Ja, Rezo ist im Abspann als "künstlerische Beratung" aufgelistet. Aber diesmal sind es eben nicht nur ein paar Influencer, sondern dutzende Professoren, Doktoren und andere kluge Köpfe, die sich für einen Aufruf an die Politik zusammengeschlossen haben und unsere Regierung(en) zum Handeln fordert (u.a. Energieprofessor Volker Quaschning, Zukunftsforscher Harald Welzer und Special-Guest Greta Thunberg).
Nach meinem Verständnis von menschlicher Logik, die ich mir von Politikern in einer Demokratie sehr wünsche, dürfte dieses Video gar nicht ignoriert werden, wenn bis auf diese eine Scheißpartei wirklich alle im Bundestag an die Wissenschaft "glauben".
Die in 24 Punkten aufgezählten Fakten zur Stellungnahme findet ihr auf der Website der Scientists4Future, die auch die am Freitag beginnenden globalen Klimastreiks vom 20.-27. September supporten. Meine Meinung dazu ist ein Zitat von Prof. Dr. Jesse Pinkman: Yeah, Science!

Wir fordern die Regierungen von Deutschland, Österreich und der Schweiz auf, umgehend wirksame Maßnahmen des Klimaschutzes zu ergreifen.

Wir haben nur diese eine Welt. Um sie zu erhalten müssen wir handeln. Gemeinsam. Mutig. Jetzt.

Das Video basiert auf der Einsendung von Video-Material von 133 Wissenschaftler_innen (z.B. mit Wolfgang Lucht, Jutta Allmendinger, Martina Schäfer und Eckart von Hirschhausen) und nimmt direkten Bezug auf die im März 2019 von mehr als 26.000 Wissenschaftler_innen unterschriebene Stellungnahme.


Wissenschaftlerin, Journalistin und YouTuberin Mai(Lab) hat endlich mal konkrete Lösungen für das wohl bisher größte Problem der Menschheitsgeschichte ausgearbeitet, die auch für das deutsche Klimakabinett am 20. September interessant sein dürften (am Tag des globalen Klimastreiks).
Zur Unterstützung hat sich Mai ein paar blaue Haare besorgt und Rezo, den alten Zerstörer eingeladen, um die Aufmerksamkeit zu bekommen, die sie mit diesem Video - zurecht - verdient. Die Idee, den Klimawandel am Ende doch durch den Markt regulieren zu lassen, dürfte einigen Politikern jedenfalls sehr gut gefallen (die FDP weint vermutlich vor Glück).

Immer mehr Menschen checken: Es ist allerhöchste Eisenbahn.
Wir müssen CO2-Ausstoß reduzieren, ja! Aber wie? Die gute Nachricht: Wir haben den Plan.
Und zwar einen wirklich guten, wissenschaftlich sinnvollen Plan.

2:03 Kapitel I: Was muss die Politik gegen den Klimawandel tun?
2:38 Expertenempfehlung: CO2-Bepreisung
9:36 Ist ein CO2-Preis gerecht?
14:54 Schadet ein CO2-Preis der Wirtschaft?
16:38 Reicht ein CO2-Preis als Klimaschutzmaßnahme?
18:32 TL;DW
19:26 Wie wichtig sind politische Klimaschutzmaßnahmen?
20:06 Kapitel II: Was kann ich gegen den Klimawandel tun?
20:16 Hört auf mit Scheinargumenten!
23:49 An die Öffentlichkeit gehen


Im April diesen Jahres kündigte Julia Reda an, dass die EU und die ESA an einem Weltraumaufzug arbeiten werden. Auch Harald Lesch hat sich schon mit dem Space-Lift beschäftigt, dessen Umsetzung bis heute bei der Suche nach einem passenden Material für das am Ende etliche Tonnen schwere Seil scheitert.
Kurzgesagt hat den Weltraumaufzug mal noch ein bisschen weitergesponnen und ein interplanetarisches Space-Katapult-System für die Zukunft entwickelt, in dessen Zentrum die Monde vom Mars stehen und wir Ressourcen von Asteroiden erangeln während wir Urlaub auf dem Saturn machen. Sounds like Science-Fiction, but maybe it isn't.


Maja Göpel, die ihr vielleicht von der Bundespressekonferenz der ScientistsForFuture kennt, war bei Tilo Jung zu Gast. Im Interview spricht sie darüber, wieso der Klimaschutz nicht der Feind der Wirtschaft sein muss, in was wir Menschen eigentlich investieren sollten und warum Nachhaltigkeit in jeglicher Hinsicht profitabel ist.

Maja ist Politökonomin, Expertin für Klimapolitik und Hochschullehrerin an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie hat sich den "Scientists For Future" angeschlossen, die die Schülerstreiks ("Fridays For Future") unterstützen. Hauptberuflich ist sie Generalsekretärin des "Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen" (WBGU). Was das ist, erklärt sie im Interview.

