Ich bin zurück aus der Zukunft, habe den ersten Corona-Test hinter (negativ \o/) und eine weitere Ladung synthetischer DNA in mir - und ansonsten ist wieder alles beim Alten. Hier, aber scheinbar auch im Krakenhaus dort, wo die aktuelle Pandemie-Lage wieder ziemlich entspannt wirkte. German Funfact über die Charité: In Deutschlands bester Klinik hatte ich kein WLAN, dafür aber ein altes Zimmertelefon in dunklem beige, mit dem man in Zeitlupe die neun flimmernden Sender des kleinen Röhrenfernsehers an der Decke einzeln anwählen kann. Sadfact: Drosten hab' ich in Berlin leider nicht gesehen - er hatte wohl Besseres zu tun. ;(

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The Future is now, old man. Und offenbar hat mich sowohl die dystopische als auch die utopische die Zukunft eingeholt. Naja. Ich bin dann mal wieder für 2-3 Tage weg, lasse mir erneut meine DNA modifizieren und guck mir dabei maskiert die aktuelle Corona-Lage in der Charité an (true story). Willkommen in der Welt von morgen, in der ihr euch noch über implantierte Chips unterhaltet. Pfff. Lächerlich. Wie auch immer: I'll be back. Bis Frytag.


Es ist das Jahr 2000, du liest in der BRAVO etwas über Zlatko, deinem neuen Idol aus dem Big-Brother-Haus, aber auf MTV läuft gerade der neue Clip von Echt. Sie singen über das Jahr 2010, das für dich wie ein Sci-Fi-Film klingt, in dem DeLoreans fliegen oder Keanu Reeves gegen Programme kämpft. Du denkst über die Zukunft nach, musst aber nach deinem ersten Liebeskummer und Fight Club erstmal mit der Gegenwart klarkommen. Du findest, dass Freestyler von den Bomfunk MCs krass futuristisch klingt. Für deinen neuen Discman mit Anti-Shock-System hast du dir das ganze Album gekauft, hörst aber immer nur den einen Song.
Du willst mal so cool sein wie dein Held Sonic der Igel und möchtest gleichzeitig nicht mehr als kleines Kind betrachtet werden, weil du jetzt ein New-Metal-Album gehört hast. Du glaubst, alles über Sex zu wissen, nachdem du dir nachts heimlich einen FSK-16-Film auf RTL 2 geguckt hast, wo du sonst keine Folge von Detektiv Conan verpasst. Dein Taschengeld gibst du bald aber hauptsächlich für Dragonball-Mangas aus, nachdem du in den vergangenen Italien-Urlauben schon alle Pokémon auf deinem Gameboy gesammelt hast, die du inzwischen total kindisch findest.
Du spielst jetzt den Erwachsenen und suchst nach Jobs, zumindest für deine Sims. Dein Tamagotchi hast du aufgrund des ständigen Gepiepses aus deinem Leben entfernt, indem du es "leider" jämmerlich krepieren lassen hast und übst stattdessen gerade, wie man schneller SMS schreibt, um up to date zu bleiben. Später wirst du dir aus dem gleichen Grund ICQ runterladen, bisher hast du dieses neumoderne "Internet" aber noch nicht so ganz verstanden. Du musst dich stattdessen erst noch daran gewöhnen, 2000 statt 19irgendwas zu schreiben und bist immer noch total geflasht von der realistischen Grafik in deinem Lieblingsspiel Tony Hawk's Pro Skater 2.
In den USA läuft währenddessen die Serie Malcolm Mittendrin an, aus der du im Jahr 2020 ein GIF in deiner Timeline entdeckst, um wieder mal festzustellen, dass du alt geworden bist. Du wärst gerne wieder jung und siehst, wie die Kids von heute "Change is coming" rufen und  "Ok boomer" twittern. Aber so uncool bist du gar nicht, denn du teilst immerhin ihre "Meinung" zum aktuellen wissenschaftlichen Stand der Klimaforschung, supportest FridaysForFuture und kennst sogar ein Meme, das die Catchphrases der Next Generation vereint: Future is now, old man.

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Der (Werbe-)Filmemacher Ian Pons Jewell hat die Welt von morgen schon heute visualisiert. Und zwar für den britischen Webdienst Three, der schon vor Jahren mit einem moonwalkenden Pony bewiesen hat, dass er das Internetz verstanden hat und anscheinend weiß, wohin die Reise in Zukunft hingeht. In Richtung echte Emoji-Faces, Instagram für die Nase und Touri-Raumschiff namens Spacey McSpaceface nämlich. Und während sogar UK digital durch die Future surft (zumindest optisch), stoppt irgendwo in Deutschland gerade dieses Video und der YouTube-Lade-Kreis dreht sich und dreht sich und dreht sich und dreht sich...




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Ich arbeite ja nebenbei gerade in einem Sanitätshaus, das u.a. Roboter-Arme für Menschen mit Behinderung erforscht und durfte kürzlich auch mal so ein Ding steuern, das sich bisher aber "maximal" mit den Augen steuern ließ und u.a. auch deshalb noch sehr sperrig war. Bei Robo-Prothesen funktioniert das ganze ja über Sensoren, die durch Impulse von Muskeln ausgelöst und somit im Prinzip per Gedankenkraft kontrolliert werden.
Die Mechanik, die dann "greift" ist aber trotzdem noch lange nicht so flüssig und zielgenau, wie es beispielswiese bei einer echten Hand der Fall wäre. Für die Bedienung seiner Instrumente hat Bertolt Meyer aus Leipzig diesen Zwischenschritt nun einfach weglassen können und bedient seinen Synthi folgan nun, in dem er nur daran denkt, ihn zu bedienen. So kann die Zukunft offenbar auch aussehen klingen.

Together with Chrisi from KOMA Elektronik and my husband Daniel, I am in the process of building a device (the "SynLimb") that attaches to my arm prosthesis instead of the prosthetic hand. The SynLimb converts the electrode signals that my prosthesis picks up from my residual limb into control voltages (CV) for controlling my modular synthesizer. The SynLimb thus allows me to plug my prosthesis directly into my snythesizer so that I can control its parameters with the signals from my body that normally control the hand. For me, this feels like controlling the synth with my thoughts. I show the prototype(s), explain how we put it together and how it works, and do a little demo.


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Klingt nach Zukunft, aber wir sind ja auch im Jahr 2020: Wissenschaftler haben eine neuartige programmierbare Spezies erfunden, die halb Organismus, halb Maschine ist und sie soll irgendwann mal Tumore bekämpfen, Arterien säubern und das Altern verhindern, aber auch radioaktiv verseuchte Materialien abtransportieren und Mikroplastik aus den Ozeanen fischen können.
Die kleinen Bio-Maschinen sind 0,7 Millimeter groß und können sich sogar reproduzieren. Und eventuell können die Robotierchen sogar mal die Welt retten, wenn dieses Zitat dazu nicht zufällig der letzte Satz der Menschheit war: "Es fällt schwer, Angst vor einer baldigen Übernahme durch die Dinger zu bekommen". ¯\_(ツ)_/¯

Wissenschaftler haben lebendige Roboter aus Frosch-Stammzellen gebaut. Anstatt Plastik, Stahl oder Chemikalien zu nutzen, wollte das US-Forscher-Team selbstheilende, biologische Materialien für den Maschinenbau verwenden heißt es im zugehörigen Paper. Die winzigen Roboter heißen Xenobots und können programmiert werden, auch wenn sie aus lebenden Zellen bestehen. Werden sie beschädigt, können sie sich selbst heilen. [...] Der Quellcode, den die Forscher genutzt haben, um die Xenobots zu designen, steht kostenlos aus Github zur Verfügung. (futurezone)


