Offenbar hat jemand ein paar Fragen zu Twitter und sie von daher direkt ans Hauptquartier in San Francisco projiziert. Keine Ahnung, wer dahinter steckt und ob er oder sie sich von Shahak Shapiras Aktion hat inspirieren lassen (oder andersrum). Die Fragen kann man sich aber in Zeiten, in denen ein Präsident Androhungen von einem nuklearen Krieg als Tweet absendet ruhig mal fragen.
Laut Twitterrichtlinien ist die Androhung von Gewalt jedenfalls verboten. Ob Twitter tatsächlich was dagegen tut, ist die andere Sache.


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Shahak Shapira hat im vergangenen halben Jahr über 450 rassistische, homophobe und andere Hass-Tweets gemeldet, von denen nur sehr wenige gelöscht wurden. Eine Antwort von Twitter bekam er nur ganze 9 Mal. Um darauf aufmerksam zu machen, dass Hatespeech nicht nur auf Facebook, sondern leider auch auf Twitter ein Problem ist, sprühte Shahak aus Protest 30 jener nicht-gelöschten Tweets genau vor die Twitterzentrale in Hamburg.


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Ihr kennt die Jungs vielleicht. Vor einiger Zeit haben sie mal ein Zimmer in einem U-Bahn-Schacht gepflanzt. Nun hat arteTracks sich Rocco und seine Brüder mal vorgeknüpft und einen Beitrag über ihre außergewöhnlichen und provokanten Guerilla-Art-Konzepte gebastelt.

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Mein-Grundeinkommen.de sammelt per Crowdfunding Geld, um Menschen das BGE zu ermöglichen. Immer, wenn 12.000€ zusammengekommen sind, bekommt eine ausgeloste Person 1 Jahr lang 1000€ pro Monat. Das Projekt läuft seit 2 1/2 Jahren und mittlerweile sind sie kurz davor, den 78. "Auserwählten" finanziell zu unterstützen. Und ihr könnt entweder auch was spenden - oder aber selber bei der Verlosung teilnehmen.

Find' ich gut - und hoffe weiterhin, dass das Bedingungslose Grundeinkommen, welches wohl gerade in einer Art Testphase ist, den Test besteht und sich irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft durchsetzt.

Posted by Hamburger Gabenzaun am Hauptbahnhof on Mittwoch, 1. Februar 2017

Schöne Umfunktionierung: Aus einem Absperrzaun, der von der Stadt ursprünglich hingestellt wurde, um Obdachlose vom Hauptbahnhof fernzuhalten, ist seit ein paar Tagen ein Gabenzaun für Bedürftige geworden.
Jeder kann dort ohne großen Aufwand Lebensmittel, Klamotten oder Geld in Tüten verpackt hinhängen. Und jeder, der es braucht, kann es sich einfach nehmen. Toll. So leicht macht man aus Scheiße Gold.
"Laut den Initiatoren wird die Idee von Beginn an sehr herzlich von vielen Obdachlosen angenommen. Ziel der Gruppe ist die Integration eines festen Gabenzauns an dem Ort. In anderen Städten gibt es bereits ähnliche Projekte, die Vorbild für das Hamburger Vorhaben waren. Eines bekanntesten Beispiels ist der „Soziale Zaun“ in Darmstadt."

Posted by Hamburger Gabenzaun am Hauptbahnhof on Mittwoch, 1. Februar 2017

Morgen, an Halloween, findet in Leipzig eine Kostüm-Demo gegen den leider ganz realen Rassismus-Horror in Sachsen statt: Spuk auf Rechts! Und ich finde den Titel ja so gut, dass ich gerne dafür Werbung mache. Hier der Facebook-Link mit allen Infos. Hoffen wir mal, dass es ein bisschen was gegen die vielen gruseligen Nazigestalten im Osten hilft.

"Es ist Halloween und wir rufen alle kleinen und großen Geister, alle Spukgeplagten und alle Mutigen auf, zusammen zu kommen und mit einer kraftvollen Demonstration den völkischen Geist zu vertreiben, der das Leben in Sachsen immer wieder zum Alptraum macht.
Wir freuen uns mit allen Menschen, die dafür gesorgt haben, dass LEGIDA nur noch ein Untoter ist, der sich alle paar Monate mal aus seinem feuchten Grab bequemt, ein paar Grusellaute durch die Straßen grunzt und von Woche zu Woche immer mehr zu Staub zerfällt."
- Fräulein Wunderlich

Seit mittlerweile einigen Jahrzehnten beseitigt die 70-jährige Irmela Mensah-Schramm in ganz Deutschland Aufkleber und Schmierereien von Nazis & PEGIDioten. Ihr Slogan ist: "Wer von Asylflut redet, hat Ebbe im Gehirn". Und bisher wurde sie für ihren Einsatz immer nur gelobt und sogar insgesamt 9 mal ausgezeichnet (u.a. mit der Bundesverdienstmedaille). 
Nun wurde es einem Berliner Gericht aber wortwörtlich zu bunt. Denn Zivilcourage zeigen ist eine Sache, aber doch bitte nicht in pink. Das ist nämlich laut Gericht ganz klar ein Strafbestand und bedeutet in dem Fall ein Jahr auf Bewährung (und Verfahrenskosten):

"Der Richter sah in der Art der Verfremdung den Straftatbestand der Sachbeschädigung erfüllt. Denn, so die Begründung, ein Buchstabe und ein Herz, das einen Punkt unter einem Ausrufungszeichen darstellt, wären viel größer als der ursprüngliche schwarze Schriftzug gewesen. Außerdem habe die Rentnerin die auffällige Farbe Pink verwendet."

