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Am Wochenende hab' ich South Park's Pandemic Special, Soul II Soul's Back to Life und ein Enya-Fetzen gesamplet und mit Fruity Loops Synths durch den Mixer gerüht. Klingt ein bisschen nostalgisch jammernd und sehnsüchtelt nach einer besseren Zeit, aber das tun wir ja vermutlich alle gerade ganz gerne.
Und ich sag mal so: wenn die ganze Scheiße noch länger dauert, habe ich bald 1 ganzes Album fertig, was erschreckend ist, weil ich normalerweise mehrere Jahre für so viele Songs brauch und es sich nun so anfühlt, als wäre es bereits 2026 oder so. Und ich hoffe ja sehr, dass es sooo lange nicht dauert, bis wir alle wieder "back to life" sind. Sonst bau ich mir vielleicht doch lieber eine Zeitmaschine statt Songs über eine andere Zeit.

"And I did all this - because I just want my life back."


Vom ehemaligen Frontsänger der Ex-Indie-Band Rakede zum Solo swaggenden Rapper Schmyt, der eigentlich Julian Schmit heißt, aber anscheinend eine Vorliebe für Ypsilons und gut ausproduzierte Soundatmosphären hat. Im Studio war er bereits mit Casper, Tua, Majan & RIN und so ähnlich klingt auch sein Sound. Und er ist einer dieser Newcomer im Deutschrap-Kosmos, die für mich die Bezeichnung "Künstler" auf jeden Fall schon mal verdient haben. Mit düsterem Weltschmerz - und vorzüglichem Beatgeschmack - mag ich.


...weiterlesen "Der Neustart einer Rakede: Schmyt gleitet in den Rap-Kosmos"


2021 fühlt sich bisher wie eine Wiederholung von 2020 an und deshalb tritt Daði Freyr (& Band) auch dieses Jahr wieder mit einem wunderschön weirden Musikvideo für den ESC an, den Island schon vergangenes Jahr als Sieger der Herzen verlassen hatte. Grand Soleil resetten mit drückenden Bässen die Erde und malen Nowadays Records mit hübschen BigBang-Animationen an. Und Engelwood beglücken euch mit Happy-Oldschool-Vibes aus der Feder von Ardhira Putra, einem Motion-Designer aus Singapur mit Hang zur Nostalgie.


via & via


Danger Dan hat die ewige Zeit zuhause offenbar gut genutzt und hat neben seinem Piano-Album dieses lyrische Kunstwerk geschrieben, das mit Hilfe von - Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes - allen Faschisten aufs Maul gibt.
Leider kennen sich Warner Bros. bzw. Uploadfilter von YouTube offenbar nicht so gut mit Gesetzen aus wie Danger Dan und so wurde die Songanalyse eines Rechtsanwaltes aufgrund angeblich fehlender Copyrights geclaimt, obwohl das Zitieren unters Zitatrecht fallen dürfte. Grandiose Satire auf allen ebenen.


Der funky Entertainer in Unterhose aka Marc Rebillet hat endlich eine der Nadeln in den Arm bekommen, die uns alle aus der Scheiße ziehen sollen und feiert seinen Shot stilecht mit einem Funk-Tune voller explodierender Glücksgefühle. Und anscheinend wirkt der Moderna-Stoff etwas anders als AstraZeneca - denn so abgegangen bin ich nach meinem kleinen Pieks leider nicht.
Für mich bisher eindeutig die beste Werbung fürs Impfen, die ich je gesehen und gerade 3 mal hintereinander gehört habe, um dieses gut klingende Feuerwerk der guten Laune zu zelebrieren und mich mitzufreuen (gibt ja aktuell auch nicht so viel, worüber man sich sonst freuen könnte, da muss man das schon mal richtig auskosten).

This is the public health messaging the people need.


Gestern habe ich diesen technoiden Synthie-Banger von Charlie für mich entdeckt, der sehr gut gealtert ist, dafür, dass er als fast 40 Jahre alte Disko-Nummer aus Italien daherkommt, die vom Ding her auch heute so produziert worden sein könnte. Kling ein bisschen wie eine Oldie-Version von Daft Punk und ist abgespaced genug, um perfekt über Szenen aus Fantastic Planet zu passen.
Wie gern ich diesen Song jetzt doch richtig schön laut in irgendnem' Club oder meinetwegen ja auch gern in einer italienischen Disse hören würde, um dazu abzudäncen. Vielleicht sollte ich mir eine Zeitmaschine bauen und zurück in die 80er reisen. Da ging das ja noch alles.

"Es steckt in «Spacer Woman» von Charlie aus dem Jahre 1983 die Quintessenz eines ganzen Genres. Eines, das sich im Laufe der Jahrzehnte immer weiter ausdifferenzierte, zahl- und abwechslungsreiche Sub-Genres zur Folge hatte und irgendwann als Inspiration für die Musik von Modern Talking diente - aber auch den Sound von New Order, den Pet Shop Boys oder Daft Punk beeinflusste." (Quelle)

Update: Ich hab' am Wochenende mal wieder Pizza gefuttert, Fruity Loops angeschmissen und statt der Zeitmaschine dann doch erstmal 'nen kleinen Remix von meinem Italo-Discohrwurm gebastelt.

