Starkes Artwork von mjhiblenart, das den Mittelfinger gegen das Virus erhebt, das die ganze Welt in Quarantäne geschickt hat und alles in den Ausnahmezustand versetzt hat. Fick dich, Corona. Fick dich sehr sehr hart.
Kategorie: Allgemein
Slavoj Žižek – The End of Capitalism as we know it

Slavoj Žižek, seines Zeichens unterhaltsamer Gesellschaftkritiker, anarchischer Philosoph und radikaler Psychoanalytiker aus Ljubljana und sowas wie der slowenische Adorno fordert wie gewohnt einen konsequenten System-Wandel. Der personifizierte Albtraum von Christian Lindner prophezeit das Ende vom Late-Stage-Kapitalismus, so wie wir ihn kennen hin zu einer solidarischen Globalisierung aller Nationalstaaten. Außerdem spricht über Brintey Spears als Stimme der Revolution, und ein paar Dinge, die wir uns beim Kommunismus abgucken können und darüber, dass nicht ale Deutschen Nazis sind, but "they are also good organisers.".
Ich weiß nicht, wie wir ein demokratisches und für alle faires Wirtschafssystem hinbekommen, finde aber, dass ein System, das nahezu komplett zusammenbricht, nur weil einmal alle ein paar Wochen zuhause sind, grundsätzlich schon falsch klingt. Warum wir unser Gesundheitssystem jemals in die unsichtbaren und vermutlich nicht mal desinfizierten Hände des Marktes gelegt haben, von dem wir bereits lange wissen, dass er sich manchmal einen Scheiß um uns kümmert und oft eiskalt und brutal agiert, habe ich allerdings ohnehin noch nie verstanden. Auf Twitter habe ich letztens ein Foto von einem Graffiti-Schriftzug aus Japan gesehen, der mir dazu gerade passenderweise einfällt und eigentlich alles auf den Punkt bringt, was es auch im Bezug auf die Klima-Krise dazu zu sagen gibt: "Things shouldn’t go back to normal because the normal we had before was the problem".
"by communism I don't mean soviet union central committees, I mean simply these 3 things: relatively efficient state which has the power to violate the market rules, to organize healthcare and so on... supplemented on the top with strong, active international cooperation, and at the bottom with local mobilization."
Corona-Serie: DRINNEN – Im Internet sind alle gleich

