Springe zum Inhalt

Wir brauchen Utopien und große Entwürfe. Nicht als konkretes Ziel, sondern als Regenbogen, auf den wir zugehen können, den wir aber nie erreichen werden. Aber was wäre die Welt ohne Regenbögen?
- Volker Strübing (Autor der Doku)

Eine in die Welt von überübermorgen blickende Doku-Perle aus der 3Sat-Mediathek, die sich mal genauer anschaut, wie das mit der Zukunft eigentlich so aussieht. Und es ist ein bisschen, wie die weitergedachte Version einer "futuristischen" ZDF-Doku aus dem Jahr 1972, die in das Jahr 2000 reist - nur halt diesmal ein paar Jahrzehnte später. Mit einem bereits in der Gegenwart existierenden Space-Auto auf dem Mars - statt einem langweiligen Flugtaxi auf der Erde. Was kann das also noch kommen? Eine von vermutlich sehr vielen Antworten darauf bekommt ihr im weit nach vorne schauenden Film von Volker Stübing, den ich letztes Jahr schon mal mit einer ebenfalls sehr sympathischen Digital-DDR-Doku hier verbloggst hab.

Früher war fast gar nichts besser. Bis auf die Zukunft. Visionen von Weltraumstädten und fliegenden Autos statt der heute verbreiteten Untergangsstimmung. Die Dokumentation sucht neue Utopien.


Einer meiner Lieblings-Podcasts derzeit, in dem ausnahmsweise mal nicht nur Quatsch gelabert, sondern journalistisch aufbereitet in die Glaskugel geschaut wird. Jede Woche wird jeweils ein Thema mit diversen Experten durchgesponnen bzw. einfach "mal angenommen", um euch ca. eine halbe Stunde in die ein oder andere Zukunft reisen zu lassen.
Die kurzweilige Zeitmaschine für die Ohren kommt von der tagesschau, hat mittlerweile auch schon Preise gewonnen und ist ein bisschen an wie die Audio-Version der Sci-Fi-Szenario-Erklärbären von kurzgesagt. Diese Woche geht es übrigens um eine Zukunft, die wohl ausnahmslos jedem gefallen dürfte: eine Zukunft ohne Corona.

8

Woran ich merke, dass ich alt werde? Die Zukunft aus Zurück in die Zukunft ist mittlerweile einfach 5 Jahre her. Und wir haben zwar immer noch keine Hoverboards, dafür sehen 3D-Hologramm-Werbungen aber anscheinend deutlich besser aus als der Pixel-Shark, der Marty noch im Jahr 2015 den Kopf abbeißt. Auf Wiedersehen, 3D-Brille.


Stellt euch vor, es wär September 2019, Greta hat gestern ihre Wutrede beim UN-Klimagipfel gehalten und ihr schlendert gerade durch die Straßen von San Francisco, als euch plötzlich jemand fragt, ob ihr ein Jahr in die Zukunft reisen wollt und euch eine Glaskugel hinhält.
Ihr sagt ungläubig, aber bestimmt "okay!" und plötzlich seht ihr überall Masken tragende Menschen unter einem feuerroten Himmel während rundherum alles brennt und der Soundtrack von Blade Runner 2049 läuft. Ich persönlich würde absolut nichts davon glauben und mich vermutlich auf einen guten Film freuen. Dabei hat sie uns das Problem doch schon vor einem Jahr gespoilert:

"People are suffering. People are dying. Entire ecosystems are collapsing. We are in the beginning of a mass extinction. And all you can talk about is money and fairy tales of eternal economic growth. How dare you!"


via


Meine zwei Lieblingstransformationswissenschaftler Harald Welzer und Maja Göpel sind sich beim Kneipen-Talk vom WDR begegnet und haben ein bisschen über Corona, den Klimawandel und die eigentlich so schön sein könnende Zukunft geplaudert. Inklusive einem Single-Malt und einem Gin-Tonic.

2


2020 ist ja dann doch "ein bisschen" anders, als wir uns dieses so futuristisch klingende Jahr in unseren kindlich naiven Vorstellungen so ausgemalt haben. Lazy Square war so frei, den zugegeben sehr harten Kontrast aus damaliger Wunschvorstellung und nun eingetretener Realität mal per schick animierten 30-Sekünder gegenüberzustellen.

Ich bin zurück aus der Zukunft, habe den ersten Corona-Test hinter (negativ \o/) und eine weitere Ladung synthetischer DNA in mir - und ansonsten ist wieder alles beim Alten. Hier, aber scheinbar auch im Krakenhaus, wo die aktuelle Pandemie-Lage wieder ziemlich entspannt wirkte. German Funfact über die Charité: In Deutschlands bester Klinik hatte ich kein WLAN, dafür aber ein altes Zimmertelefon in dunklem beige, mit dem man in Zeitlupe die neun flimmernden Sender des kleinen Röhrenfernsehers an der Decke einzeln anwählen kann. Sadfact: Drosten hab' ich in Berlin leider nicht gesehen - er hatte wohl Besseres zu tun. ;(

2

The Future is now, old man. Und offenbar hat mich sowohl die dystopische als auch die utopische die Zukunft eingeholt. Naja. Ich bin dann mal wieder für 2-3 Tage weg, lasse mir erneut meine DNA modifizieren und guck mir dabei maskiert die aktuelle Corona-Lage in der Charité an (true story). Willkommen in der Welt von morgen, in der ihr euch noch über implantierte Chips unterhaltet. Pfff. Lächerlich. Wie auch immer: I'll be back. Bis Frytag.


