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Manchmal wundere ich mich ja, warum ich eigentlich weder Filme, Bücher oder generell Geschichten über die Spanische Grippe damals kenne und ich hoffe ja, dass es mit dieser Pandemie genau so wird, weil ich nach Corona wirklich nie wieder was von Corona hören möchte. Demnach ist das letzte, was ich aktuell tun würde, wahrscheinlich auch einen ganzen Corona-Roman lesen.
Aber wenn ich aus irgendeinem Grund eines lesen bzw. sogar selber schreiben müsste, wäre mein Einstieg wohl sowas wie: "Früher war ich ja gerne mal allein zuhause.", "Ein paar Wochen, haben sie gesagt." oder "Die goldenen 20er hieß es 100 Jahre zuvor."

"Ilsebill salzte nach, aber es schmeckte ohnehin niemand mehr etwas."

"Very small things can change the world."

"Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Doofen auf die Erde."

„Das Klopapier war leer.“

Wie sich herausstellte hatte im Mai 2015 niemand die Frage "Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?" richtig beantwortet.

„Ich hab die Grippe, aber komm erstmal rein.“, sagte Tom zu mir als er die Tür öffnete und nieste.

Noch ahnte ich nicht, dass ich in den nächsten Monaten der halben Stadt in der Nase pobeln werde. Aber ganz schnell wurde klar: wir müssen alle Abstriche machen.

"Früher dachte sie immer, es wäre irgendwie cool, bei einem wirklich historischen Ereignis dabei gewesen zu sein. Sie hatte ja keine Ahnung."

Die Stadt war nicht mehr ganz so hässlich, seitdem die Menschen die Masken trugen, dachte sie sich.

„Kurz bevor alle gestorben sind wurde es nochmal so richtig scheiße.“

...weiterlesen "How to start a Corona-Book"


Julie Nolke besucht seit Pandemieausbruch in regelmäßigen Abständen ihr Vergangenheits-Ich und gibt sich selbst Updates aus der ungewissen Zukunft, von der wir uns alle immer wünschen, dass sie besser und nicht noch apokalyptischer wird. Bisher waren die erhofften guten Nachrichten allerdings nie gute Nachrichten.
Und vielleicht haben wir am Ende ihrer Zeitreise-Serie ja einen chronischen Verlauf unseres Untergangs, den wir uns in den letzten Augenblicken der Menschheit nochmal alle gemeinsam anschauen und drüber lachen können. Vielleicht kommt aber auch alles mal wieder ganz anders, als man denkt und wir finden das dann doch nicht mehr so lustig. Oder es wird ganz plötzlich doch nicht mehr alles immer schlimmer und Julie muss sich was neues einfallen lassen. Man weiß es nicht. Was wir bis jetzt wissen, verrät euch dagegen aber die aktuell fünfte Episode.

via

Ehrlich gesagt, habe ich ja schon lange komplett den Überblick darüber verloren, welche Corona-Regeln gerade noch wo gelten und welche nicht mehr, war aber dann doch überrascht, dass in Niedersachsen offenbar schon seit zwei Wochen die Clubs wieder aufhaben (was ich auch nur zufällig in 'ner YouTube-Doku erfahren habe). Reingelassen werden da zwar nur die 3 G's (Geimpfte, Genesene, Getestete, ihr kennt das Spiel) - drinnen sind dafür aber vorerst wirklich alle Regeln aufgehoben. Das gleiche gilt wohl nun auch in NRW, wenn ich das im ganzen Maßnahmen-Dschungel richtig mitbekommen habe.
Und obwohl dieser Zeitpunkt, an dem alle um 0 Uhr jubelnd die Masken in die Luft werfen eigentlich ein nahezu magischer Pandemie-Ende-Moment sein könnte, den man vermutlich genau so in das Finale eines klischeehaften Corona-Films einbauen würde, weiß ich wirklich nicht, ob ich mich darüber gerade freuen oder aufregen soll.
Die Inzidenzen sind erfreulicherweise low, steigen seit heute aber nun wie bereits in einigen Ländern wieder steil an, dafür sind inzwischen mehr und mehr geimpft, eine Herdenimmunität haben wir trotzdem noch lange nicht, die Risikogruppen sind aber weitesgehend geschützt, Delta scheint allerdings immer mehr reinzukicken. Keine Ahnung. Maybe it's too soon, maybe not. Alles sehr verwirrend.
Na klar, wir wussten alle vorher, dass es diesen einen Tag, an dem alles aufhört und wir uns alle auf einer riesigen Party in den Armen liegen, sowieso gar nicht geben wird. Viel mehr wird es wohl ein sehr schleichender Prozess, der keine Ahnung wie lange dauert, weil ja nicht nur sämtliche Regeln irgendwann wieder aufgehoben werden müssen, sondern auch dieses noch mulmige Gefühl und das kollektive Trauma erstmal komplett überwunden werden müssen. Mal abgesehen davon, dass es vermutlich noch eine Ewigkeit dauern wird, bis wirklich die ganze Welt durchgeimpft ist - was ja das eigentliche Ziel ist.
Und vielleicht weiß auch schlicht niemand so genau, wie das alles überhaupt jemals enden wird, weil es ja für uns alle immer noch die erste Pandemie im 21. Jahrhundert ist. Eventuell passiert es ja auch einfach so, ohne dass man es irgendwie so richtig mitbekommt, wie und wann es passiert. Und möglicherweise endet es auch einfach nie so ganz.
So oder so hoffe ich jedenfalls weiterhin ganz naiv, dass die ganze Scheiße demnächst nicht wieder von vorne los geht und wir alle Fehler, die wir schon gemacht haben, nicht gerade nochmal machen. Ich habe nämlich Tickets fürs so halb stattfindende Dockville-Festival mitte August ergattert und würde mir das nur ungern von irgendeinem griechischen Buchstaben versauen lassen.