Das ging schnell: erst kürzlich hab ich mit 'ner Freundin darüber gesprochen, dass auch Filme und Serien demnächst wohl anders aussehen werden, weil ja auch die sich bei der Produktion von was auch immer den aktuellen Bedingungen anpassen müssen, um weiter Content abliefern zu können und wir deshalb vermutlich bald auch da nur noch Menschen in Home-Offices aus der allgegenwärtigen Bildschirm-Perspektive bewundern dürfen.
Nun - diese neue ZDF-Serie ist so ziemlich genau das: DRINNEN - Im Internet sind alle gleich. Und ich glaube zwar, dass uns diese Facecam-Optik samt Emoji?Überdosis noch irgendwann ganz schön hart nerven wird, mag aber dennoch diesen notgedrungen kreativen Umgang mit der Krise und, dass man hier sogar so weit mitgedacht hat, dass man täglich nur eine neue Folge produziert, um auf die sich irgendwie ständig ändernde Lage reagieren bzw. sie on the fly einbauen zu können. Macht irgendwie auch Sinn, in filmisch-dystopischen Zeiten wie diesen einfach die Realität den Job des Drehbuchschreibers übernehmen zu lassen.
Die 35-jährige Charlotte (Lavinia Wilson) wollte ihr Leben umkrempeln, und zwar so richtig. Mit ihrem Job in der Werbeagentur hadert sie schon lange und mit ihrer Familie läuft es auch nicht rund. Wie sehr es in ihr brodelt, weiß allerdings nur ihre beste Freundin. Und vielleicht ist das ganz gut so, denn plötzlich kommt die Pandemie und alles wird anders. Eigentlich wollte Charlotte einfach nur raus. Raus aus dem Job, raus aus der Ehe, aber jetzt muss sie erstmal inne halten und bleibt DRINNEN.
Quarantäne-Konzert: Das Ding ausm Sumpf
Vor gerade mal 5 Wochen war ja ich noch auf einem Konzert. Schon damals war mir aufgrund von Corona ein bisschen mulmig, dort hinzugehen, weil es aber nur ein kleines Konzert für ausgewählte Gäste war und ich die Tickets geschenkt bekommen hatte, ging ich hin. Und auch wenn ich es heute wohl never ever wieder so machen würde, haben es zumindest meine Ohren keineswegs bereut.
Gespielt hat dort nämlich das Ding ausm Sumpf, das kurz danach die komplette gerade erst gestartete Tour absagen musste. Ihr wisst, wieso. Und genau dieses Ding sitzt nun auch in Quarantäne und hat wohl das beste daraus gemacht, was so ein Musiker aus dieser Situation eben machen kann. Ein natürlich live-gestreamtes Konzert - und einen eigenen Quarantäne-Song, den ich gerade in meine nicht exponentiell, aber durchaus wachsende Coroni-Playliste gedingst habe. This puts the Tanz in Distanz.
Alle sagen jetzt die ganze Zeit: haltet die Ohren steif. Bleibt gesund. Ich sag das auch. Aber wir waren ja noch nie in dieser Situation. So krass. Vor zwei Wochen: Mein Album kam raus. Und jetzt: 30 Konzerte abgesagt. Wir sind jetzt zuhause. In Quarantäne. Ausgangssperre. Und ich bin mit dem „Nichtstunkönnen“ komplett überfordert.
Am Mittwoch kam die Idee meinem Blues musikalisch ein Zuhause zu geben. 14 Mukker*innen und ein Cutter aus meinem Freundeskreis fanden sie gut. Und unfassbarerweise können wir euch heute schon Song und Quarantäne-Video präsentieren. Ich bin nicht nur über das Ergebnis beglückt, sondern vor allem von der Message, die diese Gemeinschaft mit ihrer Energie und ihrer Kreativität in diesen Zeiten sendet. Danke, Leute, dass ihr dabei seid. Lieber Schwarm, checkt sie alle bitte aus, sie sind großartig.
Auch wenn wir hier gerade in Quarantäne sitzen, würden wir euch hiermit gerne anstecken! Genießt die Zeit, macht, was euch in den Sinn kommt, oder macht einfach nichts. Denkt an die, denen es gerade schlecht geht, ob gesundheitlich oder finanziell.
via
„DEUTSCHE BEHÖRDEN SIND ENTSETZT“ !
"Die Aktivisten der "Alan Kurdi" haben 150 Menschen auf dem Mittelmeer gerettet - trotz Coronakrise.
DEUTSCHE BEHÖRDEN SIND ENTSETZT, Malta und Italien verurteilen die Aktion. Und keiner lässt die Flüchtlinge an Land." (spiegel)
Oh welch ein Zufall, das bin ich nämlich auch. Entsetzt. Davon, dass jemand entsetzt darüber sein kann, wenn Menschen das Leben gerettet wird. Davon, dass wir die "Oder soll man es lassen?"-Zeiten anscheinend immer noch nicht hinter uns gelassen haben. Davon, dass man offenbar überrascht davon ist, dass es nicht alle einfach hinnehmen, wenn Menschen jämmerlich verrecken, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Davon, dass uns wichtiger ist, in einer Pandemie unbedingt möglichst billigen Spargel mit cremiger Hollandais-Sauce wegschlemmen zu können als Menschenrechte für alle zu bewahren. #LeaveNoOneBehind.
Es ist nicht alles schlecht
Good News Everyone: Es gibt tatsächlich auch noch Dinge, die positiv und keine Corona-Tests sind.
Die erste Regel des Fight Clubs lautet: Wasch deine Hände

Die erste Regel des Fight Clubs lautet: Wasch dir deine Hände. Die zweite Regel des Fight Clubs lautet: Wasch dir deine Hände. Und zwar mit Seife. Der Film über die Flucht aus dem Alltag, das Projekt Chaos und die vielleicht wichtigste Chemie-Waffe im Kampf gegen all die klitzekleinen Dinge, die uns krank machen. Immerhin ist Seife auch das Mittel, das die bisher größte Pandemie der Menschheit bezwungen hat: die Pest. Und auch Viren lässt sie - wie die gesprengten Bankenhäuser der Skyline am Ende des Films - in sich zusammenfallen und tötet sie ab. Ein Hoch auf die Soap.
"Nicht alle Desinfektionsmittel helfen gegen alle Viren. Seife hilft gegen alle Viren, auch Bakterien und sogar einige Parasiten." (deutschlandfunknova)
Meine Quarantäne-Playlist
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Alle sitzen gerade zuhause und basteln Quarantäne-Playlisten aus Songs, die vor der Corona-Pandemie geschrieben wurden und dennoch zur aktuellen Lage wie die desinfizierte Faust aufs Auge passen (zumindest auf spotify). Challenge accepted, dachte ich mir und habe das dann auch einfach mal gemacht. Mit einem Mix aus menschenlosen Endzeit-Masken-Rap - und Zombiefilmen-Soundtracks. Falls ihr euch infizieren lassen wollt - mit Ohrwürmern (und falls ihr neue Songs wollt, da). ;o)
K.I.Z. feat. Henning May - Hurra die Welt geht unter
AnnenMayKantereit - Ich geh heut nicht mehr tanzen
(Disko) Degenhardt - Zuhause
TUA - Vorstadt
Die Orsons - Lass Uns Chillen
Deichkind - Hauptsache nichts mit Menschen
Sido - Ich und meine Maske
KUMMER feat. Max Raabe - Der Rest meines Lebens
Jan Delay - Die Welt steht still
MC Hammer - U Can't Touch This
Richard Cheese - Down with the Sickness (Disturbed Cover)
Jim Carroll - People Who Died
R.E.M. - Its the End of the World as We Know it
City - Am Fenster
The Cranberries Zombie
The Doors - The End
