Kim Frank ist inzwischen Regisseur und der erste Film des damaligen Frontmanns von Echt lief gestern im ZDF. Sein Regiedebut über die Droge der Müdigkeit ist die erste Fernsehproduktion, die zeitgleich in voller Länge auf YouTube hochgeladen wurde: Wach. Ein Coming-of-Age-Drama über eine NoSleepGang aus Hamburg - und ihre immer suchende googlende Generation Z.

Zwei Hamburger Mädels wollen wach bleiben, so lang es geht – ohne Drogen. Ein rauschhafter Road-Trip durch 86 schlaflose Stunden, Minimal-Clubs in verregneten Ghettos und die eigene Jugend, den die beiden mit ihrer Kamera festhalten, um daraus einen YouTube-Film zu produzieren.


via testspielfilm


Gerade im Netzkino entdeckt: Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung. Ein deutscher Film aus dem Jahr 2010, der als Jugendknastdrama beginnt, sich dann aber um die Freundschaft zweier Kleinstadtgangsta dreht. Mit dabei sind die großartig spielenden Jacob Matschenz und Burak Yiğit, aber auch Aylin Tezel und Rapper Manuellsen, der zusammen mit dem Soundtrack die passende HipHop-Note liefert. Kann man durchaus mal gucken.


Tom Schilling, Wilson Gonzales Ochsenknecht (und Frederick Lau als schwuler Nazi) als sich vom Hippietum abgrenzende Möchtegern-Punks im Berliner Untergrund der 80er-Jahre. Eine Satire von Oskar Roehler über Drogen, Spermascheiben und die damalige Anarchie im westlichen Teil der deutschen Hauptstadt. Und er läuft gerade in der arte-Mediathek (allerdings nur noch 3 Tage). Hier der Link.

"Deutschland, Anfang der 1980er Jahre: Auch in der westdeutschen Provinz sind die Hippies an der Macht. Robert muss da raus. Es gibt für ihn nur eine Stadt, die Sex, Drogen und Punk verspricht: West-Berlin! Sein alter Kumpel Schwarz nimmt ihn dort mit offenen Armen auf. Schwarz braucht in seiner Peepshow ein Mädchen für alles, und das wird Robert. Wichskabinen schrubben und die Verpflegung der Mädchen organisieren sind seine Hauptaufgaben.
Dabei lernt er Sanja kennen, auch eine in der anarchischen Subkultur gestrandete Seele auf der Suche nach einem Sinn im Leben. Tag und Nacht verschwimmen, Robert lässt sich treiben, seine Nächte verbringt er im legendären „Risiko“. Der Ort, an dem Zeit nicht existiert und sich Ikonen wie Blixa Bargeld und Nick Cave herumtreiben.
Dort wo alles möglich ist, alles sein kann und nichts sein muss. Kunst kommt nicht von Können, sie kommt vom Leben. Dank üppiger Berlin-Zulage und eines kleinen Überfalls zusammen mit Schwarz hat Robert eine ganz neue Einkommensquelle und plant mit Sanja die nicht ganz typische Lösung familiärer Probleme … Oskar Roehler inszenierte nach eigenem Drehbuch ein authentisches, radikales und ironisches Zeitdokument über die Anarchie einer Stadt, in der nichts mehr Gültigkeit hatte und auf nichts mehr Verlass war.
Er erzählt von denen, die aus der versnobten, konservativen Kleinstadt nach Berlin kamen, die keinen Plan hatten, politisch inkorrekt waren und deren Nichtstun eine Haltung war."


via punkersteak


Ein gemütliches Wochenende daheim mit Chips & Filmen. Das hab' ich gerade gemacht. Und falls ihr das auch tun wollt - aber nicht schon wieder 'ne neue Serie anfangen wollt - hab' ich mal ein paar meiner Favoriten zusammengesammelt. Also, was Filme betrifft. Das mit den Chips macht ihr schon.
Die 12 Filme stammen durchweg aus Deutschland (der deutsche Film ist nämlich im kommen, baby!) und sind alle maximal 2 Jahre alt. Alle also auch schon irgendwo im Internet zu finden auf DVD erschienen. Und ich schwöre: jeder von ihnen Hat mehr CRAFT als alles Von Til Schweiger !!!1











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Not bad, ihr Bohnen. Haben sie doch einfach den Nachtmahr, den deutschen Horror-Film, den ich hier neulich schon verbloggt habe, ins Programm geholt. Und zwar heute Abend, 22 Uhr, im Live-Stream, als Halloween-Special. 
Ich hab' den weirden (ich mag weird) und mit 'nem fetten Soundtrack daher kommenden Streifen schon gesehen, guck ihn aber trotzdem nochmal. Weil gut. Und nicht nur für einen deutschen Film.

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Auf Netzkino werden seit einiger Zeit unzählige Filme offiziell, in ganzer Länge, in HD und auf deutsch hochgeladen. Bisher allerdings fast ausschließlich Trash (und leider nicht so schlecht, dass sie wieder gut sind, sondern einfach langweiliger Kram). Nun ist aber auch eine echte Perle dort zu finden: Donnie Darko
Ein manchmal hochphilosophischer Dramedy-Thriller mit etlichen Kultdialogen und einem Jake Gyllenhaal in einer seiner ersten großen Rollen. Und steht definitiv weit oben in meiner Liste der besten Indiemovies ever. Ein wunderschön weirder Film über Zeit, das Reisen durch sie und einen mysteriösen Hasen mit einer scheinabr apokalyptischen Botschaft: 28 Tage, 6 Stunden. 42 Minuten und 12 Sekunden.



