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Das Schere-Stein-Papier der Post-Moderne: Ein epischer Fick-Finger-Fight zum Mittelfinger-Mittwoch. Und könnte genau so gut eine filmische Umsetzung einer tpyischen Diskussion im Internet sein, in der ca. 467 mal das Wort Hurensohn fÀllt.

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Vielleicht mĂŒssen wir ja doch nicht immer(!) alle(!) jedes(!) Thema öffentlich ausdiskutieren. Vielleicht.

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Es ist 2016 und wir diskutieren wieder darĂŒber, ob Computerspiele uns alle zu AmoklĂ€ufern werden lassen. Und so langsam geht mir dieses ganze Historyrepeating ja schon ziemlich auf den Sack. Hauptsache, wir reden schon wieder nicht ĂŒber die wirklichen Ursachen.
Aber gut. Wenn wir 10-Jahre alte Debatten nochmal fĂŒhren, kann ich ja auch ein 7 Jahre altes Vid von der wunderbaren Coldmirror bringen. Der Grund: brutale Killerspiele.
Wie kommt ein 18jÀhriger in Deutschland an eine 9mm-Pistole und 300 Schuss Munition?

Hat er bestimmt in einem Killerspiel gekauft.

— Jan Böhmermann (@janboehm) 24. Juli 2016

Aber hey - Ursachenforschung ist 'ne schwierige und zeitraubende Angelegenheit. Zum GlĂŒck haben wir einen SĂŒndenbock. Puh. #Killerspiele

— HerrDekay (@HerrDekay) 24. Juli 2016

Wenn Shooter Spieler zu AmoklÀufern werden....werde ich dann ein blauer Igel? #Killerspiele

— Rickymainia (@Rickymainia) 24. Juli 2016

Wenn "#Killerspiele" an AmoklÀufen schuld sind, dann sind Wirtschaftssimulatoren an der Finanzkrise schuld.

— TschĂ€ff (@Blubbsert) 23. Juli 2016

Killerspiele fĂŒhren zu AmoklĂ€ufen? Quatsch! Es weiß doch jeder, dass das an Comics, Horrorfilmen und diesem schrecklichen Heavy Metal liegt!

— Rebel (@rebel_berlin) 23. Juli 2016

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Die Rocketbeans haben den Fernsehkritiker in ihr Almost Daily eingeladen und mit ihm ein bisschen ĂŒber langweiliges Zeug zu quatschen. Und zwar langweiliges Zeug im Fernsehen und - seit es das Internet gibt - im Internet. Und meine Ă€ußerst wissenschaftliche Theorie dazu ist ĂŒbrigens eine, die sich auch in den Kino- und Musikcharts anwenden lĂ€sst: Scheiße schwimmt immer oben.    

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Eine einstĂŒndige Diskussion IM Fernsehen (bei ZDF log in) ÜBER das Fernsehen in Deutschland. Und mit LeFloid und Kalkofe sind auch zwei GĂ€ste dabei, denen ich gerne beim Reden zuhöre (und ihnen nicht nur aus SympathiegrĂŒnden zu 90% zustimme). 
Ich persönlich finde es nĂ€mlich auch sehr schade, dass das deutsche Fernsehen sich inzwischen absolut gar nix mehr traut und (fast) nur noch möglichst billig produziert. Auch wenn es hier und da ja schon noch einzelne Formate gibt, die ich sogar gerne gucke (und ich gelegentlich auch mal gedankenfrei zappe) - und da zĂ€hl' ich jetzt die ganzen Mediatheken natĂŒrlich mit. Dazu gehören ĂŒbrigens auch Metafernsehsendungen wie diese hier, die es von mir aus auch gerne öfter geben könnte.
PS: Und zum Punkt, ob das Internet (oder YouTube) das Fernsehen ersetzen kann, verweise ich auf den Namen von meinem Blog. #Kampfansage ᕩ(ĂČ_óˇ)á•€
via YouTube


Eine sehr schöne (und ca. 100-minĂŒtige!) Diskussion ĂŒber das Thema Schwulenfeindlichkeit im Rap bzw. speziell im deutschen Hip-Hop. Mit dabei sind Nico HĂŒls (Backspin), Falk Schacht, Tobi Schlegl (Aspekte) und Fler.
Das ist sozusagen das Nachwort zum Rap-Beitrag aus der ZDF-Sendung aspekte vomvergangenen MĂ€rz. Und mal vorweg, ich finde es extrem awesome, dass mal genau so ein ausfĂŒhrlicher Nachtrag zu einer Fernsehsendung (wenn auch indirekt) geliefert wird. DafĂŒr wurde das Internet (fĂŒr "Erwachsene") nĂ€mlich eigentlich gemacht, wette ich! Ich will auf jeden Fall bitte und gerne mehr von solchen StammtischgesprĂ€chen. Und wenn wir schon dabei sind: gebt dem Falk endlich mal 'ne Sendung im TV! 😉