Eigentlich habe ich mir schon im letzten März vorgenommen, den Corona-Hausarrest zu nutzen, um endlich mal wieder Mucke zu produzieren. Nun, im dritten Lockdown habe ich dann zumindest mal angefangen, den ersten Song zu machen. Und da der Mist ja nun schon wieder mehr als 3 Monate geht, ist es mittlerweile sogar ein ganz diffuser Song-Haufen aus Enya-Remixen, MashUp-Blues, (russischem) Disco-Pop, Seashanty-Swag und - inzwischen auch mal wieder ein bisschen Rap von mir. So faul wie ich gerne wär, war ich also gar nicht.
Immerhin war ich aber faul genug, um keinen zweiten Part mehr für den Song aufzunehmen. Es soll ja auch authentisch sein, haha. Nicht, dass hier noch jemand glaubt, ich wäre produktiv in einer Zeit, in der die Regierung sagt, man solle zuhause bleiben und nichts tun. Also, außer arbeiten natürlich - das muss selbst mit Mutanten-Viren im Büro sein. Für die Wirtschaft sollen wir dann nämlich auf einmal lieber sterben als faul zu sein. Und  an dieser Stelle könnte man sich wahrscheinlich mal wieder fragen, wie dystopisch dieses System eigentlich geworden ist, warum man überhaupt so viel rackeln muss oder wieso es immer noch kein Grundeinkommen gibt, aber dafür bin ich gerade leider doch schon wieder zu faul.

Original Beat: 2X2A - Skin | remixed by chairmax

Text:
Ihr lauft alle mit, während ich mich widersetz
Ihr liegt immer im Trend, ich lieg immer im Bett
Bin das Mittel zum Swag, will so bleiben wie ich spinn
- ich geb' deim Leben wieder Gin
Ich töte alle Deadlines und gönn mir mein Drink
Ich lebe in Echtzeit und bin fly wie der Wind,
Du bist so erwachsen, ich bleib für immer Kind
Peter Pan für Arme, ich bin wer ich bin
Ich gebe den Ton an, ich will alles bestimm
Zahl du verlierst und Kopf ich gewinn
Du reich wie Cäsar, ich sah in Geld nie Sinn
Ich kam - sah – und legte mich wieder hin
„Ey der geht ja mal gar nicht, Diggi!“ - und ich ging
Inzwischen bin ich so out – ich bin schon wieder in
Bin dazu bestimmt – so zu leben wie ich leb
Chill mich hin, aber von früh bis spät

Tut mir leid Chef, ich kann nicht zur Arbeit gehen
Ich bin heut den ganzen Tag gegen das System
Ich bin so faul, ich kann nicht mal dazu stehen
Wenn ich heut was mach, ja dann nur noch ausversehen


Edwin Rosen dreht den Synthie-Swag der 80s auf, tiduz. rappt euch die bittersüßen News der Tagesschau, Fede 404 würde gerade lieber allein auf dem Mond wohnen, Karl die Große verrät euch, was nach Gen Z kommt, Lostboi Lino hat schlechte Wetteraussichten für euch, Marteria wurde offensichtlich nicht umgebracht, Gustav ist ganz frisch im Game, Fatoni & Edgar Wasser sind alle 11 Minuten Elite-Partner, Mädness hat am Ende der Welt Recht behalten, KAFVKA bieten uns Paroli und Provinz haben eine Hymne gegen euch geschrieben.


...weiterlesen "Musik-Vids-Mix: Edwin Rosen, tiduz., Fede 404, Karl die Große, Lostboi Lino, Marteria, Fatoni & Edgar Wasser, Mädness, Gustav, KAFVKA und Provinz"


Verifiziert verfiziert sich schlaflos als neue Künstlerin, Makeup & Vanity Set legen sich mit rhythmisch mit dem Algorithmus an, die Prinzen klauen auch 2021 noch alles, Gravity Gun schießen die neonfarbenen 80's Vibes aus eurem alten Kinderzimmer auf euch, Babyjoy liebt die Substanzen und TOKiMONSTA drückt ein paar Tasten und lässt euch damit tanzen.


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Deutschrap dreht den Pandemie-Blues-Swag auf und ich mein Lautstärkeregler. Nachdem ich es endlich mal geschafft hab, ins neue Harry-Quintana-Tape reingehört und die Todesliste-Platte von Audio88 & Yassin noch aufm Zettel habe, hänge ich gerade in Dexi's Yung-Boomer-Album fest, das ich glücklicherweise nun auch mal nachgeholt habe. Und jetzt klingt mein Lockdown zumindest heute mal ganz fresh, yor.


Fatoni & Edgar Wasser wollen lediglich die Besten sein, Conny wär gern so unglücklich wie Drake, FreshFace Packernacken & Sonne Ra vertonen den Lockdown, Mädness & Mine sitzen wie wir alle in einem Boot, Harry Quintana macht endlich wieder Mucke, Liser beschallt euch auf Dauerschleifchen und Juicy Gay hat 1 süßen Anti-Kapitalismus-Song geschrieben.


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