Punk ist nicht tot. Punk ist in den Tagesthemen zu Gast, spielt dort das Intro neu ein und spricht über die vom Aussterben bedrohte Kulturlandschaft, deren viel größere Proteste bisher nicht mal halb so viel Aufmerksamkeit bekommen haben wie die von gewissen Aluhutträgern auf Telegram.
Meine Lieblingsstelle ist jedenfalls die, als die Ärzte zu Coronaleugnern gefragt werden, Bela B. darauf antwortet, dass die nicht weniger werden, wenn man sie ständig thematisiert - und dann stattdessen darüber gesprochen wird, wie er sich in einem Zoom-Meeting mit Freunden die Kante gegeben hat, es aber nicht dasselbe war. Ich fühle mit. In jeglicher Hinsicht. Und ich würde das ja auch viel lieber wieder in der echten Welt bspw. während eines Konzerts tun. 2021, ich bau' auf dich.


Und da kann man sie ja auch gut verstehen. Ich auch nicht. Niemand hat das. Noch nie gehabt. Pandemien machen auch keinen Spaß. Sie sind im Gegensatz zu vielen Hollywoodfilmen sogar erschreckend langweilig, wie wir alle leider inzwischen wissen. Das kann ich von diesem Corona-Sketch jetzt allerdings nicht unbedingt behaupten. Hier ein lachenedes Emoji einfügen.

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Du weißt, dass die Lage sowohl ernst als auch typisch 2020 ist, wenn YouTube dir statt dem sonst üblichen Quatsch eine weitere Pandemie-Ansprache an alle von unserer Bundeskanzlerin vorschlägt, die eigentlich zur Primetime auf alle Kanäle gehört.
Und ich finde ja sehr bewundernswert, wie ruhig und sogar freundlich sie in dieser dennoch sehr klaren Ansage trotzallem bleibt (ich hätte da ja mindestens zwei dutzend Flüche und Beschimpfungen reingebaut, bin aber glücklicherweise auch keine Bundeskanzlerin). Hoffen wir mal, dass es jetzt wirklich alle verstanden haben.
Ich bin trotz oder gerade wegen steigender Infektionszahlen jedenfalls immer noch sehr froh, dass diese sich an die Wissenschaft klammernde Frau in dieser Pandemie auf uns aufpasst. Bisher hat sie das nämlich gemacht wie ein Profi. Bisher. Und wenn wir jetzt alle mitmachen, bleibt das eventuell auch so.

“Rücksicht und Vernunft. Das ist das wirksamsten Mittel, das wir zurzeit gegen die Pandemie haben. Jetzt ist es nötiger, denn je.“

Manche wissen es gar nicht. Aber man muss tatsächlich gar nicht alles tun, was derzeit noch erlaubt ist. Man kann sich auch ganz ohne noch schärfere Maßnahmen der Poltik mehr einschränken und muss gar nicht auf einen Lockdown warten.
Und wenn ihr euch zurückerinnert, haben wir genau das auch vor 6 Monaten bereits gemacht. Noch vor der ersten Merkel-Rede und den ersten Shutdowns damals haben wir unser aller Leben hierzulande so runtergebremst, dass die Infektionszahlen mit entsprechender Verzögerung drastisch zurückgingen (das zeigten im nachhinein Mobilitätsdaten). Wir können das also. Machen wir es doch einfach nochmal. Immerhin würde das uns allen unendlich viele Probleme - und vor allem Tote ersparen. Das dürfte doch eigentlich genug Motivation sein.

