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Die Zukunft malt sich ja jeder von uns anders aus. Die meisten futuristischen Filme sind aber eher düster gezeichnet und leuchten, wenn, dann höchstens mal via grellbuntflackernder Neonreklame in einer immer verregneten Gasse auf. Vielleicht muss es ja aber auch gar kein großer Hollywoodblockbuster sein, der uns die Zukunft ausmalt. Vielleicht leben wir ja irgendwann auch einfach so, wie z.B. in einer Joghurt-Werbung. Ich persönlich könnte mich jedenfalls sehr mit der Zukunftsvision aus diesem studioghibli'esken Spot anfreunden, in dem uns griechischer Joghurt im Cyberpunk Solarpunk-Style präsentiert wird.

What if we created a future for ourselves that was full of optimism and positivity? “Dear Alice” is a love letter from a grandmother to a granddaughter and an optimistic vision of the future of farming. It’s a nostalgic look towards a new era of agriculture, with beautifully crafted backgrounds, delicate animation and a completely unique score by long-time Ghibli composer (and absolute legend) Joe Hisaishi. (Yeah, we can’t believe this happened either).


...weiterlesen "Die Zukunft ausmalen: One Minute Solarpunk-Anime „Dear Alice“"


Schon krass, dass der Punkt, an dem Deutschland die Erde quasi nicht mehr kaputt macht, erst in 24 Jahren sein soll und das als schnell verkauft wird. Aber immerhin - 2045 soll's endlich soweit sein.
Und wie dieses "klimaneutral" dann zum Beispiel aussehen könnte, zeigt diese Zukunftsvision von der Agora Energiewende und dem Frauenhofer ISE, das mal ein wissenschaftlich fundiertes Future-Modell visualisiert hat (ja, ganz ohne Flugtaxis). Ich persönlich würde dort ja sehr gerne wohnen wollen, hätte genau dieses Zukunftszenario aber früher auch schon vom Jahr 2020 oder spätestens 2030 erwartet und bin daher gleichzeitig ganz angetan und leicht enttäuscht davon.

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Wir brauchen Utopien und große Entwürfe. Nicht als konkretes Ziel, sondern als Regenbogen, auf den wir zugehen können, den wir aber nie erreichen werden. Aber was wäre die Welt ohne Regenbögen?
- Volker Strübing (Autor der Doku)

Eine in die Welt von überübermorgen blickende Doku-Perle aus der 3Sat-Mediathek, die sich mal genauer anschaut, wie das mit der Zukunft eigentlich so aussieht. Und es ist ein bisschen, wie die weitergedachte Version einer "futuristischen" ZDF-Doku aus dem Jahr 1972, die in das Jahr 2000 reist - nur halt diesmal ein paar Jahrzehnte später. Mit einem bereits in der Gegenwart existierenden Space-Auto auf dem Mars - statt einem langweiligen Flugtaxi auf der Erde. Was kann das also noch kommen? Eine von vermutlich sehr vielen Antworten darauf bekommt ihr im weit nach vorne schauenden Film von Volker Stübing, den ich letztes Jahr schon mal mit einer ebenfalls sehr sympathischen Digital-DDR-Doku hier verbloggst hab.

Früher war fast gar nichts besser. Bis auf die Zukunft. Visionen von Weltraumstädten und fliegenden Autos statt der heute verbreiteten Untergangsstimmung. Die Dokumentation sucht neue Utopien.


Einer meiner Lieblings-Podcasts derzeit, in dem ausnahmsweise mal nicht nur Quatsch gelabert, sondern journalistisch aufbereitet in die Glaskugel geschaut wird. Jede Woche wird jeweils ein Thema mit diversen Experten durchgesponnen bzw. einfach "mal angenommen", um euch ca. eine halbe Stunde in die ein oder andere Zukunft reisen zu lassen.
Die kurzweilige Zeitmaschine für die Ohren kommt von der tagesschau, hat mittlerweile auch schon Preise gewonnen und ist ein bisschen an wie die Audio-Version der Sci-Fi-Szenario-Erklärbären von kurzgesagt. Diese Woche geht es übrigens um eine Zukunft, die wohl ausnahmslos jedem gefallen dürfte: eine Zukunft ohne Corona.

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Woran ich merke, dass ich alt werde? Die Zukunft aus Zurück in die Zukunft ist mittlerweile einfach 5 Jahre her. Und wir haben zwar immer noch keine Hoverboards, dafür sehen 3D-Hologramm-Werbungen aber anscheinend deutlich besser aus als der Pixel-Shark, der Marty noch im Jahr 2015 den Kopf abbeißt. Auf Wiedersehen, 3D-Brille.


Stellt euch vor, es wär September 2019, Greta hat gestern ihre Wutrede beim UN-Klimagipfel gehalten und ihr schlendert gerade durch die Straßen von San Francisco, als euch plötzlich jemand fragt, ob ihr ein Jahr in die Zukunft reisen wollt und euch eine Glaskugel hinhält.
Ihr sagt ungläubig, aber bestimmt "okay!" und plötzlich seht ihr überall Masken tragende Menschen unter einem feuerroten Himmel während rundherum alles brennt und der Soundtrack von Blade Runner 2049 läuft. Ich persönlich würde absolut nichts davon glauben und mich vermutlich auf einen guten Film freuen. Dabei hat sie uns das Problem doch schon vor einem Jahr gespoilert:

"People are suffering. People are dying. Entire ecosystems are collapsing. We are in the beginning of a mass extinction. And all you can talk about is money and fairy tales of eternal economic growth. How dare you!"


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Meine zwei Lieblingstransformationswissenschaftler Harald Welzer und Maja Göpel sind sich beim Kneipen-Talk vom WDR begegnet und haben ein bisschen über Corona, den Klimawandel und die eigentlich so schön sein könnende Zukunft geplaudert. Inklusive einem Single-Malt und einem Gin-Tonic.

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2020 ist ja dann doch "ein bisschen" anders, als wir uns dieses so futuristisch klingende Jahr in unseren kindlich naiven Vorstellungen so ausgemalt haben. Lazy Square war so frei, den zugegeben sehr harten Kontrast aus damaliger Wunschvorstellung und nun eingetretener Realität mal per schick animierten 30-Sekünder gegenüberzustellen.

Ich bin zurück aus der Zukunft, habe den ersten Corona-Test hinter (negativ \o/) und eine weitere Ladung synthetischer DNA in mir - und ansonsten ist wieder alles beim Alten. Hier, aber scheinbar auch im Krakenhaus, wo die aktuelle Pandemie-Lage wieder ziemlich entspannt wirkte. German Funfact über die Charité: In Deutschlands bester Klinik hatte ich kein WLAN, dafür aber ein altes Zimmertelefon in dunklem beige, mit dem man in Zeitlupe die neun flimmernden Sender des kleinen Röhrenfernsehers an der Decke einzeln anwählen kann. Sadfact: Drosten hab' ich in Berlin leider nicht gesehen - er hatte wohl Besseres zu tun. ;(

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The Future is now, old man. Und offenbar hat mich sowohl die dystopische als auch die utopische die Zukunft eingeholt. Naja. Ich bin dann mal wieder für 2-3 Tage weg, lasse mir erneut meine DNA modifizieren und guck mir dabei maskiert die aktuelle Corona-Lage in der Charité an (true story). Willkommen in der Welt von morgen, in der ihr euch noch über implantierte Chips unterhaltet. Pfff. Lächerlich. Wie auch immer: I'll be back. Bis Frytag.