Schadenfreude ist bekanntlich die schönste und wahrscheinlich auch die asozialste Freude, aber dieses Jahr können wir alle ja jedes kleine bisschen Freude gut gebrauchen: Dank Corona fällt dieses Jahr wohl nun auch die Helene-Fischer-Show an Weihnachten aus und vielleicht wird Corona-Christmas doch nicht ganz so schlimm, wie wir alle im Moment noch befürchten.
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Sehr freundlich, dass viele Maskenverweigerer und Covidioten wenigstens "freiwillig" die Wirtschaft wieder ankurbeln wollen und die Bazooka neu aufladen, wenn sie sonst schon keine Rücksicht auf andere zu nehmen scheinen. Hamburg sagt danke. Und Moin.
Seit März sind in Hamburg Bußgelder in einer Gesamthöhe von knapp einer Million Euro für Verstöße gegen die Corona-Eindämmungsverordnung verhängt worden. Die Summe von 985.725 Euro entstamme 10.298 Bußgeldbescheiden [...].
Für viele Almans ist deutsche Leitkultur ja immer irgendwas mit Oktoberfest, Fußball, Autos, Tatort und Kartoffeln. Und mal abgesehen davon, dass ich davon eigentlich nur Pommes mag, identifiziere ich mich ja eher mit meinem ganz individuellen Kultur-Brei, in den ich reinwerfe, was ich kenne und mag - ganz unabhängig davon aus welcher Kultur (meistens HipHop). So wie zum Beispiel in diesem schönen Spot, in dem Skandinavien als Remix-Kultur definiert wird wie Memes im Internet.
We are proud of our Scandinavian heritage. Many of the things we call Scandinavian today was brought here and refined by curious, open-minded and innovative Scandinavians.
Travelers bring home great ideas.
Im Jahr 2020 dreht sich die Medien-Welt eigentlich immer nur um Viren, Klimawandel und Nazis. Almans lagern lieber Atommüll in ihrem Keller als auf 1km Entfernung ein Windrad zu sehen. Und in Deutschland bekommt natürlich niemand einen High-Tech-Chip implantiert, sondern ein Faxgerät. Twittwoch #40.
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2020 ist das Jahr, in dem man in der Stadt das erste mal wieder so wohnt wie damals aufm Dorf, als man sich mit immer den gleichen 3 Leuten an Bushaltestellen weggesoffen hat, weil man nicht in irgendwelche Clubs kam.
Denn seit Corona sind viele Vorteile, die man in einer Stadt so normalerweise hat einfach weg oder sogar zum Nachteil geworden, was wohl hauptsächlich am oft fehlenden Platz liegt, den man aufm Dorf dafür massig hat. Und natürlich einfach weniger Menschen. Während des Lockdowns haben viele die "Ruhepause" in der sonst immer laut hupenden Großstadt ja sogar genossen oder sind zwischendurch wie ich ein paar Wochen aufs Land geflüchtet. Und vielleicht ist dieses Jahr auch das entspannte Landleben einer der Gewinner der Pandemie. Arte hat jedenfalls mal versucht herauszufinden, wohin die Reise zwischen Bauernhof und Skyline am Ende geht.
Der Exodus in mittelgroße Städte ist ein sich mit der Coronakrise verstärkendes europäisches Phänomen. "In die Hauptstadt aufsteigen" war bis zum letzten Jahrhundert ein Ziel. Aber Umweltverschmutzung, Immobilienpreise oder lange Wege zur Arbeit haben dem Traum vom Leben in Hauptstädten ein Ende gesetzt. Die Coronakrise beschleunigt mit Telearbeit und Lockdown diesen Effekt.
Dieser Wunsch nach Lebensqualität durch eine Verlangsamung des städtischen Rauschens wurde 1998 in Italien von der "Slow City"-Bewegung begründet. Dieser neue Lebensstil, der der Natur näher kommt, erfordert jedoch Bedingungen für die Zugänglichkeit mit dem Zug und eine hervorragende Internetabdeckung. Was wäre, wenn die Stadtplaner, die 30 Jahre lang eine starke Bevölkerungsdichte in Megastädten vorhergesagt hatten, sich geirrt haben?
Gestern hat sogar RTL dazu aufgerufen, eine Pro7-Doku über das leider immer noch so wichtige Thema Rechtsextremismus in Deutschland zu schauen, bei der ich mich mal wieder gefragt habe, ob es wirklich immer noch so sinnvoll ist, irgendwelchen rechten Spacken eine Bühne in der Primetime zu bieten. Eine richtige Antwort darauf finde ich allerdings nicht. Denn Wegschauen ist ja auch nicht die Lösung. So oder so verlinke ich euch an der Stelle aber einfach viel lieber Aurel's Twittergrind.
Falls es immer noch irgendwelche Manfreds und Ingeborgs da draußen gibt, die sich nach einem YouTube-Video für einen langjährig ausgebildeten Virologen halten und Corona nach wie vor als eine harmlosen Schnupfen beschimpfen:
Die Grippe hat bisher in einem ganzen Jahr maximal 650.000 Tote verursacht - ohne jegliche Maßnahmen. An Corona sind jetzt schon über eine Million Menschen in nur 6 Monaten gestorben - trotz aller Lockdowns, Beschränkungen, Masken und so weiter. 1000 mal 1000 Menschenleben durch ein einziges Virus. Und ich will gar nicht wissen, wie viele mehr es geworden wären, wenn wir gar nichts gemacht hätten. Mal abgesehen davon, dass die ganze Scheiße wohl noch lange nicht vorbei ist.
Hunde können offenbar nicht nur alle Drogen, sondern inzwischen auch Corona erschnüffeln und gerade stelle ich mir eine Welt vor, in der sabbernde Doggos entscheiden, ob du irgendwo reinkommst oder nicht. Mir wären die vierbeinigen Spürnasen generell ja auch sympathischer, wenn sie nicht mehr bei der Polizei arbeiten und stattdessen kaltschnauzige "Türsteher" mit Hundeblick werden, die mit die Pandemie bekämpfen.