Es geht um Majas Analysen über die "Menschheitsmaschine": Warum ist der Wohlstand so ungleich verteilt? Was ist überhaupt "Wohlstand"? Können wir unseren Wohlstand erhalten und trotzdem Klimaschutz machen? Wieso müssen wir die Ökonomie auf den Kopf stellen? Warum müssen wir Wachstum hinterfragen? Müssen wir "Wachstum" neu definieren? Müssen Teile der Wirtschaft auch schrumpfen? Was sind unsere Wachstumszwänge? Welcher Strukturwandel steht uns bevor? Müssen wir davor Angst haben? Kann es einen Kapitalismus ohne Umweltzerstörung geben?


Das vom Internet getaufte Boaty McBoatface war erfolgreich in den Tiefen der Antarktis unterwegs und hat bereits bei seiner Jungfernfahrt die Wissenschaft im Kampf gegen den Klimawandel ein bisschen vorangebracht. Nicht schlecht, kleine Yellow Submarine. Auch wenn du uns womöglich den Untergang prophezeist.

Boaty McBoatface’s maiden outing has made a major discovery about how climate change is causing rising sea levels. Scientists say that data collected from the yellow submarines's first expedition will help them build more accurate predictions in order to combat the problem. (telegraph)

Und hier das, was Science-Boaty herausgefunden hat:

Dass die Windstärken in der Antarktis zunehmen, war bereits bekannt. Nun wird klar, dass dadurch auch wärmere Wassermengen in großen Tiefen in Regionen geschwemmt werden, die weit unter den dicken Eispanzern liegen. Die Angriffsfläche auf die Eismassen der südlichen Pol-Region wird so vergrößert und der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt. (winfuture)


Energieprofessor Volker Quaschning steht mit den ScientistsForFuture nicht nur hinter den Aussagen von Greta & co, sondern hat auch das 11-seitige-Rezo-PDF der CDU auseinandergenommen. Bei Tilo Jung hat er mehr als eine Stunde das erklärt, was in puncto Klimawandel denn nun getan werde muss, wieso wir eigentlich schon auf einem guten Weg waren und warum wir noch Grund zur Hoffnung haben. Vielleicht sollte man das Video mal im Bundestag zeigen. Da könnten so einige Parteien noch sehr viel lernen.

Eine Welt ohne fossile Brennstoffe ist möglich und Energiegewinnung aus 100% erneuerbaren in Deutschland ist mehr als realistisch, sagt Volker Quaschning. Volker gehört zu den ersten WissenschaflterInnen, die sich bei "Scientists for Future" zusammengetan haben. Er ist Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und in seinem Fachgebiet führender Experte für Erneuerbare Energien und Fragen der Energiewende.

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Die NASA hat einen filmischen Trailer veröffentlicht, in der William "Captain Kirk" Shatner die nächste Mondlandung samt erster Frau und Basisbau im All fürs Jahr 2024 ankündigt. Das Deep Space Gateway der Mission Artemis soll aber auch für einen bemannten Marsflug genutzt werden - angeblich schon im Jahr 2030.
Erstmal wird aber der Erdtrabant besiedelt. Und unsere Generation bekommt nun also auch ihre eigene Mondlandung, die einer der größten Live-Events in der Geschichte werden könnte. Ich bin dabei - vermutlich mit Popcorn in der Hand vor irgendeinem Bildschirm klebend. 👩‍🚀🚀🌚

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"Cold, dark and empty. This is how the universe will spend most of it's life."

Remix-Artist und Videokünstler Melodysheep ist in die Zukunft der Zukunft gereist und zeigt euch, wie nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft unser Universum aussieht, wenn man bis in die Unendlichkeit vorspult. Innerhalb von nur einer Minute sind wir alle vergessen, alles wird zu einem alles aufressendem schwarzen Loch und der Tod dauert länger als das Leben. Falls ihr euch heute also noch nicht in der Bedeutungslosigkeit des Daseins verloren habt - here we go.

How's it all gonna end? This experience takes us on a journey to the end of time, trillions of years into the future, to discover what the fate of our planet and our universe may ultimately be.

We start in 2019 and travel exponentially through time, witnessing the future of Earth, the death of the sun, the end of all stars, proton decay, zombie galaxies, possible future civilizations, exploding black holes, the effects of dark energy, alternate universes, the final fate of the cosmos - to name a few.

This is a picture of the future as painted by modern science - a picture that will surely evolve over time as we dig for more clues to how our story will unfold. Much of the science is very recent - and new puzzle pieces are still waiting to be found.

To me, this overhead view of time gives a profound perspective - that we are living inside the hot flash of the Big Bang, the perfect moment to soak in the sights and sounds of a universe in its glory days, before it all fades away. Although the end will eventually come, we have a practical infinity of time to play with if we play our cards right. The future may look bleak, but we have enormous potential as a species.

Featuring the voices of David Attenborough, Craig Childs, Brian Cox, Neil deGrasse Tyson, Michelle Thaller, Lawrence Krauss, Michio Kaku, Mike Rowe, Phil Plait, Janna Levin, Stephen Hawking, Sean Carroll, Alex Filippenko, and Martin Rees.