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Es ist ja nicht nur Sommer-, sondern auch Urlaubssaison - und Sehenswürdigkeiten sind da ja immer besonders in. Auf ServusTV gibt's auch gerade eine zu sehen: Sightseers
Eine britische Horror-Romance-Comedy, in der Bonnie Tina & Clyde Chris (gesprochen von Bjarne Mädel und Anke Engelke) auf Campingtour ihre Lust wieder entdecken. Und zwar am Morden. Mit sehr viel Blut, schwarzem Humor und irgendwas mit Liebe. Hier geht's zum ganzen Film in der Mediathek (nur von 22 Uhr bis 6 Uhr, weil ab 16J).

Filmposter by filmaffinity
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Gestern Abend Filmabend gemacht, so wie die nächsten Tage wohl auch, da ich aufgrund 'ner Armverletzung so 1-2 Wochen rumlungern muss. Und ja, stimmt - eigentlich ändert sich gar nichts. Außer, dass ich eben momentan nur mit Links tippseln kann, weil es tollerweise auch noch der rechte Arm ist.
Apropos Rechts (sorry für die Überleitung from hell). In Wir sind jung. Wir sind stark. geht es auch um eine rechte Bewegung. Und zwar um die Ausschreitungen '92 in Rostock-Lichtenhagen, bei denen man wieder sehen konnte, wie die Welt zugrunde geht, wenn Rechts sich durchsetzt. Einige von euch werden sicherlich auch das dort entstandene Foto vom Deutschland-Trikot tragenden Typen kennen, der in bepisster Jogginghose den Hitlergruß macht und mittlerweile als Symbolbild für den stereotypischen NazIdioten steht - zurecht/s (unten das Szenenbild aus dem Film).
Der Film basiert also auf wahren Begebenheiten und erzählt die Ereignisse eines ganzen Tages, genauer - vom 24. August - aus verschiedenen Perspektiven. Und er macht das nicht nur sehr gut, sondern inklusive einer hervorragenden Besetzung - und einem gruselig realem Abbild eines leider immer noch nicht verschwundenen Rassismusproblemes, das aufgrund der diesjährigen Flüchtlingsdebatte aktueller und akkuter denn je ist.

 

 

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Angelehnt an den großartigen deutschen Film Victoria, hat das Intromagazin ein einstündiges Interview in einem One-Take gedreht. Und zwar mit eben jenen Hauptdarstellern Laia Costa (Victoria) und Frederick Lau (Sonne) - und dem Regisseur Sebastian Schipper. Dabei laufen sie - wie im Film - die Drehorte in Berlin nacheinander gemeinsam ab und erzählen über den Ablauf, die Probleme und wie zur Hölle sie das in einem Take hinbekommen haben. 
Ich persönlich war aber am meisten geflasht davon, dass der Regisseur von Victoria nicht nur meinen Zweitlieblingsfilm diesen Jahres (#1 ist Ex-Machina, sorry), sondern auch für einen meiner All-Time-Favorites verantwortlich ist: Absolute Giganten. Und der ist, wenn man so darüber nachdenkt, tatsächlich sowas wie die Hamburger Version von Victoria. Nur eben mit Schnitten. 
Zumindest weiß ich jetzt, welchen Film ich mir demnächst wohl nochmal angucken werde. Also, jedenfalls so lange Victoria noch nicht auf DVD draußen ist.


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Ein gar nicht mal so schlechter Film über die jugendliche Neonaziszene aus Ostdeutschland (speziell in den 90er Jahren), der gerade in der ZDF Mediathek abrufbar ist. Und zwar HIER. Falls ihr den sehen wollt, müsst ihr euch aber beeilen. Deadline ist Montag (11.05.). Ansonsten findet man ihn aber sicher auch an anderen Orten des Internetz (und damit meine ich selbstverständlich nur amazon). Oder auf YouTube, wo ihn ein sowohl die Onkelz als auch Bon Jovi hörender Typ hochgeladen hat, der nur Videos gegen die Linke auf seinem Kanal hat (weswegen ich den Link hier auch nicht haben möchte). Womit wir wieder beim Thema wären...

Jung, weiblich, rechtsradikal. Marisa ist Teil einer Jugendclique der rechtsextremen Szene in einer ostdeutschen Kleinstadt. Auf ihrer Schulter hat sie "Skingirl" tätowiert, vorne ein Hakenkreuz. Marisa schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Politiker, den Kapitalismus und die Polizei. In Marisas Augen sind sie alle schuld. Sie sind schuld daran, dass ihr Freund im Knast sitzt und alles um sie herum den Bach runtergeht: ihr Leben, ihre Stadt, das Land und die ganze Welt. (zdf)






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9 unterschiedlich animierte Kurzgeschichten (von 9 verschiedenen Regisseuren) rundum die Matrix, die inzwischen auch schon 12 Jahre alt sind. In Zeiten des Internets also quasi aus dem Mittelalter. Dennoch ist The Animatrix immer noch einer meiner Lieblingsfilme, was sich u.a. dadurch äußert, dass er einer von zwei Animes ist, die ich sogar als DVD im Regal stehen habe. Bester Animationsfilm. Vielleicht sogar überhaupt.