Eigentlich wollte Nico ja nur mal nachfragen, wie genau die CDU das mit dem Urheberrecht auf YouTube so nimmt. Nun. Offenbar nicht so genau, wie die ARD feststellt. Alles geklaut. Nur gut, dass das die selbe Partei ist, die angeblich so viel über Copyrights weiß, dass sie im Alleingang eine hart verschärfte Reform durchgeboxt hat, obwohl sie noch nicht mal mit der jetzigen Version klar kommt. Naja. Jetzt fehlt auf dem YouTube-Kanal der CDU jedenfalls nicht mehr nur das AmthorVideo. Danke, Nico.

PS: Die Partei Die Partei hat übrigens gegen Artikel 13 gestimmt. Nur, falls ihr noch jemanden sucht, dem ihr am Sonntag eure Stimme geben müsst, dürft oder wollt. ;o)


via


Der Musiker und Gitarrenlehrer Paul Davids hat ein Video gemacht, das nochmal deutlich zeigt, warum die aktuelle Urheberrechtslage unbedingt verbessert werden muss und eine Verschärfung eigentlich das letzte ist, was wir brauchen. Er stellt in Tutorials selbstgespielte Akkorde online - und bekommt dafür 15 Copyright-Claims in nur einer Stunde. U.a. wird sogar sein eigener 5 Jahre alter Song geclaimt, weil ein Verlagslabel ihn 1zu1 gestohlen hatte und nun damit sein Geld verdient. Da YouTube mit den herausgefilterten Massen des jetzt schon fehlerhaften Content-ID-Systems anscheinend überfordert ist, bringt beschweren auch nicht wirklich was, wenn man nicht gerade Universal oder Axel Springer heißt.
Die neue Richtlinie samt Artikel13 gibt ausgerechnet Verlagen noch mehr Macht als sie jetzt ohnehin schon haben und sorgt dafür, dass genau dieser Bullshit wohl noch viel öfter passieren wird. Nur, dass der Scheißhaufen vermutlich noch viel größer sein wird.

Zwei interessante Threads über German Lobbyismus und Artikel11/12/13, die noch interessanter sind, wenn man gerade erfahren hat, dass das fakey Pro-Urheberrechtsreform-Jubelvideo des offiziellen Europaparlament-Accounts von einer französischen Nachrichtenagentur stammt, die eine gewaltige Lobby-Kampagne  fährt(AFP).

Und ich glaube, nach den beinah täglich aufploppenden Skandalen der CDU und diesem Lobbyismus-Shitfuck aus Frankreich braucht man nicht mal dagegen zu sein, um zu merken, dass es keinem der Befürworter der neuen Copyright-Richtlinie wirklich darum geht, kleine Künstler mit wEnIgEr fOlLoWeRn besser zu bezahlen. Viel mehr will man aus Angst vor der neuen Technik ein veraltetes Business-Modell aufrechterhalten, in dem ungefilterte Informationen nicht frei zugänglich, sondern zu noch mehr Ca$h für die großen Verlage gemacht werden sollen (neben Artikel 13 sorgen auch die nicht weniger bedenklichen Artikel 11 und 12 dafür). Und dieses Mal ist der Gegner eben nicht das Telegramm oder das Radio, sondern das Internet.

But you better don't fuck with the Internet: Die europaweiten Demonstrationen gegen diesen großen Haufen Mist finden weiterhin am 23.03 statt. Ich erwarte allein in Deutschland an die 100.000 Bots auf den Straßen (in u.a. Berlin, Köln, München & Frankfurt). ✊🤖

Heute wurde im Europaparlament darüber entschieden, dass technisch so gar nicht funktionierende und damit immens zensierende Uploadfilter das Internet ficken (wenn das Parlament im April ein letztes Mal endgültig zustimmt). Für die CDU als massiver Befürworter von Artikel 13 und Koalitionsvertragbrecher anscheinend ein guter Tag, um per Social Media Stimmen für die Europawahl gewinnen zu wollen. Haha.
Allein daran merkt man schon, dass diese Partei absolut gar keinen Plan von dem hat, was sie da tut. Erst einen riesigen Haufen Scheiße ins Internet werfen, die Meinung von knapp 5. Mio Usern komplett ignorieren und nicht an Abmachungen halten - und dann freudig erwarten, dass das Internet sie wählt.
Auf Twitter trendet derzeit #NieMehrCDU. Und ich glaube, die CDU hat sich eventuell mit den Falschen angelegt und verliert gerade vielleicht so ziemlich jeden jungen Wähler, der im Internet aktiv ist - inklusive aller Follower, die zu ihnen gehören. Tja. Wie sagt man so schön: Hochmut kommt vor dem Fall. Hoffentlich. Bis dahin muss ich aber erstmal verdauen, dass alte Menschen womöglich gerade mein Internet kaputt gemacht haben.

