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Während die meisten einen Streamingdienst nach dem anderen buchen und dann jeden stundenlang durchscrollen, um doch nichts zu finden, gucke ich derzeit wieder viel aus der Mediathek, für die ich ja immer gerne GEZ-Cash abdrücke, wenn die Inhalte so gut sind wie in diesem Fall. Aktuelle Highlights sind eine schick bebilderte maiLab-Doku über den Klimawandel (Teil2), ein aufklärender, aber denkwürdiger Film über Hanau, ein Meme-lastiges NDR-Video über Fridays-For-Wolle und Alexander Gerst, der das All gegen die Antarktis eintauscht.


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Eigentlich mag ich ja Musicals so gar nicht, weil ich es doch recht anstrengend finde, wenn alle(!) immer(!) singen - und das meistens dann auch viel zu theatralisch bzw. nicht besonders authentisch klingt.
Ganz anders und viel realer hört sich das allerdings an, wenn immer gerappt wird, hab' ich gerade gemerkt. So wie bspw. in diesem oscaranwärtenden und über 10 Jahre gefilmten Hip-Hop-Musical von Nathan Nzanga, das wohl das erste Musical ist, dass ich euch uneingeschränkt empfehlen kann. Auch, weil es eben mal keine heile Welt mit FriedeFreudeEierkuchen-HappyEnd zeigt, sondern das leider immer noch so wichtige Thema Rassismus audiovisualisiert.


Strohhut-Bob nimmt strukturellen Rassismus genau so ernst wie eine weltweite Pandemie. Sei wie Strohhut-Bob.

Rassismus ist nicht nur ein riesiges Problem auf der anderen Seite des Atlantiks, sondern auch in Deutschland. Eine Satire-Show hat nun den aktuellen Ernst der Lage erkannt und den nötigen Brennpunkt dazu abgeliefert, der gestern nach der Tagesschau irgendwie gefehlt hat. In dem "müsst" ihr 8 Minuten und 43 Sekunden lang Rassismus ertragen. Mit dabei ist auch Aurel, den ich vor ein paar Jahren übrigens mal hier zu einem netten Interview zu Besuch hatte und euch diesen Talk mit ihm gleich auch mal mit dazu verlinke.

 

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Ein Beitrag geteilt von BERLIN | KREUZBERG | GRAFFITI (@1up_crew_official) am

"Racially motivated police brutality is an ongoing issue in the US and a lot of other countries. It has to stop now, once and for all! Justice for George Floyd, Justice for all victims of the abuse from authority. Support you local anti brutality movement.
Get organized!"

Neben großen Demos in Berlin, zeigt sich auch die 1UP-Crew wie viele andere Graffiti-Sprayers solidarisch mit Mordopfern von Polizeigewalt. Für die Stadt Bremen wären das vermutlich alles Fälle für die Staatsanwaltschaf, weil sie sowas scheinbar gar nicht gerne sieht. Ich allerdings schon und lasse euch deshalb neben dem schönen Wholetrain auch mal diese schicken Wände hier.

"There are two major crises in this country tonight. Two deadly viruses killing Americans. COVID-19, Racism-20. Now we all know that racism is not new this year, but the latest racially-charged incident is from just last night."
- Don Lemon

Das schlimme ist: sowohl Corona als auch Rassismus kann für sehr viele Menschen tödlich enden. Auch an Covid sterben in Amerika mehr Schwarze. Und beide "Krankheiten" existieren - mal mehr, mal weniger stark verbreitet - nicht nur in den USA. Währenddessen kämpft Trump per Twitter gegen Twitter, droht nun auf randalierende Protestanten schießen zu lassen und sucht nebenbei vermutlich nach einem Termin für sein nächstes Golf-Training.

...weiterlesen "Covid-19 and Racism-20"


Mit den Händen in den Hosentaschen. Am hellerlichten Tag. Und mitten in der Öffentlichkeit kniet ein weißer Polizist minutenlang auf dem Hals eines halbnackten schwarzen Mannes, der wiederholt "Ich kann nicht atmen" krächzt. Für mich ist das kein "brutaler Polizeieinsatz" mehr - für mich ist das ganz klar Mord. Und der löste zurecht gestern massive Proteste in den USA aus, die im Gegensatz zu bewaffneten Hygienedemonstranten allerdings prompt mit Tränengas befeuert worden. All das während die Zahl der Corona-Toten im Land auf über 100.000 gestiegen ist. This is America 2020.

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Eines der sehr sehr sehr wenigen Dinge, die ich an Karneval mag sind die traditionell sehr starken Statements vom Karnevalskarrenkünstler Jaques Tilly, der sich dieses Jahr vor allem um die Themen Klimawandel und Rassismus gekümmert hat. Zurecht.

...weiterlesen "Die Rosenmontagszüge von Jacques Tilly"

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Rassismus in der U-Bahn Ein Zivilcourage-Experiment im Jahr 1994 (2)
Ein heute desöfteren in Schulen gezeigtes Sozial-Experiment in der Frankfurter U-Bahn, wo 1994 simuliert wurde, wie zwei Nazis einen Schwarzen belästigen. Und damals hatten es Rechtsradikale scheinbar nicht leicht in Mainhattan. Auf jeder Fahrt wurde zumindest verbal versucht einzugreifen, oftmals positionierten sich Menschen auch körperlich dagegen und einer wetzt für die Fake-Nazis sogar sein Messer.

Typ: "Ihr seid hier in Frankfurt, alder!"
Nazi: "Is' das hier euer Problem?"
Typ: "Ja, is' mein Problem!"
Ältere Frau: "Unser aller Problem."

...weiterlesen "Rassismus in der U-Bahn: Ein Zivilcourage-Experiment im Jahr 1994"

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Eine Defintion, die die Absurdität von Rassismus klar macht. Und durch Zebras genau auf den Punkt bringt (bzw. auf den Streifen).

Ich wollte schon immer mal einen Tweet vom BKA in meinem Blog haben. Da kommt mir diese Razzia-Meldung ganz recht. 60 Wohnungen von sogenannten Hetzkommentarverfassern wurden heute Morgen durchsucht. Haupttatbestand sind strafrechtlich relevante Aussagen, die den Nationalsozialismus verherrlichen sowie das Verbreiten rechtsextremer/antisemtischer Inhalte (Link zum PDF). Das nenne ich mal einen guten Morgen. Also, für mich.
Die Definition eines solchen Kommentars hat das BKA übrigens gleich mitgetweetet:


Und damit ihr nochmal ein paar Beispiele habt: