Die Stadt der Blinden aka Blindness ist nach Contagion und 12 Monkeys der mittlerweile dritte Pandemie-Film, den ich während einer Pandemie aus vermutlich irgendwelchen psychologischen Gründen gesehen habe und ich würde ihn durchaus empfehlen, wenn ihr euch gern den langsamen Verfall einer Gesellschaft durch ein gefährliches Virus anschauen wollt, das in dem Fall alle erblinden lässt.

In einer ohnehin schon brennzlichen Lage wird jemand von einer rassistischen Polizei ermordet und daraufhin eskaliert die Situation endgültig. Die USA sind für mich aktuell ein neuinterpretiertes Live-Action-Remake des französischen Filmklassikers La Haine, den eigentlich jeder mal gesehen haben sollte. Alleine aufgrund dieses legendären Zitats im Intro (und des passenden Soundtracks):

"Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft, die fällt. Während sie fällt, sagt sie, um sich zu beruhigen immer wieder: Bis hierher lief's noch ganz gut, bis hierher lief's noch ganz gut, bis hierher lief's noch ganz gut. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!"

Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit geht ins Jahr 2020 und im ersten Trailer reisen sie gleich wieder zurück. Verständlich. Und genauso verständlich habe ich nach diesen sehr filmlosen Monaten sehr viel Bock darauf. Zumal der Slogan der zwei Timetravel-Dudes immer noch spruchreif ist: "Be excellent to each other & party on, dudes!"

In Zeiten, die einem wie ein dystopischer Zusammenschnitt aus diversen Sci-Fi-Movies und Horror-Filmen vorkommen, hilft nur noch ein dystopischer Zusammenschnitt aus diversen Sci-Fi-Movies und Horror-Filmen.

“Have a nice cold pint… and wait for all this to blow over.”

 

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Eine taffe, aber nicht bei allen immer beliebte Ex-Wissenschaftlerin ermahnt ständig alle, in Quarantäne zu bleiben, um sich von einem bis dato unbekannten und offenbar sehr gefährlichen "Lebewesen" fernzuhalten. Ihre wiederholten Warnungen werden aber dummerweise von vielen trotzigen "Rebellen" ignoriert. Und am Ende überleben all diejenigen, die auf sie gehört haben. Das ist so grob die Story von jedem Teil von Alien.
Hoffen wir mal, dass die Neuverfilmung mit Angela Merkel in der Hauptrolle etwas glimpflicher für alle Beteiligten ausgeht. Bisher ist die Besetzung des Real-Life-Remakes mit einer tatsächlichen Ex-Wissenschaftlerin meines Erachtens jedenfalls top.

"Alien is a movie where nobody listens to the smart woman, and then they all die except for the smart woman and her cat. Four stars." (source)


Wenn die Kinos geschlossen haben und dafür das Leben wie ein Film ist. Nachdem wir durch Lockdowns Szenen wie aus menschenleeren Zombie-Filmen bekamen, in Louisiana Behörden versehentlich die Sirene aus The Purge ertönten ließen und Gottesdienste aussehen wie Bilder aus Star Wars, tauchte in Berlin nun auch endlich das Symbol auf, das wie kein anderes für einen tödlichen Virus steht, der die ganze Welt infiziert.
12 Monkeys. Einer dieser Filme, die jetzt plötzlich gar nicht mehr so weit weg von der Realität sind, wie sie es vorher waren. Wobei uns Bruce Willis aktuell wohl eher nicht wirklich helfen kann. Es gibt aber tatsächlich ein paar Tiere, die nun aktuell menschenleere Gebiete heimsuchen und sich den Ausgangssperren widersetzen. Affen zum Beispiel. Allerdings sehr viel mehr als 12:

Effects of #CoronavirusPandemic - Gang wars in Thailand have started between monkeys over food ever since the tourists have stopped coming in due to Coronavirus.


Während Simon Stålenhags Sci-Fi-Bilderreihe Electric State noch als Hollywood-Film umgesetzt wird, hat Amazon Prime gerade den ersten Trailer zur Adaption seiner ersten Artworks veröffentlicht: Tales From the Loop. Ich bin großer Fan der ländlichen Zukunftsästhetik des schwedischen Künstlers und hoffe, dass das alles so gut wird, wie es aussieht.

Inspired by the wondrous paintings of Simon Stålenhag, Tales from the Loop explores the mind-bending adventures of the people who live above the Loop, a machine built to unlock and explore the mysteries of the universe – making things previously relegated to science fiction, possible.






...weiterlesen "Tales From the Loop | Erster Trailer zur neuen Amazon-Serie, die auf Simon Stålenhags Sci-Fi-Illus basiert"


Kleines filmisches Update mit 'nem Trailer-Mix: der zwischendurch schon gecancellten und jetzt neuaufgelegten Menschenjagd The Hunt, dem mordernen brasilianischen Western-Sci-Fi-Irgendwas Bacurau, dem A24-Fantasy-Epos The Green Knight, das wie der deutsche Drive wirkende Remake von Berlin Alexanderplatz und dem radioactiven Marie-Curie-Film.


...weiterlesen "Film-Trailer-Mix: The Hunt, Bacurau, The Green Knight, Berlin Alexanderplatz & Radioactive"


Einer der ersten Film aller Zeiten stammt aus dem Jahr 1895, dauerte stolze 60 Sekunden und zeigte lediglich einen einfahrenden Zug, der bei der ersten öffentlichen Vorführung Zuschauer aufschrecken und Gerüchten zufolge sogar flüchten ließ, weil sie ihn angbelich für echt hielten.
125 Jahre später hat man das damalige Wunderwerk der Technik heute mittels künstlicher Intelligenz in einen 4K-Film mit 60 Frames per Second verwandelt und es auf einer weltweit vernetzten Videoplattform online gestellt. Wenn das die Menschen von damals gesehen hätten, würden sie wahrscheinlich heute noch vor einer Lok wegrennen, wenn ihnen nicht schon vorher sofort der Kopf geplatzt wäre.

via


Der Godfather der Filmanalyse hat sich das erste Mal seit seiner Geburt aus dem Anzug geschält und ist nach dem neuesten Werk von Til Schweiger ein völlig neuer Mensch. Und ich glaube, er ist dabei innerlich gestorben. Denn diese einzigartige Craft kannte er bisher wohl selbst von Adorno oder dem Autorenkino der französischen Nouvelle Vague noch nicht. Spoiler: Dieses Video kann leichte Spuren von Sarkasmus und Zynismus enthalten.

"Ich könnte mir als Kanzler auch gut den Dieter Nuhr vorstellen."
- Wolfgang M. Schmitt, Cineast, seelisch gebrochen nach einem Til-Schweiger-Film, 2020


Die besten Songs und Serien 2019 haben wir schon. Fehlen nur noch die Filme des letzten Jahres, die ich hier wie immer mit dem traditionellen Kino+Jahresückblick der Beans rausbloggse. Ich habe dieses Jahr scheinbar zu viele Serien gebingt, um euch 10 in jeder Hinsicht empfehlenswerte und fast perfekte Filme in eine Best-Of-Liste zu packen, die ihr in eurem Leben unbedingt mal geguckt haben solltet.
5 sind es aber dennoch geworden und diesmal ist mit dem Festival-Fyre-Fail von Netflix sogar eine Doku dabei. Neben dem Social-Superbösewicht-Drama und Kritiker-Liebling Joker, dem antikapitalistischen Weirdo-Film Parasite und dem deutschen Fast-Oscar-Kandidaten Systemsprenger bleibt aber Mid90s mein retromantischer All-Time-Favorite, da Nostalgie noch nie nostalgischer verfilmt wurde als in diesem skatenden und so unglaublich charmanten Vintage-Kunstwerk von Jonah Hill.

Meine Top 5 Filme 2019:
Mid90s
Joker
FYRE: The Greatest Party That Never Happened
Parasite
Systemsprenger






Female Power im Kino mit Promising Young Woman, der sehr vielversprechend(!) aussieht und stimmungsmäßig an den Joker und Harley Quinn erinnert, Level 16 als Film gewordene und noch dystopischere The Handmaid's Tale und Yung zeigt Schulmädchen im modern abgefuckten Berliner Life-Style.


Am 5. März hüpft das kommunistische Känguru endlich in die Kinos und stürzt erst sich ins abenteuerliche WG-Leben in Berlin und dann vielleicht ja sogar noch den Kapitalismus, mal sehen. Hoffen wir mal das Beste.