2020 - und jetzt? Nun, einen Ausblick auf die zukünftigen News der nächsten 10 Jahre gibt es in der großartigen Serie Years and Years, in der es leider nur sehr wenige gute Nachrichten zu verkünden gibt. Bereits in der ersten Folge wird Trump wiedergewählt, weshalb ihr euch vielleicht auch schon denken könnt, dass dieses 6 Episoden starke Politik-Orakel eher pessimistisch angehaucht ist (und dann kippt auch noch der schiefe Turm von Pisa um).
Und leider auch gar nicht mal so unrealistisch, was nicht unbedingt für unsere manchmal doch sehr abgefuckte Welt, aber immerhin für die Qualität der britischen Serie spricht. Hoffen wir mal, dass die nächste Staffel der Menschheit aber nicht ganz so düster aussehen wird, es noch wesentlich mehr Folgen geben wird - oder für unser großes Finale zumindst ein paar gute Gags eingebaut werden. Wir müssen nur die richtigen Drehbuchschreiber wählen.


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In den neuen Trailern für die dritte Staffel Westworld vermischt sich unsere Realität mit der einer Sci-Fi-Serie und das ist vermutlich auch genau das, was uns in der am 15. März startenden Season der Western-Robo-Revolution erwarten wird. Ein "schöner" Ausblick in die Zukunft.

"The only choice you'll have to make, is us."


via&via


Toyota möchte die Autos der Zukunft auch in der Zukunft fahren lassen und baut dafür einfach mal selbst eine ganze Future-Klein-Stadt. Mit sehr viel Grün, ähnlich vielen Solar- und Wasserstoffzellen, Smarthomes, Roboter-Assistenten, sowie autonomen öffentlichen Verkehrsmitteln und emissionsfreien Mini-Elektroautos in einem sich vollkommen selbstversorgenden und nachhaltigen Ökosystem. Woven City soll sie heißen und sieht auf dem bewegten Papier so aus, wie 2020 klingt. Ich bin derweil schon mal gespannt, wie futuristic denn die Mietpreise der Zukunft sein werden.

Woven City will be a fully connected and sustainable ecosystem. It will be powered by hydrogen fuel cells but will also harness solar power through roof-mounted solar panels. Residences will have as small a footprint as possible, and will be made of wood in typical Japanese style but using modern, robotic production methods.

The homes will be anything but old-school inside: in-home robotics will assist with daily living, Toyota says. Sensor-based AI will check on the residents’ health and take care of basic needs, enhancing daily life and providing a sense of security and positivity. Hopefully, it will be nothing like the sense of security humanity (fictionally) experienced right before Skynet became self-aware in Terminator.

The streets of Woven City will be of three types, depending on the usage they’re designed for: for faster vehicles only; for lower speed, personal mobility and pedestrians; and for pedestrians only (park-like promenades). They will weave in an “organic grid pattern” meant to facilitate expansive testing on autonomy.

Speaking of autonomy, Toyota says that only zero-emission, fully autonomous vehicles will be allowed in the city. Transportation, deliveries and changeable mobile retail will be carried out using e-Palettes.




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2020. Für mich klingt das ja immer noch wie aus einem Sci-Fi-Roman und so langsam aber sicher überholen wir die Zukunft aus so manchen Filmen, die vermeintlich in der fernen Zukunft spielen (die Zukunft aus Zurück in die Zukunft liegt jetzt ganze 5 Jahre in der Vergangenheit). Da passt das traditionelle New-Years-Cyberpixepunkgif von GenuineHuman natürlich wie die Faust aufs neue Jahrzehnt blickende Auge, das hoffentlich eine von der nächsten Generation gestaltete Welt bestaunen darf.
Ich sehe da bspw. eine flächendeckende Digitalisierung, unzählige Solarzellen, Windräder, den längst überfälligen Kohleausstieg, weniger Autos, kostenlosen ÖPNV, weniger Verpackungsmüll, überall herrschende Barrirefreiheit, bedingungsloses Grundeinkommen, eine faire weltweite Verteilung von Ressourcen, die endgültige Entnazifizierung und Liebe für ausnahmslos alle. Schauen wir mal, ob diese tolle neue "Zukunft" etwas davon kann oder wir am Ende doch in der Apokalypse landen, in der wirklich alles brennt. We'll see.

