Das WorldWideWeb kommt nun auch in das Alter der Midlife-Crisis und feiert dieses Jahr dank Erfinder Tim Berner-Lee seinen 30. Geburtstag. Er vernetzte damals Computer, um Informationen besser zugĂ€nglich zu machen, hat das erste Mal HTML benutzt und neben einem programmierten Webserver auch noch Browser-History geschrieben. 3 Grundsteine fĂŒr das Internet von heute, was wir alle so sehr lieben (und manchmal hassen).

Happy birthday 30 Jahre WorldWideWeb. Danke @timberners_lee fĂŒr eine der besten Erfindungen der Menschheit. Es liegt an uns, ob wir diese Erfindung zum Wohle aller gestalten.

Daher bleibt unser Motto: Fight for your digital rights - heute, morgen, immer und ĂŒberall! (netzpolitik)

In einem offenen Brief steht Berner-Lee dem heutigen Internet zwar auch kritisch gegenĂŒber - glaubt aber, dass wir selbst entscheiden, ob wir aus dieser Technik einen Fluch oder eben einen Segen lassen werden. Und ich wĂŒrde das ziemlich genauso unterschreiben. The Internet is awesome. Let's don't fuck it up.

"Die Leute Ă€rgern sich ĂŒber Werbeanzeigen oder darĂŒber, dass sie nicht wissen, was wahr ist. Sie können nicht richtig zusammenarbeiten oder sie sind in den Silos verschiedener sozialer Netzwerke gefangen und können nicht miteinander reden. Viele Menschen, die Presse und Beobachter sind der Meinung, das mĂŒsste doch eigentlich besser gehen.

Unternehmen mĂŒssen mehr tun, um sicherzustellen, dass ihr Gewinnstreben nicht auf Kosten von Menschenrechten, Demokratie, wissenschaftlichen Fakten und öffentlicher Sicherheit geht.

Der Kampf fĂŒr das Web ist eines der wichtigsten Anliegen unserer Zeit. Angesichts der Artikel ĂŒber den Missbrauch des Webs ist es verstĂ€ndlich, dass viele Leute sich sorgen und unsicher sind, ob das Web wirklich einen positiven Einfluss hat. Aber es wĂ€re defĂ€tistisch und einfallslos anzunehmen, dass das Web in seiner heutigen Form in den nĂ€chsten 30 Jahren nicht zum Besseren verĂ€ndert werden kann."

- Tim Berner-Lee (tagesschau)

Eigentlich wĂ€re es ja sinnvoller gewesen, was fĂŒr den Massenmarkt zu machen, aber so ein Flugtaxi sieht natĂŒrlich viel cooler aus. Leider ist es aber nur Prototyp eines Prototyps, es kann nur maximal 4 Personen mitnehmen und die wohl schlechteste Eigenschaft fĂŒr ein Flugtaxi: es fliegt bisher noch nicht und musste hin- und weggefahren werden. Da soll es nĂ€mlich erst frĂŒhstens 2025 tun (Professoren sagen eher 2030). Ohne Pilot. Auf festgelegten Kurz-Strecken. FĂŒr Menschen, die noch mehr Geld bezahlen wollen und können als es eine gewöhnliche Taxifahrt schon kostet. Naja. Eine Investition in die Zukunft, die das Verkehrsproblem dann wohl immer noch lösen muss. Aber wie gesagt: Immerhin sieht es cool aus.

NatĂŒrlich gibt es einen roten Knopf auf dem Rathausplatz von Ingolstadt, das ist hier schließlich eine „Weltpremiere“. Doch als der Verkehrsminister und die Staatsministerin fĂŒr Digitalisierung ihn drĂŒcken, passiert – nichts. Kein Aufheulen der Rotoren, nicht mal ein Surren. Nur ein bisschen Kunstnebel steigt rund um den CityAirbus auf. FĂŒr einen Moment sieht es so aus, als habe es einen Kurzschluss gegeben und das Flugtaxi gehe in Rauch auf. (Quelle: welt)


Hi, A.I. - Eine deutsche Dokumentation ĂŒber das jetzt schon stattfindende Zusammenleben von Roboter und Menschen auf sehr persönlicher Ebene wie in der Pflege, in der Beziehung und gar beim Sex. Der Film beobachtet dabei verschiedene 1Human-1Bot-PĂ€rchen in ihrem Alltag und dokumentiert, ob und inwieweit das technisch, aber auch psychisch "funktioniert". Aktuell lĂ€uft er wohl in einigen Kinos, irgendwann soll er aber wohl auch im ZDF laufen. Ich merk' mir den mal hier vor.

