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Auf Twitter ist gestern erst #Döner und kurz danach #Alman getrendet. U.a. Grund dafür: In Stuttgart gibt es "Döner" mit Mehrkornbrot, Erdbeeren, Macadamianüssen, Trüffel-Frischkäse und wahlweise Buttermilch-Granatapfel-Sauce, Avocado-Creme oder Rhabarber-Mus. Ich schätze, irgendwo in Berlin fängt gerade jemand an zu weinen (und irgendwo anders in Berlin gründet jemand demnächst ein Döner-StartUp). Und auch ich muss das erstmal verkraften und gehe jetzt ein paar Hipster in Knoblauchsauce ertränken oder so.

 

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Falls ihr von Menschen genug habt und endlich mal dahinziehen wollt, wo ihr garantiert eure Ruhe genießen könnt: auf ImmobilienScout24 könnt ihr euch derzeit eine Wohnung auf dem Mars kaufen. 897m² für schlappe 890.000.000€ (auch als monatliche Rate von 2.874.922€ abzahlbar).
Leider müsst ihr aber noch bis 2060 warten bis ihr ins Space-Loft einziehen könnt, da es erst noch gebaut werden muss. Bis dahin könnt ihr ja schon mal sparen. Oder eine Astronauten-Ausbildung machen. Am besten beides.

Werden Sie Teil unseres futuristischen Neubauprojekts, das bereits im Jahr 2060 fertiggestellt wird! Erwerben Sie heute schon diese besondere Immobilie – das eindrucksvollste Gebäude im Umkreis von 55 Millionen Kilometern ist ein sicheres Invest in Ihre Zukunft! Wagen Sie einen neuen Lebensabschnitt und entdecken Sie die einzigartigen Möglichkeiten, die Ihnen der Mars bietet! Treten Sie in die Fußstapfen von Neil Armstrong und seien Sie unter den Ersten, die zu den Sternen aufbrechen. Sie können sich sicher sein: Die gesamte Menschheit wird zu Ihnen aufschauen (und Sie dann vergessen)!

Sicher: Die Umgebung ist sehr ursprünglich, dafür ist der Kiez garantiert noch nicht gentrifiziert. Während auf der Erde bezahlbarer Wohnraum knapp wird, bietet das aufwändige Bauprojekt reichlich Platz. Ein durchdachtes Raumkonzept nach hochfunktional eingerichteten Lebensbereichen lässt das Space Loft zum idealen Lebensmittelpunkt werden (zugegeben: außerhalb können Sie auch nicht SO viel unternehmen).
Der Einrichtungsstil des Lofts lässt sich als „asketisch-futuristisch und dabei funktional“ beschreiben. Darauf können Sie stolz sein: Mit der Abkehr von unnötigem Besitztum liegen Sie absolut im Trend.


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Es ist ja immer der gleiche Ablauf. Alle wollen in das Viertel im Zentrum, wo die coolen Leute wohnen. Dadurch steigt die Nachfrage und somit auch der Preis und nach ein paar Jahren wohnen dort, wo einst die coolen Leute gewohnt haben nur noch reiche Leute, die gerne cool wären. So oder so ähnlich funktioniert Gentrifizierung.
Eine kleine Alternative gibt's mit diesem Liebeslied ans Randgebiet, das euch die noch (noch!) uncoolen Bezirke außerhalb des Trubels ans Herz legt, die ihr dann gemeinsam cool machen könnt. Nur nicht alle auf einmal vielleicht. Sonst haben wir irgendwann wieder das gleiche Problem.

Ein groß(stadt)artiges Wimmelbild nach einer Idee von Marc Amann und künstlerisch umgesetzt vom Berliner Comiczeichner und Animationsfilmer Markus Wende mit dem Titel "Recht auf Stadt". 
Neben dem Hauptthema Gentrifizierung (oder vielleicht eher: gentrifickdich!) findet ihr da drauf aber auch allerlei andere politische und popkulturelle Anspielungen, jede Menge wortspielerische Protestslogans und Einhörner. 
Ich geb' euch mal ein paar Stichwörter mit, damit ihr ein bisschen rumsuchen könnt:
BER, Stuttgart21, LegalizeIt, RefugeesWelcome, Edward Snowden, Kaputtalismus, FreiheitStirbtMitSicherheit, Nolympia, StopTTIP, ACAB, QueerTopia, Slutwalk, SkateAgainstRacism, der Deutschlandtrikot-Nazi aus Rostock-Lichtenhagen, Pegida und Aluhutträger - sowie Krusty, Joker, Spiderman, den 3-äugigen Simpsonsfisch, Daniel Düsentrieb, Dick & Doof.

Die ganze Stadttour durchs komplette Bild gibt's unter diesem Link. Da könnt ihr frei ran- und wegzoomen wie auf' ner Online-Stadtkarte.

"Das Wimmelbild „Recht auf Stadt“ zeigt comic-dokumentarisch Initiativen und Aktionen von Menschen, die ihr Lebensumfeld „Stadt“ aktiv gestalten. Sie wehren sich gegen Verdrängung und Zerstörung und verfolgen dabei kooperative und solidarische Ansätze, die sie der kapitalistischen Verwertungslogik entgegensetzen.
Die dargestellten Szenen sind real-fiktiv, viele haben so oder so ähnlich stattgefunden, einige der über 2100 Figuren sind realexistierenden Personen (und Tieren) nachempfunden."



Images © by Markus Wende  


Weil darum. Gentrify this, bitch.
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Carolin Kebekus lässt Schwester Ewa zu Schwester Klewa mutieren und haut im WDR einen Disstrack gegen die Gentrifizierung (die alte F*tze!) raus. Die geht ihr nämlich gewaltig gegen den Strich. Oder auf den Strich? Naja, ihr wisst schon. 

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