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Die Stadt der dummen Zukunft: The Line

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The Line ist eine zivilisatorische Revolution, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und ein noch nie dagewesenes urbanes Wohnerlebnis bietet, während die umliegende Natur erhalten bleibt. Sie setzt neue Maßstäbe in der Stadtentwicklung und zeigt, wie die Städte der Zukunft aussehen sollten.

Es klingt alles wie der Anfang von einem schlechten Dystopie-Film. Von den Machern von The Cube und The Square kommt nun: THE LINE. Multi-Multi-Milliardäre bauen die Stadt der Zukunft, die natürlich total anders und ultra-hyper-sciencefiction-3000 aussieht. Denn es ist eine 500 Meter große Mauer aus Spiegeln mitten in der Wüste. Superlang - und superschmal. Wenn man länger darüber nachdenkt, ist das architektonisch natürlich auch superdumm, aber es ist ja nur ein Film und muss eben nur cool aussehen.
Und weil es auf den ersten Blick so wirken soll, als würden wir uns einen utopischen Film angucken - der Regisseur ist ein Fuchs - zeigt man uns erstmal nur ein paar Szenen mit fröhlich Golf spielenden Familien aus den sogenannten High-Lights. Das sind die obersten natürlich absolut cleanen Level von The Line, in denen alle noch die Sonne genießen dürfen. Hier ist alles entweder begrünt, verglast oder vergoldet und glänzt so vor sich hin.
Nach einem kurzen Schnitt auf einen im Sand liegenden Vogel, der offenbar gegen die Mauer geflogen und nun von den reflektierenden Spiegeln gegrillt wird, sehen wir ein riesiges Hologram, auf dem eine vollkommen weiß gekleidete und scheinbar gar nicht diktatorische Regierung nochmal präsentiert, wie nachhaltig und naturverbunden The Line doch ist.
Dann fährt die Kamera plötzlich bergab. Wir fahren 300 Meter runter. Es wird dunkel. Die Neonreklamen flackern im Schatten des Rauchs einer brennenden Mülltonne, an der eine auffallend saubere Drohne vorbeifliegt. Wir hören laute Motorengeräusche, es riecht nach Öl und alles sieht aus, als hätte es erst Asche und dann Müll geregnet. Ein abgemagerter Hund mit einem irgendwann mal weißen Halstuch hustet Blut neben etwas, das einer toten Ratte ähnelt. Ein fast ganz abgenagter Hühnerknochen fällt vom Himmel. Es ertönen Schüsse. Und dann der zweite große Plottwist: es geht noch weiter runter.
So stelle ich mir jedenfalls diesen Film vor, der leider noch dümmer ist, weil die das Ding da aus irgendeinem dummen Grund wirklich für eine gute Idee halten und tatsächlich bauen wollen. Da hilft nur ein ausnahmsweise mal beruhigender Blick in die Kommentare, wo The Line alle offenbar genau so "klasse" finden wie ich:

It's like a late 2000's young adult dystopia novel brought to life! "In the Line, we could have anything we wanted.. if you were a Highliner. Us Lowliners had to struggle to get by, and outside the GlassWall, the Lineless dwelled and scribbled not-straight lines..."

What they forgot to mention: At first the rich live at the top levels where there's enough light, the poor live at ground level in the shadows. After the Big Rebellion The Line is used as huge prison complex.

This feels like it would be the setting for one of those dystopian movies where the citizens are trapped in a seemingly utopian society and they are told that they are being protected from the outside by a secretly corrupt and twisted authoritarian dictatorship government and the MCs find out and try to escape.

This feels like the video you see in the first act of a sci fi movie before everything goes to hell in the second.

I've never seen a dystopian idea presented so positively.

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