Auf den Hamburger Cruise Days feiern die Humans of Late Capitalism jedes Jahr sich und ihren Luxus-Lifestyle mit einer prunkvollen Parade aus überdimensionalen Kreuzfahrtschiffen. Diese Jahr gibt es einen besonders schönen Flyer für das Jacht-Event der Superlative. Fast ein bisschen schade, dass er nicht wirklich von der "Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz" stammt.

"Sie können sicherlich über diese kleine Einschränkung hinwegsehen und sich mit uns zusammen über Dekadenz und Umweltzerstörung im großen Stil freuen."

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Ein Beitrag geteilt von MS DOCKVILLE Festival (@dockville) am

Mein "Lieblingsschiff" legt wieder im Hamburger Hafen an und verwandelt am Wochenende die alte Schleuse in ein 3-tägiges Festival: (die) MS Dockville. Dieses Jahr sind u.a. Billy Eilish, Jon Hopkins, Tua, Mine, Juju, Two Feet & Meute mit an Board.
Ich empfehle vor Festivalbesuchen in Hamburg ja, grundsätzlich nicht die Wettervorhersage zu googlen und einfach Gummistiefel, ein Regencape und Schnaps einzupacken, um bis zum regelmäßig folgenden Regenbogen über den Bühnen in Stimmung zu bleiben. Wir sehen uns bei den Acts, die ich euch in eine dockvillige Playliste verfrachtet habe, falls ihr euch da auch irgendwo rumtreibt.


 
211 Taschen mit über 4000 als Sojabohnen deklarierte Pakete hat der Zoll am Hamburger Hafen sichergestellt. Alle voll mit Koks. Der bisher größte Drogenfund in Deutschland, den es gab (und so viel wie sonst in einem Jahr nicht). Weißes Gold im Wert von mehr als einer Milliarde Euro, von dem inzwischen allerdings - und hier muss ich einige Druffis enttäuschen - nicht mehr viel übrig ist.
Tja. Vermutlich werden sich so einige Schneekönige da draußen gerade ganz schön doll ärgern. Denn die Beamten haben die insgesamt 4,5 Tonnen Kokain bereits sorgsam "vernichtet".

"Das sichergestellte Kokain wurde bereits unter strenger Geheimhaltung und umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen vernichtet."

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In Marburg gab es einige Meter weiter von meiner Bude einen "Kostnix-Laden", der lediglich aus einer kleinen Fensterbank mit ein paar alten Büchern bestand. In Hamburg ist es (inzwischen) ein kleines Haus. Genauer gesagt: Ein "Tauschhaus". Ausgestattet mit allem möglichen Krims-Krams, der nicht weggeworfen, sondern verschenkt wird und für ein nettes Miteinander auf einem durchaus überschaubaren Mini-Gratis-Flohmarkt sorgt. Ein schönes Nachbarschaftsprojekt aus meiner Hood in Eimsbüttel, das ich heute ein bisschen mit meinen aussortierten Klamotten aufgestockt habe.

Nicht selten drängeln sich die Suchenden im und vor dem kleinen Tauschhaus, gehen aber sehr rücksichtsvoll miteinander um. Es ist eine richtige Tauschhaus-Familie gewachsen. Interessenten bringen eine Thermoskanne mit Kaffee mit, verteilen Kekse und halten einen Klönschnack vor dem grünen Haus mit dem spitzen Dach. Erlebnisse von früheren Errungenschaften machen die Runde. Weißt du noch damals der Rasenmäher? Jo, und erst das Schaukelpferd für den Gerd! (Eimsbütteler-Nachrichten)

Anscheinend wohne ich in einem grünen Paralleluniversum, in dem AfD und FDP es noch nicht mal in den Bundestag schaffen würden, die Partei aber schon. Mein Eimsbush Basement bleibt stabil. Und vielleicht sollten wir das nächste Mal einfach Eimsbüttel die Sache alleine entscheiden lassen.


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Mir wurde ein Foto aus einer Wahlkabine in HH zugespielt (den genauen Wahlbezirk wollte sie nicht verraten, in Eimsbüttel war es aber jedenfalls nicht). Und jaja, ich weiß, macht man eigentlich nicht - aber bei dieser wunderhübschen Deko hätte ich wahrscheinlich auch nicht widerstehen können. So mag ich mein Hamburg.

(Danke J.)


Falls ihr euch mal gefragt habt, was denn eigentlich aus dem immer leicht lallenden Martin Semmelrogge geworden ist. Nun. Gerade taucht er in einem Mini-Image-Film für die berühmt-berüchtgte Kneipe aufm Hamburger Kiez auf und gesteht seine Liebe zum goldenen Handschuh. Anscheinend eine Herzensangelegenheit. Moin Moin und Prost, Leude.