Moments ago, negotiators from the European Parliament and the Council concluded the trilogueegotiations with a final text for the new EU Copyright Directive.

For two years we’ve debated different drafts and versions of the controversial Articles 11 and 13. Now, there is no more ambiguity: This law will fundamentally change the internet as we know it – if it is adopted in the upcoming final vote. (Quelle: Julia Reda)

...weiterlesen "Europaparlament stimmt für Artikel13: Uploadfilter, ein Haufen Scheiße im Internet & #NieMehrCDU"

Deutschland und Frankreich waren sich lediglich nicht einig, für welche Internet-Plattform-Betreiber sie gelten sollten und für welche nicht. Die Urheberrechts-Reform stand auf der Kippe, auch weil nach den Europawahlen im Mai die Mehrheitsverhältnisse völlig unklar sind. Deshalb haben Deutschland und Frankreich nun - als wesentliche Treiber im EU-Rat - schnell noch eine Einigung ausgearbeitet. (BR)

Eigentlich war die Sache mit den Uploadfiltern ja schon so gut wie gegessen nach der letzten Abstimmung. Frankreich und Deutschland sind die in ein paar Tagen wahrscheinlich größte Petition aller Zeiten aber offenbar scheißegal und zeigen Millionen von Usern (und potentiellen Wählern) mit einem sogar nochmal verschärften Artikel 13 den Mittelfinger.

In the Franco-German deal, which leaked today, Article 13 does apply to all for-profit platforms. Upload filters must be installed by everyone except those services which fit all three of the following extremely narrow criteria:

  • Available to the public for less than 3 years
  • Annual turnover below €10 million
  • Fewer than 5 million unique monthly users

Countless apps and sites that do not meet all these criteria would need to install upload filters, burdening their users and operators, even when copyright infringement is not at all currently a problem for them. Some examples:

Wie gut die verlangten Filter arbeiten bzw. auf welchem technischen Stand sie sind, hat man neulich erst bei Tumblr gesehen. Da wurden völlig random Bilder gelöscht (und sogar Garfield als Pimmelbild erkannt). Und da ging es nur um Porn.
Hier geht es um theoretisch alles. Auf allen (großen) Plattformen. Puh. Das wäre die unzensierte Hölle. Und ich wiederhole mich zwar ungern, aber: Get out of my Internet, you damn Business-Law-Fuckers.

Hier der Link zur Petition: Stop the censorship-machinery - Save the Internet!
...weiterlesen "Frankreich und Deutschland einigen sich darauf, das Internet mit Uploadfiltern kaputt machen zu wollen"

Der Digitalisierungsplan der CDU:
1. Für dämlich Gesetze abstimmen, um das Internet kaputt zu machen.
2. ?
3. Sich die Digitalisierung sparen, um mehr Gelder für Wahlplakate ausgeben zu können


via

Fuck. Die Ü50-Anzugträger im EU-Parlament haben heute doch ernsthaft für das Leistungsschutzrecht und somit für technisch quasi unmögliche Uploadfilter abgestimmt. Anscheinend hat man auch auf die mehr als 1. Mio unterschriebenen Stimmen der Petition einen Scheiß gegeben.
Damit sieht's nun wirklich ganz schön düster aus für die Memes- und Remix-Culture im Netz, die nun mit noch mehr Business-Law-Shit zu kämpfen hat als ohnehin schon (wenn das Ding wirklich endgültig durchgeboxt wird im Plenum). Vom freien Internet können wir uns allmählich anscheinend wirklich verabschieden, wenn die Politik das "Neuland" so durchreguliert, dass im Grunde alles verboten ist, was daran Spaß macht.


