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Das alles einnehmende, obwohl zwischenzeitlich schon wortwörtlich totgesagte Thema des Jahres ist aktuell offenbar weder Iran-Krieg noch Trump, sondern ein scheinbar ständig strandender Wal in der Ostsee. Hope, oder ursprünglich Timmy (wegen Timmendorfer Strand und so) ist mittlerweile von einer tragischen Rand-Notiz zu einem nahezu überwal präsenten Internet-Drama geworden. Und mit Internet meine ich auch Internet. Denn es gibt etlichen Artikeln bereits ein Influencer-Skandal-Video, einen 24h-Live-Stream - und KI-generierte Seemannslieder von Santiago gegen die da oben, die den kleinen zwölf Tonnen schweren Timmy absichtlich stranden haben lassen, um ihn - klar - für Biogas zu nutzen (ich wünschte, ich hätte mir das ausgedacht).
Als ob es nicht schon schlimm genug ist, an einem so schönen Ort wie einen Strand dahinzusiechen und einen Walkampf ums Überleben führen zu müssen, wird das ohnehin schon leidende Tier nun auch noch politisiert und von rechts zum neuen Chico erkoren. Das ist wahrlich kein sehr schönes Ende für einen Wal. Und das ist es hope-fully auch nicht, denn die Story geht bzw. schwimmt noch weiter und die Welle um Timmy scheint aktuell noch nicht abzuflachen.
Und weil das alles dazu geführt hat, das inzwischen jeder Deutsche Wal-Experte ist und den einzig wahren Plan zur Rettung der Welt besitzt, gibt es mittlerweile auch einen passenden Wal-O-Maten zum Thema. In dem habt ihr nämlich selbst die Qual der Wal und kommt in der Zeit vielleicht zusammen mit mir über die eindeutig verpasste Chance hinweg, einen Wal im Meer doch Waldemar zu nennen.

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Zwischen dem 1654ten Film und dem dritten Rewatch aller Lieblingsserien braucht man manchmal ja etwas Ablenkung aus der sogenannten Realiät. Und nein, damit ist kein Reality-TV gemeint (und wie sich irgendein prominenter Niemand einen pürierten Känguru-Hoden reinwürgt während er sich von seinem Rassismus-Skandal aus irgendeiner anderen Reality-Bums-Show distanziert). Und ich spreche auch nicht von ach so authentischen Influencern, die jedes scheiß Produkt selbstverständlich auch privat täglich zweihundert mal nutzen und dessen Authentizitätsgrad meist exponentiell zur Erwähnung der eigenen Authentizität sinkt.
Ich meine das gute alte Doku-Format. Und damit gehen wir rein, bzw. eigentlich gehen wir sogar raus, denn wir springen wortwörtlich auf den Zug auf und gehen auf Reisen wie bei The Race (ihr wisst schon, diese Show, in der alle von A nach B um die Wette trampen und jeden Menschen um Kohle anbetteln, den sie sehen). Denn wir traveln ohne Geld.
Allerdings wird bei unserem Trip das leidige Geschnorre weggelassen und es gibt dafür einen anderen doch verdammt großen Haken an der Sache: wir reisen illegal. Sehr illegal. Und gefährlich. Sogar lebensgefährlich. Per Trainhopping. Und das macht es dann doch etwas unnattraktiv und für mein sehr gerne mit einem Cocktail in der Sonne chillendes Urlaubs-Empfinden ja ein Tick zu unentspannt zum nachmachen. For real, tut das nicht.
Entspannt und auch gespannt anschauen lässt es sich trotz strafrelevantem Eingriff in den Bahnverkehr aber dennoch und so gucke ich mir seit einiger Zeit ja immer wieder mal selfmade Trainhopping-Dokus auf YouTube an. YouTube selbst sieht die allerdings gar nicht gerne und löscht die Videos regelmäßig, weshalb es inzwischen sogar welche gibt, in denen vorher ein Disclaimer erscheint, dass alles KI-generiert sei. Clever. Ein verboten schönes Hobo-Tour-Exemplar aus meiner Trainhopper-Liste, weil inzwischen fast schon kinoreif gefilm, gibt es inzwischen auch aus good ol' Germany. Und ich erspare mir und euch an dieser Stelle einfach mal alle Deutsche-Bahn-Jokes über den tollen Reise-Komfort und das ungenießbare Leben in vollen Zügen. Die bleiben hier auf der Strecke, zwinker zwinker.

