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Eigentlich könnte man an dieser Stelle wieder bewundern, wie eine Comedy-Serie mit gelben Menschen es ständig schafft, die Zukunft vorrauszusagen und darüber philosophieren, ob Lisa Simpson schon sowas wie die Greta Thunberg der 90er bzw. 2000er war.
Tatsächlich ist es aber einfach so, dass die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels eben keine unvorhersehbare Überraschung sind und das Problem selbst im Jahr 2009 schon Jahrzehnte lang bekannt war, wo auch dieser apokalyptische Lisa-Rant entstand. Für den Armin mag das Klima-Thema zwar jetzt ganz plötzlich ganz neu sein. die Wissenschaft hat das alles allerdings schon knapp 50 Jahre vorher vorrausgesagt, was sie für mich ja zu den noch viel krasseren Simpsons macht.
Und ich hoffe ja, dass wir nicht mehr allzu viele Wutreden zu dem Thema brauchen, bis wir wirklich mal das tun, was wir schon längst hätten tun sollen. Denn ich mag Wiederholungen und Weltuntergänge eigentlich nicht so gern. Zumindest nicht in der Realität.

"Oh, Ralph, how I envy your optimism. There is no Springfield 50 years in the future! With global warning trapping CO2 in our poisonous atmosphere, our superheated oceans will rise, drowning our lowlands, leveling what's left of humanity baking in deserts that once fed the world! And in the new Nineveh, darkness falls."


Was für eine Headline, die tatsächlich nicht aus dem Postillon kommt und eigentlich gar keine so schlechte Taktik von der Wissenschaft wäre, um jeden prolligen Typen, der sonst auf das Klima seines eigenen Planeten komplett scheißt, doch noch ganz schnell zum überambitionierten Hardcore-Öko werden zu lassen. So oder so haben wir jedenfalls endlich eine Erklärung dafür, warum es immer größere Autos bzw. SUVs gibt.


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Die gerade erst frisch erschienene Hulu-Doku über die "kleine" schwedische FridaysForFuture-Ikone, die das weltweit größte Movement zur Rettung unseres Planeten ins Leben gerufen hat, gibt's inzwischen auch schon in der ARD-Mediathek. Klimaaktivismus is great - but she is Greta.
...weiterlesen "Doku über Klimaaktivistin Thunberg nun in der ARD-Mediathek: I am Greta"

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Greta Thunberg ist zu einer Ikone eines weltweit riesigen Movements einer ganzen Generation geworden und hat quasi FridaysForFuture erfunden. Mit 15. Inzwischen hat die mittlerweile 17-jährige Klimaaktivistin, die im Namen der Wissenschaft kämpft nicht nur viel erreicht und erlebt, sondern auch ihre eigene Doku vom Streamingdienst Hulu bekommen. Und ich mag neben dem Titel besonders dieses Statement von ihr im ersten Trailer: "I'm a Nerd". Denn ich glaube und hoffe ja, dass (Science-)Nerds diese Welt mal retten werden.

The story of teenage climate activist Greta Thunberg is told through compelling, never-before-seen footage in this intimate documentary from Swedish director Nathan Grossman.
Starting with her one-person school strike for climate action outside the Swedish Parliament, Grossman follows Greta—a shy student with Asperger’s—in her rise to prominence and her galvanizing global impact as she sparks school strikes around the world. The film culminates with her extraordinary wind-powered voyage across the Atlantic Ocean to speak at the UN Climate Action Summit in New York City.


Stellt euch vor, es wär September 2019, Greta hat gestern ihre Wutrede beim UN-Klimagipfel gehalten und ihr schlendert gerade durch die Straßen von San Francisco, als euch plötzlich jemand fragt, ob ihr ein Jahr in die Zukunft reisen wollt und euch eine Glaskugel hinhält.
Ihr sagt ungläubig, aber bestimmt "okay!" und plötzlich seht ihr überall Masken tragende Menschen unter einem feuerroten Himmel während rundherum alles brennt und der Soundtrack von Blade Runner 2049 läuft. Ich persönlich würde absolut nichts davon glauben und mich vermutlich auf einen guten Film freuen. Dabei hat sie uns das Problem doch schon vor einem Jahr gespoilert:

"People are suffering. People are dying. Entire ecosystems are collapsing. We are in the beginning of a mass extinction. And all you can talk about is money and fairy tales of eternal economic growth. How dare you!"


