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Über zwei Millionen Menschen sind mittlerweile an oder mit durch Corona gestorben. Das ist eine so furchtbar hohe Zahl, dass man sie sich eigentlich gar nicht vorstellen mag oder kann. Umgerechnet sind das jedenfalls über 6500 Flugzeugabstürze in 9 Monaten (und mehr als 20 pro Tag). Über das Schicksal der Verstorbenen bzw. der leidenden Angehörigen wird dafür allerdings verhältnismäßig wenig berichtet.
Eine Krankenschwester und Poetry-Slammerin aus Dillenburg hat einigen von ihnen nun ein Gedicht gewidmet. Und eigentlich wäre mir das unter "normalen" Umständen ein wenig zu kitschig, es trifft aber in diesen Zeiten genau den Weltschmerz, der mir in der ganzen Pandemie-Debatte bisher zu oft gefehlt hat.

Bald ist es ein Jahr her, dass Corona unser Wohnheim Niederscheld in eine Art Schockzustand versetzt hat. Zehn Menschen mit Behinderungen und 16 Lebenshilfe-Mitarbeiter wurden damals positiv auf Covid-19 getestet. Drei der Bewohner verstarben im April.
Livia Warch ist Krankenschwester und Mitarbeiterin der Lebenshilfe Dillenburg. Sie hat in dieser belastenden Zeit im Wohnheim ausgeholfen. Was sie dort erlebt hat, hat sie nicht losgelassen. Daher hat sie das Erlebte in einem Gedicht verarbeitet. Ein Gedicht für einen unserer verstorbenen Bewohner. Ein Gedicht, das uns alle angeht.
Denn das Virus ist noch da und eine ständige lebensbedrohende Gefahr – vor allem für die von uns betreuten Menschen, die zur Hochrisikogruppe gehören. Wir können alle etwas tun. Danke an alle Menschen, die in dieser Zeit für andere da sind!


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Es gibt eine Maschine, die nicht nur über die Zeit, sondern auch über unser aller Leben herrscht: Der Wecker. Die vermutlich meistgehasste Erfindung der Menschheit, die immer ausgerechnet dann klingelt, wenn es am schönsten ist - und dazu führt, dass sogar unsere Augenringe Augenringe tragen.
Alles Uhrensöhne, alter. Also, alle außer Alex Burhkhard natürlich. Der ist Poetry Slammer. Und wahrscheinlich ist er gerade auch sehr müde. Guten Morgen.


Anscheinend steht irgendwo geschrieben, dass jeder, der mal 15 Minuten Fame hatte, auch dazu verpflichtet ist Musik zu machen. Oder man verdient mit Gedichten einfach nicht genug Geld und für die Glückskeksfabrik hat's nicht gereicht. Jedenfalls macht Julia Engelmann jetzt auch Musik, die wie Jim Pandzko klingt, der wie Max Giesinger klingt.
Nix Neues also. Bis auf eine Sache. Die YouTube-Kommentare sind diesmal ausnahmsweise nicht superdumm, sondern hier und da sogar 'n Smiley wert. Das erlebt man auch nicht alle Tage. Danke dafür, Julia. Eines Tages wirst sicher auch du darüber lachen und so. Weißt du ja.


Ich bin ja einer dieser Menschen, die über Umwege von Berlin nach Hamburg gezogen sind und beide Städte eigentlich ganz gerne mögen. Gut, Wetter und Fußball kann Hamburg jetzt nicht so, dafür fährt man aber, weil alles ein bisschen kompakter ist auch nicht stundenlang durch die Gegend, wenn man sich mal "kurz" auf'n Kaffee trifft. Der Döner ist hier im Norden zwar kleiner und schmeckt nur halb so gut, ist dafür aber wenigstens doppelt so teuer als in Berlin.
Aber hey, wir haben einen richtigen und schönen Hafen, den motherfukkin' G20 überstanden (welche Stadt kann das schon von sich behaupten?) und hier leben die wenigsten AfD-Wähler aller Bundesländer, Diggers. Macht das erstmal nach, ihr Berliner. Oder hört euch einfach den ganzen Text vom Slammer Sebastian Lehmann an. Ist nämlich auch was für euch. ...weiterlesen "Über seltsame Menschen, die Hamburg nicht mögen – und Berlin"


Okay. Der Witz ist ist nur so semi-witzig und eigentlich nicht wert, ihn zu teilen. Aber alles davor Gesagte verdient dann doch wesentlich mehr Aufmerksamkeit als die aktuellen 999 Klicks, die das Video von Nico hat (ich war unter den ersten 1000, die's gesehen haben - yay).

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Gelungener Text von Slammer Nico Semsrott über das seltsame Völkchen der AfD-Wähler und deren noch seltsameren Problemlösungsansätze. Inklusive einem schönen Gruß an Bernd Höcke, der deutsche Poesie bestimmt auch total super findet.

"Wir glauben, dass Morden schlecht ist - Töten durch unterlassene Hilfeleistung aber gut."

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Ein neues Fölgchen (+ alle anderen via Playlist hinterher) von der Bettkante. Ohne Bett. Und ohne Kante. Dafür aber Akkustik-Comedy. Mit Gitarre. Und Friedemann Weise.

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Ein Playliste aus Bettkantengedanken von Friedemann Weise, die sich aus irgendwas zwischen Poetry Slam und Flachwitz zusammensetzen. Also, im Prinzip ein bisschen wie gute Tweets. Nur eben auf YouTube. Und mit Gitarre.  

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Jan Böhmermann
keept den shit real und parodiert kurzerhand ein Video, was in den letzten Tagen erst durch die Blogs, dann durch die Online-Zeitungen und schließlich auch durch die Büros und Schulhöfe gegangen ist. Die Rede ist von der viral gegangenen Julia Engelmann und ihrem Poetry-Slam-Text: One Day.
Ab Sekunde 20 des Clips hört ihr nun die trockene Böhmermann'sche Interpretation von Internet-Poesie, die man - as always - nicht allzu ernst nehmen sollte (Parodie und so). Trotzdem findet sicher auch ihr das berühmte Körnchen Wahrheit, das irgendwo zwischen den Zeilen versteckt ist.

 

"Eines Tages, Baby, werden wir alt sein. Und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen könne. Google-Suche, Dawanda-Shop, meine Ebay-Auktion läuft gleich aus. 
Doch dann Baby, kam das nächste süße Katzenvideo und die nächste Masturbationsgelegenheit… und am Ende Baby haben wir das Video vergessen, das sentimentale Video, von der süßen Poerty-Slammerin aus Bremen…"