Gestern hat sogar RTL dazu aufgerufen, eine Pro7-Doku über das leider immer noch so wichtige Thema Rechtsextremismus in Deutschland zu schauen, bei der ich mich mal wieder gefragt habe, ob es wirklich immer noch so sinnvoll ist, irgendwelchen rechten Spacken eine Bühne in der Primetime zu bieten. Eine richtige Antwort darauf finde ich allerdings nicht. Denn Wegschauen ist ja auch nicht die Lösung. So oder so verlinke ich euch an der Stelle aber einfach viel lieber Aurel's Twittergrind.


Sind es neue Infizierte in einer Pandemie oder hat man doch noch schon wieder irgendwo Nazi-Cops gefunden? 2020 ist das Jahr der nervigen Zahlen. Und jetzt ratet mit und gewinnt tolle Preise, wie z.B. zwei Wochen Quarantäne und rassistische Polizeigewalt.

 


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In den letzten Wochen haben Spotify und Amazon auf Twitter & Co viel Feuer dafür bekommen, dass sie einen bestimmten deutschen Nazi-Rapper listen, für den ich hier keine Werbung machen möchte. Nennen ihn wir einfach MC Scheiße. Jedenfalls wollte MC Scheiße wohl übermorgen sein neues Scheißalbum veröffentlichen, das es wohl leider in die Charts geschafft hätte.
Aber ausgrechnet jetzt haben Spotify & Amazon offenbar auf die Kritik reagiert und das Scheißalbum von MC Scheiße - zurecht(s) - gelöscht. Tja. Das ist natürlich doof für MC Scheiße und deshalb regt er sich nun auch ganz doll darüber auf. Mein kostenloser Karriere-Tipp für MC Scheiße: Es hilft, wenn man sich als Rapper mal zwei Sekunden mit HipHop auseinandersetzt - oder einfach kein Scheißnazi ist. Peace.


Schade, dass dieser histrorisch so schöne Tag immer noch kein bundesweiter Feiertag in Deutschland ist, sondern seit diesem Jahr nur für Berliner dazu gekommen ist (und wir stattdessen so seltsame Dinge wie Pfingsten landesweit "feiern"). Zur Feier des Tages gibt's trotzdem ein Gif für alle: Das schönste Feuerwerk der Menschheitsgeschichte.


Schönes Projekt der ZEIT, die 142 Menschen eine Stimme geben, die mit dem existierenden Rassismusproblem von Deutschland zu kämpfen haben. Mein Favorit unter den vielen guten Statements stammt von 4Blocks-Star Kida Khodr Ramadan, das ich in genau dieser Deutlichkeit ja gerne auch mal von dem ein oder anderen Politiker hören würde:

»Ich ficke den Rassismus seine Mutter. Rassismus ist ein Hurensohn. Es ist nur Glück, wo man geboren ist, und es ist nur Glück, wo man aufgewachsen ist. Jeder Mensch ist willkommen.«
- Kida Khodr Ramadan, 2020


Wäre jedenfalls meine Traumschlagzeile später. Unter 5% wäre allerdings auch schon mal sehr befriedigend - gerade nach Thüringen und Hanau. Kick them out, my sweet little Hamburg. Solche Heinos haben hier nix verloren.

PS: Foto ist übrigens nicht von mir und noch von der Europawahl letztes Jahr - passt aber auch heute sehr gut.

Ich hasse Karneval. Aber Nazis hasse ich ja noch viel mehr. Lieber Fasching als Faschos, you know. Und da sich ja anscheinend jetzt jeder für den neuen Chefclown der CDU bewirbt, hier auch mal mein Vorschlag: dieser Typ. 💪

Moin. Der Helmpeter is' hier und sagt euch mal gepflegt seine Moinung zu den braunen Schmierlappen der AfD, Leude. Als Hamburger stimme ich natürlich völlig enthusiastisch zu und nicke zwei Mal. Nicht mit meiner Stadt, ihr Hampelmänners (und in meinem Viertel erst recht nicht).

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Neu auf dem YouTube-Kanal in der Mediathek von von Arte: Kleine Germanen. Ein abgründiger, abstoßender und beängstigend verstörender Doku-Film, der das Aufwachsen in rechtsradikalen Familien in einem gruselig nostalgischen Grafikstil wunderschön portraitiert.
Ich bekomme allein vom Zuschauen ein mulmiges Gefühl und mag mir gar nicht vorstellen, wie schlimm das alles sein muss, wenn man noch ein kleines unschuldiges Kind ist und das Leben nur aus Hass, Gewalt und Angst besteht.

Kleine Germanen" erzählt in einer Kombination aus Dokumentar- und Animationsfilm von Kindern, die tagtäglich dazu erzogen werden, das vermeintlich Fremde zu hassen. Wie fühlt es sich an, in einer Welt aufzuwachsen, in der die nationale Identität über allem steht? Eine Aussteigerin erzählt von ihren Erfahrungen.

Die Eis-Perle bekommt auf Facebook gerade sehr viel Aufmerksamkeit. Dank der AfD (Hamburg Bergedorf). Die fühlten sich beim Wort "Nazi" nämlich direkt angesprochen und posteten das Foto mit der Überschrift "die Geschichte wiederholt sich" (wtf?). Statt des geplanten Shitstorms gab's in den eigenen Kommentaren dann aber einen Lovestorm und im Endeffekt gute Werbung für die Eisdiele. ¯\_(ツ)_/¯

"Wir haben so laut gesungen und noch lauter geschwiegen!"

Jan Böhmermann kommt auf eure Party und macht Stress mit Grund. Mit antifaschistischen Liedermacher-Grüßen an die FAZ und ihre Dackelkrawatten tragende Nazi-Fete. Anscheinend ist der POL1Z1STENS0HN auch 1 Reinhard Mey.

Wir alle kennen das: Man will einfach nur einem alten rechten Freund zum Geburtstag gratulieren und RatzFAZ steht man mit einer Akustikgitarre auf der Tanzfläche und lässt sich von Nazis beklatschen. Der arme Reinhold Beckmann kann ein Liedchen davon singen. Aber weil der Wolf Biermann unter den Fußballkommentatoren seit seinem letzten Ständchen eine kleine Auszeit als Alleinunterhalter auf den Geburtstagsfeten des Reiches genommen hat, müssen wir wohl ran und den passenden Song zur 70 Jahre FAZ-Party liefern!

Falls mich nochmal jemand fragen sollte, wie ich es in diesen Zeiten denn verantworten könne, eine "Satire-Partei" zu wählen: Weil sie - abgesehen davon, dass sie sehr gut ist - Probleme noch ernst nimmt.

Initiiert hatte die Debatte PARTEI-Stadtrat Max Aschenbach. "Dresden hat ein Nazi-Problem. Doch jeder Mensch ist gleich, sein Wert ist nicht verhandelbar." Auch wenn der Antrag symbolisch ist, wir müssen uns extrem rechten Entwicklungen entgegensetzen", so Aschenbach erstaunlich ernsthaft. Konkret sollen jetzt Leitlinien erarbeitet werden, wie Opfer rechter Gewalt Hilfe erhalten oder das soziale Miteinander gestärkt werden kann. Neben Grünen, Linken, SPD und Fraktionslosen stimmte auch die FDP zu.