(Mein bescheidener Beitrag zum Thema. Aber Vorsicht: langer Text - nach le Klick)

Dem Thema selbst steh' ich persönlich ja sehr ambivalent gegenĂŒber. Einerseits fĂŒhle und verstehe ich Hip-Hop und weiß, dass der Ursprung der dortigen manchmal sehr harten Texte eben mit genau jener Sprache verankert ist, die unsere Gesellschaft nun mal spricht. Und die ist eben nicht immer schön und kann beim kleinen Mann im privaten daheim, unter Freunden und sogar in der Familie manchmal sogar noch viel hĂ€rter sein als jeder Raptext. Im Hip-Hop ist eben alles so angelegt, dass es das altbekannte "for real!" ist - und genau das mag ich an dieser Musik bzw. Kultur auch sehr und genau das sollte auch immer so bleiben.

Was ich damit sagen will ist, dass Diskriminierung (z.B. "Schwuchtel") nicht im Hip-Hop entstanden ist, sondern nur ein Spiegel davon ist. Das Problem selbst war schon weit vorher da und findet immer noch auch außerhalb von Rap statt. Leider. Irgendwie.

Ich fĂŒr meinen Teil habe auch damals (und sogar heute noch ab und zu) das Wort "schwul" verwendet, wenn mir was nicht gefĂ€llt. Und das war weit vor meiner Rapphase. 
Genauso hab' ich aber auch das Wort "behindert" in meinem Wortschatz abgespeichert. Und das, obwohl ich selber behindert bin und ich es nicht als Beschimpfung empfinde, weil es in meinem Fall (wenn mir das jemand an Kopf werfen wĂŒrde) ja auch stimmt. Vielleicht ist es einfach Gewohnheit, und vielleicht ist es auch ein bisschen dumm. Aber es ist nun mal da - und wer sich als Schwuler (oder Behinderter) daran ernsthaft gestört fĂŒhlt, hat fĂŒr mich neben einem Humorproblem auch irgendwie ein Problem mit sich selbst. Auch wenn man da natĂŒrlich auch wieder Ausnahmen machen muss. Verallgemeinerungen sind schließlich doof, m'kay.
Auf der anderen Seite kann ich natĂŒrlich auch jeglichen Einwand (auch von Tobi Schlegl) verstehen, wenn's um Wörter wie "Schwuchtel" oder "Faggot" geht und freue mich tatsĂ€chlich, wenn Rapper nach dem "no homo" auch mal ein "pro homo" hinterhĂ€ngen. Sowas setzt nĂ€mlich durchaus positive und politische Zeichen in unserer Gesellschaft, die sich immer noch (wie auch ich) verĂ€ndern muss/sollte in vielen und eben auch jenen Dingen. Und tatsĂ€chlich tut sie genau das zum GlĂŒck ja auch gerade, was man eben auch wieder wunderschön im deutschen HipHop sehen kann. 
Denn, wenn man sich die letzten Jahre anguckt anhört, hat sich da auch so einiges getan. Es gibt nicht nur musikalisch ein viel viel breiteres Spektrum (Genremixes, etc.), sondern auch textlich. Und ich könnte sogar wetten, dass weit mehr als die HĂ€lfte der erfolgreichen Rapalben der vergangenen 2 Jahre nicht mal im Ansatz homophob waren. 
Eine Sache fehlt mir allerdings auch 2014 noch in Deutschland: ein tatsĂ€chlich (und sich als solcher bekennender) schwuler Rapper. Im Amiland gibt's das schließlich auch schon. Und in der Hinsicht sollten deutsche Rapper den USofA tatsĂ€chlich mal real hintereifern. Im Fußball haben wir's doch auch geschafft (wenn auch nur nach der Karriere). Außerdem haben wir schon eine sich geoutete Lesbe (Esmaticx!) im deutschen Rap, die sich sogar gegen mĂ€nnliche Rapper in Battles gestellt hat.
Da wird es doch Zeit, mal nachzuziehen, oder? Ich kann allerdings auch irgendwie nachvollziehen, dass das ein enorm schwerer Schritt wĂ€re und ein enormes Selbstvertrauen benötigen wĂŒrde. Es wĂŒrde allerdings die ganze Diskussion und die Szene auf jeden Fall mal richtig hart in den A.. ch, lassen wir das. Auch wenn ich bestimmt noch ewig weiter darĂŒber faseln könnte. But, you know what I mean. I hope it jedenfalls.

One Love, yo.

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