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Raul Krauthausen, Micky Beisenherz, Atze Schröder, Frederick Lau, Kida Ramadan und viele mehr im Video zu "Sage Nein!". Eine von Ezè Wendtoin neuinterpretierte Cover-Version von Konstantin Wecker, die sich klar gegen all das positioniert, was leider auch 2019 noch ziemlich beschissen läuft. Ein fettes NEIN (auch von mir) zu rassistischen, sexistischen und homophoben Arschlöchern, so wie es sich gehört.
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Vor ein paar Wochen kam vom Zentralrat der Juden der Vorwurf des Antisemitismus gegenüber Kollegah, was wiederum zum Thema beim Neomagazin wurde als Kollegah dort zu Gast war und über seine Doku sprach. Daraufhin schlug Böhmermann ihm ein Gespräch mit den jüdischen Autoren Shahak Shapira und Kat Kaufmann vor. Das Resultat dessen ist nun online - und es ist eine spannende Talkrunde über Antisemitismus, Homophobie, Rap, Kunst und Satire, bei der eigentlich nur noch ein Falk Schacht dazugeholt werden müsste. Denn ein "guter" Sprecher für Hip-Hop fehlt mir hier in der Tat noch irgendwie.

Bei der Sache mit der Homophobie im Rap ist es zum Beispiel so eine Sache. Da ist es immer leicht, Rappern diesbezüglich etwas vorzuwerfen. Dabei wird aber oft vergessen, dass der Sprachgebrauch von Wörtern nicht im HipHop entsteht, sondern dort alles 1:1 von der Gesellschaft - real - abgebildet wird (wie ein Spiegel). Man spricht eben so "auf der Straße". Der Kern des Problems liegt von daher also ganz woanders. Da steh' ich ausnahmsweise mal eher auf der Seite von Kollegah. Auch wenn er nicht so wirklich gut rübergebracht hat, worum es eigentlich geht. Viel besser formuliert hat das meiner Meinung nach tatsächlich mal Fler (true story, bro):

"Das passt natürlich super in das Klischee, der Rapper hätte was gegen Schwule, Lesben oder Leute, die soft sind. Was die Leute nicht verstehen, ist, dass es Teil des Sports ist, dass wir Wörter wie 'Schwuchtel' benutzen. Ein Fußballer, der einem anderen Fußballer in die Beine grätscht, hat auch keine Körperverletzung begangen. Denn das war Teil des Spiels. Dafür bekommt er dann wahrscheinlich eine rote Karte, aber niemand ruft die Polizei. Vielleicht hätte der ein oder andere Rapper auch mal eine rote Karte verdient. Aber er ist nicht gleich schwulen- oder frauenfeindlich, nur weil er über 'Schwuchteln' rappt."

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Keine Ahnung, ob ihr's mitgekriegt habt, aber auf YouTube und Twitter ist es gerade DAS Thema. Grund dafür ist der Ex-YouTuber und inzwischen Rapper Mert, der vor 2-3 Tagen ein Video rausgehauen hat, in dem er sich explizit als Schwulenhasser outet, der er aber eigentlich schon immer war. Urpsprünglich wollte er damit Stellung beziehen zu den Homophobie-Vorwürfen, die gegen Shirin David (irgendeine von DSDS) aufkamen, weil sie mit ihm zusammenarbeitete. Hat ja gut geklappt.

Das Video wurde inzwischen gesperrt (man findet es aber noch als Kopien auf YT, einbetten möchte ich den Mist hier nicht), bei der Polizei gingen einige Anzeigen wegen Volksverhetzung ein und sein Netzwerk hat ihm die Kündigung vorgelegt. Zurecht. Denn Hass als Meinung zu verkaufen, sie unter hunderttausende Kiddies zu streuen und seine YouTube-Armee auf andere zu hetzen, ist nicht nur verantwortungslos, sondern geht absolut gar nicht klar. Und mit HipHop hat man auch nicht verstanden, wenn man Hass predigt (HipHop.de hat auch einen wunderbaren Artikel dazu). Aber lassen wir doch einfach einen echter Rapper aka 3Plusss die Sache regeln.

Wir leben fucking noch mal im Jahr 2017 und ich möchte eigntlich gar nicht mehr darüber reden müssen, dass Homosexualität "okay" ist. Das sollte selbstverständlich sein. Und für viele Leute ist es das zum Glück auch. Auf Twitter trendeten u.a. die Hashtags #WirGegenHomophobie und #LoveIsLove. Auch wenn ich's immer noch derbe traurig finde, dass Video von Mert vor seiner Sperre fast 100.000 Likes hatte.

Ein Foto von einem 12-jährigen, der sich mit ausgebreiteten Armen vor einen Horde von Homophoben (ca. 10.000) stellt und laut des Fotografen folgendes Statement dazu abgab: "I have an uncle who is gay and I hate people that hate." Stark.

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Während man in den USofA wahrscheinlich bald wieder einen leichteren Zugang zu Waffen fordert, um sich besser vor Waffen zu schützen und Donald Dumb Muslime nur gut findet, wenn sie tot sind, bin ich in Sachen Ironie des Alltags auf der Seite dieser Wand: Homophobie ist einfach schwul. 
Liebe für alle. Auch für Batman. Und Robin.

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Images via VincentLillis & unknown

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Warum ich Rick & Morty vermisse und mir deswegen noch doller als sonst den nächsten Sommer herbeiwünsche (weil alles außer South Park irgendwie so langsam nachlässt). Ein fanfuckingtastischer Clip aus der ersten Staffel, in dem Nazis, Homophobe, Mobber & Tierquäler das bekommen, was sie verdienen. ┌∩┐(◣_◢)┌∩┐


Ich fand' das Lyric-Video ja an sich schon ziemlich gut, weil eben die Lyrics so gut sind. Nun hat Kettcar Marcus Wiebusch per Crowdfunding (innerhalb von nur 3 Tagen!) dem ganzen Text bzw. Song auch noch ein richtiges Video bzw. einen 9-minütigen Kurzfilm gegönnt. Und zwar einen verdammt guten!

Für den ersten, der's packt, all' die Probleme zu bezwingen, die hier drunter aufgeführt werden (vielleicht sogar noch während der Karriere)!
 
PS: Und nach dem ersten Fußballer bitte auch gleich den ersten Rapper.

 


Eine sehr schöne (und ca. 100-minütige!) Diskussion über das Thema Schwulenfeindlichkeit im Rap bzw. speziell im deutschen Hip-Hop. Mit dabei sind Nico Hüls (Backspin), Falk Schacht, Tobi Schlegl (Aspekte) und Fler.

Das ist sozusagen das Nachwort zum Rap-Beitrag aus der ZDF-Sendung aspekte vomvergangenen März. Und mal vorweg, ich finde es extrem awesome, dass mal genau so ein ausführlicher Nachtrag zu einer Fernsehsendung (wenn auch indirekt) geliefert wird. Dafür wurde das Internet (für "Erwachsene") nämlich eigentlich gemacht, wette ich! Ich will auf jeden Fall bitte und gerne mehr von solchen Stammtischgesprächen. Und wenn wir schon dabei sind: gebt dem Falk endlich mal 'ne Sendung im TV! 😉

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