Eine sehr stark bebilderte Collage der BlackLivesMatter-Proteste in den USA inklusive der historisch klingenden Grabrede bei der Beerdigung von George Floyd, gehalten von Al Sharpton. Könnte genau so in die Geschichtsbücher der Zukunft eingehen, die das dann ja bestimmt auch in 4K wiedergeben können.

England, Belgien, USA. Auf der ganzen Welt werden gerade Statuen gestürzt und die Geschichtsbücher über das Jahr 2020 werden langsam so dick, dass keiner sie mehr tragen kann. Trump sollte allerdings zufrieden sein. Immerhin wollte er ja vor allem die Looter "shooten". Und nun tanzt das "American Indian Movement" um den gefallenen ersten und größten Looter der amerikanischen Geschichte herum. ¯\_(ツ)_/¯

"Don’t talk to us about looting. Y’all are the looters. America has looted Black people. America looted the Native Americans when they first came here. So looting is what you do. We learned it from you. We learned violence from you. We learned violence from you. The violence was what we learned from you. So if you want us to do better, than damnit you do better."
- Tamika Mallory

Das Symbol eines Komplettversagens einer Staatsmacht: Der Mann, der durch das Tragen einer Maske Angst hatte, wie ein Weichei rüberzukommen, hat im Weißen Haus das Licht ausgeknipst und versteckt sich nun in einem Bunker. Und ich glaube, spätestens nachdem man sich als Staatsoberhaupt vorm eigenen Volk verkriechen muss, könnte man mal darüber nachdenken, ob man vielleicht doch irgendwas falsch gemacht haben könnte. Apropos. Wir in Deutschland wissen ja recht genau, wie das so mit Führern endet, die zum Bunkerboy werden. Mal gucken, wie die Geschichte in den USA endet.

I didn’t realize that Making America Great Again meant returning to the riots of 1968, the depression of 1929, the pandemic of 1918, & the burning national capital of 1812. (source)


Einer der ersten Film aller Zeiten stammt aus dem Jahr 1895, dauerte stolze 60 Sekunden und zeigte lediglich einen einfahrenden Zug, der bei der ersten öffentlichen Vorführung Zuschauer aufschrecken und Gerüchten zufolge sogar flüchten ließ, weil sie ihn angbelich für echt hielten.
125 Jahre später hat man das damalige Wunderwerk der Technik heute mittels künstlicher Intelligenz in einen 4K-Film mit 60 Frames per Second verwandelt und es auf einer weltweit vernetzten Videoplattform online gestellt. Wenn das die Menschen von damals gesehen hätten, würden sie wahrscheinlich heute noch vor einer Lok wegrennen, wenn ihnen nicht schon vorher sofort der Kopf geplatzt wäre.

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Eine DeepLearning-Technik namens DeOldify (entworfen von Jason Antic) und ein Programm mit automatischen 3D-Effekt haben aus diesem uralten schwarz-weiß-Bild aus New York ein coloriertes Gif entstehen lassen. Futuristische Vergangenheitsrestaurierung, die es demnächst dann sicher irgendwann auch als App oder so geben dürfte. Der Geschichtsunterricht der Zukunft ist bunt.


Seit jetzt etwas mehr als einem Jahrzehnt wohne ich in Hamburg, fühl mich hier mit Kapuze im Gesicht schon ganz wohl und erlebe sogar hier und da ein bisschen Stadtentwicklung mit, die sich leider hauptsächlich durch gentrifiziernede fancy Hipster-Läden äußert. Immerhin: fast alle U-Bahnhaltestellen bei mir sind in der Zeit barrierefrei geworden und einer der neuen Hipster-Läden gefällt sogar mir.
Sehr krass viel mehr Veränderung in 10 Jahren sieht man aber, wenn man wie hier per alten Farbaufnahmen vom Jahr 1938 ins Jahr 1948 springt, in dem der Krieg so vieles zerstört hat und die Stadt sich mühsam wieder aufraffen musste. Historische Hamburger Zeitdokumente kurz vor und kurz nach Deutschlands dunkelsten Jahren. Inklusive 84-jähriger und noch relativ überschaubarer Google-Map der Hafen- & Hansestadt von damals.

Until they have been united, Hamburg, Harburg, Wandsbek, Bergedorf, Altona and several smaller villages have been seperat towns. In January 1937 the Nazis released the "Groß-Hamburg Gesetz" (Greater Hamburg Act) to join these towns together to one big city of 1.7 million inhabitants. On the other hand Hamburg lost some exclaves like Cuxhaven, Grosshansdorf or Geesthacht and the North Sea island of Neuwerk (which came to Hamburg in the 1960s.)


Revolution1918, Hitler-Putsch, Pogromnacht, Mauerfall. Der 9. November ist das(!) scheinbar immer wiederkehrende Datum in der deutschen Geschichte (und ist aus unerklärlichen Gründen trotzdem kein Feiertag). Ein idealer Tag, um sich mal wieder zu erinnern, wie gut wir es hier eigentlich doch aktuell noch haben. Und natürlich auch, um diesen noch immer sehr treffenden Soundtrack des Tages mal wieder zu hören. Remember Remember...


