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Neulich haben in der Hauptstadt wieder mal ein paar Querdussel gegen eine Krankheit demonstriert, obwohl das bekanntlich recht dumm ist. Wie Berliner das fanden, k√∂nnt ihr u.a. auf diesem wundersch√∂n berlinigen Plakat bewundern, das ich gerade sehr f√ľhle.

Neben den United-We-Streams und einigen stabilen Botschaften der Columbia-Halle war das Letzte, was ich von den Berliner Clubs geh√∂rt habe ja, dass in irgendeinem gro√üen Schuppen, der eine halbe Million Corona-Hilfsgelder bekommen hatte, zwei Corona-Partys aufgel√∂st wurden - was f√ľr mich schon alles wirklich sehr nach Berlin klang.
Dank Arte Tracks, die nicht nur auf jetzt noch illegaleren Raves unterwegs waren, sondern u.a. auch mal im MenschMeier nachgeschaut haben, in dem ich auch mal betrunken war, bin ich aber nun wieder auf dem aktuell nicht besonders gut aussehenden Stand.
Und na klar ist das Berghain zum Beispiel eine Kunstgallerie, weil Kunstgallerien scheinar nicht zur Kulturbranche, sondern zum Einzelhandel zählen und deshalb aufhaben (lel). So oder so hoffe ich ja trotzdem immer noch sehr, dass es 2021 noch alle Clubs gibt, in die ich dann irgendwann wieder ganz dringend rein will.

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Es werden wieder Linien gezogen. F√ľr das Netz der Berliner S-Bahn. Die springt jetzt n√§mlich auf den Social-Media-Zug der BVG auf und l√§sst den Hype-Train mit einer eigenen Web-Serie rollen, die im Prinzip wie 4 Blocks funktioniert. Nur diesmal eben mit Baklava und Bahn - statt Drogen und Drive-by-Shootings. Und nicht vergessen: echte Gangstas tragen jetzt nat√ľrlich Maske im √ĖPNV.

Danke Niels ūüôā


20 Minuten durch ein stillgelegtes Berlin. Im Pandemie bedingten Lockdown zwischen leeren D√∂nerbuden & publikumslosen Stra√üenmusikern in U-Bahnh√∂fen ohne Menschenget√ľmmel. Bed√§chtliche Stadtbilder gepaart aus Einsamkeit und Sehnsucht nach sozialer N√§he.

"Eine Stunde, ein Döner"
Einige Bilder sehen in Retrospektive wie Photoshop aus, Stra√üenmusik ohne Publikum, offene Gesch√§fte ohne Kunden, Flughafen ohne Flugzeuge. 20 Minuten Momentaufnahme einer Geisterstadt ohne Menschen. Langsam f√ľllen sich die Stra√üen wieder mit Menschen, mit diesem Kurzfilm wollten wir ein Bild von Berlin einfangen, als die Stra√üen noch leer waren, ein Bild von einer historischen Situation, die hoffentlich nicht wieder kommt.


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Arte bleibt auch in einer Pandemie der beste Kultursender, √ľbertr√§gt die t√§glichen Club-Streams aus Berlin als Live-Streams und l√§dt sie anschlie√üend auf ihren YouTube-Kanal, falls ihr Sets von einigen namhaften DJs verpasst habt bzw. nachholen wollt: unitedwestream.

Die Berliner Clubkultur steht vor der gr√∂√üten Herausforderung ihrer Geschichte. Am Freitag, dem 13. M√§rz wurde das gesamte Berliner Nachtleben beh√∂rdlich stillgelegt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbinden. Damit sind mehr als 9.000 Mitarbeiter*innen, sowie zehntausende Kunstschaffende schlagartig ohne Besch√§ftigung und die vielen, f√ľr Berlin identit√§tsstiftenden Orte stehen vor dem Ruin. Als Antwort darauf, dass in Berlin die Clubs geschlossen sind und auch der Rest der Welt in Quarant√§ne sitzt, unterst√ľtzen sich Berliner Clubs, Veranstalter*innen und K√ľnstler*innen untereinander und starten ab Mittwoch, den 18.03.2020 den gr√∂√üten virtuellen Club der Welt: #UnitedWeStream.