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Ein Museum of very Modern Art mit Internet-Ästhetik und Grusel-Glitches in die digitale Dystopie. DarkAge2.0.

„Our literature pay-walled. Our photography watermarked. Music and art is infected with DRM. Subscription software, regionalised encryption. Intellectual property traded as a commodity. Ownerships can be bought, copyrights sold. A culture submerged by a wash of commercialism, in danger of being swept away in the flood. So I imagined a museum of the future, looking back at our century, marveling at what we’d produced. Our legacy – encrypted books, unplayable albums, imagery lumbered with usage rights, artistic statements traded as investment opportunities. And our main output – data – rendered unreadable. Truly a second dark age.“


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Die Zukunft aus Zurück in die Zukunft ist ja bereits vier Jahre vorbei und wenn's nach dem Film geht, müssten wir alle bereits auf Hoverboards durch die Gegend schweben. Tun wir aber nicht (und wenn, dann lange nicht so cool). Dafür haben wir ein paar andere Dinge, die Marty genauso flashen dürften, wenn er sie denn zu sehen bekommen hätte.
In diesen 3 Clips bekommt er die Gelegenheit dazu. Nun auch in der Deepfake-Version, die er dann im Jahr 2019 bestaunen könnte, nachdem er von Smartphones, dem Internet und YouTube vermutlich schon mindgeblowt wäre.

Tyler Dunivan did a great performance in this short film from 2015, so i decided to replace his face for Michael Fox.


"Jetzt kommt das Velomobil und setzt in Sachen Effizienz der ganzen Fahrradtechnik die Krone auf: Noch nie war es Menschen möglich, mit so wenig Kraftanstrengung solch große Fahrleistungen zu vollbringen." (velomobil.eu & velostrom.de)

Für mich futuristischer als jeder Cybertruck von Elon Musk: Das Velomobil. Ein Fahrrad mit aerodynamischer Carbon-Karrosserie, mit dem ihr wesentlich entspannter mehr Speed draufkriegt und das zusätzlich mit einem Elektroantrieb ausstattbar ist.
Endlich mal ein Rad, das vollkommen wetterfest ist und vom Look her mit dem Style eines Sportwagens mithalten kann (es gibt sogar ein Lamborghini, einen Selfmade-Ferrari und ein SUVelomobile). Bei bis zu 100km/h Spitzengeschwindigkeit aber auch kein Wunder.
Der Mix aus Liegefahrrad, Auto und Mini-Rakete ist allerdings noch extrem unbekannt, weshalb Zulassungen gerade für E-Velomobile in Deutschland noch überkompliziert sind. Ganz abgesehen davon, dass die Dinger mit 'ner Preislage zwischen 6000€ und 10.000€ noch viel zu viel kosten.
Aber hey, bei E-Autos verschenkt die Regierung per Kaufprämie ja auch genau solche Summen. Und auch bei Lastenfahrrädern kommt sie mittlerweile manchmal auf die Idee, ein bisschen Geld beizusteuern - leider immer nur begrenzt. Stattdessen wirft man Koffer voll Geld in "Flugtaxis". Aber wer weiß. Vielleicht flitzt das Velomobil ja trotzdem irgenwann an allen vorbei und übernimmt doch noch den Verkehr der Zukunft. Optisch sieht das ja schon ganz gut aus:

Ein “normaler“ Erwachsener, der eine Dauer-Leistung von 100 Watt aufs Pedal bringt (trainierte Menschen kommen i.d.R. auf eine Dauerleistung von 150-250 Watt), erreicht damit
– auf einem “Holland-Rad“ 19,5 km/h
– auf dem Rennrad (Unterlenker) 25,7 km/h
– im VeloMobil (Quest) 33 km/h
(Quelle)



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