„Bei einer K.I. musst du deine SĂ€tze knapp und pointiert halten“, gibt der Roboterentwickler Matt seinem Kunden Chuck mit auf den Weg, als dieser seine neue Roboter-Partnerin Harmony in der Fabrik abholt und die beiden zu einem Road Trip durch die USA aufbrechen. Der Sex-Roboter Harmony, so stellt sich auf den zweiten Blick heraus, mag BĂŒcher und kann aus dem Stegreif Ray Kurzweil zitieren.

Wie werden wir mit kĂŒnstlicher Intelligenz zusammenleben? Was werden wir gewinnen, was verlieren? Und: wer sind eigentlich die Hauptfiguren dieser schönen, neuen Welt?




Open Bionics produziert fĂŒr behinderte Kids bionische Roboter-Arme im Look von Iron Man, Star Wars und dank der Live-Action-Verfilmung des Cyberpunk-Animes nun auch Ă  la Battle Angel Alita. Die 13-jĂ€hrige Tilley Lockey bekam von der Bionik-Firma aus UK (& 20th Fox, James Cameron und Regisseur Robert Rodriguez) die erste Version geschenkt und stahl damit bei der Premiere des Films allen die Show.
Und ich glaube, die Zukunft samt technologischen Fortschritt und Robotern ist vielleicht gar nicht der Untergang der Menschheit, sondern eventuell auch einfach ziemlich cool. Mit Roboter-Armen fĂŒr Kids statt Roboter-Armeen fĂŒr Erwachsene. Inklusive Cyborg-High-Fives, Techno-Fist-Bumps und Superpowers. đŸ‘ŠđŸ€–

Meet the Hero Arm, the world's first clinically approved 3D-printed bionic arm, with multi-grip functionality and empowering aesthetics. Engineered by our awesome team in Bristol, UK, the Hero Arm is a lightweight and affordable myoelectric prosthesis, available now for below elbow amputee adults and children aged eight and above. Grab, pinch, high-five, fist bump, thumbs-up. Welcome to the future, where disabilities are superpowers.

For Tilly is, in many ways, the real-life Alita: a bionic young woman, with astonishing state-of-the-art robotic arms that look exactly like those of her fantasy counterpart.

The schoolgirl, who lost her hands and forearms to meningitis as a baby, is one of a small but growing group to sport HeroArms – technically advanced prosthetics with hands and wrists that move and grip like the real thing.

Astonishingly, the user simply has to think about a desired movement and the HeroArm’s fingers spring into life.

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Ein Kurzfilm mit hochentwickelter Technologie und hochprominenter Schauspiel-Besetzung. Allerdings nur in Form eines faceswappenden Algortihmus, der menschliche Gesichter mit sogenannten Deepfakes neu "berechnet" und damit gar nicht mal so weit weg ist von der aktuellen RealitÀt. Stay woke, bitches.

A cautionary science fiction satire, FACE SWAP is arguably the first narrative film using the “deepfakes” process as a storytelling tool.

The ability to use off-the-shelf AI algorithms to put words into famous mouths is already with us as we saw last year in the Jordan Peele authored Obama warning, but where will deepfakes take us next once the technology shifts up a gear? That’s a question which sparked the imaginations of Writer/Directors David Gidali and Einat Tubi in Face Swap – the story of a man who convinces his wife to add a little AI spice to their sex life.

Die Cebit kommt wie vermutlich bald vieles in Deutschland nicht mit der weltweiten Digitalisierung mit und der letzte Versuch, die Messe "hipper" und dafĂŒr teurer zu machen, war wahrscheinlich auch nicht das KlĂŒgste, was man hĂ€tte machen können. Rest in Peace, grĂ¶ĂŸtes Computer-Event fĂŒr Nerds von damals. Naja. Wenigstens gibt es noch eine Partei, die ihrer gedenkt.

Die Hoffnungen sind groß: KĂŒnstliche Intelligenz soll das Regieren effizienter machen, rationaler und vernĂŒnftiger. Die Sorgen sind jedoch nicht kleiner: Werden uns die Maschinen ĂŒberwachen, unterwerfen oder gar vernichten? Klar ist: Ohne Computerisierung werden Politik und Verwaltung der wachsenden KomplexitĂ€t in der Welt nicht gerecht werden können. Doch wie verĂ€ndert sich unsere Gesellschaft durch eine automatisierte BĂŒrokratie oder KI-gestĂŒtzte Politik? Und wer regiert dann eigentlich?

