Bitte auch 2020 euer Gesicht bewahren und regelmäßig in die Waschmaschine oder kurz in den Backofen legen. Danke.

Na, seid ihr auch schon auf Wissenschaftspodcast-Entzug seit euer Lieblingsvirologe im Urlaub ist? Falls ja, bekommt ihr hier eine schöne Überdosis mit MaiLab in einer quasi XXL-Vertretungsstunde. Die gerade schon wieder mehrfach preisgekrönte und sowohl an der Harvard- als auch an der MIT-University studierte Wissenschaftsjournalistin, Influencerin, TV-Moderatorin, Bestseller-Autorin und nebenbei frisch in den Senat der Max-Planck-Gesellschaft gewählte Mai Thi Nguyen-Kim war nämlich im "Alles gesagt?"-Podcast der ZEIT zu Gast.
Und keine Angst, es geht nicht 4 Stunden lang um Corona (höchstens 2), sondern auch ein bisschen um Drosten, ein Glas Alpakakot und eins der wenigen erfreulichen Dinge in diesem Jahr: den Science-Hype 2020.

Die Menschheit setzt seltsame Prioritäten und findet fiktive Geschichten, sinnlose Arbeitsplätze oder völlig veraltete Scheiße wichitiger als so langweilige Dinge wie Gesundheit. Corona und Kapitalismus wünschen sich immer noch, dass die Shopping-Meilen prall gefüllt sind. Und Avocadolf ist eine vegane, aber sehr ungesunde und eklig braune Frucht aus Deutschland. Twittwoch #30.

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Während ich nach den Skate-Betties & dem großartigen The Great auf die nächsten Staffeln von The Boys & The Handmaid's Tale warte und mich zwischen all den guten Sci-Fi-Serien wie Devs & Tales from the Loop mit Upload abgefunden habe, werde ich wohl nun mal wieder eine deutsche Serie wegbingen.
Und zwar nicht irgendeine, sondern gleich die beliebteste Netflix-Produktion in Deutschland: How to sell Drugs online fast (die international erfolgreichste Serie des Streamingportals war übrigens Dark). Denn seit genau heute ist die zweite Staffel bei eurem Lieblings-Serien-Dealer erhältlich und weil ich süchtig nach gutem Stoff bin, baller ich die mir jetzt selbstverständlich schön rein. 🍷🚬🌿💊🍄💉😎

 

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Oumi Janta ist durch nur ein Post, in dem sie wie gewohnt ihre rollenden und ziemlich smoothen Dance-Skills unter Beweis stellt, innerhalb eines Monats zum internationalen Instagramstar geworden. Inzwischen taucht die Berlinerin nicht nur in einer kleinen Reportage auf, sondern zeigt ihr Talent auch im neuen Musikvideo von Klaus Layer, der den passend chilligen Soundtrack dazu abliefert.


Die Hälfte des Pandemie-Sommers ist mittlerweile schon vorbei und ich glaube, so klein kam mir die schönste Jahreszeit von allen noch nie vor. Miniaturkünstler Tatsuya Tanaka hat die gefühlt zu kurz geratene Urlaubs- und Feriensaison 2020 mal adäquat visualisiert und passt damit perfekt in die dies Jahr etwas limitierte Sommer-Kollektion.

 

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Selbst in einem Freestyle bringt 1 Member aus der Orsons-Gang mehr relevante Lines unter als andere Rapper auf einem ganzen Album. Apropos Album. Die Orsons haben in einer Zeit, in der man schlecht auf Tour gehen kann ein Album darüber gemacht, wie gut es ist, auf Tour zu sein. Das dokumentierte Ergebnis: Perfekt abgemischte Roadtrip-Vibes und Party-Urlaub-Feelings für die Ohren, die ich jetzt sehr gut gebrauchen kann. 🍺🏝️👂

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Ein äußerst kunstvoller und schick gezeichneter Kurzfilm voller Absurditäten in einer vermeintlich surrealen Welt.

