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Das Internet hat hart gekämpft, 200.000 Demonstranten, 5.000.000 Unterschriften und etliche Experten wurden am Ende aber einfach hart wegignoriert und das EU-Parlament beschließt nun endgültig die neue Urheberrechtsreform samt aller fragwürdigen Artikel (trotz grandiosem Einsatz von Julia Reda). In der FAZ ist währenddessen von einem Uploadfilter-Gas-Deal die Rede, der alles nicht besser macht. Die ohnehin schon beschissene Urheberrechtslage im Netz wird also nun noch beschissener, Verlage bekommen noch mehr Kohle, kleine Künstler müssen irgendwie zusehen und wir leben wieder in einem Neuland vor unserer Zeit und reisen in die Ära der alten Medien zurück.
Die Richtlinie muss innerhalb von 2 Jahren umgesetzt werden und ich habe noch absolut keine Ahnung, inwiefern das dann auch mein Blögchen betrifft, da es zumindest älter als 3 Jahre ist und damit schon in diese grützige Steinzeit-Reform reinfällt. Und vielleicht erfindet ja bis dahin einfach jemand ein zweites Internet, das wir dann nicht von lobbygesteuerten Faxgerät-Benutzern in Anzügen kontrollieren lassen? Am 26. Mai können wir uns jedenfalls alle erstmal revengieren. Da sind Europawahlen. Die Bots sind enttäuscht und lassen auf Twitter gerade #GehtWählen trenden. Einer von ihnen heißt Edward Snowden.

