tamagotchi oder ein Hund mit W-LAN.
Bei anderen wiederum fragt man sich, ob Menschen irgendwann überhaupt noch irgendwas alleine machen und alle immer fauler werden. Ich glaube allerdings, dass Ältere und Menschen mit Behinderung von dieser Faulheit in Zukunft profitieren können, also go't for it.




Die ersten 12 Tage 2022 sind geschafft und bisher haben wir immerhin noch keinen neuen griechischen Buchstaben lernen müssen. Alle warten weiter darauf, dass irgendwas passiert. Und in den Nachrichten war neben den daily Virus-News anscheinend so wenig los, dass eine der wichtigsten Meldungen die Woche war, dass irgendjemand nicht Tennis spielen konnte.

...weiterlesen "Twittwoch #2"


Durch ein tödliches Grippe-Virus bricht eine Pandemie aus und verändert die ganze Welt. Die Plotbeschreibung der Serie Sløborn liest sich wie eine Zusammenfassung der letzten zwei Jahre und ist vor allem deshalb so interessant, weil sie tatsächlich 2019 geschrieben wurde und Corona komplett gespoilert hat. In der ersten Staffel fliegen bspw. immer wieder Meldungen von der WHO und vom RKI rein, es werden Kontaktbeschränkungen beschlossen und die Krankenhäuser laufen voll (und der Soundtrack besteht aus Songtiteln wie "Unsicherheit", "Panik" und "Mutation").
Trotzdem fühlt sich Sløborn nicht wie eine Dokumentation, sondern eher wie ein Paralleluniversum an, denn es gibt einen entscheidenden Unterschied: Das "Corona" in der Serie bzw. in dem Fall das Taubengrippevirus ist ca. 43 mal krasser. Falls ihr euch also damit beruhigen wollt, dass alles sehr viel schlimmer hätte kommen können, schaut mal rein. In der ZDF-Mediathek läuft gerade die zweite Staffel (und die erste), die ich jetzt durchsuchte, weil ich den Vorgänger so sehr mochte, dass ich dafür sogar noch mehr Sendungen über Viren in meinem Leben ertrage.


Eigentlich ist alles, was es hier zu gucken gibt noch aus dem letzen Jahr und damit ja nun offiziell uninteressant, weil niemand mehr irgendwas von 2021 hören oder sehen will. Aber es war eben auch nicht alles schlecht, damals, vor einer Woche.
Sarah Bosetti zum Beispiel. Die war letztes Jahr ganz schön gut und hat für dieses Jahr auch schon mal einen Jahresrückvorblick parat, damit ihr wisst, was euch die nächsten 12 Monate so Unerwartetes erwartet. Darin taucht auch ein gewisser Professor "Dorsten" auf, der in Don't Look Up ja von Leonardo DiCaprio gespielt wird und dort auch die letzten zwei Jahre nochmal zusammenfasst.
Obwohl es in dem Netflix-Film ja eigentlich sehr offensichtlich um den Klimawandel geht; das andere an und für sich noch akkutere Apokalypseszenario, was wir vor lauter Pandemie manchmal vergessen.
...weiterlesen "Nachgeschaut: Jahresrückblick 2022, Don’t Look Up, Die Discounter, 7 vs. Wild & die Penny-Doku 2"


Wir schreiben das Jahr 2022. Das "Happy" in "Happy New Year" ist wie alles noch ungewiss. Die Zukunft besteht immer noch nicht aus Hoverboards und Holodecks, sondern aus nicht ganz so cool klingenden Hygienekonzepten gegen mutierte Mutanten-Viren. Und alle hoffen eigentlich nur, dass dieses Jahr im was-passiert-hier-für-eine-Scheiße-Ranking zumindest nicht seine beiden Vorgänger toppt.

...weiterlesen "Twittwoch #1"