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Das Wetter scheint in letzter Zeit viel daran zu setzen, wie ein pompöser Hollywoodmovie-Lookalike aussehen zu wollen. In dem Fall war es ein gigantischer Stromschlag im Herzen Berlins, der als monströser Blitz ins höchste Wahrzeichen der Stadt einschlägt. Aber weil es dann eben doch die Realität und kein Film ist, explodierte danach dann doch nicht gleich die ganze Stadt. Immerhin.

Tragischerweise ja nicht mal mehr ein neues Phänomen, dass es in der eigentlich superkalten Arktis superheiß ist (letztes Jahr war's dort bis zu 45°C heiß). Während einer Pandemie, in der hierzulande zumindest die Außenbereiche so langsam wieder öffnen könnten, wenn da nicht diese mickrigen 13°C und ständiger Nieselregen wären, schlägt diese Meldung Ende Mai aber irgendwie gleich doppelt aufs Gemüt.
Oder anders: ich wünsche mir jetzt jetzt Klimawandel sei dank, dass es bei uns bald so sommerlich wird wie in der Arktis - und würde im Tausch unser Kackwetter anbieten. Stattdessen musste ich aber auch noch einen neuen apokalyptischen Begriff lernen: Zombie Wildfires.

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Gestern hatte ich auf Twitter sehr viel Spaß mit dem Hashtag #Flockdown. In was für seltsamen Zeiten wir leben, dass der mbMn beste Post dazu allerdings auf Facebook in meine Timeline geslidet kam. Wahrscheinlich auf einem Schlitten, wie es derzeit wettertechnisch größtenteils aussieht. Denn aktuell sind viele nun auch noch aufgrund des Schneechaos zuhause "eingesperrt". Die ersten "Experten" wandern währenddessen sicher nach Sibirien aus, um der Schnee-Diktatur in Deutschland zu entfliehen.
...weiterlesen "#Flockdown"

Mitten in einer Jahrhundertpandemie schneit nun auch noch ein historischer Wintereinbruch bei uns rein und ich hätte ja so langsam gern mal wieder einen Monat, in dem mal nichts passiert, was später in den Geschichtsbüchern landet (so fukkin tired of this shit). Immerhin haben einige von uns jetzt aber wieder mehr Entscheidungsfreiheit. Ich zum Beispiel habe nun die freie Wahl, ob ich lieber wegen einem tödlichen Mutanten-Virus oder doch wegen einer Alarmstufe-Rot-Unwetterwarnung zuhause bleiben soll.
Und während ich noch versuche rauszufinden, was davon besser oder schlechter ist, warte ich schon auf die ersten Schneesturm-Leugner, die gegen die Existenz von Eisregen demonstrieren und schlechtes Wetter nur als eine Maßnahme der Regierung beschimpfen, um uns alle weiter einzusperren.

Die USA scheint mittlerweile ein Garant dafür zu sein, wenn man ein Land sucht, in dem alles immer noch viel schlimmer ist als dort, wo es eigentlich schon schlimm ist. Erst Corona, dann Rassismus, nun die höchste Temperatur dort seit über 100 Jahren: 54,4 fucking Grad  in Death Valley, Kalifornien. Da können wir uns mit dagegen sehr kühlen 30irgendwas Grad in D-Land aber noch sehr glücklich schätzen. Immerhin brennt hier nicht alles.


Es ist 2020. Aus dem Home-Office der Taggeschau verkündet euch ein Nachrichtensprecher ohne Hose, dass sowieso alles egal ist - hauptsache ihr bleibt zuhause. Ich fühle mich wie in einem Simpsons-Gag mit Kent Brockman und bin aktuell noch froher als sonst, unabhängige und starke Informationsquellen wie die Tagesschau zu haben, die derzeit einen ganz hervoragenden Job macht und mich trotz aller Bad News auch noch zum lachen bringt.


In Japan wütet gerade ein Typhoon und lässt dort ein wenig die Welt untergehen. Kurz zuvor färbte sich der gesamte Himmel pink bis lila, was anscheinend ein Vorzeichen für einen besonders heftigen Sturm ist, der dann leider auch kam (#PrayForJapan). In Indonesien hingegen sah es vor wenigen Wochen aus wie auf dem Mars, als sich der Himmel dort durch extreme Waldbrände blutrot färbte.
Ich habe so etwas bisher noch nie ohne Photoshop gesehen und schwenke gerade zwischen "Wow, das ist unglaublich ästhetisch!" und "Wow, das ist unglaublich beängstigend!", wobei leider zweiteres am Ende gewinnt, wenn mir wieder einfällt, dass durch den Klimawandel ähnlich krasse und katastrophale Wetter-Phänomene jeglicher Art auf uns zukommen könnten, wenn wir weiterhin nix tun.
...weiterlesen "The Purple Sky of Japan and The Red Sky of Indonesia"


