Kennt ihr den Film 28 Days Later? In dem wacht ein einzelner Typ in einem menschenleeren London auf und wundert sich, wo alle abgeblieben sind. Genau so sieht die ganze Welt aktuell aus. Und auch wenn diesmal nicht alle zu Zombies geworden sind, sondern sich "nur" alle zuhause verbarrikadiert haben, ist das Resultat dieses dennoch sehr bedrückenden Zusammenschnitts das gleiche: Die Erde steht still. Und zwar for real diesmal. Mal gucken, wie das in 28 Tagen aussieht...

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Die mit Abstand und Internet live zu verfolgende Pandemie gibt uns allen Hausarrest, wir beschweren uns darüber, zuhause bleiben zu müssen während andere gar kein zuhause haben und alles ist Lava. Twittwoch #13 bleibt gesund - und ihr hoffentlich auch.

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Während Donald Dumb wirtschaftliche Verluste offenbar schlimmer findet, als den Verlust von Menschen und diese gerne wieder zu Arbeit schicken würde, fordert im Amiland nun auch erste Politiker, dass Großeltern und Risikogruppen sich für die Wirtschaft "opfern" sollen. Und ich glaube, so deutlich wie jetzt hat der Kapitalismus noch nie gesagt, dass er über Leichen geht und ihm Menschenleben komplett am Arsch vorbeigehen. Hauptsache der Rubel rollt. Ich schlage derweil vor, wir "opfern" stattdessen das gesamte Geld von Millionären und Milliardären, fangen nochmal bei Null an und überlegen uns diesmal ein System, dass nicht bereits nach einer Woche Pause komplett zusammenbricht und jetzt schon offenkundig bereit ist, Menschen zu killen.


Juicy Gay hat aus seiner Quarantäne-Time daheim eine kleine Pandemie-EP gebastelt, auf der er kein Klopapier bekommt und auf das Corona-Virus ballert während die Menschheit ausstirbt. Am Ende wird dann aber trotzdem "alles okay", falls euch das ein bisschen beruhigt.

Was ein krasser Satz, der wieder mal genau so aus einem Hollywoodblockbuster hätte stammen können. Offenbar übernehmen selbst kriminelle Oraganisationen aus den brasilianischen Favelas mehr Verantwortung als so manche Regierungen und achten mehr auf die Gesundheit ihrer Mitmenschen als der Präsident des eigenen Landes. 2020 is tough shit. Und scheinbar das Jahr, in dem alles auf den Kopf gestellt wird.


Das Lumpenpack hat nicht nur ein Quarantäne-Konzert veranstaltet, um euch auch in Zeiten einer globalen Pandemie mit anständiger Musik zu versorgen und euch von diesem ganzen Scheiß etwas abzulenken. Sie haben auch ein eigenes Corona-Lied im neuerdings klassischen Home-Office-Stil geschrieben, das diese seltsame Situation aus Quarantäne-Streams, Klopapier und Endzeitstimmung textlich ganz gut zusammenfasst. Mag ich.

Wisst ihr noch, als „Risikogruppe“ ein Treffen von Brettspielern war?
Und bei manchen Konzerten war freiwillig keiner da
Leute, ihr könnt aufhör'n, all das Klopapier zu kaufen
So viel Nudeln kann niemand hamstern, um das alles zu verbrauchen
Der neue Bitcoin heißt „Barilla“, wisch dir den Arsch mit Blattgold ab
Ich bin das erste Mal glücklich, dass ich kaum soziale Kontakte hab'
Diese Zeit hat mich verändert, sie hat was mit mir getan
Ich habe richtig saub're Hände und Sympathien für Jens Spahn

Die ganze Welt hat jetzt Corona, von Wuhan nach Barcelona
Von New York bis Kathmandu nickt man sich nur freundlich zu
Die ganze Welt hat jetzt Corona, von Moskau nach Pamplona
Gibt man sich nicht mehr die Hand, doch rückt irgendwie zusamm'n
Wenn man selber dran erkrankt ist: Geh nur raus mit gutem Grund
Wohnst du zufällig in Erfurt: Küss Björn Höcke auf den Mund


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Es sind Szenen, die wir sonst nur aus Filmen kennen und nun tatsächlich tagtäglich durch die Ausbreitung eines Virus zu sehen bekommen. Nur diesmal eben leider nicht im Kino oder auf Netflix, sondern im Real-Life. Aktuell sieht die Welt offenbar aus wie das Poster zu ersten Staffel The Waling Dead und ich hoffe ja sehr, dass die Drehbuschreiber der Live-Action-Version besser schreiben können und ein Happy End für uns geplant haben.

The walking dead poster VS the actual Atlanta highway yesterday.