Endlich mal gute Nachrichten: Mit 318 zu 278 Stimmen hat das EU-Parlament heute gegen Uploadfilter und Leistungschutzrecht gestimmt und damit Artikel 11 & 13 abgelehnt (und in die Überarbeitung geschickt).
Das Internet und unsere alles geliebten Memes sind damit also vorerst gerettet. Yay. Ein Glückwunsch und ein Danke an alle, die das Internet verstanden haben. We made our Memes come true.


Das Internet macht gerade eine schwierige Zeit durch und kämpft den Kampf, nicht totreguliert zu werden. Am 5. Juli entscheiden Menschen in Anzügen darüber, ob Firmen entscheiden, was wir in unser aller Internet hochladen dürfen - und was nicht. Und damit auch, ob Uploadfilter nicht nur Memes, sondern auch die gesamte Remix-Kultur im Netz theoretisch killen.
Julia Reda, Mitglied der Piraten und des entscheidenden EU-Parlaments setzt sich aktiv gegen Artikel 11 und 13 ein und hat auf ihrem Blog mal in die hässliche Zukunft geblickt, die auf das Internetz so zu kommen könnte. Sieht gruselig aus.
Die Petition gegen diesen absurden Quatsch haben mittlerweile über 600.000 Menschen unterzeichnet. Da geht noch mehr, hoffe ich.

...weiterlesen "#SaveYourInternet | FCK UPLDFLTR"

Tja. Wenn das Ding nun auch noch in 2 Wochen beim EU-Parlament durchgewunken und Ende des Jahres verabschiedet wird, sieht es wohl echt ziemlich scheiße aus. Und ich hoffe ja, dass das Internet diesen Quatsch nicht einfach so hinnimmt und einen ordentlichen Shitstorm dagegen aufbläst, glaube aber während der WM nicht mehr daran (die Petition hat immerhin schon die 300.000 geknackt). Bis dahin sehen die coolen Memes von heute dann eben sehr.. minimalistisch aus:

...weiterlesen "Memes nach Artikel 13 der EU"

2


Heute ist der Tag, an dem entschieden wird, ob Uploadfilter ins unser aller Internet installiert werden sollen, in dem Inhalte noch vorm Veröffentlichen von großen Firmen gesperrt werden können. Und neben der Tatsache, dass das alles technisch einfach noch gar nicht fehlerfrei geht (siehe YouTube), wird es dann auch für die guten alten Memes schwierig, die urheberrechtlich leider nie geklärt wurden.
Wer noch was tun will, kann in der Hoffnung, dass es irgendwas bringt, noch diese Petition unterschreiben. Ich baller euch zur Feier des Tages einfach mal mit Memes zu, dessen Urheberrechte ich wie immer nicht besitze, weil ich sie auf reddit gefunden hab', wo sie im Grunde genommen aber auch niemand hat. ¯\_(ツ)_/¯


...weiterlesen "Save the Internet – and the Memes, please!"

Schlechte Nachrichte, Freunde. Bisher war das Streamen auf bpsw. kinox.to ja immer eine Grauzone für User und so richtig konnte man eigentlich nur für Downloads belangt werden. Laut eines Urteiles vom Europäischen Gerichtshof ist das Anschauen der Streams von Filmen und Serien auf klar erkennbaren illegalen Plattformen nun aber auch rechtswidrig. Allerdings bleibt es auch im Jahr 2017 immer noch relativ schwierig, jemanden dabei zu erwischen, ohne dass der Seitenbetreiber hopps genommen wird. Und so richtig eindeutig ist das alles auch noch irgendwie nicht. Die Abmahnwelle gegen Urheberrechtsverletzungen sollte sich also in Grenzen halten. Zumal es sowieso um noch recht gut verdauliche 200€ pro angeklicktem Stream geht, wenn man diesem ziemlich netzaffin wirkenden Rechtsanwalt Glauben schenken darf.
Mich würde aber sowieso eher interessieren, wie das eigentlich aussieht, wenn man illegal hochgeladene Filme auf legalen Quellen wie YouTube findet und hier als Hinweis auf eine Straftat einbettet? Die Frage würde die Köpfe vom EuGH wahrscheinlich zum Rauchen bringen.

via