Amerikanische Klimaforscher fühlen amerikanische Epidemiologen und ich bin gerade wieder relativ froh, in einem Land leben zu dürfen, das zumindest in einer Pandemie auf die Wissenschaft hört. Wäre allerdings noch toller, wenn wir das bei der vermutlich noch größeren Krise auch genauso tun würden. Aber vielleicht fühlt Deutschland da ja auch nochmal nach. Vielleicht.


Woodkid hat erneut ein oscarreifes Musikvideo veröffentlicht, das den menschengemachten Klimawandel samt der Ressourcen-Ausschlachtung unseres Planeten durch gigantische Maschinen mit dieser Message zusammenfasst: Wir haben ein Monster erschaffen.

 

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Corona hat FridaysForFuture ein bisschen den Wind aus den Medien-Segeln genommen. Die Zwangspause hat man aber offenbar gut genutzt, um sich - wie selbst gefordert - den aktuellen Bedingungen in Krisen-Zeiten anzupassen.
Nach einigen kleinen Netzstreiks und vielen gar nicht mal so unspannenden Videokonfi-Talks hat man nun mit der größten Online-Demo aller Zeiten nachgelegt, um den eben leider keine Pause für uns machenden Klimawandel wieder auf die Dieses-Problem-kann-nicht-warten-Karte zu packen. Inklusive einer beeindruckend aussehenden Protestschilder-Flut direkt vorm Bundestag und einem mit vielen bekannten Gesichtern gefüllten Live-Stream, den ihr hier nochmal nachschauen könnt. On top dessen gibt es nun auch einen eigenen Protest-Song von diversen Künstlern.
Ich würde sagen: FridaysForFuture ist offiziell back (auch wenn sie eigentlich nie weg waren) - und das ist auch gut so. Ich bin gespannt, was für kreative Lösungen uns da noch so erwarten, um auch in Zeiten wie diesen zu demonstrieren. Denn wir sollten nicht vergessen, dass wir bereits vor der Krise in einer Krise gelebt haben, die wir mindestens genauso ernst nehmen müssen. #FightEveryCrisis.

"Wir haben 214k kumulierte Livestream-Views! Damit haben wir heute mit dem #NetzstreikFürsKlima die größte Online-Demo jemals veranstaltet. Zusätzlich fordern wir mit 87k Teilnehmer*innen auf der Streikkarte, 40k Tweets unter den Hashtags & 15k Schildern #FightEveryCrisis!"

 

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Während ein einziger Virus den Klimawandel in allen Medien immer noch überschwämmt und tatsächlich erstmal ein bisschen ausgebremst hat, erinnert uns ein brennendes Haus nochmal daran, dass die Klima-Krise nicht in 1-2 Jahren vorbei ist und uns noch viel härter treffen könnte als die aktuelle Pandemie (this is fine). Und tatsächlich könnten uns auch einige Maßnahmen und Zwischenlösungen dauerhaft helfen, die uns jetzt gerade helfen. Der Bremsweg, um auch dort die Kurve abzuflachen, ist grundsätzlich aber nicht nur unberechnbarer, sonder auch viel, viel, viiiiiel länger - weshalb man damit dringend anfangen muss, bevor es zu spät. The time is now also.
Da Regierungen das alles bisher aber nicht hinbekommen und derzeit ja sowieso mehr als genug um die Ohren haben, haben sich vor kurzer Zeit gefühlt alle Promis aus Deutschland zusammengetan, um das Klimapaket Deutschlands endlich so zu füllen, dass es uns im Kampf gegen den Endgegner aller Krisen auch etwas nützt. Wie? Sie schreiben es - zusammen mit einer Horde aus Wissenschaftlern - einfach selbst.

Die Menschheit steht an einer Weggabelung:
Eine weltweite Klimakatastrophe auf der einen Seite, ein rettender gemeinsamer Kraftakt auf der anderen – noch haben wir die Wahl. Der vorliegende Plan zeigt auf, wie insbesondere die Politik jetzt handeln muss, um ihr völkerrechtlich verbindliches Versprechen für 1,5 °C einzuhalten und die Zukunft für uns und unsere Kinder zu sichern.

