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Das ging schnell: erst kürzlich hab ich mit 'ner Freundin darüber gesprochen, dass auch Filme und Serien demnächst wohl anders aussehen werden, weil ja auch die sich bei der Produktion von was auch immer den aktuellen Bedingungen anpassen müssen, um weiter Content abliefern zu können und wir deshalb vermutlich bald auch da nur noch Menschen in Home-Offices aus der allgegenwärtigen Bildschirm-Perspektive bewundern dürfen.
Nun - diese neue ZDF-Serie ist so ziemlich genau das: DRINNEN - Im Internet sind alle gleich. Und ich glaube zwar, dass uns diese Facecam-Optik samt Emoji?Überdosis noch irgendwann ganz schön hart nerven wird, mag aber dennoch diesen notgedrungen kreativen Umgang mit der Krise und, dass man hier sogar so weit mitgedacht hat, dass man täglich nur eine neue Folge produziert, um auf die sich irgendwie ständig ändernde Lage reagieren bzw. sie on the fly einbauen zu können. Macht irgendwie auch Sinn, in filmisch-dystopischen Zeiten wie diesen einfach die Realität den Job des Drehbuchschreibers übernehmen zu lassen.

Die 35-jährige Charlotte (Lavinia Wilson) wollte ihr Leben umkrempeln, und zwar so richtig. Mit ihrem Job in der Werbeagentur hadert sie schon lange und mit ihrer Familie läuft es auch nicht rund. Wie sehr es in ihr brodelt, weiß allerdings nur ihre beste Freundin. Und vielleicht ist das ganz gut so, denn plötzlich kommt die Pandemie und alles wird anders. Eigentlich wollte Charlotte einfach nur raus. Raus aus dem Job, raus aus der Ehe, aber jetzt muss sie erstmal inne halten und bleibt DRINNEN.

Jesus wollte gestern unbedingt sein letztes Abendmahl durchziehen, bevor er heute für 3 Tage stirbt und uns deswegen Schoko-Eier suchen lässt, die ein Hase versteckt. Tja. Es endete in einer Videokonferenz, die anscheinend auch 2020 Jahre alte Leute hinbekommen, wenn man ein bisschen nachhilft. Ich habe gestern übrigens auch mit meinen 80-jährigen Großeltern gezoomt, falls ihr tatsächlich lebende Beweise dafür braucht. ;o)


Es ist 2020. Aus dem Home-Office der Taggeschau verkündet euch ein Nachrichtensprecher ohne Hose, dass sowieso alles egal ist - hauptsache ihr bleibt zuhause. Ich fühle mich wie in einem Simpsons-Gag mit Kent Brockman und bin aktuell noch froher als sonst, unabhängige und starke Informationsquellen wie die Tagesschau zu haben, die derzeit einen ganz hervoragenden Job macht und mich trotz aller Bad News auch noch zum lachen bringt.


Auch das passiert in einer Pandemie im Jahr 2020: Ein Internet-Fernseh-Sender aka RocketbeansTV streamt seine Morningshow nun regelmäßig aus der Quarantäne. Und auch die Redaktionskoferenzen finden per Videochat in den einzelnen Home-Offices der Moderatoren bzw. Mitarbeiter statt. Falls wir später mal ein Video-Tagebuch für die geschichtliche Aufarbeitung der Ereignisse brauchen, die wir gerade erleben.


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