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Dieser Moment, wenn Politiker fordern, dass Kinder lieber mal die Klappe halten und alles Profis überlassen sollen und die Profis dann fordern, dass Politiker verdammt nochmal das machen sollen, was die Kinder ihnen sagen:
Mittlerweile unterstützen mehr als 14.000 Wissenschaftler die Protest-Bewegung der Kids, am Freitag demonstrieren alle zusammen und zu den FridaysForFuture kommen nun auch Scientists4Future dazu. Eine öffentliche Stellungnahme gab's auch in einer 45-minütigen Bundespressekonferenz. Und ich sag's mal so: Dem Kapitalismus wird nicht unbedingt gefallen, was sie sagen. Mir gefällt wiederum genau das.

Zurzeit demonstrieren regelmäßig viele junge Menschen für Klimaschutz und den Er­halt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Als Wissenschaftlerinnen und Wissen­schaftler erklären wir auf Grundlage gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse: Diese Anliegen sind berechtigt und gut begründet. Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei weitem nicht aus.
Nur wenn wir rasch und konsequent handeln, können wir die Erderwärmung begrenzen, das Massenaussterben von Tier- und Pflanzenarten aufhalten, die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und eine lebenswerte Zukunft für derzeit lebende und kommende Generationen gewinnen. Genau das möchten die jungen Menschen von „Fridays for Future/Klimastreik“ erreichen. Ihnen gebührt unsere Achtung und unsere volle Unterstützung. (scientists4future)

Die Hoffnungen sind groß: Künstliche Intelligenz soll das Regieren effizienter machen, rationaler und vernünftiger. Die Sorgen sind jedoch nicht kleiner: Werden uns die Maschinen überwachen, unterwerfen oder gar vernichten? Klar ist: Ohne Computerisierung werden Politik und Verwaltung der wachsenden Komplexität in der Welt nicht gerecht werden können. Doch wie verändert sich unsere Gesellschaft durch eine automatisierte Bürokratie oder KI-gestützte Politik? Und wer regiert dann eigentlich?

Mads Pankow, ein alter Studien-Kollege von mir aus Marburg beschäftigt sich bereits in der Gegenwart mit dem Begriff, den die CSU gerade erst wieder zum "Zukunftsthema" erklärt hat: der Digitalisierung. Genauer gesagt kümmert er sich um das, was computergenerierte Algorithmen tatsächlich können oder bald können werden und inwiefern A.I. die Menschheit gesellschaftlich nach vorne bringen, alles nur verschlimmbessern oder matrix-mäßig kontrollieren kann.
Wen das "Zukunftsthema" von heute bzw. von Mads interessiert - hier sein Vortrag beim diesjährigen Netzkongress (und im Backstage-Interview), in dem es u.a. darum geht, ob Roboter die Welt oder zumindest Länder "regieren" können und dazu fähig wären, bessere Entscheidungen als Politiker/Menschen - man denke an Trump, Erdogan oder Putin - zu treffen.

...weiterlesen "Mads Pankow: Regiert von Algorithmen – Die Zukunft robotisierter Politik"


Eigentlich könnte man ja denken, dass es nach drölfhundert Roboter-Dystopie-Stories nicht unbedingt die klügste Idee ist, eine künstliche Intelligenz absichtlich zu 'nem Psychopathen zu machen. Wissenschaftler vom MIT haben es aber trotzdem gewagt und mit freundlichen Grüßen an Alfred Hitchcock eine AI namens Norman erschaffen, die in jedem Rohrschachtest nur Tod & Verderben statt Blumen & Hochzeitskuchen sieht.
Klingt im ersten Moment nach Science gone too far und dem ersten potenziellen Robo-Serien-Killer, ist aber im Endeffekt eher sowas wie ein artificial Tumblr-User. Und er wurde tatsächlich entwickelt, um "freie" Entwicklungen von KIs besser einschätzen zu können und die Welt etwas sicherer zu machen. Ich bin ja trotzdem gerade ein bisschen froh, dass Skynet noch nicht existiert.

Norman is an AI that is trained to perform image captioning; a popular deep learning method of generating a textual description of an image. We trained Norman on image captions...dedicated to...the reality of death. Then, we compared Norman's responses with a standard image captioning neural network (trained on MSCOCO dataset) on Rorschach inkblots; a test that is used to detect underlying thought disorders.


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Eigentlich sollte ja ein Rapper den gerade eben verliehenen Nobelpreis für Physik bekommen. Denn - sie denken, sie hätten die Gravitationswellen entdeckt - dabei hat Fatoni nur ohne zu pegeln in das Mikrofon reingerappt. ;o)

PS: Damit ihr nicht dumm sterben müsst - hier der Einstein des deutschen Fernsehens über das, was ihr wissen wollt: ...weiterlesen "Nobelpreis für Physik: Sie denken, sie hätten die Gravitationswellen entdeckt"