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Gestern hatte ich auf Twitter sehr viel Spaß mit dem Hashtag #Flockdown. In was für seltsamen Zeiten wir leben, dass der mbMn beste Post dazu allerdings auf Facebook in meine Timeline geslidet kam. Wahrscheinlich auf einem Schlitten, wie es derzeit wettertechnisch größtenteils aussieht. Denn aktuell sind viele nun auch noch aufgrund des Schneechaos zuhause "eingesperrt". Die ersten "Experten" wandern währenddessen sicher nach Sibirien aus, um der Schnee-Diktatur in Deutschland zu entfliehen.
...weiterlesen "#Flockdown"

Mitten in einer Jahrhundertpandemie schneit nun auch noch ein historischer Wintereinbruch bei uns rein und ich hätte ja so langsam gern mal wieder einen Monat, in dem mal nichts passiert, was später in den Geschichtsbüchern landet (so fukkin tired of this shit). Immerhin haben einige von uns jetzt aber wieder mehr Entscheidungsfreiheit. Ich zum Beispiel habe nun die freie Wahl, ob ich lieber wegen einem tödlichen Mutanten-Virus oder doch wegen einer Alarmstufe-Rot-Unwetterwarnung zuhause bleiben soll.
Und während ich noch versuche rauszufinden, was davon besser oder schlechter ist, warte ich schon auf die ersten Schneesturm-Leugner, die gegen die Existenz von Eisregen demonstrieren und schlechtes Wetter nur als eine Maßnahme der Regierung beschimpfen, um uns alle weiter einzusperren.

Im mittleren Westen der USA ist es derzeit kalt. Sehr kalt. Minus-30-Grad-Freezur. Und das ganz ohne 3-Wetter-Taft.

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Den Winter finden viele ja nur deshalb so schön, weil sie ein Dach über dem Kopf haben und die Heizung so weit aufdrehen, dass sie den Tag in Unterhose verbringen. Für Obdachlose ist der Winter aber ein Kampf gegen den bitterkalten Tod. Dies Irae und Rocco & seine Brüder haben Schlüsseldienst gespielt und die dieses Jahr von der BVG geschlossenen Türen der U-Bahnhöfe wieder geöffnet und für die Menschen, die sonst eventuell erfrieren kleine Winterpakete mit Decken, belegten Brötchen, Kaffee-Gutscheinen, Sicherheitshinweisen und Warnwesten an die Bahnhofswände gehangen. Schöne und sehr menschliche Aktion der beiden Künstlerkollektive. „Der Schlüssel zur Stadt“, die allen gehört.

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Im Internet steht so ziemlich überall was von einer 4 Wochen andauernden "sibirischen Kälte" mit Temperaturen von bis zu -20 Grad. Und während ich eigentlich dachte, dass man in Sibieren bei solchen Temperaturen im Winter schon wieder die Heizung runterdreht, hoffe ich insgeheim noch mehr, dass der Kachelmann mit seinem Medien-Rant recht hat und ich mich nicht die nächsten Wochen zuhause einschließen und Serien gucken muss ( ͡° ͜ʖ ͡°).
Naja. Mir ist ja sowieso alles unter +20 Grad zu kalt - von daher spielt das eigentlich auch keine Rolle. Und beim Wetter verlasse ich mich ja ohnehin meistens eher auf den guten alten Blick aus dem Fenster. Wobei der dafür dann eben auch nur selten so schön formuliert in eine mögliche Zukunft geht wie der eines Wetterfroschs auf Twitter:

In einer Sondersendung wird ein Feuerwehrmann interviewt der sagt, dass man die durch die "sibrische Kälte" entstandende Eisschicht von 5 mm nicht betreten soll. Es wird ein Archivfilm einer Eisrettung eines Hundes von 1986 gezeigt und der Enkel des Besitzers interviewt.

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Dann machst du einen Kühlschrank draus, um dich in deiner eingeschneiten Bude mit herrlich kaltem Bier zu besaufen. Is' doch klar. Zumindest in Österreich. Prost und so.

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Moin. Jemand hat den Regen in Hamburg über Nacht weiß angemalt. Ich bin dann mal Schnee fegen. Frohe Ostern, Diggas.


Na dann hoffen wir mal, dass der Winter sich der alles regelnden deutschen Bürokratie nicht widersetzt. Sonst bekommt er nämlich Ärger mit dem German Endgegner: dem Ordnungsamt. Zumindest, wenn von denen gerade keiner damit beschäftigt ist, Aufkleber von Schildern entfernen.

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In den letzten Tagen waren es ja bis zu -15 fuckin' kalte Grad in Hamburg, die jedes aus der Winterkapuze hervorgebrachte "Moin" erzittern ließen. Das bietet in so einer schönen Stadt natürlich auch viel Raum für ästhetische Bilder - und zwar welche, die endlich mal mehr Klicks bringen als die "tollen" Videos von DagiBee. So jedenfalls der Plan der Nordmänners von Kleinpass Webstories, die allerdings Fisch- und Franzbrötchen dann doch interessanter finden als ein Winter-Märchen. Kann ich verstehen.

"Die Russenpeitsche hat ihre eisigen Riemen bis in Deutschlands Norden geschlagen.
In Hamburg herrscht the Beast from the East.“

Inzwischen hat sich die Wetter-Lage in Hamburg übrigens beruhigt und es herrscht wieder Normalzustand: Regen (der hoffentlich erstmal nicht mehr gefriert, weil jetzt verdammt nochmal der Frühling kommt, digga).
Die Russenpeitsche des Nordens gegen die Klicks von DaigBee
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Dünnes Eis auf einem zugefrorenen See im Nirgendwo, ein einsamer Schlittschuhläufer und klirrend kalte Klänge, die wie klitzekleine Laserpistolen aus einem Star-Wars-Film ertönen. In äußerst ansehnlicher Optik. Pewpewpew. ...weiterlesen "Sich auf dünnem Eis bewegen"