Burning Man 2020 ist dieses Mal ein "bisschen" kleiner ausgefallen und liefert das passende Symbolbild für den vergangenen Festivalsommer. Als ASMR-Video. Von einem Lil' Dumpster Fire.
Manchmal finde ich es ja schon etwas ernüchternd, dass unsere größte Waffe gegen eine Pandemie im Jahr 2020 immer noch exakt dieselbe ist wie vor 100 Jahren, als der Mund-Nasen-Schutz auch schon bei der Spanischen Grippe zum Einsatz kam und es übrigens auch schon damals dumme Menschen gab, die sich dagegen streubten.
Etwas mehr technischen Fortschritt kann man sich inzwischen aber mit dieser 300$-Maske von Iron Man gönnen, der im Gegensatz zu Batman kein Corona hat, weil er seine Maske nämlich wie ein echter Held auch über Mund und Nase trägt.
Immer wieder bewundernswert, wenn Leute in dieser so leeren Corona-Time zuhause unglaublich kreativ und sogar produktiv werden während man selbst nur die Zeit mit dem drölf Millionsten YouTube-Video totschlägt. Zum Beispiel mit diesem Cyberpunk-Clip von Andrew Finley, der die Quarantäne anscheinend für ein sehr stylisches Projekt genutzt hat:
Finally finished a personal project I’ve been working on for the past 4 months. It’s grown into a way larger endeavor than I initially intended going into it, but pouring myself into this project has been like a form of self-therapy to get through quarantine. The conceit of the project was that it was supposed to feel like a scene from a larger movie/game introducing a new environment for the first time.
Nachdem Virologen 2020 zu Influencern und der Corona-Podcast vom NDR bewiesen hat, dass es durchaus ein großes Publikum für wissenschaftlich komplexe Themen in Krisenzeiten gibt, fragt man sich ja, warum es eigentlich kein daily Klimawandel-Podcast der Öffentlich-Rechtlichen gibt (falls es daran liegt, keine Klima-Drostens zu finden, schlage ich einfach mal Volker Quaschning oder Maja Göpel vor;). Klima vor 8 soll zwar kein Podcast werden, dafür aber die ohnehin für fast alle belanglose Börse vor 8 ersetzen und für mich klingt es eigentlich ziemlich logisch, dass ein Sendeplatz kurz vor der Primetime eher mit einem akkuten Thema besetzt wird, das uns wirklich alle etwas betrifft. Bitte machen, liebe Öffis. Geld dafür ist nämlich schon da.
Wer hat in Deutschland Aktien? Wir nicht. Und wir sind nicht die einzigen, denn nur 6 % der Deutschen investieren direkt am Aktienmarkt. Wir heißen Lea und Sabrina, sind 20 und 22 Jahre alt und uns interessiert wie viele andere nicht primär der aktuelle Börsenkurs, sondern vielmehr der Erhalt und die Sicherung unserer Zukunft. Die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit und es bedarf dringend eines umfassenden gesellschaftlichen Wandels. Deshalb fordern wir von den öffentlich-rechtlichen Medien, ihre beste Sendezeit verstärkt der Problemlage und möglichen Lösungen zu widmen.
Die Apokalypse kann auch ganz schön sein. Zumindest in diesem wunderhübsch animierten Kurzfilm, in dem die gesamte Menschheit gemeinsam in den SonnenWeltuntergang schaut - und der eigenen Vergänglichkeit ins Auge sieht.
Und ich mag ja die Idee, sich das ganze Spektakel mit einem Bier in der Hand und einem vollen Kasten daneben zu geben, den man - je nachdem - allerdings sehr schnell trinken muss. Ein besserer Abgang, als auf das Ende der Welt anzustoßen und ihm entgegenzuprosten, würde mir jedenfalls auch nicht einfallen.
If there’s one thing we’ve learned in 2020, it’s that things are hard… and that we’re in it together.
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Meine zwei Lieblingstransformationswissenschaftler Harald Welzer und Maja Göpel sind sich beim Kneipen-Talk vom WDR begegnet und haben ein bisschen über Corona, den Klimawandel und die eigentlich so schön sein könnende Zukunft geplaudert. Inklusive einem Single-Malt und einem Gin-Tonic.
2020 ist nicht nur das Jahr, in dem wir uns nochmal entscheiden können, das Pariser Klimaabkommen auch wirklich einzuhalten während wir gleichzeitig alle unsere erste Pandemie erleben. Es ist auch das erste Jahr, in dem alles leise wurde und DJing zwischendurch fast weltweit illegal wurde. In der ARD-Mediathek, in der sich gerade anscheinend nicht nur ein paar gute Filme verstecken, gibt es eine sehr schöne Doku darüber, wie es so ist, wenn deine Leidenschaft, mit der du deine Miete bezahlst, plötzlich verboten ist und du nur noch in leeren Hallen oder vor hupenden Autos weitermachen kannst.
Und falls ihr euch fragt, was die ganzen Techno-DJs eigentlich während der Lockdown-Zeit gemacht haben, nachdem sie jetzt wieder vor nicht tanzenden Menschen spielen dürfen: nun, zum Beispiel einen in der Quarantäne gestarteten Podcast von Techno-DJs hören, hat mir ein befreundeter Techno-DJ erzählt (sei gegrüßt, Thomas).
Die DJs Dominik Eulberg und Pantha du Prince gehören zu den erfolgreichsten Techno-Musikern Deutschlands und sind gefeierte Legenden. Pantha du Prince kommt gebürtig aus Nordhessen, Dominik Eulberg aus dem Westerwald. Was sie in ihrer Musik verbindet, ist die tiefe Liebe zur Natur. Sie widmen ihre Songs den komplexen Kommunikationssystemen der Bäume und besonderen heimischen Tierarten. Es geht ihnen in ihrer Musik auch darum, Menschen wieder für die Natur und ihre schützenswerte Schönheit zu begeistern.
Gerade langweilt mich 2020 ja schon sehr hart und die Aussicht auf einen nicht nur kalten, sondern auch sehr einsamen Winter mit möglichst wenig Kontakt mit Menschen, der mir zugegebenermaßen ganz schön fehlt, macht das alles auch nicht besser.
Wie gut, dass es da jemanden wie Marc Rebillet gibt, der im Prinzip sowas wie Ned Flanders auf Ecstasy ist und mir immer gute Laune bringt, wenn er mir - entweder halbnackt oder im Bademantel - im Netz begegnet. So auch bei dieser - für seine Verhältnisse sehr (be)ruhigen(den) Nummer von ihm. ...weiterlesen "Marc Rebillet – Don’t Worry"