Die Sprayer-Oma zeigt sich davon allerdings recht unbeeindruckt und kündigt an, weiter zu machen. Aufhören tut sie nämlich erst, wenn alles beseitigt ist. Sehr lobenswert.

"Es gibt zwei Möglichkeiten: die Ordnungskräfte so lange zu nerven, bis sie tätig werden. Wenn sie nicht tätig werden, dann mache ich das wieder, übermale ich es. Und ich habe gesagt, ich gehe dafür ins Gefängnis, wenn es sein muss. Dieser Staat muss seiner Verpflichtung nachkommen. Und das tut er nicht."

Und damit ihr sehen könnt, was die sympathische Rentnerin sonst noch so für tolle Arbeit leistet, hier noch ein kleines Filmchen über sie:

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Was ist das für 1 Jubiläum? 25 Jahre Kinderarmut! Yäy! o/

PS: Steckt natürlich mehr dahinter - Infos zur Kampagne (der alten Feuerwache) unter diesem Link.

Wenn ihr Hakenkreuze findet: Macht daraus den Anti-Nazi-Man! pic.twitter.com/TY9199twcl

— HOSE | Jens (@Baumwollhose) 29. Mai 2016

Aus Scheiße Gold (oder einen Superhelden) machen, ist oft viel einfacher als man denkt. Manchmal genügen sogar schon ein paar Kritzelein - und schon sieht die Welt wieder etwas besser aus.
PS: Passend dazu die shöne Aktion vom Graffitistore Legacy BLN mit ihrem ebenso schönen PaintItBack-Projekt, das längst mal hier hin sollte (besser spät als nie und so):

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Schöne neue Aktion von Rechts gegen Rechts bzw Hass hilft. Aus jedem rassistischen Hasskommentar wird via Link-Antwort darauf eine 1€-Spende an bundesweite Flüchtlingsprojekte und ein Aussteigerprogramm für Nazis abgegeben. Mit von der Partie sind u.a. FC St. Pauli, HoGeSatzbau und BigFM.
Bisher kriegen die Beteiligten allerdings nur semi-gut hin zwischen menschenverachtender Hetze und Meinungsäußerung zu unterscheiden. Im schlimmsten Falle entsteht aber eben auch da eine kleine Spende. Also halbsowild. Genügend rassistische Kackscheiße wird nämlich definitiv auch gefunden. Und aus Scheiße Geld machen finde ich ja generell super.
Auf der Projektseite gibt es einen aktuellen Spendenstand, eine Timeline der permanent eingehenden Hasskommentare und weitere Infos. Das Projekt wird u.a. von Facebook unterstützt.

"Das Internet wird derzeit mit rassistischen und fremdenfeindlichen Kommentaren geflutet. Wir haben etwas dagegen. Eine ganz einfache Idee. Wir präsentieren: HASS HILFT – die erste unfreiwillige Online-Spenden-Aktion. Die Idee dahinter: Wir machen jeden menschenverachtenden Kommentar zu einer 1 EURO SPENDE. Für Flüchtlingsprojekte der „Aktion Deutschland Hilft“ und „EXIT-Deutschland“, einer Initiative gegen Rechts."

 
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Die Hooligans gegen Satzbau leisten auf ihrer Seite grammatikalisch und menschlich korrekte Arbeit. Und ich bin ja kein Grammatiknazi, aber... die kann man ruhig mal ein bisschen dabei supporten, wenn man denn kann.
Da, wenn ihr (mehr wissen) wollt: http://hogesatzbau.de/krautpfanding/.
Stichworte: Bildung, Rechtsextremismus, Hatespeech, Satire, Zivilcourage. 

Die orthographische Weltherrschaft ist in Gefahr und die Hooligans brauchen deine Hilfe. Triefende braune Retronazis und Reichszombies lechzen immer lauter nach Hilfe und unsere Kräfte schwinden. 

Werde Teil der Hooliganbewegung, sei „Praut Tu Bi Kraut“ und schnappe dir Postkarten Pakete, Poster, Hakenschuhe, oder gar einen exklusiven Spieleabend mit den Hooligans!

Das "AfD wählen ist so 1933"-Plakat, das letzte Woche (zurecht!) durch alle Kanäle ging, hängt also in Leipzig. Verantwortlich für die Nacht-und-Nebel-Aktion war eine Bei-Nacht-und-Nebel-Aktion. 
Und ich weiß - Dinge von letzter Woche sind für euch aus der Steinzeit, aber - Ehre wem Ehre gebührt und so. Zumal die Aktion ja auch nicht nur aus einem Plakat bestand. Weitere solcher barbara'esken Nummern sollen übrigens folgen. Ich bin gespannt. 


Fotos by Bei-Nacht-und-Nebel
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