Der Spot der Hamburger Kreativagentur Thjnk ist “nicht weniger als eine Liebeserklärung an die 1953 eröffnete Kneipe, die heute Kundschaft aus allen Schichten begrüßt”, und ist ohne Auftrag entstanden. (testspiel)


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„Über die Hälfte der Autofahrten in Hamburg sind kürzer als fünf Kilometer und in den Meisten Autos sitzt im Berufsverkehr nur ein Mensch. Unser Banner soll diese Menschen mit einem Augenzwinkern dazu bringen, ihr Mobilitätsverhalten zu hinterfragen. Der Frühling steht vor der Tür und es wäre doch ein Erfolg, wenn die bzw. der ein/e oder andere mal aus der eigenen Routine ausbrechen und mit dem Rad zur Arbeit fahren würde, um dem täglichen Stau ein Schnippchen zu schlagen.“ (Quelle)

Ich wohne ja seit über 10 Jahren in Hamburg, komme bisher ganz wunderbar ohne eigene Karre klar und verstehe ehrlich gesagt nicht wirklich, warum so viele Menschen in einer Großstadt überhaupt mit dem Auto durch die Gegend kutschen müssen. Mal abgesehen davon, dass es permanent Geld kostet, obwohl ich es weniger als 'ne Stunde pro Tag benutzen würde, ist es bei all den Staus und der ständigen Parkplatzsuche nicht mal unbedingt praktischer.
Gut, den Hamburger Regen muss man dann vielleicht ein paar Minuten länger ertragen, aber wer den nicht abkann, ist hier vermutlich sowieso falsch.

Um die Anonymität des Mannes mit dem genau so seltsam wie kranken Hobby zu bewahren, nenne ich ihn nur unter den Pesudonymen "Yannic L. H.", "Y. Lukas H." und "Y. L. Hendricks". Alles andere steht ja auch schon in Großbuchstaben und mit dick hingekleistertem Riesen-Profil auf der roten Flora. Höhö. Schöner Streisand-Effekt. Ich mag Hamburg.

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Ein Ort, der nie zur Ruhe kommt: der Elbschlosskeller am Hamburger Berg. 24 Stunden lang dröhnen Schlager aus der Musikbox, am Tresen sitzen viele Stammgäste, die ihren Kummer in Bier und Schnaps ertränken.

Der NDR macht dem N in seinem Namen alle Ehre und hat gerade zwei sehr schöne Dokus über zwei sehr schöne Menschen aus Hamburg auf seinem YouTube-Kanal hochgeladen.
Einmal über die angeblich härteste Kneipe in St. Pauli, die nicht nur ein "Zuhause" für Suffkes, sondern auch für die sozial abgestürzten unter ihnen bietet. Und noch einmal über Lia Şahin, die sich selbst gelegentlich als "die übliche beatboxende, rothaarige, deutsche Transgender-Frau mit türkischem Migrationsvordergrund" vorstellt und sich u.a. für RapForRefugees engagiert.

Früher stand sie als Beatboxer Blazer auf den ganz großen Bühnen. Jetzt will Lia Jugendlichen aus Afghanistan, Somalia und Syrien beibringen, wie man beatboxt. Und ihnen dabei ein starkes, unabhängiges Frauenbild vermitteln. Doch gelingt es ihr, der Transgender-Frau, in der Macho-Kultur des Hip-Hops ein Vorbild für die Jugendlichen zu werden?


via zeitgeist247 & Alex

Wer feiern kann, kann auch arbeiten, hat man mir mal gesagt. Stimmte allerdings nur bis ich 30 wurde und mittlerweile selbst am Tag nach dem Tag danach noch auskater, wenn ich unterwegs war. War ich aber gar nicht und kann deshalb heute mit voller Energie den Montag hassen, an dem ich erstmal langweilige Erwachsenendinge machen muss wie Exceltabbellen öffnen, Überweisungen tätigen und vorsorgliche Arzt-Termine ausmachen. Moin aus Hamburg und so.

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Der HVV gehört ja zu den wenigen Dingen, die es regelmäßig schaffen, mich zum Fluchen bringen. Das haben öffentliche Verkehrsmittel wohl so an sich. Die BVG (Weil wir dich lieben) kann da ja zumindest im Internet noch punkten, indem sie regelmäßiger geilen Shit raushauen als sie ihre Bahn fahren lassen.
Konnte der HVV bei mir bisher so gar nicht. Bis zu diesem schnuckligen Video, das die Frage beantwortet, was eine Haltestelle eigentlich in der Zeit macht, wenn sie von einer Ersatzhaltestelle vertreten wird. Offenbar führt sie ein aktiveres Sexualleben als ich.