In einer Pandemie ist das Wichtigste anscheinend das Weihnachtfest, damit Santa u.a. dem Amin aus NRW und der Jana aus Kassel dieses Jahr hoffentlich ein Geschichtsbuch schenken kann. Das Böllerverbot mutiert derweil zum neuen Tempolimit. Und alle warten weiter sehnsüchtig, dass dieses Jahr vorbeigeht und der Impfstoff bald ballert. Twittwoch #48.

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Aus absurden und bitteren Wortfetzen von Merkel & Co diese Pandemie versamplet: Producer Rasmes macht seit der StayHome-Season im März YouTube-Remixe, als wäre er ins Jahr 2012 zurückgereist und liefert nun regelmäßig kleine Coroni-Hits. Schön, dass wenigstens das Internet aus dieser ganz Virus-Scheiße noch ein paar schöne Dinge zaubern kann.



So wie es auf dieser russischen Cyberpunk-Farm aussieht, hatte ich mir das Jahr 2020 ja eigentlich vorgestellt. Ein optisch abgefuckter und durchaus realistischer Sci-Fi-Mix aus Neil Blomkamp & Simon Stålenhag. Schade, dass wir stattdessen eine langweilige Pandemie bekommen haben.

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Wahre Worte meiner Lieblings-Transformationswissenschaftlerin Maja Göpel, die wie vermutlich alle Wissenschaftler in Zeiten von Corona & Klimawandel manchmal an der Menschheit verzweifeln könnte. I feel your anger, Science.

Eigentlich hat Sarah Bosetti schon alles gesagt, was es zu diesen ganzen beschämenden Vergleichen der Covidioten zu sagen gibt. Aber dieser Clip von der letzten Trottel-Demo der Corona-Leugner sieht nicht nur aus wie ein unglaublich schlechter Poetry Slam - es ist auch ein sehr befriedigender Real-Life-Sketch über das Jahr 2020, in dem selbst einem vermeintlichen Ordner vorort bei einer mehr als peinlichen Rede alles zu blöd wird.
Und für mich mutiert er ja zu einem kleinem Helden, als er ihr während seines entschiedenen Abgangs die Meinung geigt, die selbsternannte "Widerstandskämpferin" sich anschließend weinend umdreht und mit dem Fuß aufstampfend von der Bühne rennt. Tja. Wahrscheinlich wurde es dieses Jahr schon sehr oft gesagt, aber Meinungsfreiheit heißt eben auch, dass andere meinen können, dass deine Meinung gequirlte Scheiße ist, liebe Jana.

Gerade in meine Zukunftsmusik-Playliste geaddet, in der mittlerweile 7 Jahre alte Songs drin sind und den schleppend drückenden Sound als sehr treffend für meine November-Stimmung 2020 empfunden, die sich in einer einsamen Freitagnacht die Lichter der Stadt zurückwünscht: Silent_Prod.'s Version von Leave The Lights On.

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Sarah Bosetti hat ein sehr schönes Format, in dem sie regelmäßig verbale Post austeilt. Diesmal verbrieft sie die Covidioten unter die mit Nazis marschierenden Corona-Kindergeburtstagsdemos. Und vielleicht sollte man sich ja auch einfach mal als sehr glücklich schätzen, wenn das Schlimmste, was man je durchmachten musste tatsächlich das bissi Maske tragen und eine ausgefallene Party ist.

Und das sind die Worte, die ein langjähriger Wissenschaftler wählt, wenn er nach 8 Monaten Pandemie immer noch Mathematik-Grundkurs-Aufgaben erklären muss. Drosten kennt sich offenbar nicht nur mit Corona-Viren aus und hat Besseres zu tun, als die BILD zu lesen, sondern ist auch in der Lage, Twitter-Diskussionen mit nur wenigen Worten - final - zu beenden. Jetzt schon mein Schlusswort für 2020.

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3Plusss wütet 20 Minuten über harte Bretter mit viel Bässen und füllt damit seine NSFW-Platte mit einer dicken Ladung neuer Songs auf. Und ich fühle diesen druckvoll ballernden Zyniker-Modus ja sehr gerade.

Neben den United-We-Streams und einigen stabilen Botschaften der Columbia-Halle war das Letzte, was ich von den Berliner Clubs gehört habe ja, dass in irgendeinem großen Schuppen, der eine halbe Million Corona-Hilfsgelder bekommen hatte, zwei Corona-Partys aufgelöst wurden - was für mich schon alles wirklich sehr nach Berlin klang.
Dank Arte Tracks, die nicht nur auf jetzt noch illegaleren Raves unterwegs waren, sondern u.a. auch mal im MenschMeier nachgeschaut haben, in dem ich auch mal betrunken war, bin ich aber nun wieder auf dem aktuell nicht besonders gut aussehenden Stand.
Und na klar ist das Berghain zum Beispiel eine Kunstgallerie, weil Kunstgallerien scheinar nicht zur Kulturbranche, sondern zum Einzelhandel zählen und deshalb aufhaben (lel). So oder so hoffe ich ja trotzdem immer noch sehr, dass es 2021 noch alle Clubs gibt, in die ich dann irgendwann wieder ganz dringend rein will.

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Schöne Geschichte: Ein Spielzeugmacher aus Sachsen hat dem dies Jahr besonders viel beschäftigten Virologen und Institutsdirektor der Berliner Charité als Räuchermännchen verewigt. Und offenbar wurde der Miniatur-Drosten mit dem rauchenden Kopf schon so oft als Weihnachtsgeschenk bestellt, dass der Hersteller erst im nächsten Jahr wieder liefern und durch den Erfolg wohl Mitarbeiter vor der drohenden Kurzarbeit bewahren kann. The Hype is real.

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