It's not a commissioned work, it's neither fiction nor animation, the graphic style is rather singular. It's a moment of introspection, very intimate, staged through a succession of small moments imbued with poetry, absurdity and sometimes surrealism…




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Meine aktuelle Superheldin in der Politik: Die maskierte Angie. Die mächtigste Frau der Welt. Kein Wunder. Denn im Gegensatz zu vielen ihrer männlichen Kollegen ist sie intellektuell offenbar dazu in der Lage, einen Mund-Nasen-Schutz über Mund UND Nase zu ziehen. Ich höre sie derweil leise This is how we do it summen. ☝️😷


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Meine Reise-Tipps 2020 (Corona & der Klimawandel hassen diese Tricks): Erst mit Ravioli und Dosenbier aufs Festival in Balkonien. Dann die Faröer Inseln per Real-Life-Jump'n'Run aus der Ferne besuchen. Anschließend auf Island den ganzen Stress rauslassen. Und zu guter letzt eine Weltreise mit dem neuen Flugsimulator von Microsoft, der in keinem besseren Jahr hätte erscheinen können. Ab August kann man die gesamte Erde nämlich endlich vom Sofa aus abklappern. Auch schön.

The sky is calling in the next generation of Microsoft Flight Simulator. Available August 18, 2020.

Travel the world and experience over 2 million cities and expansive environments from mountains down to roads, trees, rivers, animals, traffic, and more. From light planes to wide-body jets, test your piloting skills and experience the challenges of night flying, real-time atmospheric simulation and live weather in a dynamic and living world.

Pre-Order on Windows 10 or Pre-Install with Xbox Game Pass for PC Now.


Na, wollt ihr in diesem gebeutelten Jahr am liebsten auf eine von mehr Natur als Menschen umgebene Insel, um euren ganzen angesammelten Stress einfach mal lauthals rauszuschreien? Looks Like You Need Iceland.

You’ve been through a lot this year and it looks like you need the perfect place to let your frustrations out. Somewhere big, vast and untouched. It looks like you need Iceland. Record your scream and we’ll release it in Iceland’s beautiful, wide-open spaces. And when you’re ready, come let it out for real. You’ll feel better, we promise.

Wir halten fest: Aus Standing Ovations an allen Balkonen (und im Bundestag) und einer versprochenen Prämie von 1500€ ist ein Täfelchen Schokolade, eine Nivea-Creme oder eine fucking Maske geworden. Die Hall of Fame der enttäuschendsten Corona-Boni für Pflegekräfte in Krankenhäusern besteht nicht nur aus Klopapier. Und ich frage mich derweil, wieso Jens Spahn nicht gleich Shirts mit dem Aufdruck "Ich habe Deutschland durch die Corona-Krise gebracht und alles, was ich bekommen habe, ist dieses lausige Shirt" verteilt hat. Oder das Geld hat nach den 40 Milliarden als Abfindung für die Kohleindustrie nicht mal mehr dafür gereicht.


Die ersten Festival-Bilder, die ich dieses Jahr bisher zumindest als Stream live gesehen habe, stammen vom Parookaville und sehen aus wie ein dystopisches Musical. Den solidarischen Gedanken dahinter, nun mehr Künstler, Tänzer, Schausteller etc. in die Show dazu zu holen, die jetzt ja auch alle nicht auftreten konnten, mag ich aber. Und tatsächlich ist es schon schön, endlich mal wieder ein DJ Set bewundern zu dürfen, das nicht in einem leeren Club abgefeuert wird. Das ganze 45-minütige Set von Lari gibt's auf Fazzbook.
Insgesamt gab es wohl auch mehr Menschen, die dafür bezahlt wurden, dass sie da sind. Die Gäste waren nämlich auch 200 limitiert - statt der sonst üblichen 200.000 in einem Jahr ohne fucking Pandemie. Getanzt wurde außerdem in kleinen eingeteilten Quadraten. Stimmungstechnisch eher so lala, man hat sich aber dennoch viel Mühe gegeben, es nicht wie eine traurige Veranstaltung aussehen zu lassen. Immerhin. Es passiert wenigstens mal irgendetwas (auch wenn sich finanziell wahrscheinlich so gar nicht lohnt).