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Deutschrap entfacht wieder das Feuer in der Lunge und ein bemerkenswert brennender Beastboy zündet nach der angefackelten Battle-Rap-Szene nun offenbar auch das Live-Music-Game an. Und zwar mit einem One-Take-Mixtape auf nostalgischen und durchaus verdammt gut ballernden 2000er-Retro-Beats, mit Sample-Klassikern aus Pulp Fiction, One Piece, System of a Down, Moby und Linkin Park.
Und anscheinend ist der einstige YouTuber Taddl nun endgültig zum Vollblut-Rapper mutiert, der abseits der Battle-Krone mal so ganz nebenbei in sämtlichen Sprachen flowt, beatboxt und via offenbar fest im Griff habender Stimme Roundhouse-Kicks verteilt wie Chuck Norris. Ich frage mich derweil, wie viele f*kking Talente ein einzelner Mensch denn eigentlich haben kann, wenn er tatsächlich noch ein Herr-der-Ringe-mäßiges Buch mit eigener Sprache droppt, und bin ein bisschen neidisch während ich zum dritten mal hintereinander das ganze Ding durchballer. ...weiterlesen "Beastboy zündet Deutschrap an: Feuer in der Lunge"


In letzter Zeit habe ich aus photoshoppigen Gründen sehr viele colors gepickt. Und irgendwann hab ich mich dabei im Internetz auf diese bunte und technisch cool verpackte Farbspiel verklickt, das von der Optik und von der Bedienungsoberfläche her wie ein Synthesizer für Colours daherkommt - und genauso viel Spaß macht. Colorpalette.pro ist qausi eine Farbpalette, bei der man die Farbtöne selbst geräuschlos fast hören kann. Ein ideales und sogar ziemlich nützliches Spielzeug für alle Design-Fetischisten und generell alle, die's gern bunt mögen.

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Ursprünglich sollte der technologische Fortschritt uns ja mal Arbeit abnehmen, die wir nicht machen wollen und unser Leben dadurch erleichtern, dass wir in der Zeit dann chillen können. Stattdessen wirft sich die tolle neue künstliche Intelligenz jeden Tag einen weiteren Seidenschal um den Roboter-Hals und macht einen auf artsyfartsy Künstler während der Bundeskanzler uns am liebsten krank zur Arbeit prügeln würde, um Mr. Burns Bruttosozialprodukt zu steigern.
Offenbar ist die auch Zukunft nicht mehr das, was sie mal war. Noch mehr hasse ich Tech-Unternehmen aber dafür, dass ich inzwischen alles, was mich im Internetz fasziniert mit einem skeptischen und letztlich enttäuschenden Blick betrachten muss, weil es potenziell immer nur von irgendeiner austauschbaren KI zusammengenullundeinst wurde. The Future is now, wo hinter jeder Zeile, jedem Bild, jedem Ton das seelenlose Echo von toten Algorithmen rauscht. So auch in diesem menschengemachten Kurzfilm mit dem unkünstlich dummen Titel: This is AI.


Retrowellen erstatten uns ja immer mal wieder gerne einen Besuch aus der Vergangenheit und mixen sich dann oft gepaart mit einem modernen Vibe zu etwas völlig Neuem. Und in dem Fall ist es eigentlich sogar schon die Reinkarnation der Reinkartnation, also quasi doppelt neu. Denn die neue deutsche Welle ist alt - und es gibt bereits eine neue neue deutsche Welle, die genau so klingt, wie sie sich anhört. Nostalgisch charmante 80's-Klänge, Synthies, extravagante Texte und natürlich jede Menge VHS-Ästhetik.
Falls ihr mal reinhorchen wollt, klickt euch gerne mal durch diese rertomantisch zusammengezauberwürfelte NNDW-Playliste, die noch sehr viel authentischer ballern würde, wenn sie als Kassette auf einem Walkman abgespielt werden würde.