Vielleicht werden wir uns ja auch noch nach den Zeiten zurücksehnen, in der es nur maximal 42,6°C warm waren. Oder anders: Wenn die Menschheit das mit der Klimakrise nicht gebacken bekommt, backt die Klimakrise eben die Menschheit. In einem immer heißer werdenden Ofen. Und Politics so: This is fine. ???
...weiterlesen "The coolest Summer"

Vier Jahre lang hielt das bayerische Kitzingen mit 40,3 den deutschen Hitzerekord. Doch der ist nun gebrochen: In Geilenkirchen in NRW wurden 40,5 Grad gemessen. Es ist aber gut möglich, dass dieser Rekord nur einen Tag hält. (tagesschau)

Der 24. Juli 2019 war der heißeste Tag in Deutschland, den es jemals gab. Und vielleicht ist der Hitzerekord heute auch schon wieder Schnee von gestern, weil er gleich nochmal gebrochen wird. Laut Wetterbericht ist Deutschland heute jedenfalls Lava.
Auch in den Niederlanden, Frankreich und Belgien gab es die höchsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und falls das irgendwelchen idiotischen Idioten immer noch nicht als Beweis für einen Klimawandel ausreicht: der Temperaturanstieg der wärmsten Periode der letzten 2000 Jahre, in der wir uns jetzt und hier befinden, findet laut Wissenschaft erstmalig weltweit statt (auf 98% der Erde). Naja. Wenigstens müssen wir beim eventuellen Weltuntergang wohl nicht frieren. Im Gegenteil:

Update: 15 deutsche Städte haben heute den alten Hitzerekorde geknackt. Aktuell liegt er jetzt bei 42,6 Grad (Lingen, Emsland).


Wetterberichtgerüchten zufolge könnte(!) es nächste Woche sogar bis zu 40 Grad heiß werden und allein diese eventuell mögliche Berechnung ist schon krass. Der Sommer vom letzten Jahr scheint jedenfalls weiterzugehen und ich besorge mir dann wohl mal sehr viele Tonnen Eis und verabschiede mich vorsichtshalber schon mal von allen Dachgeschossbewohnern in Berlin, deren letzte Hoffnung vermutlich diese sein wird: Wettervorhersagen für die nächste Woche stimmen eigentlich nie. Eigentlich.

"Kommt es aber so, wären viele neue Hitzerekorde sicher: Der Temperaturrekord für Juni liegt in Deutschland bei 38,2 Grad und stammt vom 27. Juni 1947. Selbst die höchste jemals in Deutschland offiziell gemessene Temperatur von 40,3 Grad könnte überboten werden.
Wesentlich wahrscheinlicher als 40 Grad sind besonders im Süden mehrere Tage mit 30 bis 35 Grad. Das würde aber wohl schon ausreichen, dass dieser Juni der wärmste seit 2003 und damit sogar wärmer als im vergangenen Jahr wird. Im Osten ist der Juni dagegen auf gutem Weg, der heißeste seit Messbeginn vor fast 140 Jahren zu werden." (wetteronline)


via

Im Internet steht so ziemlich überall was von einer 4 Wochen andauernden "sibirischen Kälte" mit Temperaturen von bis zu -20 Grad. Und während ich eigentlich dachte, dass man in Sibieren bei solchen Temperaturen im Winter schon wieder die Heizung runterdreht, hoffe ich insgeheim noch mehr, dass der Kachelmann mit seinem Medien-Rant recht hat und ich mich nicht die nächsten Wochen zuhause einschließen und Serien gucken muss ( ͡° ͜ʖ ͡°).
Naja. Mir ist ja sowieso alles unter +20 Grad zu kalt - von daher spielt das eigentlich auch keine Rolle. Und beim Wetter verlasse ich mich ja ohnehin meistens eher auf den guten alten Blick aus dem Fenster. Wobei der dafür dann eben auch nur selten so schön formuliert in eine mögliche Zukunft geht wie der eines Wetterfroschs auf Twitter:

In einer Sondersendung wird ein Feuerwehrmann interviewt der sagt, dass man die durch die "sibrische Kälte" entstandende Eisschicht von 5 mm nicht betreten soll. Es wird ein Archivfilm einer Eisrettung eines Hundes von 1986 gezeigt und der Enkel des Besitzers interviewt.