Ich weiß. Gewalt ist keine Lösung. Und eigentlich sollte der Fokus auf den vielen friedlichen Demonstranten liegen, die leider weniger spektakuläre Bilder liefern, aber auch in Hong Kong noch die überwiegende Mehrheit ausmachen, die sich von Gewalttaten distanziert und demokratisch vorbildlich protestiert.
Trotzdem ist die einst als freundlichste Revolution aller Zeiten betitelte Regenschirm-Revolution aber inzwischen oft gar nicht mehr so freundlich, was auch daran liegen mag, dass man dort so langsam verzweifelt ist und man nach zwischendurch 2 Millionen auf der Straße scheinbar noch mehr tun muss (ganz abgesehen davon, dass es sehr bescheurte Krawalltouristen gibt).

Es ist sicherlich auch nicht einfach, wenn man Demokratie und Freiheit dort einfordert, wo die Polizei all' das macht, was ihr euch in einer nach außen hin alles zensiernden Überwachungsdiktatur eben so vorstellen könnt. Genauso wie ihr euch vorstellen könnt, dass man daraufhin dann auch nur noch bedingt friedlich protestieren kann. Vor allem nicht, wenn es um das eigene Leben geht.

It may also be more fruitful to find allies who understand that violence is simply a means employed in a particular context to achieve particular aims – that rather than condemning the violence of particular individuals and acts, we should turn our attention to the violence of the state and the police that creates the conditions for such acts to occur.

And perhaps instead of trying to justify or even simply explain our actions to people who are more invested in their ideas of us than in understanding the reasons we have resorted to these tactics, we should dare to demand greater empathy and real solidarity in the face of a far greater tyrann. (HongKongFreePress)

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Jochheim & Mertens sind die radelnde Neuauflage von Toto & Harry, die sich als Kölner Fahrradcops inzwischen auch im Internet einen Namen gemacht haben. Auf SpiegelTV laufen sie als regelmäßig Klicks und Bußgelder kassierende Doku-Reihe, die mir eigentlich immer nur dann sehr gefällt, wenn unnötig aufgemotzte Bonzenkarren von kleinpimmeligen Proleten angehalten und im schönsten Fall sogar komplett eingezogen werden (leider passiert das hauptsächlich in den ersten Folgen, ich hab' aber trotzdem mal mal alle hier reingedingst).
Von mir aus könnten die ja auch mal in Hamburg vorbeischauen. Dafür müssten wir hier in der Stadt allerdings erstmal vernünftige Fahrradwege haben, was momentan leider absolut nicht der Fall ist.



...weiterlesen "Polizweirad: Die Kölner Fahrrad-Cops (alle Folgen)"

Fler hat ein neues Album angekündigt und das erste 3-teilige Promo-Interview gibt's exklusiv bei einer Verkehrskontrolle (und nein, er wurde nicht wegen zu viel Autotune verhaftet). Ich mag weder die Polizei noch Fler, finde das alles aber ziemlich unterhaltsam und warte jetzt darauf, dass der Beefträger den Beef an den POL1Z1STENS0HN überbringt.
Noch spannender ist aber, dass die ikonische Rede von Greta Thunberg bereits jetzt schon ein remixtes Meme geworden ist - und ich finde das gerade sehr viel lustiger, als ich eigentlich sollte:

Der Twitteraccount der Polizei Sachsen gibt dumme Antworten auf dumme Fragen. ¯\_(ツ)_/¯


In Augsburg haben ein paar Anwohner die Polizei gerufen, weil sie verdächtige Geräusche gehört haben und damit ein anscheinend sehr laut fickendes Igelpaar international berühmt werden lassen. Die Meldung der bumsfidelen Stacheltiere aus der Grundschule Herrenbach hat es bis in den Guardian geschafft.

