It's not a remarkable piece of cyberpunk technology made manifest in the middle of a radical protest movement. It's art.

Im derzeit dystopisch aussehenden Hong Kong ist man während der Rebellion gegen eine modernen und jederzeit Gesichter abscannenden Überwachungstaat gerade aufmerksam auf einen tragbaren Face-Projector geworden. Ursprünglich entwickelt, um sich vor Sci-Fi-Werbung von Big-Data-Companies zu schützen und wenigstens noch ein bisschen Privatsphäre im technologischen Zeitalter zu erhalten.
Eigentlich ist der Gesichtsprojektor aber nur Teil eines schon etwas älteren Kunstprojekts von Studenten aus Utrecht (stay anonymous), zu dem noch weitere Cyberpunk-Produkte wie eine Privacy-Mask und eine Anti-Drohnen-Kanone gehören. Welcome to the Future.

In the future, the advertisement could call your name when you walk along the streets. The companies would know your interests and may set different retail strategies for you. It could be convenient for customers, but personal thoughts and opinions should be kept private. This product protects you from this privacy violation.

The designs should provoke debates about the emerging future. With the theme Dystopian Future, we create different prototypes about privacy and identity. The products were about staying anonymous in a fictional, futuristic world where face-recognizing is a big thing. (jingcailiu)


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Ein sehr smartes und Black Mirror durchaus Konkurrenz machendes Kurzfilm-Projekt von und über Big Data. In der Hauptrolle des revolutionären Alexa-Klons: L1ZY, der neue Star der künstlich intelligenten Smarthomies Spionagehomies, die unser zuhause bis zur totalen Effizienz "optimieren" sollen. Creepy lil' Robots - mit der Macht der Daten, die ich rief.

Introducing the most advanced artificial intelligence platform in modern history... BIG DATA 3.0.


...weiterlesen "Alexa, such gute Kurzfilme: BIG DATA – 3.0 – L1ZY"

Nachdem seine Daten durch ein abgezogenes Handy gestohlen wurden, ließ der holländische YouTuber Anthony van der Meer sein Smartphone erneut klauen. Diesmal jedoch mit einem vorinstallierten Spyware-Programm, wodurch er jederzeit Audio- und Videoaufnahmen mit seinem getürkten Handy machen und den Langfinger wie ein Geheimagent ausspionieren konnte. Und nicht nur das: er hatte natürlich auch Zugriff auf alle persönlichen Daten des Diebs (Datenklaurevenge). 
Aus dem gesammelten Material hat er anschließend diesen  Film gebastelt . Und der ist gerade deshalb interessant, weil es gar nicht darum geht, Entwendetes im Selbstjustizmodus wieder zu beschaffen, sondern um die Frage, ob man anhand all der Daten eines Menschen wirklich die echte Persönlichkeit desjenigen ausmachen kann. Spoiler: no fuckin' way.

After my phone got stolen, I quickly realized just how much of my personal information and data the thief had instantly obtained. So, I let another phone get stolen. This time my phone was pre-programmed with spyware so I could keep tabs on the thief in order to get to know him.
However, to what extent is it possible to truly get to know someone by going through the content of their phone?


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Ein Typ, der mit seiner Kamera wahllos irgendwelche Leute verfolgt und ihnen teilweise direkt ins Gesicht filmt (und selbst vor geschlossenen Klassenräumen nicht halt macht). Und die regen sich dann - selbstverständlich und zurecht - darüber auf, dass sie "on camera" sind. 
Eine irgendwie total assige Aktion, die einen tatsächlich aber auch darüber nachdenken lässt, wie oft wir eigentlich auf irgendwelchen Videoaufnahmen auftauchen, ohne es zu merken (auch wenn das im Prinzip nur eine kluge Ausrede ist). Und nebenbei sind natürlich auch die Reaktionen der Menschen, die hauptsächlich zwischen "Fuck you!" und "I call the police" pendeln, ganz interessant. 

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Alexander Lehmann erklärt uns ganz trocken, warum wir Überwachung so toll finden, wie wir sie finden. Eine kleine Bilanz der ganzen NSA-Spionageaffäre-Geschichte, die dazu noch mit netten Animationen ausgeschmückt ist. Und prinzipiell ein Denkanstoß.
"Der größte Überwachungsskandal der Geschichte: Neben jedem Bürger, dessen Daten irgendwann einmal durchs Netz geschickt werden, sind selbst Regierungen und ehemals mächtige Politiker Opfer der illegalen menschenrechtsbrechenden Sammelwut der Geheimdienste. Doch wie kommt es dass nach Bekanntwerden nichts passiert? Ganz einfach, wir lieben Überwachung! 
So sehr, dass wir statt Veränderung einzufordern, jubelnd dem nächsten Geheimdienstausbau entgegenfiebern, oder ihn zumindest schulterzuckend hinnehmen. Wir alle profitieren von Überwachung. Und wer noch anderer Meinung ist: Es gibt 7 sehr gute Gründe warum auch du Überwachung lieben solltest."


PS: Dieses Überwachungsvideo lieb' ich auch!

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Viel erfahren tut man in dem ja Trailer nicht, aber wenigstens weiß ich jetzt überhaupt erstmal, dass es einen Film über Edward Snowden gibt. Und ihr, wenn ihr es nicht schon vorher wusstet, jetzt auch (die NSA wusste es bestimmt wieder als erstes). Und ich bin mal gespannt, was in dem Biopic über den NSA-"Verräter" alles so verraten wird.
Vielleicht ist der ganze Abhörskandal dann am Ende ja noch viel schlimmer und dramatischer als wir momentan erahnen. Vielleicht aber auch nicht, wer weiß (auch wieder die NSA). So oder so scheint die Doku über den Whistleblower zumindest spannender als der letztjährige Julien Assange-Movie zu werden. Auch wenn das jetzt nicht so wirklich schwer ist.

"In January 2013, filmmaker Laura Poitras was in the process of constructing a film about abuses of national security in post-9/11 America when she started receiving encrypted e-mails from someone identifying himself as “citizen four,” who was ready to blow the whistle on the massive covert surveillance programs run by the NSA and other intelligence agencies. In June 2013, she and reporter Glenn Greenwald flew to Hong Kong for the first of many meetings with the man who turned out to be Edward Snowden. She brought her camera with her. The film that resulted from this series of tense encounters is absolutely sui generis in the history of cinema: a 100% real-life thriller unfolding minute by minute before our eyes."

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