Wenn man keine Dystopien mag, muss man sich eine Utopie erdenken: Sozialforscher Harald Welzer hat's getan und berichtet über seine Erkenntnisse. Was braucht es für eine "gute Geschichte für die Zukunft"?

Harald Welzer hat in einem Interview bei Jung & Naiv mal ganz nüchtern in die Zukunft geblickt und darüber philosophiert, ob das mit der Menschheit noch lange so weitergeht - oder nicht. Spoiler: allzu optimistisch ist er nicht. Dafür kann er eins aber sehr gut - umdenken:

"Wirtschaftswachstum ist nur gesteigerter Verbrauch."

„Wir haben jetzt aus einer Zukunft des Mehr, Mehr, Mehr eine Zukunft des Weniger, Weniger, Weniger zu machen, es aber nicht als Bremse darzustellen, sondern als Weiterentwicklung. Das muss überhaupt erstmal in unseren Kopf hinein. Das dauert lange.“

Der Populärphilosoph Richard David Precht war mal wieder bei Jung & Naiv zu Besuch und hat im Interview seine gedanklichen Ergüsse zur FridaysForFuture-Bewegung, dem nicht tot zu kriegenden Kapitalismus und dem seiner Meinung nach sicher kommenden BGE zum Besten gegeben. Das precht'sche Update zur Zukunftsvision. Und wie immer ein gute Analyse des aktuellen Zeitgeists.

Es geht um Richards Rolle: Ist er als Philosoph eigentlich auch ein Wissenschaftler? Würde er sich den "Scientists For Future" anschließen? Will er die Welt nicht nur interpretieren, sondern auch ändern?

Außerdem geht's um das bedingungslose Grundeinkommen, Kommunismus, französischen Verrat an Europa, zivilen Ungehorsam, Rechtsextremismus, Greta und Magnetschwebebahnen.


Maja Göpel, die ihr vielleicht von der Bundespressekonferenz der ScientistsForFuture kennt, war bei Tilo Jung zu Gast. Im Interview spricht sie darüber, wieso der Klimaschutz nicht der Feind der Wirtschaft sein muss, in was wir Menschen eigentlich investieren sollten und warum Nachhaltigkeit in jeglicher Hinsicht profitabel ist.

Maja ist Politökonomin, Expertin für Klimapolitik und Hochschullehrerin an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie hat sich den "Scientists For Future" angeschlossen, die die Schülerstreiks ("Fridays For Future") unterstützen. Hauptberuflich ist sie Generalsekretärin des "Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen" (WBGU). Was das ist, erklärt sie im Interview.

Es geht um Majas Analysen über die "Menschheitsmaschine": Warum ist der Wohlstand so ungleich verteilt? Was ist überhaupt "Wohlstand"? Können wir unseren Wohlstand erhalten und trotzdem Klimaschutz machen? Wieso müssen wir die Ökonomie auf den Kopf stellen? Warum müssen wir Wachstum hinterfragen? Müssen wir "Wachstum" neu definieren? Müssen Teile der Wirtschaft auch schrumpfen? Was sind unsere Wachstumszwänge? Welcher Strukturwandel steht uns bevor? Müssen wir davor Angst haben? Kann es einen Kapitalismus ohne Umweltzerstörung geben?


Hubi vom Grimme-Online-Award nominierten Format Einigkeit & Rap & Freiheit hat das Zentrum für politische Schönheit getroffen, das u.a. ein Holocaust-Mahnmal in Höckes Garten gebaut, mit einem Honeypot die Soko Chemnitz versüßt und eventuell ja auch als russische Oligarchen Österreichs Regierung ein bisschen "entnazifiziert" hat.
Im Interview nimmt eine Aktivistin vom ZPS erstmals Stellung zum Ibiza-Video (Spoiler: sie sagt nicht, dass sie es nicht waren) und gibt Props an die Partei, Rezo und die Meinungsfreiheit. Im Fokus stehen dabei die beiden Themen, die tatsächliche Politiker aktuell eigentlich genauso stark beschäftigen sollten wie politisch aktive Künstler: Klimawandel und Seenotrettung.

Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) ist eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit. Grundüberzeugung ist, dass die Lehren des Holocaust durch die Wiederholung politischer Teilnahmslosigkeit, Flüchtlingsabwehr und Feigheit annulliert werden und dass Deutschland aus der Geschichte nicht nur lernen, sondern auch handeln muss.