Die Berliner Clubkommission hat eine Task Force aufgrund des Corona-Virus erstellt und steht zwischen Infektionsschutz und Privatinsolvenz. Ich bin klar daf√ľr, dass wir in einer fucking Pandemie erstmal alle Spa√üveranstaltungen sein lassen, f√§nde es aber extrem schade, wenn uns dadurch nun alle Clubs pleite gehen, die vermutlich aktuell in allen St√§dten nicht gut laufen. Mal abgesehen davon, dass daran auch viel Existenzen h√§ngen, die vermutlich nicht mal ansatzweise so viel Kohle aufm Konto haben wie Fu√üballvereine.

Die Berliner Clubs sind sich ihrer Verantwortung im Umgang mit der Verbreitung des Virus sehr bewusst und m√ľssen nun in dieser schwierigen Situation Abw√§gungen treffen, die f√ľr den weiteren Betrieb existenzentscheidend sein k√∂nnen. Gerade die kleinen und mittelst√§ndischen Kulturbetriebe verzeichnen bereits jetzt durch den Ausfall von Veranstaltungen und den Besucherr√ľckgang schmerzhafte wirtschaftliche Einbu√üen und m√ľssen um ihre Existenz bangen.

Zum einem wurden von internationalen K√ľnstlern Veranstaltungen abgesagt, zum anderen stornieren viele Konzert-Besucher ihre Tickets. Das betrifft auch in hohem Ma√ü das Tournee-Gesch√§ft verschiedener Bands, so dass nicht nur Clubs sondern auch Live-Spielst√§tten, Labels und Bookingagenturen betroffen sind.

Es ist absehbar, dass die Verbreitung des Corona-Virus viele Clubkulturbetreiber*innen in den wirtschaftlichen Ruin f√ľhren wird, denn vor allem die privatwirtschaftlich agierenden Musikspielst√§tten, die in der Regel ohne √∂ffentliche finanzielle Unterst√ľtzungen auskommen, sind ohne die notwendigen Erl√∂se nicht √ľberlebensf√§hig und agieren in ihrer Kosten-und Erl√∂sstruktur im Grenzkostenbereich.

Eine tempor√§re Schlie√üung von Berliner Clubs wird von der Task Force auch in Erw√§gung gezogen, allerdings w√ľrde ein Shutdown von nur wenigen Wochen unweigerlich zur Insolvenz der meisten Clubs f√ľhren. Die Clubcommission hat daher im Kontakt zu Banken und Crowdfunding-Anbietern, sowie dem Berliner Senat aufgenommen, um einen Rettungsfonds f√ľr soziale H√§rtef√§lle einzurichten.


Berlin-City-Vibes f√ľr die Ohren. Mit 850 Samples of u.a. D√∂ner, S-Bahn, Mauerpark, Currywurst und Berghain.

‚ÄěA Musical Video using original sounds of the city of Berlin. In only 6 days of shooting, BONAMAZE sampled more than 850 sounds!‚Äú


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Ein stilechtes Berliner Gl√ľhweinrezept von der BVG, die sich derzeit ganz f√∂rmlich als Weltkulturerbe bewirbt. Mit einem Video, in dem sie all das aufz√§hlen, was sie au√üer Kotze mit Zimtgeschmack noch alles tolles k√∂nnen. Weil wir dich riechen.

Vielleicht spielt ihr auch einfach lieber Lotto. So viel schlechter als eine "billige" oder zumindest nur mit nur 2 Jobs bezahlbare Wohnung in einer Großsstadt zu finden, stehen eure Chancen da eigentlich auch nicht.

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Damals. 2009. Als die NASA den Fernsehturm klaute. Zumindest im Internet.

Insider footage showing NASA's daring hijacking and theft of famous Berlin landmark

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Vor fast genau 47 Jahren wurden Passanten auf dem Ku'Damm gefragt, ob sie schon mal irgendwas "frustriert" hat und anscheinend kannten damals das Wort noch nicht mal alle. Und zumindest in einer von meinen drei Lieblingsantworten findet ihr euch bestimmt auch gegenw√§rtig wieder. Ich f√ľhle mich - je nach Tagesform - zu allen verbunden:

- "ICK HABE HUNGER!!1
- "Wat? Dat kenn' ick nich."
- "Mich frustriert alles - dit janze beschissene Dasein."

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