Es ist das Jahr 2000, du liest in der BRAVO etwas über Zlatko, deinem neuen Idol aus dem Big-Brother-Haus, als auf MTV gerade der neue Clip von Echt läuft. Sie singen irgendwas über das Jahr 2010, das für dich wie ein Sci-Fi-Film klingt, in dem DeLoreans fliegen oder Keanu Reeves gegen Programme kämpft.
Noch futuristischer klingt für dich nur Freestyler. Für deinen neuen Discman mit Anti-Shock-System hast du dir sogar das ganze Album der Bomfunk MCs gekauft, hörst aber immer nur den einen Song. Du denkst über die Zukunft nach, musst aber nach deinem ersten Liebeskummer und Fight Club erstmal mit der Gegenwart klarkommen.
Du willst mal so cool sein wie dein Held Sonic der Igel, möchtest aber gleichzeitig nicht mehr als kleines Kind betrachtet werden, weil du jetzt ein New-Metal-Album gehört hast. Du glaubst, alles über Sex zu wissen, nachdem du dir nachts heimlich einen FSK-16-Film auf RTL 2 geguckt hast, wo du sonst keine Folge von Detektiv Conan verpasst.
Dein Taschengeld gibst du bald hauptsächlich für Dragonball-Mangas aus, nachdem du in den vergangenen Italien-Urlauben schon alle Pokémon auf deinem Gameboy gesammelt hast, die du inzwischen total kindisch findest.
Du spielst den Erwachsenen und suchst nach Jobs, zumindest für deine Sims. Dein Tamagotchi hast du aufgrund des ständigen Gepiepses aus deinem Leben entfernt, indem du es "leider" jämmerlich krepieren lassen hast und übst stattdessen gerade, wie man schneller SMS schreibt, um up to date zu bleiben.
Später wirst du dir aus dem gleichen Grund ICQ runterladen, bisher hast du dieses neumoderne "Internet" aber noch nicht so ganz verstanden. Du musst dich stattdessen erst noch daran gewöhnen, 2000 statt 19irgendwas zu schreiben und bist immer noch total geflasht von der realistischen Grafik in deinem Lieblingsspiel Tony Hawk's Pro Skater 2.
In den USA läuft währenddessen die Serie Malcolm Mittendrin an, aus der du im Jahr 2020 ein GIF in deiner Timeline entdeckst, um wieder mal festzustellen, dass du alt geworden bist. Du wärst gerne wieder jung und siehst, wie die Kids von heute "Change is coming" rufen und  "Ok boomer" twittern.
Aber so uncool bist du eigentlich gar nicht, denn du teilst immerhin ihre "Meinung" zum aktuellen wissenschaftlichen Stand der Klimaforschung, supportest FridaysForFuture und kennst sogar ein Meme, das die Catchphrases der Next Generation vereint: Future is now, old man.

1

Der (Werbe-)Filmemacher Ian Pons Jewell hat die Welt von morgen schon heute visualisiert. Und zwar für den britischen Webdienst Three, der schon vor Jahren mit einem moonwalkenden Pony bewiesen hat, dass er das Internetz verstanden hat und anscheinend weiß, wohin die Reise in Zukunft hingeht. In Richtung echte Emoji-Faces, Instagram für die Nase und Touri-Raumschiff namens Spacey McSpaceface nämlich. Und während sogar UK digital durch die Future surft (zumindest optisch), stoppt irgendwo in Deutschland gerade dieses Video und der YouTube-Lade-Kreis dreht sich und dreht sich und dreht sich und dreht sich...




...weiterlesen "Hey Internet, The real Future is here 😜😬"


Ich arbeite ja nebenbei gerade in einem Sanitätshaus, das u.a. Roboter-Arme für Menschen mit Behinderung erforscht und durfte kürzlich auch mal so ein Ding steuern, das sich bisher aber "maximal" mit den Augen steuern ließ und u.a. auch deshalb noch sehr sperrig war. Bei Robo-Prothesen funktioniert das ganze ja über Sensoren, die durch Impulse von Muskeln ausgelöst und somit im Prinzip per Gedankenkraft kontrolliert werden.
Die Mechanik, die dann "greift" ist aber trotzdem noch lange nicht so flüssig und zielgenau, wie es beispielswiese bei einer echten Hand der Fall wäre. Für die Bedienung seiner Instrumente hat Bertolt Meyer aus Leipzig diesen Zwischenschritt nun einfach weglassen können und bedient seinen Synthi folgan nun, in dem er nur daran denkt, ihn zu bedienen. So kann die Zukunft offenbar auch aussehen klingen.

Together with Chrisi from KOMA Elektronik and my husband Daniel, I am in the process of building a device (the "SynLimb") that attaches to my arm prosthesis instead of the prosthetic hand. The SynLimb converts the electrode signals that my prosthesis picks up from my residual limb into control voltages (CV) for controlling my modular synthesizer. The SynLimb thus allows me to plug my prosthesis directly into my snythesizer so that I can control its parameters with the signals from my body that normally control the hand. For me, this feels like controlling the synth with my thoughts. I show the prototype(s), explain how we put it together and how it works, and do a little demo.


via