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Nico Semsrott hat sich als Teil des Realo-Flügels der Partei ja mittlerweile der grünen Fraktion angeschlossen, wodurch der frisch gewählte EU-Abgeordnete im schwarzen Kapuzenhoodie aktuell die Machtverhältnisse im Parlament auszugleichen scheint (73 Grüne vs. 73 Rechte). In einem sehr guten Interview mit dem Standard verrät er zudem, welches wesentliche Ziel er neben dem Amt des Kissionspräsidenten noch anstrebt: Mehr Zärtlichkeit. <3

STANDARD: Abrupter Themenwechsel: Sie sprechen sich immer wieder für die Enttabuisierung psychischer Krankheiten wie Depressionen aus. Welche Tabus müssen wir als Gesellschaft künftig noch brechen?

Semsrott: Ich würde daran anschließen. Alles, was mit Schwäche in der Erzählung zu tun hat. Selbstzweifel, Rollenbilder et cetera. Ich rege mich gerade furchtbar über manche Kommentare zur Maischberger-Sendung auf, wonach ich aggressiver hätte sein müssen. Nö, muss ich überhaupt nicht. Ich muss mich dieser Konkurrenzgebarung und diesem Machogehabe nicht anschließen. Ich wünsche mir einen sanfteren und zärtlicheren Umgang miteinander. Auch wenn das wie ein Widerspruch klingt: Ich versuche mit aller Wucht und Härte, mehr Zärtlichkeit durchzudrücken. (Standard)

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In meiner idealen Traumwelt gäbe es sowas wie Waffen ja nur mit einem "l" zwischen "e" und "n" zu kaufen und die armen Leute aus der Rüstungsindustrie müssten sich dann halt mal einen Job suchen, indem sie nicht durch tote Menschen ihr Geld verdienen. In der Realität poste ich diese "Deutschlandflaggen" made in Germany.

Mit Rüstungsexporten in Krisenregionen verändert Deutschland das Gesicht dieser Welt – zum Beispiel in Syrien und im Jemen. Dort kommen Waffen und Rüstungsgüter zum Einsatz, an deren Herstellung deutsche Unternehmen beteiligt waren.
»Made in Germany« macht deutlich, wie deutsche Rüstungsexporte in Krisenregionen Unterdrückung, Krieg und Gewalt ermöglichen. Sie ist auf Postkarten sowie im Juni auch auf Plakatwänden in Berlin zu sehen. (Quelle: www.aufschrei-waffenhandel.de)



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Roads. Der neue Film von Sebastian Schipper, der mit Absolute Giganten und Victoria zwei meiner Liebelingsfilme fabriziert hat, die gleichzeitig meine beiden Lieblingsstädte in D-Land protraitieren. Diesmal ist es ein Road-Movie zwischen Styx und Tschick, indem einer das Abenteuer sucht - und einer die Geborgenheit. Ein Flüchtling - und ein weglaufender Teenager on the Road(s).
Im Interview mit Kino+ verrät der sympathische Regisseur nach einer langen Nacht im Pudel, was es zu seinem neuen Film sonst noch so zu sagen gibt und spoilert, dass Netflix eine Victoria-Serie gepitcht hat (jede Folge spielt in einer anderen Stadt). Und ich bin echt gespannt. Auf beides.
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Gestern habe ich "How to Sell Drugs Online (Fast)" gegooglet und die verdrogte Netflix-Produktion der bildundtonfabrik durchgesuchtet, die tatsächlich sehr guter Stoff ist. Eine Comedy-Serie aus Deutschland, die sogar (Meta-)Humor hat. Generation Z berauscht von MDMA und Internet.

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"How to Sell Drugs Online (Fast)" ist eine Coming-of-Age-Story und handelt von einem Schüler, der gemeinsam mit seinem besten Freund in seinem Jugendzimmer Europas größten Online-Drogenhandel gründet - und das alles, um die Liebe seines Lebens zurückzugewinnen. Die Geschichte ist laut Netflix und btf von wahren Begebenheiten inspiriert. Regie führen Lars Montag und Arne Feldhusen, letzterer war unter anderem auch für "Stromberg" und "Tatortreiniger" verantwortlich. Die Drehbücher stammen von Philipp Käßbohrer, Sebastian Colley und Stefan Titze.

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Mr. Oizo aka Quentin Dupieux goes arte. Der Typ hinter Flat Eric bastelt nämlich nicht nur Techno-Beats für gelbe Plüschpuppen zusammen, sondern auch Filme. Drei davon befinden sich derzeit in voller Länge auf dem YouTube-Kanal arte Cinema: Wrong, Wrong Cops & Rubber (in der Mediathek auf deutsch, auf YouTube im O-Ton). Alle sehr weird. Aber alle auch sehr gut. Und zwar nicht nur die Soundtracks, die natürlich auch von Mr. Oizo himself stammen.

...weiterlesen "arte-Cinema-Special: 3 Filme von Mr. Oizo auf YouTube | Wrong, Wrong Cops & Rubber by Quentin Dupieux"

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Energieprofessor Volker Quaschning steht mit den ScientistsForFuture nicht nur hinter den Aussagen von Greta & co, sondern hat auch das 11-seitige-Rezo-PDF der CDU auseinandergenommen. Bei Tilo Jung hat er mehr als eine Stunde das erklärt, was in puncto Klimawandel denn nun getan werde muss, wieso wir eigentlich schon auf einem guten Weg waren und warum wir noch Grund zur Hoffnung haben. Vielleicht sollte man das Video mal im Bundestag zeigen. Da könnten so einige Parteien noch sehr viel lernen.

Eine Welt ohne fossile Brennstoffe ist möglich und Energiegewinnung aus 100% erneuerbaren in Deutschland ist mehr als realistisch, sagt Volker Quaschning. Volker gehört zu den ersten WissenschaflterInnen, die sich bei "Scientists for Future" zusammengetan haben. Er ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und in seinem Fachgebiet führender Experte für Erneuerbare Energien und Fragen der Energiewende.

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MC CDU-Philipp hat gestern die erste Punchline aus seinem unveröffentlichten Diss-Track gegen Rezo gedroppt und eine Ansage bei Lanz rausgeballert. Und ich glaube, das ganze Video vom alten weißen Mann gefangen im Körper eines jungen weißen Mannes hätte die CDU vermutlich endgültig in alle Einzelteile zerlegt. Allein durch die Memeflut. Schade. Es hätte alles so schön sein können (ich hoffe immer noch auf einen Leak).

Hey Rezo, du alter Zerstörer! ✌️?
- Philipp Amthor - Das Urteil 2019