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Die Seite scheint noch ausgebaut zu werden bzw. gelegentlich etwas überlastet zu sein und ich weiß nicht, wie gut das funktioniert, aber hört sich unkompliziert und tatsächlich sinnvoll an. Mein Highlight auf der übrigens Non-Profit-Page findet ihr aber erst, wenn ihr ganz nach unten scrollt:

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Falls ihr noch nicht genug von zynischer Satire, aber genug von den immer gleichen dummen Diskussionen habt und trotzdem nochmal die ganze Absurdität dieser fukking Pandemie zusammengefasst haben möchtet, empfehle ich als Lektüre diesen voll ins Mark treffenden Thread von AngrrryBert. Ein brandheißer Vergleich mit sehr viel Feuer:

Die Menschen in Neuseeland hat es laut einigen Stimmen hierzulande wirklich schwer getroffen. Erst kommt eine 40-jährige Frau ohne Regierungserfahrung an die Macht und bekommt dann mitten in einer Jahrhundertkrise erstmal ein Baby. Und dann wurde das ganze Land durch eine NoCovid-Diktatur mehrere Wochen(!) knallhart runtergefahren und konnte keinen so entspannten halbjährigen Halblockdown genießen wie wir.
Jetzt ist Corona dort schon seit Monaten mit einer erfolgreichen Strategie besiegt und die Neuseeländer müssen sich nun wieder neue Ausreden einfallen lassen, um sich nicht mit Freunden auf Events mit 50.000 Menschen treffen zu müssen. Tja. Das hat man eben davon, wenn man auf diese sogenannten "Wissenschaftler" hört, die angeblich alles so viel besser wissen. Selbst schuld.

via

Neulich haben in der Hauptstadt wieder mal ein paar Querdussel gegen eine Krankheit demonstriert, obwohl das bekanntlich recht dumm ist. Wie Berliner das fanden, könnt ihr u.a. auf diesem wunderschön berlinigen Plakat bewundern, das ich gerade sehr fühle.


Gestern habe ich mir nochmal Facebook-Kommentare zu der ganzen #allenichtganzdicht-Geschichte durchgelesen (ja, ich weiß, aber diesmal hat es sich gelohnt). Und anscheinend können nicht nur Schauspieler sehr zynisch sein, denn auf der Page von Regisseur Dietrich Brüggemann, der wohl mitverantwortlich für diese von allen möglichen Dullis gefeierte Schwurbelkunst war, findet man das: Eine Krankenschwester, die sich beim Initiator für die Videos "bedankt" und dabei anscheinend nicht nur on fire ist, sondern auch das mit der bitterbösen Satire offensichtlich weitaus besser drauf hat.
Und ich finde ja, dass das Krankenhauspersonal in der aktuellen Situation doch etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hat als ein paar superironische Künstler, die in einer Pandemie nichts beigetragen haben außer Leerdenkern eine nun artsyfartsy angemalte Bühne zu bieten.

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Ich mag ja sowohl Kunst als auch Satire sehr gerne, aber diese offenbar wirklich völlig von der Rolle seienden Schauspieler haben es mit ihren ach so egdy-ironischen #allesdichtschlichtmachen-Videos gerade geschafft, dass ich mich für jeden Film schäme, den ich mit diesen Leuten gesehen habe (und ich bin keiner von denen, die deutsche Filme doof finden, im Gegenteil). Offenbar ertragen einige Kulturschaffende es nicht, dass Intensivpfleger in einer Pandemie gerade mehr Aufmerksamkeit bekommen als sie und nehmen lieber Applaus von Leerdenkern und Nazis als gar keinen, so als wäre nicht schon alles scheiße genug für die Branche.
Das ist aber auch genau der Punkt: denn wisst ihr was noch beschissener ist, als gelangweilt mit einem Seiden-Schal um den Hals in seinem eigenen Loft zu hocken: 3 Millionen(!) Tote durch eine weltweite Pandemie.
Und als ob wir nicht seit über einem Jahr jeden verfluchten Tag permanent über Maßnahmen diskutieren, wir tun das sogar viel zu viel. Man könnte ja auch kritisieren, dass 80% der Wirtschaft nicht im Lockdown sind, obwohl Produktionsstätten und Großraumbüros nachweislich zu den größten Pandemietreibern gehören und dadurch die Kultur- & Gastrobranche noch länger geschlossen bleiben, aber ihr habt euch eben entschieden, lieber AfDoofis ein bisschen zu füttern.
Am peinlichsten finde ich aber wirklich, dass ein Haufen Promis ihre Reichweite lieber für so eine pesudo-intelligente, aber eigentlich total dumme Kackscheiße nutzen anstatt bspw. fürs Impfen zu werben, Hilfsgelder zu sammeln, Kunstprojekte zu supporten oder als Entertainer vielleicht einfach ein bisschen zu entertainen, wie wärs denn damit. AlarmstufeRot hätte die ganze Aufmerksamkeit samt Einladung vom Gesundheitsminister jedenfalls sehr viel eher verdient gehabt.
Naja, aber man muss ja für alles dankbar sein heutzutage und deswegen bin ich dankbar, dass überhaupt mal was passiert, sehr viele Künstler den Mist abgelehnt haben (Special Props gehen u.a. raus an Pegah Ferydonian und Kida Ramadan) und es wenigstens wirklich gute bzw. lustige Re-Aktionen gab - hier ein kleines Best-Of:

...weiterlesen "#Allenichtganzdicht"


Schon praktisch, dass man gegen Corona ja immer immun ist, sobald man arbeitet. Zumindest laut der deutschen Pandemiepolitik bisher. Die Wissenschaft dagegen hat schon längst herausgefunden, dass neben Schulen auch Büros das größte Ansteckungsrisiko haben (was eigentlich ziemlich logisch ist, weil sich dort jeweils täglich viele Menschen über mehrere Stunden treffen).
Genau so, wie sie herausgefunden hat, dass die Wirtschaft für ein paar Wochen weitesgehend dicht zu machen der Wirtschaft am Ende am meisten bringt. Und ich glaube, dass das auch daran liegt, dass es einfach ein dystopischer Arschlochmove ist, Menschen nur noch einzig und allein das Arbeiten zu erlauben, aber alles andere zu verbieten. Das muss man mbMn noch nicht mal wissenschaftlich betrachten, um es nicht nachvollziehen zu können.


Michael J. Ryan von der WHO hat mal gesagt, dass "not to move" der größte Fehler in einem Virus-Outbreak wäre und es besonders auf schnelle(!) und konsequente Entscheidungen ankommt. Nun, ziemlich genau das Gegenteil davon macht Deutschland seit etlichen Wochen und Monaten. Ein Resultat davon ist eine heutige Infektionszahl von fast 30.000 (ausgeschrieben: dreißigfuckingtausend). Und ich wäre mittlerweile ja dafür, die Regierung komplett in den Lockdown zu schicken und stattdessen dem NoCovid-Science-Team mit u.a. Elvira Rosert und Melanie Brinkmann das Ruder im Pandemie-Wellengang zu überlassen.
Ich möchte nämlich nicht mit diesem dummen Virus leben (jedenfalls nicht, bevor alle immun sind und dieser kleine Bastard wirklich nur eine harmlose Grippe wird). Ich möchte mit einer Regierung leben, die klug genug ist, auf die Wissenschaft zu hören.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler plädieren für einen Kurswechsel: Das Ziel der Pandemiebekämpfung muss "No Covid" lauten. Die Expert*innen sprechen sich dafür aus, sogenannte "grüne Zonen" einzuführen, und zwar in Deutschland, in Europa und schrittweise überall auf der Welt. Zu den Autor*innen zählen die Virologin Melanie Brinkmann, der Physiker Michael Meyer-Hermann, Ifo-Chef Clemens Fuest und IFSH-Wissenschaftlerin Elvira Rosert. (Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, 19. Januar 2021)

...weiterlesen "How to end the neverending Shitshow: Elvira Rosert über die „NoCovid“-Strategie"

