Eigentlich könnte Social Media eine tolle Sache sein und ist es wohl oft auch. Immerhin können wir uns so jederzeit weltweit mit all' unseren "Freunden" connecten, Informationen austauschen, Movements und neue Ideen groß machen oder Missstände aufdecken, die sonst völlig untergegangen wären.
Gleichzeitig haben wir auf den Socials nicht nur Probleme mit Hetze, Daten und Fake-News. Instagram, TikTok & Co. scheinen uns trotz permanenter Online-Dopamin-Spritze durch rot aufploppende Zahlen auch nicht wirklich glücklich zu machen. Denn tatsächlich fühlen sich Menschen heutzutage trotzdem sie mit der ganzen Welt verbunden sind immer einsamer.
The Social Dilemma. So heißt auch die neue Netflix-Doku, die sich ein wenig anfühlt wie eine Black-Mirror-Episode, die dummerweise in der Realität spielt und quasi von digitalen Dealern erzählt. Ich glaube ja dennoch, dass es ein bisschen wie mit allen Drogen und "Genussmitteln" ist: man muss sie in Maßen genießen und die Sucht darf nicht dein Leben kontrollieren (stöbert doch statt auf den immer gleichen 3 Seiten einfach mal wieder in schönen Blogs rum;).

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Rezo, der alte Zerstörer hat diesmal nix zerstört, sondern was gebaut. Eine Webseite namens Nindo, die die aktuellen Influencer-Charts aus Deutschland ermittelt nämlich. Für einige wahrscheinlich der nächste Schritt Richtung Dystopie und eigentlich sind weder Charts noch die meisten Influencer von wirklicher Relevanz. Als Twitter-Ultra gefällt mir die tweetende Top100 bis auf ein paar Ausnahmen aber doch schon ganz gut. Immerhin sind dort unter den ersten 5 aktuell sogar 2 Chart-Hits aus der Wissenschaft (das macht mir tatsächlich ein wenig Hoffnung). In den Best-Of-Listen sämtlicher anderer Social-Media-Dingense geht es mir allerdings so wie in allen anderen Charts auch: 90% kenne ich nicht und will ich vermutlich auch gar nicht kennen.

Ihr wollt eure tägliche Dosis Bestätigung und Applaus auf Social Media, um eure permanenten Selbstzweifel zu überspielen, habt aber kein Bock auf Menschen? Im Botnet seid ihr - und die unzähligen Bots, die alles geil finden, was ihr macht - ganz alleine.
Bisher klappt's mit den weniger dummen und dafür eigentlich ausschließlich netten Kommentaren allerdings nur so semi-gut, wie man in diesen Screenshots sieht. Vielleicht hat da aber jemand auch einfach nur die Troll- und Dad-Bots aktiviert, die man sich dazukaufen kann. Schöne kleine Fake-World, die eigentlich ein "privates" Online-Tagebuch für sein soll.

Botnet is a social network simulator where you're the only human along with a million bots who are obsessed with you.



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Facebook has apologized for translating Chinese President Xi Jinping’s name as “Mr Shithole” on its platform during his visit to Myanmar this week. The company said the incident was due to a “technical issue” that caused incorrect translations from Burmese to English on Facebook.

Liebe den technischen Fortschritt inklusive automatischen Übersetzungsprogrammen allein wegen solcher News schon. Naja. Immerhin ist der chinesische Präsident jetzt vielleicht seinen Spitznamen Winnie Puh los.


Manchmal kann das Internet mit all seinen bubbligen Bubbles ja sehr anstrengend sein und inzwischen fange ich stressige Netz-Diskussionen irgendwo anders außer hier ja nur noch sehr selten bis gar nicht mehr an. Ich schaue mir die angeblich so großen Social-Media-Schlachten der Online-Welt da draußen ja immer noch am liebsten von meinem kleinen Blögchen aus an und nippe dabei gerade an meiner süßen Bananenmilch während ich dieses sich permanent an die Gurgel gehende Paralleluniversum wie eine halbwegs gute Serie betrachte.
Man muss ja auch nicht gleich jeden Scheiß mitmachen, nur weil es technisch möglich ist und man theoretisch die Macht dazu hätte. Spart eure Kräfte lieber für die richtigen und wichtigen Dinge und Momente eures kurzen Lebens. Baby Yoda das auch machen so.

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Wer sich ernsthaft dafür interessiert, was seit Freitag WIRKLICH mit @WDR, @aktuelle_stunde, #buhrow und @WDRaktuell passiert und wie #OmaGate "entstehen" konnte, der findet erste Antworten: in dieser unsatirischen öffentlich-rechtlichen Reportage. (Böhmi)

Das völlig ausgeartete #OmaGate vom WDR zeigt erneut: wieder mal hat es ein rechter Shitstorm geschafft, einen ganzen Sender dazuzubringen, sein Rückgrat zu verlieren und vor Faschisten kleinbeizugeben. Und mir kommt es mittlerweile nur noch absurd vor, welche oft total banalen Themen wir durch im Internet totdiskutieren, weil rechte Kreise und Nazi-Trolle sie aufgegriffen haben und was für immer heftigere Dynamiken und Konsequenzen das so mit sich zieht.
Das Y-Kollektiv hat im letzten Jahr mal versucht, herauszufinden, wie das eigentlich sein kann und warum Social-Media-Debatten so abgefuckt sind, wie sie derzeit sind. Sehr aufschlussreiche, durch Gebühren finanzierte und gut gemachte Doku.