Letztes Jahr im Frühling habe ich auf Instagram ziemlich viel Streetart gefunden, die wie alles auf der Welt natürlich auch von Corona eingefärbt war. Damals noch mit einer Mischung aus verzweifeltem Humor, panischer Angst und keinerlei Ahnung davon, wie lange die Scheiße noch gehen würde. Zwischendurch habe ich dann nicht mehr so viel entdeckt, vermutlich weil in den ganzen letzten Lockdownmonaten dann eben doch ein paar Milliarden Menschen weniger unterwegs waren, um davon überhaupt Fotos machen zu können.
Mittlerweile findet man aber wieder so einiges, was wortwörtlich ein bisschen Hoffnung versprüht. Und ich hoffe ja, dass die nächste Welle nicht aus Mutanten-Viren besteht, sondern aus neuen Graffiti, die die Leute jetzt nach der ganzen Zeit zuhause auf ihren Straßen finden, damit sich dieser Satz auch bewahrheitet: After the Plague came the Renaissance.

 

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...weiterlesen "Graffiti der Pandemie 2021: Renaissance"


Viele würden ja manchmal sehr gerne in die Zeit zurück, als noch nicht jeden Tag irgendwas mit "Corona" in der Zeitung stand. Ich empfehle euch aber - für den Fall, dass ihr eine Zeitmaschine gebaut habt - nicht zum 29.05.2013 zurückzureisen, wenn das eure Motivation ist.
Und wenn ihr es doch tut, veranlasst doch bitte, dass diese Headline vielleicht ein bisschen größer gemacht wird. Denn diesen diesen die Zukunft spoilernden Artikel hätten wir besser alle mal gelesen. Siehe Deutschland und die Welt.

Es wird wohl noch ein ganzes Weilchen dauern, bis wir mit diesem Pandemiegedöns endgültig durch sind und das Wort "Corona" etwas weiter hinten in unseren Köpfen verschwindet (ganz weg geht dieses elendige Virus ja wohl leider nie). Bis dahin werden sich viele von uns wahrscheinlich immer noch jedes Mal wundern, wenn in "alten" Filmen oder Bildern Menschenmassen auftauchen, in denen niemand eine Maske trägt und stattdessen ganz viel Speichel ausgetauscht wird (wtf hoffentlich sind die geimpft). Oder in den ersten wieder geöffnetet Museen die bisher vierzehn Virenmonate verarbeiten - wie in diesem Thread von @wluef:

...weiterlesen "Überall nur Corona"

Die Seite scheint noch ausgebaut zu werden bzw. gelegentlich etwas überlastet zu sein und ich weiß nicht, wie gut das funktioniert, aber hört sich unkompliziert und tatsächlich sinnvoll an. Mein Highlight auf der übrigens Non-Profit-Page findet ihr aber erst, wenn ihr ganz nach unten scrollt:

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Falls ihr noch nicht genug von zynischer Satire, aber genug von den immer gleichen dummen Diskussionen habt und trotzdem nochmal die ganze Absurdität dieser fukking Pandemie zusammengefasst haben möchtet, empfehle ich als Lektüre diesen voll ins Mark treffenden Thread von AngrrryBert. Ein brandheißer Vergleich mit sehr viel Feuer:

Die Menschen in Neuseeland hat es laut einigen Stimmen hierzulande wirklich schwer getroffen. Erst kommt eine 40-jährige Frau ohne Regierungserfahrung an die Macht und bekommt dann mitten in einer Jahrhundertkrise erstmal ein Baby. Und dann wurde das ganze Land durch eine NoCovid-Diktatur mehrere Wochen(!) knallhart runtergefahren und konnte keinen so entspannten halbjährigen Halblockdown genießen wie wir.
Jetzt ist Corona dort schon seit Monaten mit einer erfolgreichen Strategie besiegt und die Neuseeländer müssen sich nun wieder neue Ausreden einfallen lassen, um sich nicht mit Freunden auf Events mit 50.000 Menschen treffen zu müssen. Tja. Das hat man eben davon, wenn man auf diese sogenannten "Wissenschaftler" hört, die angeblich alles so viel besser wissen. Selbst schuld.

via

Neulich haben in der Hauptstadt wieder mal ein paar Querdussel gegen eine Krankheit demonstriert, obwohl das bekanntlich recht dumm ist. Wie Berliner das fanden, könnt ihr u.a. auf diesem wunderschön berlinigen Plakat bewundern, das ich gerade sehr fühle.


Gestern habe ich mir nochmal Facebook-Kommentare zu der ganzen #allenichtganzdicht-Geschichte durchgelesen (ja, ich weiß, aber diesmal hat es sich gelohnt). Und anscheinend können nicht nur Schauspieler sehr zynisch sein, denn auf der Page von Regisseur Dietrich Brüggemann, der wohl mitverantwortlich für diese von allen möglichen Dullis gefeierte Schwurbelkunst war, findet man das: Eine Krankenschwester, die sich beim Initiator für die Videos "bedankt" und dabei anscheinend nicht nur on fire ist, sondern auch das mit der bitterbösen Satire offensichtlich weitaus besser drauf hat.
Und ich finde ja, dass das Krankenhauspersonal in der aktuellen Situation doch etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hat als ein paar superironische Künstler, die in einer Pandemie nichts beigetragen haben außer Leerdenkern eine nun artsyfartsy angemalte Bühne zu bieten.