Die Polizei fuhr mit mehrere Streifen sofort zur Schule und umstellte sie. Auch der Hausmeister wurde hinzugezogen. Die Beamten durchsuchten mit ihm das Schulgebäude. Dabei stellte sich schnell heraus, dass keine Einbrecher in der Schule waren. Die verdächtigen Geräusche konnten schnell zugeordnet werden. Wie die Polizei berichtet, trieb ein Igelpaar ein lautes Liebesspiel. (Quelle)

Beim Alkoholverbot der mir viel(!) zu oft stattfindenden Rechtsrockfestivals in Themar macht die Polizei in Ostdeutschland offenbar tatsächlich mal einen ganz guten Job und greift überall gut durch. Eine Tankstelle in der Nähe wurde gar komplett gemietet und zum Hauptquartier umfunktioniert.
Und es hilft anscheinend. Deutlich weniger Besucher, etliche sind genervt und die Polizei verteilt fleißig Strafanzeigen (und schmeißt sogar 2 Bands während ihres Auftritts vom Platz). Geht doch, Schland. Darauf erstmal ein schönes deutsches Bier. 🍺


Klingt nach 'nem ganz normalen Wochenende, wenn ihr mich fragt (der Tweet der Party-Bullen wurde inzwischen allerdings mit ernüchterndem Ergebnis verbessert).

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Obacht. The Struggle is real in Bayern. Die Cops dort nehmen alles und jeden fest, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. So beschützen sie das Land vor blutrünstigen Kiffern und gemeinen Depressiven. Bald auch hier und da vielleicht mal mit einer Handgranate, wenn's denn sein muss. Oder eben durch gekonnte Billo-Action-Moves aus'm Trash-TV, die die bayrische Polizeiarbeit eigentlich perfekt zusammenfassen. Als oaschguades Twitter-Meme.

...weiterlesen "Bayrische Cops auf der Jagd nach Schwerkriminellen"


In Bayern ist eben alles noch traditionell. Deshalb herrschen dort auch noch die drei wichtigsten Werte des Christentums:
1. Sich zu saufen ist super (je mehr, desto besser)
2. alle Kiffer gehören in den Knast (depressive Kiffer mindestens lebenslänglich!)
3. Die Polizei braucht Handgranaten (speziell im Alltag)

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Nein, kein Promo-Move aus Deutschrap-Town, sondern Gangsta-Shit, mit dem sich die Polizei in Bielefeld befassen durfte. Mr. Rotzevoll, 51 Jahre alt und Tatverdächtiger in einem Mordfall wurde übrigens bereits gefasst. Ihr könnt also beruhigt schlafen.

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Falls ihr euch gefragt habt, ob ihr rechtlich gegen die Schweine vorgehen könnt, die mit nervtötenden Weihnachtsliedern dauernd eure Ohren bluten lassen: leider nein. Sagt zumindest die Polizei in Schwaben. Schade. Dabei erfüllen einige Songs ja wohl ganz klar den Tatbestand der Körperverletzung, wenn ihr mich fragt.
...weiterlesen "Die Polizei Schwaben klärt auf"

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In München haben zwei Polizisten einen Typen, der medizinisch verordnetes Marihuana bekommt, beim Kiffen "erwischt" und ihm den Joint kaputt gemacht. Ende der Geschichte: Der Typ legt eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein, bekommt Recht und die bayrische Polizeistelle muss ihm nun einen Joint im Wert von 6,60€ ersetzen.
Für das Geld sollten dann übrigens sogar zwei Tüten drin sein. Toll. Wer hätte gedacht, dass sich kiffen in Bayern mal positiv auszahlt.

Denn der Mann, dessen Joint von den Polizeibeamten konfisziert wurde, ist auf Cannabis aus medizinischer Sicht angewiesen. Obwohl er auf den medizinischen Hintergrund des Cannabis-Konsums hinwies und sogar den Beamten ein Rezept vom Arzt vorzeigte, zerstörten sie den Joint. Dabei sollen sie ihn als „Junkie“ bezeichnet haben. Doch genau dieses Stück Papier erlaubt es sogar in Bayern, Cannabis in der Öffentlichkeit zu konsumieren. (Quelle)

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