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Die Bars bleiben zu. Der Festivalsommer ist gelaufen. DJ-Sets gibt's nur noch per Stream. Distanz statt Tanz. Und dennoch hat Journalistin und Panorama-Gesicht Anja Reschke gerade einen neuen Club aufgemacht: Der After Corona Club, in dem - wie der Name schon sagt - die After-Party nach der wahrscheinlich noch lange andauernden Pandemie-Welle geplant wird. Und zwar mit vielen klugen Köpfen, wie u.a. Zukunftsforscher Harald Welzer, Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert und Klima-Experte Mojib Latif.
Falls ihr also noch mehr Stimmen abseits der Virologen-Podcast-Bubble hören wollt, die über das "Danach" diskutieren (und ihr mit Gert Scobel, Slavoj Žižek und Maja Göpel noch nicht genug Philosophen, Gesellschaftskritiker, Klimaforscherinnen und Transformationsforscherinnen gehört habt), seid ihr hier genau richtig. Eintritt ist kostenlos (bzw. habt ihr ja schon GEZahlt). Drinks gibt's hoffentlich bei euch in der Küche. Hier die ganze Playliste mit allen Talks.

Was macht die Corona-Krise mit uns? Mit unserer Gesellschaft? Mit unserer Welt? Noch stecken wir mittendrin - aber viele fragen sich inzwischen: Wie sieht die Zeit nach Corona aus? Für Prognosen, Visionen, Einschätzungen und auch Forderungen gibt es den After Corona Club - den Debattierclub unserer Zeit: Anja Reschke spricht mit Fachleuten aus Psychologie und Wirtschaft, Soziologie und Politik, Wissenschaft und Medizin.

Sowohl Viren als auch CO2 sind unsichtbar, aber tödlich und auch sonst gibt es scheinbar einige Parallelen zwischen diesen beiden Gefahrensituationen der Menschheit. Die Corona-Krise macht allerdings gerade vieles in der Politik möglich, was auch für die Klima-Krise schon lange gefordert und dringend nötig wäre. Und sogar FridaysForFuture streikt heute online. Ich halte diesen Vorschlag daher als eine ziemlich faire Lösung für alle Generationen (auch die noch nicht geborenen): Und bitte nach dem Corona-Virus nicht auf einmal alles wieder vergessen, ok Booomers?


via Krisenrebellen


Geht scheinbar doch alles, wenn man denn will. Derweil wurde übrigens auch die UN-Klimakonferenz wegen Corona verschoben. Verständlich. Denn die gehypte Virus-Panik leistet offenbar die bessere Arbeit fürs Klima.

via

So lautet übrigens auch der Titel einer wunderschönen Arte-Doku und wie wir alle wissen, hat Arte immer recht.

via

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Eines der sehr sehr sehr wenigen Dinge, die ich an Karneval mag sind die traditionell sehr starken Statements vom Karnevalskarrenkünstler Jaques Tilly, der sich dieses Jahr vor allem um die Themen Klimawandel und Rassismus gekümmert hat. Zurecht.

...weiterlesen "Die Rosenmontagszüge von Jacques Tilly"


Conny antwortet auf eine gesamplete Greta mit all den üblichen Floskeln, auf die Generation FridaysForFuture wahrscheinlich zurecht mit "Ok boomer" reagieren würde. Und das Ergebnis ist ein wunderbar zynischer Klimaprotestsong, den sogar Klimawandelleugner hören können. Kannte ich bisher nur als Audio (aus dieser Playliste), gibt's aber auch als schickes Video mit Retro-alte-weiße-Männer-Optik und täuschend echtem Greta-Double.

Ich habs mir verdient, ich habs mir verdient
Ich zahle doch auch Steuern auf das Kerosin (Moment)
Ich zahl keine Steuern auf das Kerosin?
Dann liegt das aber an der Politik, oder niiicht?

Ich hatte die Kreuzfahrt schon gebucht (Shoutout Urlaubsguru!)
Fahr mal nach Spitzbergen mit dem Zug (sehr lang)
Ich lasse mir nicht sagen dass ich ein Verbrecher bin
Ich bin kein schlechter Mensch, nur ein „dir gehts schlechter Mensch“!

Erst brennt der Regenwald. Dann brennt die Artkis. Und in in der Antarktis wurden gerade frühlinghafte 20 Grad gemessen. Die bisher heißeste Temperatur, die dort seit Anbeginn der Wetteraufzeichnungen notiert wurde (überhaupt brechen wir permanent Hitzerekorde). Und ich bin schon gespannt, wann die Katastrophen-Touris auf Kreuzfahrtschiffen einen Sommerurlaub zwischen schmelzenden Eisgletschern buchen, um dort Selfies mit Eisbären in Modelmaßen zu machen während ihr Mandel-Maccadamia-Eis am Stil ins steigende Meer tropft.

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This is Charlie.
Charlie doesn’t believe in climate change.
Well, Charlie is a fucking idiot.

Directed by Damien Bastelica.


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