The Godfather of Schlagfertigkeit hat sich Hate-Comments bei Disslike angehört - und dementsprechend reagiert, wie ein Ehrenmann von der Partei die PARTEI das nun mal tut: sehr gut.


Da in der EU scheinbar eh jeder macht, was er will, spielt die PARTEI das Spiel mal mit. Und zwar mit einem sehr guten Gegenvorschlag für das von Leyen besetzte Amt. The Hoff for President (oder meinetwegen ja auch gerne die inzwischen sehr politische Pamela Anderson, die ich sogar noch eher wählen würde)


Die PARTEI is doing it's Job. Heute im EU-Parlament zum Beispiel bei einer Rede von Martin Sonneborn, der die EU keiner Ursula in die Hand geben will und daher fordert, dass Europa nicht den Leyen überlassen werden soll. Nico Semsrott wirbt derweil für mehr Transparenz in puncto viel zu viel getätigter Lobbyarbeit. Mit einem Ganzkörperwerbebanner und einer unauffälligen Sonnebrille.

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Sicherheit geht vor. Es geht schließlich um Leben und Tod. Und zwar von sehr, sehr vielen Menschen. Deshalb: So viele Racketen wie möglich, bitte. Überall. Sofort.

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Da selbst ein Kind mit 'ner Detektiv-Lupe aus dem Mickey-Mouse-Heft und einem ???-Hörbuch wohl eine kompetentere Ermittlungsbehörde als der Verfassungsschutz ist und die Politik nicht viel bis nichts tut, proste auch ich an dieser Stelle nochmal der deutschen Saufkultur zu, die den Nazis am Wochenende immerhin gleich zwei mal das Bier abgezogen hat. Jetzt gibt's eben nur noch das Ostritzer alkoholfrei. Gebraut aus Nazi-Tränen.


Nico Semsrott hat sich als Teil des Realo-Flügels der Partei ja mittlerweile der grünen Fraktion angeschlossen, wodurch der frisch gewählte EU-Abgeordnete im schwarzen Kapuzenhoodie aktuell die Machtverhältnisse im Parlament auszugleichen scheint (73 Grüne vs. 73 Rechte). In einem sehr guten Interview mit dem Standard verrät er zudem, welches wesentliche Ziel er neben dem Amt des Kissionspräsidenten noch anstrebt: Mehr Zärtlichkeit. <3

STANDARD: Abrupter Themenwechsel: Sie sprechen sich immer wieder für die Enttabuisierung psychischer Krankheiten wie Depressionen aus. Welche Tabus müssen wir als Gesellschaft künftig noch brechen?

Semsrott: Ich würde daran anschließen. Alles, was mit Schwäche in der Erzählung zu tun hat. Selbstzweifel, Rollenbilder et cetera. Ich rege mich gerade furchtbar über manche Kommentare zur Maischberger-Sendung auf, wonach ich aggressiver hätte sein müssen. Nö, muss ich überhaupt nicht. Ich muss mich dieser Konkurrenzgebarung und diesem Machogehabe nicht anschließen. Ich wünsche mir einen sanfteren und zärtlicheren Umgang miteinander. Auch wenn das wie ein Widerspruch klingt: Ich versuche mit aller Wucht und Härte, mehr Zärtlichkeit durchzudrücken. (Standard)


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Die Partei hat in Europa mehr Stimmen bekommen als Luxemburg Einwohner hat und holt mit 2,4% Nico Semsrott ins EU-Parlament (und nur um 0,1% haben sie knapp den dritten Einzug von Lisa Bombe verpasst). In Berlin überholte sie mit 4,8 Prozent sogar die Satirepartei FDP (4,7 Prozent). Bei den Erstwählern war die Partei mit 9% sogar die drittstärkste Partei (2% hinter der CDU).
Der Erfolg kommt vermutlich auch daher, dass Sonneborn mehr als einmal eine entscheidende Stimme bei EU-Beschlussen abgab (TTIP-Abbruch, E-Privacy), die Partei immer fleißig gegen Artikel 13 gestimmt hat und sie, wenn es um wirklich wichtige Themen wie Seenotrettung ging, immer ernst wurde. Ich wäre jedenfalls dafür, dass die Partei in den Medien nur als Satirepartei bezeichnet werden darf, wenn die AfD dann bitte schön auch als Nazipartei benannt wird. Fände ich viel sinniger.

"Die SPD ist tot, die zu gut gelaunten Grünen werden die neue SPD und wir werden die neuen Grünen.“
- Martin Sonneborn, 2019


Eigentlich könnte man ja meinen, es gäbe einen sehr lustigen Grund, warum ein Comedian eine Satire-Partei für die morgige Europawahl empfiehlt. Tatsächlich ist er aber sehr ernst. Und sehr gut. So wie die Partei.


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Der sehr gute Fernsehsender arte hat einen Beitrag über einen sehr guten EU-Abgeordneten gemacht.

„Die Zeiten sind zu ernst, um keine Satire zu machen.“
- Martin Sonneborn


Die noch frische Partei VOLT hat gegen den Wahl-O-Mat der bpb geklagt, da sich am Ende nur 8 Parteien miteinander vergleichen ließen und das kleinere Parteien benachteiligen würde. Ich fand das ja auch immer schon blöd, finde nun allerdings noch blöder, dass es nicht einfach fix geändert wird anstatt ihn so kurz vor der Europawahl offline zu nehmen.
Den Job hat dafür aber mal eben die Partei übernommen. Mit einem PARTEI-O-MAT, der nicht nur sehr gut ist, sondern sogar noch besser (inklusive kleinem Seitenhieb gegen eine gewisse kleine Partei). Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Die Partei auf dem ersten - die AfD auf dem letzten Platz. So wie es sein muss.
...weiterlesen "Der Wahl-O-Mat ist tot, es lebe der Partei-O-Mat!"

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Nico Semsrott informiert euch statt mit irgendwelchen Zahlen lieber mit irgendwelchen Buchstaben und hält als zweiter Spitzenkandidat der Partei die PARTEI eine PPPPP zur EU.
Bei jung & naiv bekommt ihr außerdem nochmal ein ausführliches und angenehm ehrliches Interview mit dem angehenden EU-Kommissionspräsident im immer schwarzen Kapuzenpulli (und ihr erfahrt die sehr gute Geschichte von Sophies Unterwelt). Ein sehr guter Europaparlament-Kandidat.


Der Chef der Partei. Mitten im Polit-Talk des hochprofessionellen Wahlkampfs. Für Europa reicht's.


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