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Falls ihr euch gefragt habt, was die pinke Power Rangerin von damals heute eigentlich so macht: sie ist inzwischen Hackerin, nennt sich Martha Root und hat neulich beim ChaosComputerClub in einem Live-Stream das komplette Tinder für Nazis - samt allen Nazi-Lovern dort - lahm gelegt. Und das ist doch mal ein richtig stabiler Power Move. Meine bisherige Lieblings-Superheldin of 2026.

Monatelang tauchte Martha in die verborgene Welt von WhiteDate, WhiteChild und WhiteDeal ein, drei Plattformen, die von einer Rechtsextremistin aus Deutschland betrieben werden. Sie glaubt an die Verschwörung einer weißen Vorherrschaft und einer „rassisch reinen“ weißen Gemeinschaft. Was als Neugier begann, entwickelte sich schnell zu einem Experiment über menschliches Verhalten, Technologie und Absurdität. [...]
Nach monatelanger Beobachtung, klassischer OSINT-Recherche, automatisierter Gesprächsanalyse und Web-Scraping haben wir herausgefunden, wer hinter diesen Plattformen steckt und wie ihre Infrastruktur funktioniert. Dabei deckten wir die Widersprüche und Absurditäten extremistischer Gemeinschaften auf, verdeutlichten ihre Anfälligkeit für technologische Eingriffe und brachten sogar den einen oder anderen Nazi zum Weinen.
Dieser Vortrag erzählt von Beobachtung, Schabernack und Einblicken in die digitale Welt extremistischer Gruppen. Er zeigt, wie Algorithmen, KI-Personas und investigatives Denken Hass entlarven, seine Narrative hinterfragen und seine Echokammern aufbrechen können. Wir zeigen, wie Technologie im Kampf gegen Extremismus eingesetzt werden kann.

 

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Eigentlich ist MTV gefühlt ja schon vor Ewigkeiten "von der Bildfläche verschwunden", und die meisten coolen Kids von heute kennen den einstigen Musik-Fernsehsender vermutlich nur noch als ein altes Relikt aus der Vergangenheit, von dem ihre Eltern immer ganz nostalgisch werden. Wisst ihr noch, damals, Video killed the Radiostar, Michael Jackson's Thriller, Nirvana Unplugged, Jackass, Britney und Madonna knutschend bei den Music Awards, und dann Christian Ulmen, Nora Tschirner, Joko & Klaas und so.
Tatsächlich ist das endgültige Todesdatum von MTV (RIP, Buddy) aber jetzt wohl der erste Januar 2026. Denn an jenem gerade mal knapp zwei Wochen herliegenden Tag stellte der mit Abstand größte Popkulturlieferant seiner Zeit wortwörtlich sang- und klanglos final alle seine Kanäle ab. Internet killed the Videostar, nun also auch ganz offiziell.
Aber das Internet ist nun mal, wie das Internet eben ist und hat noch in der selben Woche sein eigenes kleines Alternativ-MTV zusammengeschustert, in dem mittlerweile über 40.000 Musikvideos archiviert sind und ihr u.a. durch die Hits der 80er, 90er und 2000er oder aber auch zwischen MTV Yo Raps und Unplugged Sessions hin- und her zappen könnt. Mit einem Klick auf wantmymtv holt ihr euch euer MTV ganz easy zurück in euer Wohnzimmer. Oder zumindest eine ausgesprochen schöne und tief in die Retro-Feelings reingearbeitete Hommage daran. In dem Sinne: MTV ist tot, es lebe MTV!

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