Lukas, ein alter Studentenwohnheim-Mitbewohner und Chemielaborant aus meinen Uni-Zeiten hat mich gestern darauf aufmerksam gemacht, dass man aktuell mit seinem eigenen PC oder Laptop daheim Rechenleistung zur Erforschung des Corona-Virus bzw. den so dringend benötigten Impfstoff spenden kann. Auch mein PC rechnet nun seit Sonntagabend diverse Protein- und Viren-Strukturen, von denen ich natürlich keinen blassen Schimmer habe, aber hoffe, dass es irgendwie hilft, uns aus dieser abgefuckten Situation rauszuhelfen. Und keine Angst, ihr werdet keinen Unterschied merken, außer, dass euer Lüfter ein bisschen lauter ist als sonst. Neben BOINC bzw. Rosetta@Home gibt es übrigens auch das Projekt Folding@home und ihr könnt sogar beide Programme gleichzeitig laufen lassen, da sie unterschiedliche Ressourcen eures Rechners nutzen. Das schreibt Lukas dazu auf Facebook:

Freunde,

da ihr zur Zeit ja eh nur faul daheim am Rechner hockt, könnt ihr eigentlich auch was gegen das neue Coronavirus unternehmen. Wie das? Das Zauberwort heißt „verteiltes Rechnen“.
Seit Ende Februar ist das Genom von SARS-CoV-2 bekannt. Dadurch wurde es möglich, für das Virus wichtige Proteine zu identifizieren und zu modellieren. Diese Arbeit ist allerdings so aufwendig und rechenintensiv, dass die Wissenschaftler praktisch nicht mehr hinterher kommen.
Und genau hier kommt verteiltes Rechnen ins Spiel: Durch Plattformen, wie bspw. die „Berkeley Open Infrastructure for Network Computing“ (BOINC) können Forscher Datenpakete versenden, die eure PCs berechnen und anschließend wieder an die Forscher zurücksenden. Eines der Forschungsprojekte, die BOINC nutzen, ist Rosetta@home an der University of Washington. Die Forscher aus dieser Gruppe führen derzeit Berechnungen zu Proteinen von SARS-CoV-2 durch. Wenn es gut läuft, könnten diese Ergebnisse zu Ansätzen für Wirk- und Impfstoffe führen.
Wenn ihr euch daran beteiligen wollt, müsst ihr nur die BOINC-Software installieren und Rosetta@home als Projekt hinzufügen. Der Rest läuft dann von alleine. Die Berechnungen werden im Hintergrund durchgeführt und stören nicht, während ihr am PC sitzt. Ich füge die wichtigen Links unten an.
Wenn ihr Fragen dazu habt, meldet euch gerne. Ich lasse meine PCs schon seit langem für verschiedenste Forschungsprojekte rechnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Berkeley_Open_Infrastructure_for_Network_Computing
https://boinc.berkeley.edu/
https://boinc.berkeley.edu/download.php
http://boinc.bakerlab.org/rosetta/
https://boinc.bakerlab.org/rosetta/forum_thread.php?id=13533

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Ein beunruhigendes, aber gleichzeitig beeindruckendes Video eines Drohnenflugs durch die menschenleeren Skylines von Mainhattan, das aussieht wie die ersten zwei Minuten einer deutschen Kopie von The Walking Dead oder 28 Days Later (auch wenn es Sonntagmorgens gedreht wurde). Ich hoffe derweil trotzdem sehr, dass die Corona-Pandemie hierzulande nicht irgendwann von oder gar mit Til Schweiger verfilmt wird. Noch mehr Horror-Vorstellungen brauchen wir nun wirklich nicht.

Disclaimer: This video was shot on Sunday morning between 7am and 8am. Our drone pilot carrying out the shots is a permit holder to be allowed to e.g. fly above federal roads and waterways (1:1 approach + overflight) or private ground.

Die letzte Jahre haben wir uns immer wieder darüber beklagt, wie beschissen doch die letzten Jahre waren. Tja. Jetzt haben wir die ganze Scheiße, die wir sonst in einem ganzen Jahr erleben müssen, schon in 7 Tagen abbekommen. Und ich fürchte, die nächsten Monate werden sich anfühlen wie mehrere Jahrzehnte aus exponentiell wachsender Scheiße. Hoffen wir mal, dass die Schaufeln groß genug sind, um diesen abnormal großen Haufen irgendwann auf den Kompost zu werfen, damit er dort verroten und vergammeln kann.

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Sogar Deutschrapper sind vernünftige Gangstaz, hören auf Mutti Merkel, waschen sich brav die Hände und bleiben allein zu zuhause wie Kevin. Und ich glaube ja, wir dürfen uns in nächster Zeit auf sehr sehr sehr viele Corona-Pucnhlines "freuen" (das einzig positive in deinem Leben war dein Corona-Test). Tarek, Lgoony, Danger Dan, Longus Mongus, Lugatti & Chefket da schon mal vorbereitet (und Cashmiri hat nachgelegt). Inklusive Solidaritäts-Swag - und Klopapier-Vibes.

"Bleib in Quarantäne, ja ich lebe wie auf Harz
Du tötest alte Menschen, du benimmst dich wie ein Arsch"


 

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Ein Beitrag geteilt von Miriam Davoudvandi (@cash.miri) am


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Sei wie Kevin und gönn dir Eiscreme, Chips & Pepsi zum Frühstück, Mittag & Abendbrot. Es sieht dich eh keiner.