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Eine Frage: warum nochmal versucht Deutschland "mit" anstatt "ohne" einen Virus zu leben? Denn ich kapier einfach nicht, warum wir uns immer wieder neue komische Maßnahmen ausdenken, um mit Corona irgendwie so halb, aber eigentlich gar nicht klar zu kommen anstatt auch nur ein einziges Mal wenigstens zu versuchen, das Ding gemeinsam platt machen. Oder zumindest den Inzidenzswert so weit runterwuppen, wie's nur irgendwie geht.
Eigentlich wissen wir doch auch schon, dass "mit" einem tödlichen Virus leben wirklich für absolut alle, ja sogar für die ach so heilige Wirtschaft eine Qual ist und allen im Endeffekt viel mehr schadet als nutzt. Als ob alle gemütlich einkaufen gehen, während um sie herum lauter Menschen durch Mutanten-Viren sterben oder zu LongCovid-Patienten werden. Zumal tote Menschen meines Erachtens auch relativ selten mit Shopping-Touren die Wirtschaft ankurbeln. Und inzwischen belegt sogar eine Studie, dass eine NoCovid-Strategie gesundheitlich, menschlich, aber eben auch wirtschaftlich die klar bessere Taktik in der Pandemie ist. Aus jener Strategie ist übrigens auch diese Grafik, die nicht nur zeigt, wie absurd die deutsche Pandemiepolitik eigentlich ist, sondern auch Jacinda Arderns letzte Sieges-Rede zur 1-jährigen Corona-Vernichtung unterstreicht, für die sie der ganzen Bevölkerung Neuseelands dankbar ist - und vermutlich auch andersrum.
Und ja, Neuseeland ist eine Insel, aber woher zur Hölle wissen wir denn, dass das nur bei Inseln klappt (und was ist mit UK?), wenn wir es nicht mal probiert haben und was haben wir überhaupt zu verlieren, wenn alles andere offensichtlich schon gescheitert ist. Zumal Europa ja auch zumindest eine Halbinsel ist - und die EU in einer Krise ja auch mal zusammenarbeiten könnte (alle anderen Mythen könnt ihr euch hier widerlegen lassen)
Und dann ist da noch die Sache mit dem Wahlkampf, der hierzulande anscheinend die Maßnahmen blockiert, weil die Bevölkerung angeblich ständig Lockerungen in einer Pandemie will, was allerdings so gut wie nie der Fall war und besonders jetzt nicht so ist. Im Gegenteil. Dazu habe ich auch eine Verständnisfrage an unsere Politiker: Wenn man nur mit lockern statt knallhart lockzudownen Stimmen fängt, wieso ist Neuseelands Ministerpräsidentin dann so beliebt und hat letztes Jahr phänomenal gute Wahlergebnisse eingefahren? Nun, vielleicht weil Menschen eher wählen gehen, wenn sie nicht tot sind - oder weil sie jemanden bevorzugen, der nicht tausende von Menschenleben riskiert und nicht die Maßnahmen, sondern die Pandemie bekämpft. Denn das Absurde ist ja: es wäre gerade so easy, Bundeskanzler bzw. Bundeskanzlerin zu werden - man müsste nämlich nicht mal selbst nachdenken, man müsste einfach nur mal das machen, was die Wissenschaft seit fast einem halben Jahr beinahe täglich sagt. Oder inzwischen eigentlich fast alle sagen (außer den Covidioten und der AfDoof, die ja immer das Gegenteil von dem sagen, was richtig ist).
Am meisten verstört mich in diesem ganzen Corona-Chaos in Deutschland nämlich die Tatsache, dass eine komplette Regierung samt all ihren Beratern scheinbar nicht auf eine Lösung kommt, die schon seit über 3 Monaten für wirklich absolut jeden offensichtlich ist, der einmal die Woche ein Stündchen Podcast hört. Oder einfach mal das Wissenschaftsmagazin Quarks schaut:

 

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Seit 82 Folgen bildet uns der Podcast von und mit Christian Drosten (& Sandra Cisek) alle zu Hobby-Virologen aus und führt uns wissenschaftlich durchs chaotische Pandemie-Labyrinth. Und auch ich höre das NDR Coronavirus-Update immer dann, wenn ich endgültig Klarheit haben will und nutze ihn als letzte Instanz, wenn ich mal wieder von allem verwirrt bin (also eigentlich jede Woche, wie knapp 1 Million andere Menschen übrigens auch). Schade, dass es keine Corona-Maßnahme gibt, die das auch verpflichtend für Ministerpräsidenten macht.
In der aktuellen Folge rechnet der mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnete und weltweit renommierte Corona-Experte mit unserer Regierung Wissenschaftsleugnern ab und die Parallelen zum Klimawandel sind wirklich bitter, wenn man daran denkt, dass der ja noch viel komplexer und zudem noch viel gefährlicher ist als Corona. Die einzige gute Nachricht: Gegen die bisherigen Mutanten helfen wohl alle bisher zugelassenen Impfstoffe (zumindest gegen schwere Verläufe).

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Die letzten 12 Pandemie-Monate auf einem Plakat zusammengefasst, das Wolfgang Philippi entworfen hat und in dem Fall in der Hamburger Konditorei Herr Max einen Platz gefunden hat. Besser kann man diese ganze beschissene scheiß Scheiße nicht ausdrücken.