Damals. 2009. Als die NASA den Fernsehturm klaute. Zumindest im Internet.

Insider footage showing NASA's daring hijacking and theft of famous Berlin landmark

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Vor fast genau 47 Jahren wurden Passanten auf dem Ku'Damm gefragt, ob sie schon mal irgendwas "frustriert" hat und anscheinend kannten damals das Wort noch nicht mal alle. Und zumindest in einer von meinen drei Lieblingsantworten findet ihr euch bestimmt auch gegenwärtig wieder. Ich fühle mich - je nach Tagesform - zu allen verbunden:

- "ICK HABE HUNGER!!1
- "Wat? Dat kenn' ick nich."
- "Mich frustriert alles - dit janze beschissene Dasein."

via

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Eben habe ich mich noch gefreut darüber, dass es endlich mal wieder einen deutschen Film gibt, der ohne Til Schweiger auskommt und nicht in Berlin spielt, da springt auch schon Hollywood auf den eigentlich längst durchen Berlin-Hype auf: Berlin, I love you (Der Titel, alter).
Trailer sieht nach irgendwas zwischen einer I♡Berlin-Postkarte aus dem Souvenirladen und kitschiger Touri-Romanze aus, es kommen enttäuschenderweise weder Döner noch Club Mate drin vor und zu allem Übel führte auch noch u.a. Til Schweiger Regie. Und ich dachte, Dogs of Berlin wäre schon maximal peinlich.

Zunächst die Fakten: „Berlin, I Love You“ ist ein Episodenfilm, in dem elf Regisseure kleine Geschichten aus der Stadt erzählen. Das hat es schon mit „Paris, je t’aime (2006), „New York, I Love you“ (2008) und „Rio, eu te amo“ (2014) gegeben, und zumindest diese Kritik mag berechtigt sein [...], wieso der Film über die deutsche Hauptstadt dann nicht „Berlin, ich liebe dich“ oder gleich „Berlin, ick liebe dir“ heißt.
Regie führten etwa der Brite Peter Chelsom oder der Chinese Ai Weiwei, aber auch die Deutschen Dani Levy und Til Schweiger. Vor der Kamera standen Stars wie Keira Knightley, Helen Mirren, Luke Wilson, Mickey Rourke und Sibel Kekilli. (Quelle)

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Würde vorschlagen, wir tauschen Horst heimlich gegen Neukölln aus und schieben das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat einfach ab. Das braucht sowieso niemand. Und außer Dinge tun, für die man sich für seine Heimat schämt, können die offenbar auch nix.


In der Hauptstadt sind die ganzen Mülleimer voll. Voll mit Sprüchen der Berliner Stadtreinigung, die offenbar einen sehr schmutzigen sauberen Humor haben. Orange is the new Dreck.


...weiterlesen "Trash-Talk: Was Berliner Mülleimer so sagen"

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Arte geht mit euch zum Späti von Mehmet, um Champagner zu kaufen und kommt mit Sekt - und einem sympathischen Karambolage-Beitrag über die nahezu immer offenen Berliner Kioske wieder. Ich hätte ja eher ein Sterni genommen, aber hey - für einen deutsch-französischen Kultur-Sender darf's beim Späti natürlich auch mal ein Rotkäppchen-Fläschchen sein. Na dann. Prost, alter arte.


Die nächste deutsche Amazon-Prime-Produktion: Beat. Eine Serie über die Berliner Electro-Szene zwischen Dancefloors, Drogen und kriminellen Machenschaften im Untergrund. In der Hauptrolle: ein völlig verballerter Techno-Junkie im Geheimdienst. Und mit dabei sind Jannis Niewöhner, Karoline Herfurt, Kostja Ullmann, Svenja Jung, der Soundtrack vom Berliner Electro-Producer Ben Lukas Boysen aka Hecq und anscheinend auch das Berghain. Läuft ab 09. November.

BEAT erzählt die Geschichte von Robert Schlag, auch genannt Beat. Der Berliner Club-Promoter ist ein Grenzgänger, süchtig nach Drogen, Sex und dem Nachtleben Berlins. Weltweit handelt die organisierte Kriminalität skrupellos mit allem, was viel Geld bringt. Mit Drogen, mit Menschen, mit Waffen und auch mit Organen.
Die einzige Chance, die den staatlichen Behörden bleibt, um an die Hintermänner des kriminellen Netzwerks für maßgeschneiderten Organhandel zu kommen, sind unkonventionelle Methoden. Dafür ist Beat genau der Richtige. Niemand ist so gut vernetzt wie er. Egal, was du brauchst, wen du suchst: Beat hat den richtigen Kontakt, kennt die richtigen Leute.


via technofestspiel


Ein Fotoprojekt einer Künstlergruppe aus Istanbul (oddviz), die u.a. Kreuzberger Hinterhöfe samt ihren wunderschön dreckigen Fassaden abfotografiert und sie so zusammengesetzt haben, dass sie wie geometrisch geordnete Fragmente aus brasilianischen Favelas aussehen. Inklusive stilechter Berliner Graffiti-Tags.

Our ongoing series ‘Inventory’ is a cultural project where we dig the ephemeral characteristics of the public space and street furniture. Photogrammetry enables us to collect objects in detail and it is possible to create compositions using these objects as units.

We started shooting in our own neighborhood (Kadıköy, Istanbul) practicing on methodology & process of capturing objects in wide range, complexity, size and number. As we traveled for other occasions we’ve always captured in order to expand our inventory: We shot on the streets of Manhattan for a week capturing 400 unique street objects such as fire hydrants, utility poles, booths and statues. We shot 150 ancient wells-fountains in Venice and 200 facades-sidewalks in Kreuzberg-Berlin.

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Nach gefühlten 100 Jahren kommt Ende September endlich ein neues Album vom Deutschrap-Urgestein namens Sichtbeton und das erweckt gerade mein kleines Oldschool-Herz. Die erste Single dreht sich um den durchgentrifickten Berliner Goßstadtdschungel und die Spießerzentrale des Prenzlauer Bergs. Als Remix von Beat-Baptist Dexter. Well-Come-Back.


Sehr deutsche Linien in der Leo-Baeck-Straße. Anscheinend können die das mit den Fahrradwegen in Berlin mindestens genau so gut wie Flughäfen bauen. Einen(!) Fan gibt es aber immerhin trotzdem:

Doch es gibt nicht nur Kritiker: Der elfjährige Max findet den neuen Zickzackfahrradweg „echt cool“ und fährt ihn gleich zweimal ab.

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Der Görli ist inzwischen selbst bei Google als guter Dealer gebrandmarkt. Aber pscht - nicht, dass die Berliner Polizei das noch mitkriegt und dann wieder sinnlose Dinge tut.

via


"Nackenstarre garantiert" - so das Motto vom ersten Berlin Mural Fest, das am Pfingstwochenende die Wände der Hauptstadt ein bisschen aufgepeppt hat. Mehr als 100 Streetartists haben über 30 Häuser in der City mit riesiger Kunst beklebt oder besprayt. Mit einigen ziemlich schnieken Ergebnissen. Jefällt mir.

Alle Wände voll zu tun! Berlin wird voll und Berlin wird bunt – wir malen alles an. Im Mai 2018 kommen die Kings und Queens der regionalen und internationalen Mural-Szene, um das erste royale Mural Festival in Berlin zu feiern. Überdimensionale Kunstwerke in der ganzen Stadt, vorwärtstreibende Beats, die ersten Sonnen­strahlen und Abhängen mit den Atzen an entspannten Event-Locations.

...weiterlesen "Das 1. Berlin Mural Fest"