Der Film begleitet ein JournalistInnen-Team bei einer mehr als einjährigen Recherche. Anna Breithausen, Marvin Milatz, Uwe Wichert, Alexander Tieg und Dennis Leiffels haben sich die Frage gestellt, wer den politischen Diskurs in Deutschland in den sozialen Netzwerken bestimmt oder bestimmen möchte. Sie stoßen auf eine Bewegung, deren Strategie der sogenannte „Infokrieg“ sein könnte und ein düsteres Bild von Deutschland zeichnet. Anhand von Daten entschlüsseln sie Mechanismen dieser Bewegung und gehen der Frage nach: Was treibt diese Menschen an?

Die JournalistInnen werden selbst zu Verschwörungstheoretikern, lernen was diese Menschen verbindet, treffen Alternative MedienmacherInnen, erfahren warum soziale Plattformbetreiber diese Entwicklung ermöglichen und werden von einer Schweizer Sekte angeworben. Sie selbst erleben, wie Menschen erst Todesangst gemacht wird, sie dann in einen Strudel aus Halbwahrheiten gerissen werden aus dem sie nicht mehr herauskommen.

Warum uns das alle interessieren sollte? Dieses Jahr wird aus Hass und Hetze, Gewalt und Terror. Erst wird der hessische Regierungspräsident Walter Lübcke von einem Neonazi erschossen, dann der rechtsmotivierte Anschlag in Halle. Was ist dieser Infokrieg? Wer steckt dahinter? Und was macht das mit uns?


Will Smith scheint im Kino nicht mehr ganz der Alte zu sein und läuft dort irgendwie seiner Form hinterher. Dafür dreht er aber inzwischen auf Instagram immer wieder sehr sehenswerte Filme (u.a. mit Videoästhet Mike Diva). Zum Beispiel über unsere schöne neue Fake-Glamour-World, die auf Instagram ja besonders "schön" ist. Oder eben über die Social-Media-Matrix-Galaxy.

It’s 2019, yo – nothin‘ is real.


Eigentlich geht es in der von Pioneer DJ produzierten Doku Insta DJ viel mehr um Insta(gram) als um DJs, die von Selfies auf dem Dancefloor manchmal genauso die Schnauze voll haben wie ich, der Smartphones ja gern generell auf Parties und Konzerten verbieten würde.
Zum Glück machen das aber zumindest die meisten alternativen Clubs so ähnlich, indem sie eure Kameras abkleben, was vermutlich auch inoffiziell deshalb getan wird, damit Leute dort ungeniert saufen, aber vor allem auch kiffen oder sonstige Substanzen zu sich nehmen können. So oder so sind sie dadurch einer der letzten öffentlichen Orte geworden sind, in denen niemand ein Foto für Instagram knipst, was ich persönlich ja sehr schön finde und mir eigentlich sogar mehr davon wünsche. Erst recht nach dieser Doku.

What kind of impact is social media having on DJs and the dance music scene? Watch artists, DJs, managers, and experts discuss this issue in our new documentary, “INSTA DJ.”

Social media helps artists speak directly to fans – inspiring new music and creating hype for undiscovered talent. But are there costs to being constantly online?

How has social media changed the way we experience clubs and events?

Can artists and DJs still be successful without a huge social media following?

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Analoges Social Media in der retrofutursitischen Concept-Art-Version von Sheng Lam, in der es alles schon damals gab. Mit u.a. einem YouTube-VHS-Rekorder, Spotify-Walkman und tweetenden Morsegerät.





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Sehr zuvorkommend von der BVG. Da alle Hurensöhne erst selbst einsteigen und dadurch andere Hurensöhne nicht aussteigen lassen, ist der Hurensohnbus nämlich ohnehin immer überfüllt.


Millenials wollen via Schönheits-OP mittlerweile nicht mehr nur aussehen wie photogeshoppte Celebrities, sondern auch wie ihre eigenen per Facetune-App und Insta-Filter fakey und digital aufgepeppten Selfies mit riesigen Manga-Augen, aalglatter Glitzer-Haut und dicken Duckface-Lippen.
Die American Medical Association für plastische Schönheitschirurgie benennt dieses Phänomen als psychische Störung, das durch Social Media und den daraus resultierenden permanenten Vergleich mit anderen verursacht wird: Snapchat Dysmorphia. Welcome to the Digital-Fake-Beauty-Plastic-Future oder so.


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In der schönen neuen Fake-World of Instagram gibt es mittlerweile auch echte Fake-Humans, die einen Fake-Lifestyle vorleben und das Wort "Intelligenz" aus der "K.I." streichen, indem sie dem "I" ein völlig neue Bedeutung(slosigkeit) verleihen.
Künstliche Influencer, die Eis in ihrer neue Supreme-Jacke fake-schlecken, sich über eine Verlinkung in der Vogue fake-freuen oder Fake-Bad-Boys mit Fake-Gesichtstatoos sind (voll Gangsta und so). Und sie fake-dissen sich sogar gegenseitig aufgrund politischer Fake-Meinungsverschiedenheiten und fake-hacken ihre Accounts. Modern Robot Wars.

Die Menschen dahinter sind Digital Artists, die mit 3D-Programmen und enormen Photoshop-Skills ihre heimliche Fashion-Vorliebe ausleben oder gar professionelle CG-Modeling-Firmen aus u.a. Tokio. Und ich finde sehr bezeichnend, dass der am unechtesten wirkende Virtual Influencer auf Instagram die meisten Fans hat: @Limiquela. Mit fuckin 1,5 Mio. Followern.

I am a virtual model.
I want to attract humans to the fashion show.


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