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Durch ein tödliches Grippe-Virus bricht eine Pandemie aus und verändert die ganze Welt. Die Plotbeschreibung der Serie Sløborn liest sich wie eine Zusammenfassung der letzten zwei Jahre und ist vor allem deshalb so interessant, weil sie tatsächlich 2019 geschrieben wurde und Corona komplett gespoilert hat. In der ersten Staffel fliegen bspw. immer wieder Meldungen von der WHO und vom RKI rein, es werden Kontaktbeschränkungen beschlossen und die Krankenhäuser laufen voll (und der Soundtrack besteht aus Songtiteln wie "Unsicherheit", "Panik" und "Mutation").
Trotzdem fühlt sich Sløborn nicht wie eine Dokumentation, sondern eher wie ein Paralleluniversum an, denn es gibt einen entscheidenden Unterschied: Das "Corona" in der Serie bzw. in dem Fall das Taubengrippevirus ist ca. 43 mal krasser. Falls ihr euch also damit beruhigen wollt, dass alles sehr viel schlimmer hätte kommen können, schaut mal rein. In der ZDF-Mediathek läuft gerade die zweite Staffel (und die erste), die ich jetzt durchsuchte, weil ich den Vorgänger so sehr mochte, dass ich dafür sogar noch mehr Sendungen über Viren in meinem Leben ertrage.

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Keine Ahnung, wieviele Filme und Serien ich in meinem Leben schon gesehen habe (ich tippe auf insgesamt mindestens 2000), aber um diejenigen abzuzählen, in denen Menschen mit Behinderung eine Hauptrolle spielen, bräuchte ich nicht mal beide Hände. Von 2000 müssten es rein statistisch betrachtet aber praktisch an die 200 sein, wenn man bedenkt, dass tatsächlich knapp unter 10% aller Menschen eine Behinderung haben. Wir gucken uns da also alle ein ganz schön verschobenes Paralleluniversum an.
...weiterlesen "Mini-Serien-Tipp auf arte: 1 Meter 20"

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Die ersten zwei Pandemic-Special-Folgen von South Park fand ich realtalk eine der stärksten satirischen Auseinandersetzungen mit dem ganzen Pandemie-Ding bisher. Und das sogar nicht nur wegen der Jokes, sondern auch wegen der emotional drüberblickenden Art. In der dritten Folge geht es fucking 40 Jahre später immer noch um Corona und, puh, ich hoffe ja sehr, dass das in der Realität zumindest 2-3 Jahrzehnte früher schon bitte nicht mehr der Fall sein wird, weil gar kein Bock.
Ich mag die Episode aber trotzdem, denn sie spielt in einer weit entfernten Zeit, in der alle zwei Minuten "It's the futureee" gesagt wird und genauso stelle ich mir die Zukunft ja immer vor.


Mittlerweile glaube ich ja, dass der Hype vom alle Rekorde brechendenSquid Game nur deswgen so groß ist, weil die koreanische Netflix-Serie so meme'able ist. Ein weiterer Beweis ist dieser Meme-Remix vom Meme-Remix-King The Kiffness, der mittlerweile das halbe Internet neu vertont hat.


Kennt ihr das, wenn Google herausgefunden hat, welche Serie ihr gerade guckt und dann ganz unauffällig Songs daraus bei YouTube vorschlägt, um auf etwas gruselige Art zu zeigen, wie gut die größte Suchmaschine der Welt euch kennt? Ich jedenfalls schon und habe seitdem Ohrwürmer vom How-to-sell-Drugs-online-fast-Finale und der Titelmelodie von What we do in the Shadows.
Nach acht durchgebingten Folgen Sex Education wurde mir nun dieses durchgetaktete und durchaus stylische Video namens Sugar Daddy empfohlen, das ich natürlich sofort angeklickt habe, weil das Gesicht von dem Character stammt, den ich in der dritten Staffel tatsächlich am spannendsten fande (ich google anscheinend wirklich sehr viel). Authentizitäts-Pluspunkt für die Serie: Dua Saleh spielt nicht nur eine non-binary Person, sondern ist es auch außerhalb der Rolle bei Sex Education - und macht offenbar auch gute Musik.

I’m a sudani 🇸🇩 non-binary artist based in minneapolis. here’s a song called “sugar mama” that I self produced on my phone 👽🖤
#IAmNonbinary
dua saleh (@doitlikedua) January 10, 2020

...weiterlesen "Sex Education’s Non Binary Artist: Dua Saleh – Sugar Mama"

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Das Internet hat endlich mal wieder einen Serien-Hype und mir gefällt ja, dass es in diesem Fall eine brutal weirde Vorliebe für südkoreanische Abenteuerspielplätze beweist. Takeshi's Killer Castle goes Netflix: Squid Game.

Keine Ahnung, ob daraus mehr wird als diese kurzen Clips mit Realliferick und Reallifemorty, aber den echten Doc Brown für eine Doc-Brown-Parodie verwenden, ist schon sehr rickandmortyg. So schließt sich also der Kreis. Back to the Paralleluniversumsfuture.


...weiterlesen "Rick and Morty is becoming really real"


Die Netflix-Doku über die bösen Sozialen Medien, die uns angeblich alle zu hochemotionalen Dopamin-Junkies werden lassen, gibt's jetzt auch auf einer Social-Media-Plattform. Passend dazu läuft in der ARD-Mediathek gerade die preisgekrönte norwegische Serie "Nudes", in der es um Cybermobbing auf u.a. jenen sozialen Medien geht. Und wenn euch das alle zu viel wird, könnt ihr auf SpiegelTV mit einer oldschooligen Hamburg-Doku in eine Welt ohne Facebook & Co. zurückreisen (genauer: ins Jahr 2006).


Para - Wir sind King ist ein kleiner Serien-T(r)ip, der mich angefixt hat, als ich gelesen habe, dass die neue TNT-Show über eine Girls-Gang ausm Wedding von den Machern von 4 Blocks stammt und sogar schon als Breaking Bad für Millenials betitelt wurde. Und ich finde zwar, dass der Vergleich ganz schön weit hergeholt ist, war aber trotzdem schon nach Folge 1 süchtig nach mehr und empfehle euch daher wie so ein Dealer diesen durchaus guten Stoff.


Die erste Folge der 5. Rick&Morty-Staffel feierte die Tage nicht nur weltweit Premiere, sondern auch im Weltall. Das spacige Video davon bzw. auch die ganze Episode auf YouTube soll aber anscheinend trotzdem nicht um die ganze Erde gehen, denn es steht "in deinem Land nicht zur Verfügung". Wenn ihr euch aber wie Rick ein Portal schießt, findet ihr bestimmt irgendein Paralleluniversum im Netz, in der ihr dieses nervige Geoblocking umgehen könnt. Tut es, es lohnt sich.


Vielleicht habt ihr auch schon in die apokalyptische Märchenwelt von Sweet Tooth reingeluchst, die gerade relativ oft gestreamt wird und verfolgt gespannt die Geschichte eines kleinen Elch-Boys.
Da es in der neuen Serie um Mischwesen aus Tier und Mensch geht, hat Netflix als Promo-Move ein ganz schön echt aussehendes Animatronic-Baby mit Federn ausgestattet und mal geschaut, wie die echte Welt so reagiert. Und ich glaube, ich habe lange nicht mehr jemanden so süß, sympathisch und schlagfertig reagieren sehen, wie das junge Mädel, dass den geflügelten Mini-Hybriden im Falle des Falles instant mit einem Roundhousekick verteidigen würde. The Kids are allright. ⚡👊⭐

"I would stand up for him because it's not right to bully people just because they're different in their own way."