Mads Pankow, ein alter Studien-Kollege von mir aus Marburg beschĂ€ftigt sich bereits in der Gegenwart mit dem Begriff, den die CSU gerade erst wieder zum "Zukunftsthema" erklĂ€rt hat: der Digitalisierung. Genauer gesagt kĂŒmmert er sich um das, was computergenerierte Algorithmen tatsĂ€chlich können oder bald können werden und inwiefern A.I. die Menschheit gesellschaftlich nach vorne bringen, alles nur verschlimmbessern oder matrix-mĂ€ĂŸig kontrollieren kann.
Wen das "Zukunftsthema" von heute bzw. von Mads interessiert - hier sein Vortrag beim diesjÀhrigen Netzkongress (und im Backstage-Interview), in dem es u.a. darum geht, ob Roboter die Welt oder zumindest LÀnder "regieren" können und dazu fÀhig wÀren, bessere Entscheidungen als Politiker/Menschen - man denke an Trump, Erdogan oder Putin - zu treffen.

...weiterlesen "Mads Pankow: Regiert von Algorithmen – Die Zukunft robotisierter Politik"


Die Zukunft hat uns bis jetzt weder die fliegenden Autos noch Hoverboards gebracht, die uns eigentlich schon 2015 versprochen wurden. Auf ebay kann man derzeit aber zumindest eine Zwischenlösung erwerben: Ein Hovercraft-DeLorean. FĂŒr ganze 45.000$ braucht ihr da, wo ihr hinfahrt keine Straßen mehr.


...weiterlesen "Neulich auf ebay: Ein Hovercraft-DeLorean"


Spotify-Walkmen, Insta-Einwegkameras und Facebook-Beepers von Art Director Thomas Oliver aka Tom le French. Modern-Life-Technology als haptische GerÀte im stilechten Retro-Outfit der 80er. Ein quasi prÀhistorisches Internet aus einer Zeit ohne Internet. Und vermutlich der feuchte Vintage-Traum eines jeden Hipsters.


...weiterlesen "Re:Birth | Pre-Internet Technology"


Der technische Fortschritt wird ja gerne mal verteufelt (auch hier) und das Smartphone samt Internet im Hipster-Bashing als neumoderner Quatsch abgetan. Manchmal kann dieser "neumoderne Quatsch" aber ja doch ziemlich nĂŒtzlich sein. Und gelegentlich sogar ein Lebensretter.
Aber wie das nun mal so ist - manchmal merkt man erst, was man an Dingen hat, wenn man sie nicht mehr hat. Oder eben frĂŒher nicht hatte. So wie zum Beispiel das Smartphone, das der britische Internetanbieter Three ganz gerne schon Neandertalern verkauft hĂ€tte, damit sie sich damals schon eine Pizza zum gemeinsamen Netflix-Abend in Höhle 3 bestellen können. Oder um Moses das Meer teilen zu lassen. Auf Facebook.

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Wem die Roboter-Revolution aus Alexa, Echo und allen anderen Spionage-Kits Smart-Home-GerĂ€ten zu gruselig ist, der kann sich zumindest fĂŒr die hĂŒbschere Optik nun auch die sĂŒĂŸe Mischung aus Wall-E, Tamagotchi 2.0. und Lucas the Spider als Mini-Robot ins Haus holen: Vector heißt er, ist keine 10cm hoch und sieht aus wie ein klitzekleiner Bagger.
Vector (in Europa gibt es ihn seltsamerweise im selben Look und als abgespeckte Spielzeugversion unter dem Namen Cosmo) hat selbstverstĂ€ndlich W-Lan, ist offenbar lernfĂ€hig - und man kann ihn sogar fĂŒttern. Ganz schön niedlich, diese Zukunft. Wobei ich mir noch nicht ganz sicher bin, wie vertrauenswĂŒrdig ich eigentlich einen Roboter finde, der damit wirbt, dass er einen nicht umbringt. Klingt aber sympathisch.

Vector by Anki Home Robotics is a friendly little robot that can do a great many things. Vector can give a fist bump, act as a timer, give the weather, look up anything on the internet and is very, very happy to see you when you get home. Vector has also been specifically coded to use its numerous powers for good rather than evil.


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Es ist 2018. Die Roboter können jetzt tanzen. Und mit ihrem blanken Metallarsch wackeln. Die Musik dazu mĂŒssen allerdings noch Menschen liefern. Mal gucken, wann die ersten Robo-DJs das Ă€ndern. To be continued.


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