In diesem bisher erfolgreichsten Tweet von US-Präsidentschaftskandidat Biden ist eigentlich alles gesagt, was jetzt bzw. generell in diesem Jahr noch zu tun ist. Währenddessen versucht Trump seinen Wahl-Kontrahenten "schlecht" zu reden, weil dieser ja nur auf die Wissenschaft hören würde. Die USA ist eine gigantische Real-Satire-Show.


Während Trump 200.000 Pandemie-Toten mittels Fake-News erklärt, dass sie sich von einem Virus mal nicht die Lust am Leben nehmen lassen sollen und Biden doch lieber empfiehlt, auf die Wissenschaft zu hören, hat dieses Pärchen den stimmungsmäßig wohl treffendsten Wahlwerbespot fürs Jahr 2020 aufgenommen (und toppt sogar Michelle Obama). Und ich hätte ja definitiv auch nichts gegen etwas weniger Chaos in den nächsten Jahren.

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Vermutlich sind wir alles dieses Jahr besonders froh darüber, nicht in der USA(pokalypse) zu wohnen und dennoch gibt es ja eine Sache, die die Amis scheinbar auch in einer Pandemie besser können als Deutschland: Entertainment.
Denn wo sich in Germany der Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen mit einem Deutschrapper auf die Couch setzt und Regeln erklärt, hat der Governour von New York nun ein Video mit Paul Rudd produziert, der ein besseres Steve-Buscemi-Meme abliefert als das Steve-Buscemi-Meme, um Masken wieder trendy werden zu lassen (leider aber knapp 5 Monate zu spät). Checkt diesen heißen Scheiß aus, werte Jugendliche, Millenials und natürlich coolen Kids von heute, die langsam aber sicher auf die 30 oder gar 40 zu gehen:

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USA 2020 scheint doch keine Real-Life-Verfilmung sämtlicher Blockbuster-Apokalypsen zu sein, sondern sogar eine ganze Serie aus Dystopie-Szenarien. Neben einem fukking Feuer-Tornado zählt dazu auch dieser Shot, der auf jeden Fall wieder mal genau so aus The Walking Dead stammen könnte.

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Der erste Trailer zum neuen Sci-Fi-Roman-Remake Dune (der Wüstenplanet) sieht wirklich ziemlich gut aus. Währenddessen spielen die USA scheinbar weiter alle apokalyptischen Settings aus Hollywood in der Realität durch. Diesmal färbte sich der Himmel in Kalifornien dank der katastrophalen Waldbrände von einem staubigen Orange bishin zu einem blutigen Rot. Hallo Klimawandel.

...weiterlesen "If you’re going to San Francisco 2020 🔥💨😷🎶"

Die USA scheint mittlerweile ein Garant dafür zu sein, wenn man ein Land sucht, in dem alles immer noch viel schlimmer ist als dort, wo es eigentlich schon schlimm ist. Erst Corona, dann Rassismus, nun die höchste Temperatur dort seit über 100 Jahren: 54,4 fucking Grad  in Death Valley, Kalifornien. Da können wir uns mit dagegen sehr kühlen 30irgendwas Grad in D-Land aber noch sehr glücklich schätzen. Immerhin brennt hier nicht alles.

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Eigentlich ist es ja generell schon relativ furchtbar, im Jahr 2020 aufzuwachen. Ganz unabhängig davon, ob man nun vorher im Koma lag. Noch furchtbarer muss es wohl aber sein, wenn dir beides in den USA passiert und deine Familie dir erzählt, wie der Typ, den du dummerweise gewählt hast, nahezu alles verkackt hat, was man verkacken kann. Is America great again yet?

"Wait. What year is it? Who's president?"
- Wake Up by The Lincoln Project

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Erinnert ihr euch noch an die Zeit, in der es noch irgendwie cool war, wenn jemand erzählt hat, dass er oder sie in den USofA aufgwachsen ist? Ich auch nicht mehr. Heute können einem genau diese Kids jedenfalls nur noch leid tun. Sean Carter hat die letzten 4 Monate seinen Sohn beim größer werden gefilmt - und parallel dazu das kaputte Land geschnitten, in dem er das tut.

Nachdem sich die USA mittlerweile zum Epizentrum der ganzen Crazyness dieses Jahres entwickelt hat, ist dieser Twist eigentlich gar nicht mehr so verwunderlich, sondern irgendwie schon typisch 2020: Yeezy goes for President of the United States now. Hat er jedenfalls auf Twitter verkündet, wo der Tweet nach nur 4 Stunden schon 300.000 mal retweetet wurde und "Full Support" von Elon Musk bekommt. Funfact: vor 4 Jahren haben wir uns noch alle darüber lustig gemacht, dass so die Zukunft aussehen könnte (inklusive mir). Tja.

Auch in den USA wehren sich die üblichen Verdächtigen trotzdem Corona gerade schon die zweite Welle surft immer noch wehement gegen das Tragen eines kleinen Stofftuchs vorm Gesicht, obwohl diese Kleinigkeit mittlerweile erwiesenermaßen uns allen hilft. Und ich bin zwar nicht so der Wirtschafsankurbeler, aber kleine Geschäfte sind mir einfach wesentlich sympathischer als der Big Player Amazon.


Erst sah' alles aus wie in Idiocracy, dann wie in einer Simpsons-Episode und mittlerweile scheint die USA ein zur Eskalation neigendes Open-World-Game zu sein, in dem sogar Ken & Karen mit sämtlichen Waffen ausgestattet sind und im Prinzip alles passieren kann. Tja. GTA oder Red Dead Redemption - choose your Fighter.

In den USA ist man ja stets darum bemüht, alles ein bisschen größer als überall anders auf der Welt zu machen. Seit 2020 wissen wir, dass das nicht nur für Burger und Hollywoodfilme gilt, sondern auch für Pandemien (und Rassismus). Erst bewaffnen sich Rednecks gegen ein Virus bzw. für ihr Recht auf eine fesche Frisur, mittlerweile ist die Zahl der aktiven Fälle in einigen Bundesstaaten höher als in ganz Europa und trotzdem tragen viele Amis keine Maske, sondern lieber eine große Corona-Dauerwelle. Oder verschließen mit einem Mundschutz die Augen vor der exponentiell wachsenden Shit-Show. Und dann sitzt da ja auch noch ein scheinbar seniler Vollidiot im Weißen Haus, der ernsthaft Desinfektionsmittelspritzen als Lösung vorgeschlagen hat.
Größer als sonst war aber nicht nur die Zahl der Facepalms, die Trump verursacht hat, sondern auch die Zahl der Tweets aus den USA, die in den letzten sehr ereignisreichen Wochen in meine Timeline geslidet sind. Und damit ihr nicht den Eindruck bekommt, dass es im Amiland nur dumme Donalds und kaputte Karens gibt, hier mal ein paar meiner Favoriten (American Twittwoch):

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