Wir arbeiten an der Zukunft des politischen Widerstands im 21. Jahrhundert ("aggressiver Humanismus"), setzen auf Menschlichkeit als Waffe und experimentieren mit den Gesetzen der Wirklichkeit. Widerstand ist eine Kunst, die weh tun, reizen und verstören muss. Wir drängen in eine Leerstelle, die jahrzehntelang von öffentlichen Intellektuellen besetzt wurde: das moralische Gewissen. (political-beauty.de)


Energieprofessor Volker Quaschning steht mit den ScientistsForFuture nicht nur hinter den Aussagen von Greta & co, sondern hat auch das 11-seitige-Rezo-PDF der CDU auseinandergenommen. Bei Tilo Jung hat er mehr als eine Stunde das erklärt, was in puncto Klimawandel denn nun getan werde muss, wieso wir eigentlich schon auf einem guten Weg waren und warum wir noch Grund zur Hoffnung haben. Vielleicht sollte man das Video mal im Bundestag zeigen. Da könnten so einige Parteien noch sehr viel lernen.

Eine Welt ohne fossile Brennstoffe ist möglich und Energiegewinnung aus 100% erneuerbaren in Deutschland ist mehr als realistisch, sagt Volker Quaschning. Volker gehört zu den ersten WissenschaflterInnen, die sich bei "Scientists for Future" zusammengetan haben. Er ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und in seinem Fachgebiet führender Experte für Erneuerbare Energien und Fragen der Energiewende.

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Nico Semsrott informiert euch statt mit irgendwelchen Zahlen lieber mit irgendwelchen Buchstaben und hält als zweiter Spitzenkandidat der Partei die PARTEI eine PPPPP zur EU.
Bei jung & naiv bekommt ihr außerdem nochmal ein ausführliches und angenehm ehrliches Interview mit dem angehenden EU-Kommissionspräsident im immer schwarzen Kapuzenpulli (und ihr erfahrt die sehr gute Geschichte von Sophies Unterwelt). Ein sehr guter Europaparlament-Kandidat.

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Der vermulich seriöseste aller EU-Politiker und Titanic-Kapitän zu Gast bei Tilo Jung. Sonneborn über lustige Dinge im EU-Parlament, ernste Satire im Klimaschutz, eine Ossi-Quote und Dr. Axel Votz. Schaut euch das Interview an. Denn es ist sehr gut. Wie die Partei eben.


Die taz hat ein bisschen mit den Berlin Kidz geplaudert und sie ein wenig zu ihren Fachgebieten befragt: Kunst, Brecheisen und das Surfen von S-Bahnen. Den neuesten Film der "total durchgeknallten" Berliner-Graffiti-Crew könnt ihr auf Vimeo für 6€ gucken.
Den dazugehörigen Trailer und ihren legendären Picknick-Ausflug auf dem Dach der S7 gibt's hier drunter nochmal. Und nicht vergessen, was die Berlin Kidz euch beigebracht haben, liebe Nicht-Berlin-Kidz: nicht zuhause nachmachen.


Herrlich absurde Interview-Show der Rocketbeans: 1on1. Eine Neuinterpretation der damals auf RTL gelaufenen Fake-Interviews von dctp bzw. von Alexander Kluge und mit Helge Schneider (10vor11). U.a. zu Gast ist die Erde, die von ihrer Krankheit namens Mensch und dem Planetentreffen erzählt, an dem der arme Pluto nicht mehr teilnehmen darf.

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Angeblich ist es ja sein Zwillingsbruder. Laut Titel zumindest. Es fühlt sich aber eher so an, als würde Ryan Reynolds von einem Ryan Reynolds spielenden Deadpool, der Ryan Reynolds spielt, interviewt. Klingt komisch, ist es aber auch. Und ich finde ja, es wird bald mal Zeit für Deadpool 2. Sehr bald.

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Ich fasse zusammen: So viele Nickerchen, wie ihr nur könnt, immer Witze machen und sich gelegentlich mal ein Glas Whisky oder ein Stück Kuchen gönnen. Und schon werdet ihr 110 Jahre leben, wie die gute alte Flossie Dickey. Klingt nach 'nem Lebensstil, der sich lange aushalten lässt. Ich bin dann mal im Bett. Mit jeder Menge Kuchen. Und einer noch größeren Menge Whisky. 

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