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Ein Beitrag geteilt von Erick Sandoval Hofmann (@unegsurfer) am

Gestern war laut Dark der Termin für die Apokalypse, die ich gerade mit einem Tag Verspätung nachhole und danach wahrscheinlich noch 5 mal nachholen muss, bevor ich irgendwas verstanden habe. Dabei ist mir eben erst aufgefallen, dass man mit einem gelben Regencape sowohl wie ein Zeitreisender mit Netflix-Account als auch wie ein weltberühmtes Mädchen aus Schweden aussieht, die beide für eine nachhaltige Zukunft kämpfen. Wer weiß. Vielleicht ist Greta ja auch eine Timetravellerin. ;o)

 

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Ein Beitrag geteilt von Fight For A Future (@fight_for_a_future) am


Conny antwortet auf eine gesamplete Greta mit all den üblichen Floskeln, auf die Generation FridaysForFuture wahrscheinlich zurecht mit "Ok boomer" reagieren würde. Und das Ergebnis ist ein wunderbar zynischer Klimaprotestsong, den sogar Klimawandelleugner hören können. Kannte ich bisher nur als Audio (aus dieser Playliste), gibt's aber auch als schickes Video mit Retro-alte-weiße-Männer-Optik und täuschend echtem Greta-Double.

Ich habs mir verdient, ich habs mir verdient
Ich zahle doch auch Steuern auf das Kerosin (Moment)
Ich zahl keine Steuern auf das Kerosin?
Dann liegt das aber an der Politik, oder niiicht?

Ich hatte die Kreuzfahrt schon gebucht (Shoutout Urlaubsguru!)
Fahr mal nach Spitzbergen mit dem Zug (sehr lang)
Ich lasse mir nicht sagen dass ich ein Verbrecher bin
Ich bin kein schlechter Mensch, nur ein „dir gehts schlechter Mensch“!

Eigentlich wollte ich gar nichts zu dem Thema schreiben, weil ich die ganze Sache so lächerlich finde und nicht mal für eine Nachricht wert halte. Und im Prinzip wurde in diesem Spiegel-Artikel auch schon alles gesagt, was zur Deutschen Boomer-Bahn zu sagen ist. Den Rest hat Greta schon selbst erledigt.
Mir ist es aber einfach so peinlich, dass es ernsthaft ein #GretaGate gibt, das sogar internationale Wellen geschlagen hat und ich mich deswegen wenigstens einmal von dem Cringe der deutschen Medienlandschaft distanzieren will, der das mit ausgelöst hat. So. Und jetzt hören wir bitte auf, so dummdeutsch zu sein und reden bitte wieder über wichtige Themen.

...weiterlesen "Und die Nachrichten so: Irgendwas mit Greta!!1"


Es ist 2019. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zieht seit Monaten via Twitter in den Krieg gegen einen Teenager aus Schweden. Er verliert. Und weil das Internet das Internet ist, hat es auch ein wie die Faust aufs Auge passende Meme dazu gebastelt. Well done, Remixkultur. Ich lachte.

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Diese Jugend von heute macht ja auch, was sie will. Und ich finde das sehr sehr gut. Eine davon ist eine 16-jährige Schwedin, die gestern zur jüngsten Person of the Year aller Zeiten auserkoren wurde. Change is coming - whether you like it or not. ;o)

"You are never too small to make a difference."
- Greta Thunberg


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Von wegen verbittertes weinerliches Mädchen. Mit Internet-Trollen hat Greta ziemlich viel Spaß - der wahrscheinlich beste Weg mit menschlicher Dummheit umzugehen, den es aktuell gibt:

"I don’t know how many laugh attacks I’ve had just watching these tweets. Sometimes I have like a competition with myself to find the most absurd conspiracy-theory."

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