Die USA scheint mittlerweile ein Garant dafür zu sein, wenn man ein Land sucht, in dem alles immer noch viel schlimmer ist als dort, wo es eigentlich schon schlimm ist. Erst Corona, dann Rassismus, nun die höchste Temperatur dort seit über 100 Jahren: 54,4 fucking Grad  in Death Valley, Kalifornien. Da können wir uns mit dagegen sehr kühlen 30irgendwas Grad in D-Land aber noch sehr glücklich schätzen. Immerhin brennt hier nicht alles.


Es ist 2020. Aus dem Home-Office der Taggeschau verkündet euch ein Nachrichtensprecher ohne Hose, dass sowieso alles egal ist - hauptsache ihr bleibt zuhause. Ich fühle mich wie in einem Simpsons-Gag mit Kent Brockman und bin aktuell noch froher als sonst, unabhängige und starke Informationsquellen wie die Tagesschau zu haben, die derzeit einen ganz hervoragenden Job macht und mich trotz aller Bad News auch noch zum lachen bringt.


In Japan wütet gerade ein Typhoon und lässt dort ein wenig die Welt untergehen. Kurz zuvor färbte sich der gesamte Himmel pink bis lila, was anscheinend ein Vorzeichen für einen besonders heftigen Sturm ist, der dann leider auch kam (#PrayForJapan). In Indonesien hingegen sah es vor wenigen Wochen aus wie auf dem Mars, als sich der Himmel dort durch extreme Waldbrände blutrot färbte.
Ich habe so etwas bisher noch nie ohne Photoshop gesehen und schwenke gerade zwischen "Wow, das ist unglaublich ästhetisch!" und "Wow, das ist unglaublich beängstigend!", wobei leider zweiteres am Ende gewinnt, wenn mir wieder einfällt, dass durch den Klimawandel ähnlich krasse und katastrophale Wetter-Phänomene jeglicher Art auf uns zukommen könnten, wenn wir weiterhin nix tun.
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Vielleicht werden wir uns ja auch noch nach den Zeiten zurücksehnen, in der es nur maximal 42,6°C warm waren. Oder anders: Wenn die Menschheit das mit der Klimakrise nicht gebacken bekommt, backt die Klimakrise eben die Menschheit. In einem immer heißer werdenden Ofen. Und Politics so: This is fine. 🔥🙂🔥
...weiterlesen "The coolest Summer"

Vier Jahre lang hielt das bayerische Kitzingen mit 40,3 den deutschen Hitzerekord. Doch der ist nun gebrochen: In Geilenkirchen in NRW wurden 40,5 Grad gemessen. Es ist aber gut möglich, dass dieser Rekord nur einen Tag hält. (tagesschau)

Der 24. Juli 2019 war der heißeste Tag in Deutschland, den es jemals gab. Und vielleicht ist der Hitzerekord heute auch schon wieder Schnee von gestern, weil er gleich nochmal gebrochen wird. Laut Wetterbericht ist Deutschland heute jedenfalls Lava.
Auch in den Niederlanden, Frankreich und Belgien gab es die höchsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und falls das irgendwelchen idiotischen Idioten immer noch nicht als Beweis für einen Klimawandel ausreicht: der Temperaturanstieg der wärmsten Periode der letzten 2000 Jahre, in der wir uns jetzt und hier befinden, findet laut Wissenschaft erstmalig weltweit statt (auf 98% der Erde). Naja. Wenigstens müssen wir beim eventuellen Weltuntergang wohl nicht frieren. Im Gegenteil:

Update: 15 deutsche Städte haben heute den alten Hitzerekorde geknackt. Aktuell liegt er jetzt bei 42,6 Grad (Lingen, Emsland).


Wetterberichtgerüchten zufolge könnte(!) es nächste Woche sogar bis zu 40 Grad heiß werden und allein diese eventuell mögliche Berechnung ist schon krass. Der Sommer vom letzten Jahr scheint jedenfalls weiterzugehen und ich besorge mir dann wohl mal sehr viele Tonnen Eis und verabschiede mich vorsichtshalber schon mal von allen Dachgeschossbewohnern in Berlin, deren letzte Hoffnung vermutlich diese sein wird: Wettervorhersagen für die nächste Woche stimmen eigentlich nie. Eigentlich.

