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Casper liegt auf einer einsamen Insel aus Blumen und wartet auf die große explodierende Welle. Und ich fühle diese immer wiederkehrenden Gedankengänge zwischen Leben und Tod ja gerade schon sehr.

Bin nie im Hier und Jetzt, wie meine Mama meint.
Im Kopf in der Zukunft und im Herzen in der Vergangenheit


Nura macht samt Macchiavelli-Orchester einen politischen Rundumschlag und fragt, wo die Fairness denn eigentlich bleibt. Alligatoah hat einen Nebenjob als Paketlieferant und liefert musikalisch ab. Josi scheißt auf Markenklamotten, solang die Schuhe passen. Bartek wusste nicht mehr, was er machen soll und hat dann einen Song geschrieben. Yetundey verwandelt eure Albträume in einen Kurzfilm. Vita zeigt ihren größten Flex. Und Pilz macht HipHop wieder zu Punk und bringt passend zum Wahlkampf eine stabile Antifa-Hymne.


...weiterlesen "Musik-Vids-Mix: Nura, Alligatoah, Josi, Bartek, Yetundey & Pilz"

Für mich bisher eindeutig die überzeugendste und realste Impfluencer-Taktik, wenn ihr mich fragt: Sogar die "bösen" Deutschrappers sind vernünftig.

"Gibt nicht viel was uns diese Regierung umsonst gibt, also gönnt euch."


Vielleicht bin ich ein bisschen gestört oder durchs Pandemiejahr etwas dünnhäutiger geworden, aber bei "Fick-deine-Mutter-Rap seit 20 Jahren" habe ich ja ein kleines Tränchen vergossen. Schon schön, wenn nicht alle mit der Zeit veröden, sondern manche einfach gefühlt für immer das machen, was ihnen Spaß macht. Wir können ja schließlich nicht alle langweilige Vermögens- und Steuerberater werden.
Ich fühle das alles jedenfalls mehr, als ich es wahrscheinlich sollte, was vielleicht auch an diesem sehr saftigen Beat der Drunken Masters liegt. So einigen Leuten mit Stock, Baum oder sogar Wald im Arsch würde etwas mehr von diesem K.I.Z.-Modus zumindest ab und zu aber sicher ganz gut tun. Denn was für erwachsen werden, alter - werdet ihr doch lieber mal wieder kindisch. 🙃

Ist das noch Pubertät oder schon Midlife Crisis?


Vom ehemaligen Frontsänger der Ex-Indie-Band Rakede zum Solo swaggenden Rapper Schmyt, der eigentlich Julian Schmit heißt, aber anscheinend eine Vorliebe für Ypsilons und gut ausproduzierte Soundatmosphären hat. Im Studio war er bereits mit Casper, Tua, Majan & RIN und so ähnlich klingt auch sein Sound. Und er ist einer dieser Newcomer im Deutschrap-Kosmos, die für mich die Bezeichnung "Künstler" auf jeden Fall schon mal verdient haben. Mit düsterem Weltschmerz - und vorzüglichem Beatgeschmack - mag ich.


...weiterlesen "Der Neustart einer Rakede: Schmyt gleitet in den Rap-Kosmos"


Deutschrap dreht den Pandemie-Blues-Swag auf und ich mein Lautstärkeregler. Nachdem ich es endlich mal geschafft hab, ins neue Harry-Quintana-Tape reingehört und die Todesliste-Platte von Audio88 & Yassin noch aufm Zettel habe, hänge ich gerade in Dexi's Yung-Boomer-Album fest, das ich glücklicherweise nun auch mal nachgeholt habe. Und jetzt klingt mein Lockdown zumindest heute mal ganz fresh, yor.


Maeckes fasst in den letzten langen Corona-Monaten wie einem politischen Rap-Tagebuch regelmäßig den Pandemie-Wahnsinn bzw. diese so seltsame Phase unseres Lebens zusammen, in der wir leider alle gemeinsam und trotzdem allein festhängen. Die letzten 5 Exklusives münden nun in einem Song über virologische Radikalisierung im Internet 2021. Inklusive algorithmisch stilechtem Webvideo. Für mich einer dieser Künstler, warum es sich lohnt, Kunst in kunstlosen Zeiten nicht zu vergessen.




"Guck‘ dir mal 2020 an. Sowas kann man sich nicht ausdenken."

2021 scheint ein besseres Jahr als 2020 zu werden, denn schon im Frühjahr kommt eine neue gemeinsame Scheibe von Fatoni & Edgar Wasser raus. Hoffen wir mal, dass die Realität bis dahin nicht mehr so oft vom Postillon geschrieben wird.

Wie soll ich diese lächerliche Welt doch noch ins Lächerliche ziehen?

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Vor genau vier Jahren haben wir uns alle darüber aufgeregt, wie scheiße doch das Jahr 2016 war, da es u.a. ein machtgeiles Riesenbaby ins Weiße Haus gewählt hat. 2020 hat es allerdings hinbekommen, dieses elendige Riesenbaby wieder rauszuschmeißen - und trotzdem(!) noch sehr viel beschissener zu verlaufen. Das muss man auch erstmal schaffen. Weekend hat sich nach dem alten Scheißjahr nun auch das neue Scheißjahr vorgeknüpft - und wieder das Lied des Jahres geschrieben.
...weiterlesen "Lied des Jahres 2020"

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3Plusss wütet 20 Minuten über harte Bretter mit viel Bässen und füllt damit seine NSFW-Platte mit einer dicken Ladung neuer Songs auf. Und ich fühle diesen druckvoll ballernden Zyniker-Modus ja sehr gerade.

Fühl' mich wie die Band auf der Titanic
Aus Prinzip noch ein Lied, auch wenn alles im Arsch ist
Also let's fuck shit up, als wär' Shit nicht abgefuckt
Als wird ab morgen alles anders, nur weil man das sagt
Als wär' das ganze Jahr nicht ein bekackter langer Tag
Und jeder Tag so lang' wie ein ganzes Jahr
Als wär' Europa nicht nur Stacheldraht, das Mittelmeer kein Massengrab
Deutschland nicht ein Nazistaat, wo das Kapital das Sagen hat