Eine Legende besagt, dass vor 76 Jahren aus einer Prima-Ballerina eine Nazi-Killerin wurde, als sie aufgefordert wurde, sich für die Gaskammer auszuziehen. Denn die polnisch-jüdische Tänzerin Franceska Mann hat damals angeblich angefangen zu strippen, nur um kurze Zeit später den Absatz ihres Stöckelschuhes in die Stirn eines aufgegeilten SS-Wachmannes zu bohren, seine Pistole zu schnappen und damit 2-3 weitere Nazis abzuknallen.
Andere Frauen haben sich der Revolte angeschlossen und laut einigen etwas wagen Berichten wurde sogar einer der SS-Männer skalpiert während einem anderen die komplette Nase ausgerissen wurde. Der Aufstand wurde schließlich von Maschinengewehren beendet und die jüdischen Frauen starben allesamt am gleichen Tag.
Klingt alles wie aus einem Tarantino-Film (Kill Bill meets Inglorious Basterds), beruht aber auf zumindest so wahren Begebenheiten, dass das Jerusalem Ballet der damals 26-jährigen Widerstandskämpferin ein ganzes Stück gewidmet hat, in dem der letzte Tanz von Ausschwitz nochmal aufgeführt wird. Und ich finde eigentlich sehr schade, dass ich diese wahnsinnig beeindruckende und zu der Zeit sicher einigen zumindest einen kurzen Hoffnungsschimmer gebrachte Geschichte jetzt erst erfahren habe - die Nazikiller-Ballerina sollte meines Erachtens berühmter sein als jeder einzelne Drecksfascho damals - und heute.


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So von wegen die Kids von heute würden sich nicht für Politik interessieren - im Amiland schreibt sich aktuell eine eben erst 18 Jahre alt gewordene Emma Gonzales in die Geschichtsbücher ein, die sie eben noch in der Schule pauken musste. Und ich kann mich nur einem Kommentar anschließen, den ich gerade auf Twitter gelesen habe: This girl feels like Hope, Change and pure Power.

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Ob es wirklich das allererste Mal der Menschheit war, bezweifel ich ja etwas. Zumindest ist es aber das High-Five, das dann auch diesen Namen bekam. Und es wurde natürlich in den USofA erfunden. Wo auch sonst. Wobei natürlich die Frage ist, wer von den beiden das Ding nun erfunden hat. Normalerweise braucht man ja bekanntlich zwei dafür.

"On October 2nd, 1977 Dusty Baker hit his 30th homerun of the season. As Baker rounded the bases, an excited rookie named Glenn Burke met him at home plate, raised his arm high in the air and slapped Baker's hand.
It was the first high five recorded in the history of sports. A year later, Burke was forced out of baseball amid rumours of his sexual orientation."

Nächstes Jahr um diese Zeit wird dieses fast schon legendäre "Einklatschen" übrigens 40 Jahre alt. Darauf ein High Five - mit mir selbst (ihr seid leider zu weit weg bzw. meine Arme dafür zu kurz).


(Direktvimeolink)
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Gelungener Kurzfilm über die Erinnerungen eines zur NS-Zeit gedienten Großvaters aus der Bärenperspektive. Und wieder mal eine ansehnliche Abschlussarbeit der Filmakademie Baden-Württemberg - diesmal von Pascal Floerks, der damit u.a. den First Steps Nachwuspreis für Filmschulen gewonnen hat. Die Jury schrieb dazu folgendes:

"[...]Der Bär zieht in den Krieg, der Bär altert rührend, der Bär ist brutal, der Bär ist gemütlich. Durch einen scheinbar kleinen, in Wirklichkeit genialen Kunstgriff wird uns das Leben des Großvaters näher gebracht als in vielen Dokumentationen und Spielfilmen zu der so deutschen und gleichzeitig zeitlosen Thematik, mit wem wir eigentlich zusammenleben. Täter und Verwundeter, geliebtes Familienmitglied und grausamer Fremder zugleich [...]."  

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History repeats itself. Leider. Das Gedicht stammt aus der Suppe des Internetz. Die Quelle führt aber zu Twitter. Wer auch immer der Autor ist - er oder sie versteht auf jeden Fall was von Plottwists.
Update: Da die Kommentare leider nicht mitübernommen wurden - die Autorin hat sich gemeldet - sie heißt Christine und hat sich fürs Teilen bedankt. Mehr weiß ich aber wirklich nicht. 🙂

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Gestern Abend Filmabend gemacht, so wie die nächsten Tage wohl auch, da ich aufgrund 'ner Armverletzung so 1-2 Wochen rumlungern muss. Und ja, stimmt - eigentlich ändert sich gar nichts. Außer, dass ich eben momentan nur mit Links tippseln kann, weil es tollerweise auch noch der rechte Arm ist.
Apropos Rechts (sorry für die Überleitung from hell). In Wir sind jung. Wir sind stark. geht es auch um eine rechte Bewegung. Und zwar um die Ausschreitungen '92 in Rostock-Lichtenhagen, bei denen man wieder sehen konnte, wie die Welt zugrunde geht, wenn Rechts sich durchsetzt. Einige von euch werden sicherlich auch das dort entstandene Foto vom Deutschland-Trikot tragenden Typen kennen, der in bepisster Jogginghose den Hitlergruß macht und mittlerweile als Symbolbild für den stereotypischen NazIdioten steht - zurecht/s (unten das Szenenbild aus dem Film).
Der Film basiert also auf wahren Begebenheiten und erzählt die Ereignisse eines ganzen Tages, genauer - vom 24. August - aus verschiedenen Perspektiven. Und er macht das nicht nur sehr gut, sondern inklusive einer hervorragenden Besetzung - und einem gruselig realem Abbild eines leider immer noch nicht verschwundenen Rassismusproblemes, das aufgrund der diesjährigen Flüchtlingsdebatte aktueller und akkuter denn je ist.