Während ich es immer noch sehr surreal finde, dass es Menschen gibt, die nicht an eine mittlerweile 1,1 Millionen Tote geforderte Krankheit glauben, freut sich die Bestatterbranche. Und ich kann ja gut verstehen, dass in Zeiten wie diesen manchmal nur noch Zynismus als Antwort bleibt. ¯\_(ツ)_/¯

Gestern wirkte unsere in diesen Zeiten glücklicherweise wissenschaftlich versierte Bundeskanzlerin wieder sehr besorgt. Heute haben wir mit über 6638 neuen Fällen den Höchstwert vom März geknackt. Trotzdem wir alle mittlerweile gut eine Pause von Corona gebrauchen könnten, geht die offenbar erstmal nicht enden wollende Pandemie schon mit voller Wucht in die nächste Runde.
Und während mit den steigenden Infektionszahlen draußen die Temperaturen sinken, wird einigen von uns so langsam bewusst, dass die letzten 6 beschissenen Monate vielleicht schon die "gute" Hälfte des Jahres gewesen sein könnten.
Klar, man hätte schon erahnen können, dass wir im Herbst und Winter alle weniger an der frischen Luft sind und das dann alles noch viel schwieriger wird. Ist ja nicht so, als hätten uns gewisse Wissenschaftler nicht genau davor gewarnt (z.B. in ihrem Podcast). Aber irgendwie hat man ja immer gehofft, dass es dann trotzdem nicht so wird, weil es bis dahin schon irgendwie für alles eine Lösung gibt. Nun, leider nein. Stattdessen warten wir sehnsüchtig weiter auf irgendeinen uns rettenden Game-Changer und empfehlen Schülern das, was wir alle tun sollten: uns warm anziehen.
Es bleiben uns vorest also nur die Maßnahmen, die wir bereits kennen - und vielleicht sogar ein Lockdown, den wir so bisher nur aus anderen Ländern kannten. Wenn wir rechtzeitig handeln, können wir den aber eventuell noch verhindern.
Zum Beispiel, in dem wir uns an Regeln halten, die umso schneller wieder verschwinden, desto besser wir das eben tun. Und zwar alle (seufz). In dem Sinne, flatten wir die Curve again und AHA+A+L, HALMA oder HÖMMA, Leute - bevor erst Drosten und dann Mutti uns schon wieder zurechtweisen muss. Ihr wisst ja, wie's geht. Wir haben das schließlich schon einmal ganz gut hingekriegt.

Ob Superspreader oder nicht. Als einer von inzwischen 80 Millionen Hobby-Virologen würde ich einem alten, übergewichtigen und damit eindeutig zur Risikogruppe gehörigen Mann wie Santa ohnehin davon abraten, mitten in einer Pandemie JEDEN auf der Welt zu besuchen.
Und wenn, dann bitte nur kontaktlos durch den Schornstein - und natürlich mit Maske. Apropos: während ich noch auf die ersten mit Masken behangenen Tannenbäume warte, gibt es bereits den ersten maskierten Weihnachtsschmuck (wir wussten alle, dass es so kommt):

In Hamburg sind die zwar auch angestiegenen Infektionszahlen im Vergleich zu anderen Großstädten in Deutschland gerade nicht im roten Bereich, was mbMn auch daran liegt, dass unser Bürgermeister Medizin studiert hat bwz. als Biologe im Labor tätig war und die Stadt dementsprechend bisher gut und konsequent reagiert hat. Seit heute zum Beispiel mit einer neueingeführten Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen.
Und ich sag's mal so: Wenn ich ein Corona-Virus wäre, würde ich spätestens jetzt lieber nach Berlin gehen, als mich erstmal durch diese bisher wahrscheinlich deutschesten Corona-Regeln zu kämpfen, um herauszufinden, wo und wann ich denn hier noch leichte Beute haben kann. Tja. Wobei ich das als Hamburger Senat das ja etwas nordischer formuliert hätte: "Moin. Büdde immer die Snutenpullis auf, wo sich Loite tümmeln, Froinde." ☝️😷

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Entdeckung: Kastanien sehen aus wie riesige Corona-Viren-Stockphotos mit gespitzten Stacheln.