"Kommt es aber so, wären viele neue Hitzerekorde sicher: Der Temperaturrekord für Juni liegt in Deutschland bei 38,2 Grad und stammt vom 27. Juni 1947. Selbst die höchste jemals in Deutschland offiziell gemessene Temperatur von 40,3 Grad könnte überboten werden.
Wesentlich wahrscheinlicher als 40 Grad sind besonders im Süden mehrere Tage mit 30 bis 35 Grad. Das würde aber wohl schon ausreichen, dass dieser Juni der wärmste seit 2003 und damit sogar wärmer als im vergangenen Jahr wird. Im Osten ist der Juni dagegen auf gutem Weg, der heißeste seit Messbeginn vor fast 140 Jahren zu werden." (wetteronline)


via

Im Internet steht so ziemlich überall was von einer 4 Wochen andauernden "sibirischen Kälte" mit Temperaturen von bis zu -20 Grad. Und während ich eigentlich dachte, dass man in Sibieren bei solchen Temperaturen im Winter schon wieder die Heizung runterdreht, hoffe ich insgeheim noch mehr, dass der Kachelmann mit seinem Medien-Rant recht hat und ich mich nicht die nächsten Wochen zuhause einschließen und Serien gucken muss ( ͡° ͜ʖ ͡°).
Naja. Mir ist ja sowieso alles unter +20 Grad zu kalt - von daher spielt das eigentlich auch keine Rolle. Und beim Wetter verlasse ich mich ja ohnehin meistens eher auf den guten alten Blick aus dem Fenster. Wobei der dafür dann eben auch nur selten so schön formuliert in eine mögliche Zukunft geht wie der eines Wetterfroschs auf Twitter:

In einer Sondersendung wird ein Feuerwehrmann interviewt der sagt, dass man die durch die "sibrische Kälte" entstandende Eisschicht von 5 mm nicht betreten soll. Es wird ein Archivfilm einer Eisrettung eines Hundes von 1986 gezeigt und der Enkel des Besitzers interviewt.

Normalerweise können wir im Norden nur selten gutes Wetter bestätigen. Dieses Jahr haben aber sogar die den Sommer sonst nur durch leicht erwärmten Regen kennenden Hamburger mitbekommen, dass der Sommer 2018 in Deutschland sehr heiß war (und überhaupt alle Rekorde gebrochen hat). Denn in der Hansestadt hatte man die letzten 4 Monate eher das Gefühl, an der Mittelmeerküste Italiens zu wohnen. Mit Sonnen- statt Regenschirmen.
Die SZ kann das alles nun offiziell bestätigen und hat den Sommer aller Sommer nochmal journalistisch hübsch aufbereitet. Damit haben vom diesjährigen Hamburger Sonnen-Wetter immer noch geflashte Statistik-Nerds wie ich das Ganze nun auch endlich in Zahlen. Und die sehen so aus:

Sommer 2018 in Hamburg:

  • 58 “Sommertage”, an denen es wärmer als 25 Grad wurde; 1947 wurden 51 gezählt.
  • Es fiel nur halb so viel Regen wie in einem normalen Sommer, 112 Liter pro Quadratmeter in Juni, Juli und August.
  • Durchschnittstemperatur: 26,1 Grad allein im August. "Normal wären 21,6 Grad", sagte der Meteorologe [...]. Das sind Werte, wie man sie im August eher aus Norditalien kennt.
  • Zwischen April und August schien die Sonne in Hamburg 1464 Stunden. Im Vergleich zum Vorjahr sind das etwa 35 Tage mit nix als Sonnenschein.
  • Eisdieler mit 20-30 Prozent mehr Umsatz 🍨


...weiterlesen "Wetterstatistik 2018 | Der Hamburger Sommer in Zahlen"

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Heute werden es bis zu 40 fuckin' Grad in D-Land, der sommerigste Sommer ever spuckt weiterhin fleißig Feuer und ich kann mich bei der Hitze nur noch in Gifs ausdrücken. Nur so viel: Ich liebe dieses Wetter. Ich hasse es auch. Aber ich liebe es.


Auf den Bildern vom chilenischen Fotograf Francisco Negroni sieht Mutter Natur so wütend aus, als wäre die Hölle schon längst auf Erden. Gigantische und wie Tornados geformte Schwaden aus Feuer, Blitzen und Rauch verdunkeln den Himmel über Lava spritzenden Vulkanen. Das ist doch mal ein richtig schönes Weltuntergangs-Wetter, oder? Und ihr beklagt euch über das bisschen Hitze.


...weiterlesen "Wetter aus der Hölle: Feuer-Blitz-Rauchschwaden über Vulkanausbrüchen"

Ich bin ja eigentlich nicht nach Hamburg gezogen, um gutes Wetter zu haben. Aber so wie's aussieht haben wir dieses Jahr den Rekord-Sommer unter den Rekord-Sommern. Die ganzen Gags darüber, dass man bei uns im Norden vor lauter Regen und tief gezogener Kapuze nie die Sonne sieht, müssen nach 2018 auf jeden Fall neu geschrieben werden.
Und ich hätte ja nie gedacht, dass ich das mal sagen werde, aber: es gibt Tage, da vermisse ich das Hamburger Schiet-Wetter ein bisschen. Die kommen aber vermutlich erst in den nächsten Wochen - bis dahin lass' ich mir hier schön die Sonne aus'm Arsch scheinen. Hamburg ist das neue Hawaii, digga.