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Während einige sich noch fragen, wie wir das alles mal unseren Enkelkindern erklären sollen, hat Alexander Gerst das schon erledigt. Und zwar im All. Als Videobotschaft an die Nachwelt auf der Erde. Für seine bis jetzt noch nicht geborenen Abkömmlinge, die dieses wundervolle Stück Zeitgeschichte hoffentlich irgendwann sehen werden.
Der aktuelle und nicht unbedingt beste Zustand unseres blauen Planets - aus der Perspektive eines inzwischen wieder heil auf dem Boden angekommenden Astronauten.

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“Our civilization is being sacrificed for the opportunity of a very small number of people to continue making enormous amounts of money. Our biosphere is being sacrificed so that rich people in countries like mine can live in luxury. It is the sufferings of the many which pay for the luxuries of the few.”

Die 15 Jahre alte Greta Thunberg ist bekannt geworden, weil sie regelmäßig die Schule schwänzt, um sich politisch zu engagieren. Nun war die kleine anti-kapitalistische Klimaschutz-Aktivistin beim Weltklimagipfel zu Gast und hat dort eine beeindruckende Rede gehalten, in der sie klare Ansagen an die Politik macht, das System anprangert, wenn es die Klima-Krise nicht lösen kann und nicht nur alle anwesenden Staatsoberhäupter als ignorante Kinder betitelt.
Und während die starken Worte der schwedischen Schülerin fallen, sitzt im weißen Haus ein alter oranger Mann, der den Klimawandel als eine Erfindung der Chinesen bezeichnet und schon auf Twitter abgehakt hat. Keine Pointe.

Dass sie dabei keine großen Hoffnungen in die Politik hat, sagt sie in ihrer Rede erneut: „Wir sind nicht hierher gekommen, um die Staatsoberhäupter der Welt anzubetteln, sich um unsere Zukunft zu kümmern. Sie haben uns in der Vergangenheit ignoriert und sie werden uns wieder ignorieren. Wir sind hier, um sie wissen zu lassen, dass ein Wandel kommt, ob sie wollen oder nicht. Die Menschen werden sich der Herausforderung stellen. Und da unsere Staatsoberhäupter sich wie Kinder verhalten, werden wir die Verantwortung übernehmen, die sie schon lange hätten übernehmen sollen.“ (Quelle)

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Angie ist in den letzten Monaten on fire und setzte - nach der "schön-männlichen" Jungen Union und der ach so demokratischen AfD nun auch Alice "Ausländer-raus-Auslandsgelder-rein" Weidel in Brand. Die hatte zuvor die Redezeit im Bundestag wieder mal verschwendet, um verzapfte Partei-Skandale klein zu reden - sonst nichts. Und ich glaube ja mehr und mehr, dass wir nicht nur den trockenen Humor unserer Bundeskanzlerin bald sehr vermissen werden.

„Das Schöne an freiheitlichen Debatten ist, dass jeder über das spricht, was er für das Land für wichtig hält.“
-Angela Merkel


via bundestagsbossrebellen


Der "Partei"-Bundesvorsitzende trollte gestern im EU-Parlament die NPD und gab gleichzeitig noch unserer Bundeskanzlerin sowohl ein Kompliment als auch noch einen zum Abschied mit. Ein Ehrenmartin, dieser Sonneborn.

Schade, Udo Voigt (NPD) bekam heute kein Rederecht als Merkel im EU-Parlament war – weil ich seinen Slot hatte. Smiley!
Fun Fact am Rande: Meuthen hat sich hinterher noch beschwert, dass auch die AfD kein Rederecht hatte: „Betrug!“

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Da AfD und CDU einen Antrag zur Beschränkung der "Förderung linksextremistischer Veranstaltungen" gestellt haben, brachte Katharina König-Preuss (Linke) den Damen und Herren der konservativen und rechten Ecke mal die Bedeutung von Punkrock näher. Und zwar mit einem Wortbeitrag, in den insgesamt 30 Namen von Punkrock-Bands textlich eingeflochten wurden.
Punk ist also immer noch nicht tot. Punk verteilt verbale Schellen für die "Fuckin Faces der AfD" im Thüringer Landtag. 🤘

"Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuschauer und Zuschauerinnen am Live-Stream, die eine auf der Tribüne … Oi!"


via & via


Ich verneige mich vor diesen bewegenden Worten des Christian L und verleihe der Bundestagsklingel den Preis für den schönsten Troll-Move des Jahres. Gleichzeitig plädiere ich aber auch dafür, sie ab sofort immer ertönen zu lassen, wenn jemand von der AfD den Mund aufmacht. Würde uns viel Zeit und Ärger ersparen.

Sascha Lobo hat gestern auf der re:publica seine alljährliche Rede zur Lage der Nation geschwungen, in der er u.a. für einen sozialen Liberalismus plädiert hat (verlink ich euch hier, sobald das einzelne Video online ist). Mein Highlight war allerdings dieses Zitat, das ich genau so unterschreiben würde. Für maximale Toleranz. Und Menschlichkeit. Mit WLAN.


So von wegen die Kids von heute würden sich nicht für Politik interessieren - im Amiland schreibt sich aktuell eine eben erst 18 Jahre alt gewordene Emma Gonzales in die Geschichtsbücher ein, die sie eben noch in der Schule pauken musste. Und ich kann mich nur einem Kommentar anschließen, den ich gerade auf Twitter gelesen habe: This girl feels like Hope, Change and pure Power.


Ich würde ihn immer noch wählen, den guten alten Charlie. Besonders nach dieser Rede, die selbst heute (77 Jahre später) noch aktuell wirkt und aus der Trump, Putin und Erdogan noch einiges lernen könnten. Guter Mann.

Fuckin' wise words von Schauspieler Michael Rapaport, der den Nazi-Hipstern mit Bambus-Fackeln und Skinny-Jeans verbal eine verpasst. Und für mich der beste Rant gegen den ganzen Nazischeiß am Wochenende in Charlottesville. Ich wünschte mir ja, es gäbe mehr Promis, die sich so explizit gegen Rechtsextremismus aussprechen.


Der alteingesessene Internet-Punk Sascha Lobo mit seiner alljährlichen Stunde über die Netzkultur. Diesmal geht's u.a. um digitale Stammtische, hochemotionale Algorithmen und Diskussionsmechaniken mit Rechtsextremen. Und ja, ich weiß, so richtig sympathisch wirkt er irgendwie nie. Für Netzjunkies wie mich ist das ja dann aber doch immer sehr bereichernd. Und inzwischen ist seine Rede auf re:publica ja auch hier ein bisschen Tradition. Zudem scheint er ja mit seinen Diskussionsdebatten im Netz dann doch hin und wieder was zu erreichen.

Zusätzlich noch das kleine Sozial-Experiment mit ihm bei ZDFNeo (manipulieren.de), wo ich bisher aber nur mal reingeguckt habe. Es geht um Manipulation.

Eigentlich ist es eher eine Anekdote über Empathie als eine Ode darüber. Und eigentlicher ist es eine gar nicht mal unwitzige (und bebilderte) Abschlussrede des damaligen College-Abgänger David Foster Wallace. Der hat schon früh verstanden, was viele Menschen vielleicht nie verstehen: es dreht sich nicht alles nur um dich. Und darum möge die Empathie mit euch sein. Auch außerhalb des Supermarkts.

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