In Wuhan, wo alles begann, ist man mittlerweile angeblich durch mit der Pandemie und ich wünschte, es würde nur daran liegen, dass die Menschen dort immer noch selbstverständlich und selbstdiszipliniert mit Masken durch die Straßen laufen und sie digital weiterentwickelte Features effektiv einsetzen und nicht daran, dass China ein diktatorischer und nicht sehr vertrauenswürdiger Überwachungsstaat ist, in dem ich nicht leben möchte.

Kaum einer kannte die chinesische Stadt Wuhan in der Provinz Hubei, bevor sie mit Covid-19 zur Wiege der Pandemie wurde. Die Hafenstadt am Fluss Yangtse, etwa so groß wie New York, war der erste Ort der Welt, dessen 12 Millionen Einwohner virushalber mit einer streng kontrollierten Ausgangsperre über fast 3 Monate belegt wurden

Die 12 Millionen Einwohner von Wuhan freuen sich über die Rückkehr ins fast normale Leben nach dem Lockdown. Kaum einer kannte die chinesische Stadt Wuhan in der Provinz Hubei, bevor sie mit Covid-19 zur Wiege der Pandemie wurde. Die Hafenstadt am Fluss Yangtse, etwa so groß wie New York, war der erste Ort der Welt, dessen 12 Millionen Einwohner virushalber mit einer streng kontrollierten Ausgangsperre über fast 3 Monate belegt wurden. In China galt jemand aus Wuhan wie einer, der die Pest haben könnte. Dann erklärte die Regierung Ende Mai ihren totalen Sieg über Covid-19. Seitdem wurde in Wuhan kein neuer Covid Infizierter mehr gemeldet. Wuhan gilt heute als das Aushängeschild der chinesischen Propaganda. Allmählich trauten sich die Restaurants wieder zu öffnen und die Vergnügungsparks luden wieder Besucher ein. Jetzt blinken auch wieder die Lichter auf den Nachtmärkten. Sébastien Le Belzic erlebte, wie allmählich eine neuer Wind der Freiheit vom Virus durch die Hauptstadt der Povinz wehte. Heute feiern sie wieder, ohne Masken, und holen das nach, was sie versäumt haben, damals, in den dunkelgrauen Monaten des Hausarrests.

Na, wie geht's euch nach mehr als 'nem halben Jahr Pandemie? Bei mir ist es inzwischen ein geht so geworden seit der Sommer vorbei ist, weil meine Lust auf einen Corona-Herbst/Winter mit noch mehr Social Distancing, Zoom und menschenleeren Monaten allein zuhaus doch eher gering ist. Und irgendwie schwindet bei mir auch so langsam die Hoffnung, dass das 2021 alles so viel besser wird.
Naja, müssen wir jetzt wohl durch. Ohne wirkliches Ziel. In eine ungewisse Zukunft. Alle zusammen. Irgendwie. Inklusive mit Verspätung kommenden Depressionen, die dieses Jahr noch mehr reinkicken und dem drölfhundertsten Podcast auf'm Ohr, weil man nahezu alle Serien und Songs der Welt bereits durch hat. Yay. Darauf erstmal ein Meme (und 80 Sekunden gute Laune von Dauer-Grinsebacke Roy Purdy):


Die Drehbuchschreiber der dystopischen Reality-Show-Serie "2020" wissen scheinbar wirklich, wie man uns mit Plottwists bei Laune hält: Trump hat heute morgen getwittert, dass er positiv auf Corona getestet wurde und muss nun mitten im wütenden wichtigen Wahlkampf in Quarantäne. Und entweder stirbt er jetzt als garstiger alter Mann oder er gewinnt am Ende als 74-jähriger Corona-Besieger doch noch die Wahl und die Welt geht nochmal 4 Jahre lang unter.
Oder wir bekommen noch mehr Plottwists und er überlebt durch eine Desinfektionsmittel-Spritze. Oder alles ist doch eigentlich nur eiskalt gefakenewste Wahltaktik (so paranoid bin ich nach mehr als 15.000 Lügen schon). Es bleibt spannend, bleiben Sie dran.