Eigentlich war es 2020 nur eine Frage der Zeit, bis ein Song mit diesem Titel rauskommt, aber ich finde es dann doch sehr bezeichnend für dieses zum in die Tonne kloppende Jahr, dass er von der Trash-Band schlechthin kommt: Scooter - FCK 2020. Tja. 2020 ist, wenn sogar H.P. Baxxter Lyrics rumbrüllt, mit denen man sich identifizieren kann. Endlich haben wir einen angemessenen Soundtrack für die bald kommenden Jahresrückblicke des Grauens. Ein beschissenes Jahr braucht schließlich auch eine beschissene Hymne.

Posse, united we stand
First we save the rave
Then we save the world
Ah, we got the power!
Ahaha
A nightmare came true
The worst year ever
Like everyone's insane
Insane in the membrane

We won't ever stop
The next tune we drop
We don't give a penny
Fuck 2020!


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Rolands legendäre und dieses Jahr seinen 40. feiernde 808 gibt es samt 303 für die natürlich mit dazu gehörende Bassline auch als stilechtes Online-Studio. Schönes Retro-Spielzeug für Beatbastler und alle, die es gerne wären oder vielleicht noch werden wollen.

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Fühl' mich wie die Band auf der Titanic
Aus Prinzip noch ein Lied, auch wenn alles im Arsch ist
Also let's fuck shit up, als wär' Shit nicht abgefuckt
Als wird ab morgen alles anders, nur weil man das sagt
Als wär' das ganze Jahr nicht ein bekackter langer Tag
Und jeder Tag so lang' wie ein ganzes Jahr
Als wär' Europa nicht nur Stacheldraht, das Mittelmeer kein Massengrab
Deutschland nicht ein Nazistaat, wo das Kapital das Sagen hat


Ein wenig HipHop-Kultur von meinem Lieblings-Kultursender: La Fine Equipe lassen Masken tragende Köpfe nicken und schaffen es mit ihren frischen Beats sogar, dass ich das erste Mal seit Monaten wieder Menschen auf einem Konzert tanzen sehe (zumindest ein bisschen). Gönnt euch, Mesdames et Messieurs an den Bildschirmen.  

Si La Fine Equipe pioche son inspiration du côté de la soul, du disco, du trip-hop et de la bass music, le hip-hop reste la trame principale de ses compositions.


Eigentlich schade, dass man in den letzten Wochen immer nur TrumpTrumpTrump und leider nur noch selten vom Black-Lives-Matter-Movement in den Medien hört. Diese smoothe Movement-Hymne von Jorja Smith versetzt euch von Jazz auf gleich in die verganenen Monate zurück, als der süße Duft von Veränderung noch in der Luft lag.

Heute vor 30 Jahren wurde die DDR Geschichte und Deutschland vereint. Zur Feier des Tages gibt es hier den vielleicht schönsten Song aus dem damaligen Osten im mit elektronischen Upgrades aus dem Jahr 2020 vereinten Remix: City – Am Fenster (Robkob 600e Remix).

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Oliver Polak und Erobique haben einen Pandemie-Track zusammen gemacht und diese Kombi ist so verwirrend, dass meine Ohren sich noch nicht so richtig entscheiden können, ob es der schlechteste Corona-Song ist, den ich bisher gehört habe - oder doch der beste (das ist natürlich Quatsch, weil den ja schon die Buberts gemacht haben).

everybody’s missing
handshakes hugs and kissing

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Das Lumpenpack stellt die Frage, die wir uns 2020 wohl alle ständig stellen: Was!? Zum!? Fick!?

Es begann schon an Silvestеr, als die Affen brannten
Trump mit einer Drohne beinah den Irak-Krieg anfing
Der Himmel über Sidney rot, Australien stand in Flammen
Während unweit irgendwer das Dschungelcamp gewann
Im Februar fiel uns allen auf, das System hat Risse
In Erfurt fiel ein Blumenstrauß, in Hanau fielen Schüsse

Das Virus kam im März, alles war zu Ende
Wir kauften sehr viel ein, wir wuschen uns die Hände
Das hat so gut funktioniert, wirklich ungelogen
Jeder Deutsche hatte plötzlich einen Lieblings-Virologen
Europa macht die Grenzen dicht, jetzt plötzlich auch für uns
Hilfe für die Lufthansa, Mitleid für die Kunst


Madsen machen jetzt offenbar Punk und haben den passenden Song für die vermutlich nochmal sehr vielen Tage zuhause, die wir die nächsten Monate so vor uns haben. Ich bin inzwischen längst über die Phase hinaus, mich auf eine "endlich" entspannte Quarantäne-Zeit zu freuen, aber hey, immerhin hat unsere Erde so ja vielleicht nochmal ein bisschen Ruhe von uns und wartet derweil wahrscheinlich schon sehnsüchtig auf weitere Lockdowns.


Unser aller Lieblings-deusch-französischer-Kültür-Sender ist durch die Côte d’Azur getourt und serviert euch mit Fakear aka Theo Le Vigoureux ein exquisites Bonbon für die Ohren. Schiebt euren Camembert in den Ofen, macht den guten Bordeaux-Wein vom Kiosk auf und genießt feinste französische Electro-Musique, die über den Dächern von Marseille erklingt. Bong Appletea.

Linque zür Mediatheque.


Bitte zwischen Bühne und Publikum sogar 2m Abstand halten, haben sie gesagt. Nun. Bei den Sets auf Cercle dürfte das wohl kein Problem. Diesmal haben sie ihren DJ aka Ben Böhmer nämlich gleich in einem Heißluftballon Beats abfeuern lassen. Und das sieht nicht nur viel schöner aus als so ein leerstehender Club, sondern klingt auch ziemlich gut.

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Lo-Fi-Musik gibt es überall im Internet. Diesmal könnt ihr aber selber die Beats basteln (oder zumindest die Instrumente verändern). In einem interaktiven Lo-Fi-Pixel-Räumchen, in dem ihr so ziemlich alles anklicken könnt während ihr auf einen Bildschirm starrt, auf dem jemand aus dem Fenster starrt. Wahlweise mit Katze oder Hund daneben. Und gechillter Sound-Kulisse natürlich.

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