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How to start a Corona-Book

 

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Manchmal wundere ich mich ja, warum ich eigentlich weder Filme, Bücher oder generell Geschichten über die Spanische Grippe damals kenne und ich hoffe ja, dass es mit dieser Pandemie genau so wird, weil ich nach Corona wirklich nie wieder was von Corona hören möchte. Demnach ist das letzte, was ich aktuell tun würde, wahrscheinlich auch einen ganzen Corona-Roman lesen.
Aber wenn ich aus irgendeinem Grund eines lesen bzw. sogar selber schreiben müsste, wäre mein Einstieg wohl sowas wie: "Früher war ich ja gerne mal allein zuhause.", "Ein paar Wochen, haben sie gesagt." oder "Die goldenen 20er hieß es 100 Jahre zuvor."

"Ilsebill salzte nach, aber es schmeckte ohnehin niemand mehr etwas."

"Very small things can change the world."

"Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Doofen auf die Erde."

„Das Klopapier war leer.“

Wie sich herausstellte hatte im Mai 2015 niemand die Frage "Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?" richtig beantwortet.

„Ich hab die Grippe, aber komm erstmal rein.“, sagte Tom zu mir als er die Tür öffnete und nieste.

Noch ahnte ich nicht, dass ich in den nächsten Monaten der halben Stadt in der Nase pobeln werde. Aber ganz schnell wurde klar: wir müssen alle Abstriche machen.

"Früher dachte sie immer, es wäre irgendwie cool, bei einem wirklich historischen Ereignis dabei gewesen zu sein. Sie hatte ja keine Ahnung."

Die Stadt war nicht mehr ganz so hässlich, seitdem die Menschen die Masken trugen, dachte sie sich.

„Kurz bevor alle gestorben sind wurde es nochmal so richtig scheiße.“

Die Tage verschwammen zu einem unscharfen Bild leerer Cafés und endloser Bildschirme.

Von allen Regisseuren die in den letzten 18 Monaten hätten Regie führen können hatte es ausgerechnet David Lynch sein müssen.

Alles war wie immer an diesem Tag. Das war es zum letzten Mal.

Als er das Klatschen an den Fenstern hörte, dachte er, es regnete.

Die FFP2-Maske drückt hübsche Muster in meine Augenringe.

Menschen können gegen alles sein: gegen Kriege, gegen Autos, sogar gegen die eigene Gesundheit.

"Du bist auf mute.", murmelte sie genervt und versuchte dabei freundlich zu lächeln.

Auf dem Fensterbrett kühlte gerade das Bananenbrot ab.

Sie dachte die armen Leute in China. Aber zum Glück war China ja ganz schön weit weg.

„Mein letzter normaler Atemzug war an einem Dienstag Vormittag vor 16 Monaten, 2 Wochen und 3 Tagen.“

„Halloo? Könnt ihr mich hören?“

Endlich zahlte es sich aus, die ganzen Zombie-Filme geschaut zu haben.

Nicht, dass es unvorhergesehen kam, aber es kam - unvorhergesehen.

Bleiben Sie Zuhause, knurrte es blechern in unserer Straße. Klingt wie Krieg, sagte W.

Er nieste.

Ich habe nicht gedacht dass mir die Stille so laut in den Ohren dröhnt.

Ein Gedanke zu „How to start a Corona-Book

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