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Europa hat gestern gruselig groß abgehitlert bei den EU-Wahlen und auch in Deutschland haben ganze 16% der Menschen eine gesichert rechtsextreme Spacken-Partei gewählt. Traurigerweise sind es diesmal auch erstaunlich viele junge Wähler, die sich entschieden haben, menschenfeindlichen Arschlöchern ihre Stimme zu geben. Denn laut den ersten Erklärgunsversuchen sind Nazis oft junge, ungebildete und arme aufm Land lebende Männer ausm Osten, die eventuell zu viel TikTok konsumiert haben.
Mich frustriert das sehr, weil ich extrem müde davon bin, immer wieder zu erklären, wie dermaßen offensichtlich scheiße Nazis sind. Gerade fühlt's sich jedenfalls an, als würden wir statt Richtung bright Future wieder zurück in die Vergangenheit genötigt werden, wo alles sehr viel beschissener und eben überhaupt nicht besser war. Abgesehen davon ist unser halbes Land gerade beinah komplett abgesoffen und wir haben eigentlich gar keine Zeit für diesen ganzen Mist, da uns die Klimakrise sonst noch mehr fickt, als sie das ohnehin schon tut.
Alles überhaupt nicht gut. Und deshalb brauch ich dringend gute Nachrichten, wie z.B. die, dass zumindest in meiner Hood noch alles stabil ist (generell sieht's in Hamburg ganz okay aus). Ich wäre jedenfalls sehr dafür, dass bei der nächsten Wahl alle ein bisschen mehr wie Eimsbüttel und sehr viel weniger wie das dritte Reich werden.

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Manchmal sind Enden von Filmen ja so schlecht, dass andere Filmemacher sich ein alternatives Finale zusammenschneiden und diese für sie bessere, aber im Endeffekt unbedeutende Version dann in irgendwelchen Nerdforen hochladen. So ähnlich geht es mir gerade mit den BuTaWa-Ergebnissen, die sich wie ein schlechter Witz anfühlen, nachdem vorher ein angeblicher "Linksrutsch" angedroht wurde.
In St. Pauli bleibt man aber anscheinend stabil und hat mal genau so ein alternatives Ende gewählt, dass das mit diesem Rutsch dann doch "etwas" besser hinbekommen hat. Hier in Eimsbüttel können wir da nicht ganz mithalten - sieht aber auch deutlich weniger deprimierend als das "Original" aus, finde ich. Vielleicht rede ich mir jetzt erstmal ein, dass das die eigentlichen bundesweiten BTW-Ergebnisse sind, um zu verdrängen, dass auch die nächsten 4 Jahre immer noch Nazis im Bundestag sitzen und Veränderung in Deutschland anscheinend einfach 1000 Jahre dauert.

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Das C in CDU steht für Cringe und der finale Beweis dafür ist dieses bisher beste Wahlkampf-Interview, in dem sich ein Bundeskanzler-Kandidat von zwei kleinen Kindern komplett vorführen lässt und wie der unsymapthischste Mensch auf der ganzen Welt rüberkommt. Gewinner dieses Triells sind auf jeden Fall eindeutig Romeo und Pauline. Liebe Grüße an den gerade vermutlich sehr schwitzenden PR-Berater von Armin, der diesen Auftritt für eine gute Idee hielt.

https://twitter.com/kersting/status/1437138154889351170

Gestern habe ich mir etwas verkatert das Triell zwischen Frau, Clown und Schlaftablette angeguckt und war etwas irritiert davon, dass es danach wirklich Menschen gibt, die nicht die Grünen als klaren Gewinner sehen. Anscheinend ist das aber eine Altersfrage. Seltsam fande ich auch, dass ständig gefragt wurde, was denn alles teurer wird durch irgendwelche Klimawandel-Maßnahmen, um unseren Heimat-Planeten zu retten. Ist ja mittlerweile ein klarer Fakt, dass die Klimakrise vielvielviel teurer wird, wenn wir nix tun und ihr könnt ja gerne mal googlen, was uns die letzte Überflutung so gekostet hat.
Neben einem kurzzeitig auseinanderfallenden TV-Studio und diesen Analyse-Tweets dazu war mein Highlight aber tatsächlich auch das Schlusswort von Annalena Bärbock, das ich sehr optimistisch und deswegen ein bisschen süß fand:

"Unsere Kinder, unsere Enkel sollen uns nicht fragen müssen: Warum habt ihr nichts getan? Sondern: Wie habt ihr das geschafft?"

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Irgendwie hatte ich bisher das Gefühl, dass das Wahlwerbespot-Game dieses Jahr gar nicht so groß ist wie sonst und habe eigentlich nur diesen ganz süßen, aber auch etwas langweiligen Cringe-Song der Grünen mitbekommen. Der neueste Spot von TeamAnnalena fühlt sich aber schon sehr nach dem finalen Spot für die Bundestagswahl an und zeigt die Klimakrise ausnahmsweise mal genau so dramatisch, wie sie es nun mal eben ist.
Zufälligerweise bin ich ab nächster Woche ja tatsächlich auch wieder ein paar Tage im Harz und finde es immer durchaus bedrückend, wie furchtbar viele Bäume dort mittlerweile "gestorben" sind (wenn ich den dafür verantwortlichen Borkenkäfer dort sehe, knöpf ich ihn mir natürlich vor!).

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Kinder und Betrunkene sagen angeblich immer die Wahrheit, weshalb wir alle Fragen dieser Welt eigentlich von betrunkenen Kindern beantworten lassen müssten. Bei Deutschland3000 gabs allerdings erstmal eine nüchterne Betrachtung. Denn dort wurden ein paar Kids gefragt, wen sie denn eigentlich wählen würden, wenn ihnen ein Armin, ein Olaf und eine Annalena zur Wahl stünde. Und ich mag ja daran sehr, dass einige Antworten wie stabile Punchlines klingen. The Kids are allright.

Was würdest du tun, wenn du Bundeskanzler wärst?
- "Ich würde nach Japan fliegen und Sumoringer werden."

 

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Ein Beitrag geteilt von funk (@funk)


Der mitten in Corona-Times doch sehr zehrende Wahlkampf, in dem es bisher leider sehr viel um größtenteils inhaltslose Skandale geht, nervt uns dieses Jahr wahrscheinlich irgendwie alle ein bisschen. Trotzdem müssen wir uns wohl oder übel alle bald entscheiden, denn schon am 26. September dürfen wir wählen, welche Partei wir am wenigsten doof finden und mit welcher einigermaßen ertäglichen Zukunft wir leben können. Als kleine Entscheidungshilfe in Zeiten von Pandemie und Klimakrise gibt es dafür nun wieder den berühmten Wahl-O-Mat.
Ich persönlich möchte ja dieses Jahr eigentlich nur nicht, dass ein Armin unsere Bundeskanzlerin wird und überlege, meine Stimme allein deshalb so zu vergeben, dass besagtes Unheil verhindert wird. Mein Wahl-O-Mat-Ergebnis sagt aber, dass ich eigentlich eine Partei mit einem Einhorn im Logo oder die Tierschutzpartei wählen müsste, die ich anscheinend noch cooler als eine Hip-Hop-Partei finde, die bei mir immerhin auf Platz 5 gelandet ist. Wen ich nun wirklich wählen werde, weiß ich jetzt zwar immer noch nicht, dafür weiß ich aber ganz sicher, wen ich auf jeden Fall nicht wählen werde und präsentiere euch zum Schluss noch stolz mein Loser-Ranking:

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Punk is maybe dead, aber HipHop lebt offenbar auch noch 4 Jahre nach der Parteigründung. Denn im Gegensatz zur Anarchistischen Pogo-Partei steht die Urbane - eine HipHop-Partei nun offiziell auf der Liste zur Bundestagswahl.
Und tatsächlich haben die ja nicht nur Wahlspots mit Turntables, sondern auch ein gar nicht mal so schlechtes Wahlprogramm. U.a. haben sie Pläne gegen Rassismus, gegen Überwachung, gegen Turbo-Kapitalismus, für eine gerechtere Verteilung, für ein BGE, für einen kostenlosen ÖPNV, für mehr Hilfe für Refugees, für eine Entkriminalisierung von Cannabis und für mehr Kunst & natürlich HipHop-Kultur.
Und neben dem Fakt, dass Sampling ein eigener Unterpunkt ist, mag ich am Programm auch, dass es durchaus ernst genommen werden will, um dann 60 Seiten später mit "having fun" zu enden.

Hi,

willkommen beim Parteiprogramm von Die Urbane. Eine HipHop Partei.

Wir wurden bisher oft gefragt, ob wir das eigentlich ernst meinen. Japp, meinen wir.

Es geht nicht darum, "Yo!" zu schreien und das Parteiprogramm zu taggen. [...]

[...] Wir wollen ultimativ einen Zustand globaler Community, Solidarität, Einigkeit in all unserer Unterschiedlichkeit und Verschiedenheit, globaler Harmonie mit unserer Umwelt und friedlichen Zusammenlebens erreichen. Diese Vision ist universell und nicht eine Hip Hop spezifische. Aber die HipHop Kultur hat trotzdem intuitiv die Vision aus sich heraus entworfen: peace, love, unity & having fun!

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Dieses Jahr ist es soweit: Deutschland wählt. Aber welchem Kandidaten unter diesen vielen Vögeln, die mit ihren tollen Sprüchen auf Wahlplakaten posieren, gebt ihr 2021 eure Stimme? Noch ist sich die Bevölkerung da anscheinend uneinig und "das Land gespalten", sagen die Prognosen. Definitiv wird es aber wohl jemand werden, der den Schnabel hin- und wieder ganz schön aufreißt, sage ich. Es bleibt spannend.

Die erste öffentliche Wahl zum „Vogel_des_Jahres“ geht in die heiße Phase. Bis zum 19. März können nun alle Menschen in Deutschland bestimmen, welcher der zehn nominierten Vögel das Rennen macht: Wie sich in der Vorwahl gezeigt hat, scheint das Land gespalten zu sein. Den einen liegen eher seltene und gefährdete Arten wie Goldregenpfeifer oder Kiebitz am Herzen, den anderen wohlbekannte Vögel wie Blaumeise oder Stadttaube.

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Lady Liberty repariert die USA, indem sie mit den Waffen der Demokratie einen viel zu mächtig gewordenen Demokratiefeind endgültig in den Wind schießt. Inzwischen auch als GIF - basierend auf einer Illu vom Cartoonist Gargalo. Und ich mag ja sehr, wie zufrieden sie im zweiten Shot lächelt.